Im Interview mit dem Fanzine "Trekkie Central" sprach der Sohn des Trek-Schöpfers über seinen Eindruck zu "Star Trek XI" und berichtete, dass er mit "Enterprise" nicht richtig warm wurde.
Trekkie Central Magazine: Was halten Sie vom neusten "Star Trek"-Film?
Eugene Roddenberry jr: Ja, viele Sachen hätte ich anders gemacht, viele Sachen hätte mein Vater anders gemacht und viele Sachen hätten diejenigen, die das hier lesen, anders gemacht, aber ich halte ihn für ziemlich gut.
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Roddenberry jr. |
Ich weiß, dass es dort draußen viele Nörgler gibt, die nicht damit einverstanden sind, weil eine neue Zeitlinie eingeführt wurde. Aber ich muss [den Produzenten] dafür Respekt zollen, dass sie zumindest das gemacht haben. Sie hätten auch einfach an die Sache rangehen können mit der Meinung "Wisst ihr was, wir schreiben die Geschichte um und zwar auf unsere Art".
Davon wäre ich sehr enttäuscht gewesen, aber stattdessen sind sie in eine neue Zeitlinie abgezweigt, was all den ursprünglichen Fans, den Leuten, die wie ich das ursprüngliche Zeugs mögen, immer noch eine Verbindung erlaubt. Sie können an die alte Zeitlinie glauben, daran, dass sie noch existiert, aber dass es auch eine ganz neue Generation gibt. Und für uns, ohne Scheuklappen, gibt es eine ganz neue Zeitlinie, die wir erforschen können.
Mein einziger Kritikpunkt, meine einzige Meckerei, wenn man das so nennen will, betrifft das Ende, als Neros Schiff ins Wurmloch gesogen und zerstört wird. Ich habe mich gefreut, als Kirk sagte "Hey, wir sind bereit, euch zu helfen, wenn ihr darum bittet", und natürlich sagt Nero, Nein, ich würde lieber sterben. Ich hielt es nicht für nötig, dass sie als die Photonentorpedos abfeuern, um sie "vom Himmel zu wischen". Das was ein bisschen zu viel für mich. Ich weiß, dass es durch den rachedurstigen Spock kam, der gerade die Zerstörung seines Planeten erlebt hatte, aber die wahre Roddenberry/"Star Trek"-Art wäre es gewesen, Hilfe anzubieten, aber dann Reue und Mitleid für das verlorenen Leben zu zeigen, ungeachtet dessen, für was es verantwortlich war.
Trekkie Central Magazine: Was waren Ihre ersten Gedanken, als "Enterprise" abgesetzt wurde?
Roddenberry jr: Ehrlich gesagt war meinerster Gedanke, dass es mir nicht viel ausgemacht hat. Ich habe [der Serie] eine Chance gegeben, ich habe die erste Staffel angeschaut und hielt sie für gut, vielleicht nicht großartiges, aber irgendwie gutes "Star Trek" mit einem ein bisschen holprigen Start.
Als ich dann für die zweite Staffel wieder eingeschaltet habe, habe ich sofort nach nur ein paar Folgen das Interesse verloren. Ich weiß inzwischen nicht mehr ganz genau, warum, aber ich erinnere mich, dass es mich einfach nicht mehr angesprochen hat. Daher war mein erster Gedanke, dass, dass es mir irgendwie nichts ausmacht, aber es machte mir durchaus etwas aus, dass es das [vorläufige] Ende von "Star Trek" als TV-Serie bedeutete.
Ich hielt es für eine gute Idee, es für fünf, zehn oder sogar 15 Jahre ruhen zu lassen, und um ehrlich zu sein, bin ich noch immer dieser Meinung.
Das vollständige Interview mit Eugene Roddenberry jr finden Sie im "Trekkie Central Magazine", das Sie hier herunterladen oder via Issuu online lesen können.