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Henning Koonert (hk)10.10.13

Abrams von "Star Trek"-Game enttäuscht

Im Vorlauf zum Kinofilm "Star Trek Into Darkness" wurde das im April neu erschienene Trek-Videogame von den Verantwortlichen gepriesen, sogar quasi kanonisiert. Dann floppte es, jetzt gehen sie auf Distanz.

Vor dem Release von Kinofilm und Game in diesem Frühjahr betonten sowohl die Spielentwickler bei Paramount als auch die Filmemacher bei Bad Robot vor allem ihre enge Zusammenarbeit. Wie auch bei der "Star Trek"-Comicreihe "Die neue Zeit" war Roberto Orci an der Entwicklung der Handlung als kreativer Berater beteiligt. In einem Interview (TZN-Übersetzung hier) hatte er 2011 sogar noch betont, dass das Game sich bestmöglich in den Kanon des Trek-Universums einfügen werde. In "Star Trek Into Darkness" fand sich dann später am Rande eine Erwähnung der Gorn, die im Spiel die Gegner darstellen.

Nachdem das Spiel nach Erscheinen in erster Linie laue bis verheerende Kritiken erntete (TZN-Rezension hier), schien fraglich, ob es der von den Entwicklern erhoffte Erfolgstitel werden könnte, dem weitere neue "Star Trek"-Games folgen.

Inzwischen ist Regisseur und Produzent J. J. Abrams darauf bedacht, Distanz zwischen seinen Leuten und dem Verkaufsflopp herzustellen. Enttäuscht sei er, sagte Abrams gegenüber GamerHub.TV und behauptete, das Game habe vielleicht sogar dem Film geschadet.

"Das letzte Game war offensichtlich eine große Enttäuschung für mich. Ganz am Anfang haben wir daran mitgearbeitet, aber dann wurde uns klar, dass es sich nicht in die Richtung entwickelt, wie wir uns das vorgestellt hatten, also haben wir uns zurückgezogen. Das Videogame hätte aus meiner Sicht zu etwas werden können, das der Serie wirklich genutzt hätte: ein aufregendes, witziges Spiel mit tollem Gameplay. Das war es nicht und das hat meine Gefühle verletzt, weil wir sehr hart daran gearbeitet haben, den Film fertigzustellen und dann kam dieses Game heraus und wurde überall verrissen. Ich denke, das hat zweifelsohne dem Film nicht geholfen und ihm möglicherweise sogar geschadet."

J. J. Abrams' vollständiges Interview mit GamerHub.TV können Sie hier anschauen:


Wie unterdessen bekannt wurde, verliert der bei Paramount für das Game zuständige Abteilungsleiter Brian Miller zum Jahresende seinen Job. Das berichtet Deadline.com. Er hatte dem in Zusammenarbeit mit Digital Extremes und Namco Bandai entwickelten Spiel im Lauf der Marketingkampagne in der Öffentlichkeit ein Gesicht verliehen. Während die offizielle Sprachregelung lautet, dass Miller nach 14 Jahren bei Paramount künftig Zeit für eigene Projekte haben möchte, liegt nahe, dass die Entscheidung auch mit dem Verkaufsflopp von "Star Trek – Das Videospiel" im Zusammenhang steht.

(hk - 10.10.13 - Quelle: Deadline.com, GamerHub.tv - Keine Kommentare)

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