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Henning Koonert (hk)08.11.13

"Into Darkness"-Ergebnis: Schlechtes Marketing schuld?

In den Vereinigten Staaten kam "Star Trek Into Darkness" trotz 3D-Zuschlägen nicht an das Einspielergebnis seines Vorgängers heran. Auf der Suche nach der Ursache stößt man auf zwei Theorien.

Letzte Woche zogen wir Bilanz zum neusten "Star Trek"-Film und hielten fest, dass "Star Trek Into Darkness" weltweit der Trek-Film mit dem höchsten Einspielergebnis ist, in den USA aber weniger erfolgreich lief als sein Vorgänger. Inflationsbereinigt kam J. J. Abrams' erster "Star Trek"-Film aus dem Jahr 2009 dort auf 278,1 Millionen Dollar; "Into Darkness" spülte dort mit 219,8 Millionen Dollar beinahe 60 Millionen weniger in die Kassen.

Hat Bad Robot mit der Werbung für "John Harrison" ein Eigentor geschossen? (Bild: Paramount)
Forscht man nach den Ursachen für das Ergebnis, stößt man zunächst auf die Konkurrenz in den Kinos. Diese Version scheint Paramount öffentlich zu stützen, denn in der Börsenmitteilung des Konzerns für das zweite Quartal, in der auch "Star Trek Into Darkness" zur Sprache kam, wird auf die vollgepackte Sommersaison verwiesen.

Tatsächlich verweisen auch unabhängige Quellen wie zum Beispiel BoxOfficeMojo neben der möglicherweise zu langen Pause zwischen den beiden Filmen auch auf die Konkurrenz. So lief "Into Darkness" in den USA zwei Wochen nach "Iron Man 3" an, der zu dem Zeitpunkt noch immer eine beträchtliche Besucherzahl vor die große Leinwand lockte. Ebenfalls zwei Wochen vorher war "The Great Gatsby" mit Leonardo DiCaprio angelaufen, der sich als größerer Konkurrent als erwartet entpuppte. Eine Woche nach dem "Into Darkness"-Start liefen am langen Feiertagswochenende um den Memorial Day schon mehrere neue Action- und Familienfilme an. Die anderen Filmstudios haben also schlicht die direkte Konkurrenz zum Film nicht gescheut und ihre Starttermine nicht wegen "Star Trek" verschoben.

2009 sah das Kinoumfeld noch anders aus. Die "Star Trek"-Konkurrenz bestand damals lediglich aus "X-Men Origins: Wolverine", der in seiner zweiten Woche eher enttäuschend lief, und der romantischen Komödie "Der Womanizer – Die Nacht der Ex-Freundinnen", ebenfalls kein Kassenschlager.

Jenseits des Marktumfelds hat das Wirtschaftsmagazin "Forbes" noch eine andere Ursache ausgemacht: schlechtes Marketing. Auf seiner Website kürt "Forbes" den Film in den USA gar zum am schlechtesten vermarkteten Film des Sommers 2013. So habe vor allem die erzwungene Geheimniskrämerei um den Gegenspieler dem Film geschadet: "J. J. Abrams und seine Firma haben hauptsächlich aus Vermarktungsgründen einen aus der Classic-Serie bekannten Schurken in den Film bugsiert und dann im Lauf des Jahres alle angelogen und behauptet, jener Schurke sei gar nicht im Film. Bad Robot hat den eigenen Film beschädigt, indem sie - offenbar um die Fans zufriedenzustellen - eine Variante eines klassischen Trek-Schurkens, der sich mit dem Original nur den Namen teilte, einfügten - nur um dann der Marketingabteilung die Kniescheibe rauszuhauen, indem sie verboten, mit besagtem Schurken zu werben."

Da man nichts von der Story preisgeben durfte, sei Paramount nichts anderes übrig geblieben, als eine Standard-Gut-gegen-Böse-Geschichte zu vermarkten, die das Publikum schlicht nicht genug begeistert habe.

Anders als in den USA traf die Botschaft der Standard-Geschichte "Gut gegen Böse" allerdings in vielen anderen Ländern genau den Geschmack des Publikums, was "Star Trek Into Darkness" am Ende an die Spitze der "Star Trek"-Einspielcharts führte.

(hk - 08.11.13 - Quelle: BoxOfficeMojo.com, Forbes.com - 5 Kommentare)

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Kommentare

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Adm. Ges schrieb am 09. November 2013, 11:13 Uhr

Lässt sich das Einspielergebnis eigentlich auch um den 3D-Zuschlag bereinigen?

Persiflage schrieb am 09. November 2013, 16:49 Uhr

Vielleicht ist der Reiz des neuen einfach verflogen und die die Ernüchterung über die Kurzweil überwiegt beim Publikum.

Henning schrieb am 09. November 2013, 16:51 Uhr

Lässt sich das Einspielergebnis eigentlich auch um den 3D-Zuschlag bereinigen?

Ich schätze, das Filmstudio hat wahrscheinlich solche Zahlen. Im öffentlichen Raum habe ich die auf dem Niveau granuliert noch nicht gefunden.

Kamin schrieb am 10. November 2013, 02:49 Uhr

In den USA ist Star Trek eigentlich eine noch größere Marke... Mehr als bei STXI, den noch alle gesehen haben, geht kaum. Entweder einem großen Teil der vielen Fans hat schon STXI nicht zugesagt, was zur Folge hatte dass sie sich keine Fortsetzung anschauen wollten, oder Into Darkness wurde zwar aufwändig aber tatsächlich nicht klug vermarktet, um die grundsätzlich an Star Trek Interessierten zu interessieren.
Der Rest der Welt hatte bei den Zuschauerzahlen noch Potenzial, welches sich ja mit aufwändigem Marketing immer ausschöpfen lässt.
(mhh, bin mit meiner Erklärung nicht zufrieden...)
Oder vielleicht doch einfacher wink.gif Into Darkness ist schlechter als STXI, was sich aber nur in den USA negativ auf die Zuschauerzahlen ausgewirkt hat, weil dort schon in STXI beinahe alle potenziellen Zuschauer ins Kino sind. Jawohl!

Z3R0B4NG schrieb am 10. November 2013, 14:39 Uhr

Es ist doch an sich ganz einfach, die wollen Zahlen sehen wie bei Avengers, haben aber nicht annähernd die Präsenz die Marvel zeigt.

Marvel bringt X mal so viele Filme in der selben Zeit, hat 3 Comic Serien, eine Real Serie (+4 neue über Netflix in den News) und 4 oder 5 aktuelle Computerspiele am laufen, ganz zu schweigen von der ständigen Comic Präsenz.

Dagegen bringt Star Trek jedes Schaltjahr oder so mal einen Film, ein Spiel zum Film und ein 4 Jahre altes MMO das doch eher die Prime Universe Fans anspricht die von JJ eh nix mehr hören wollen.

Werbung alleine macht keine Fans.


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