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Randolph Sutter (su)20.12.14

Die Suche nach einem neuen Regisseur

Wie die Subraumschockwelle, die den klingonischen Mond Praxis zerstörte, traf vor einigen Tagen die Nachricht auf die unvorbereiteten Trekkies, dass Roberto Orci seinen Regieposten beim Jubiläumsfilm "Star Trek XIII" verloren hätte. Nett ausgedrückt.

Wie bereits berichtet scheint Paramount mit Orcis Arbeit unzufrieden gewesen zu sein. Ob damit nun seine Eignung als Regisseur oder sein Script gemeint ist, darüber darf weiterspekuliert werden. Klarheit könnte hier wohl nur Orci selbst, J.J. Abrams oder einer der Paramount-Bosse schaffen. Und die werden einen Teufel tun.

Wie Orci auf Twitter und Trekmovie.com gleich selbst mitgeteilt hat, wird er weiterhin in seiner Rolle als Produzent und Autor eng in das Projekt involviert sein und deutet auch an, dass man den richtigen Regisseur finden wird. Paramount war von Anfang an nicht wirklich überzeugt, dass Orci der beste Ersatz für Abrams ist, und es darf sogar vermutet werden, dass Orci diesen Job nur wegen dem neuen "Star Wars"-Steuermann bekommen hat. "Star Trek" ist für Paramount zu wichtig, als dass man gewillt zu sein scheint, ein Risiko mit einem unerfahrenen Regisseur einzugehen. Im Fandom selbst, hat Drehbuchautor Orci einen zweifelhaften Ruf. Einerseits bezeichnet er sich selbst als Hardcore-Fan und besitzt das Wissen und Können, wie ein moderner Blockbuster auszusehen hat. Anderseits hassen ihn nicht wenige dafür, dass er Spock mit Uhura zusammenbrachte, Vulkan zerstörte und mal eben eine ganz neue "alternative" Zeitlinie eingeführt hat. Und über das Drehbuch des doch sehr uninspirierten, eher an Plagiat statt Hommage liegenden "Into Darkness" legen wir bitte einfach den Mantel des Schweigens.

Jonathan Frakes als Regisseur bei "Star Trek: Der erste Kontakt"

Bevor sich die "Haters" nun aber gross über den entmachteten Roberto Orci freuen und fleissig die Twitter-Kampagne #BringInRikerunterstützen, die sich eine Rückkehr von Jonathan Frakes als Regisseur des kommenden Sci-Fi-Spektakels wünscht, sollte man eines nicht vergessen: die Zeit drängt, und ein Ersatz muss nicht zwingend besser sein.

Immerhin hat sich der ebenso charmante wie geschätzte Riker-Darsteller Jonathan Frakes mehr als gefreut, dass es diese Kampagne gibt und auf der Zwitscher-Plattform auch bereits verkündet, wie sprachlos ihn das Ganze mache und wie sehr er die Möglichkeit lieben würde. Frakes, der mit "First Contact" einen der besten und beliebtesten Trekfilme überhaupt ablieferte (bei Rotten Tomatoes schafft es der Streifen auf stolze 92%), wäre an sich keine schlechte Wahl. Sein Agent hat sich derweil bereits mit J.J. Abrams in Verbindung gesetzt, aber auch Frakes ist sich im Klaren, dass er nur krasse Aussenseiterchancen hat. Zumal sein letzter Einsatz in dieser Position, "Star Trek Insurrection", an der Kinokasse hinter den Erwartungen zurückblieb.

Eine kurze Zeit geisterte das Gerücht durch Hollywood, dass Simon ("Scotty") Peggs Kumpel Edgar Wright ("Shaun of the Dead", "The Hot Fuzz") den Regieposten erben könnte. Wright, der eigentlich sogar Zeit hätte, nachdem ihn bei Marvels kommenden Projekt "Ant-Man" das gleiche Schicksal wie Orci ereilte, hat sogar eine Szene im letzen "Star Trek Into Darkness" gedreht. Da er nicht nur ein toller Regisseur, sondern auch begnadeter Drehbuchautor ist, wären die Chancen auf einen aufregenden Kinofilm sicherlich sehr gross gewesen. Fragt sich nur, ob es ein toller "Star Trek"-Film oder doch eher ein toller "Edgar Wright"-Film geworden wäre.

Wie das Branchenblatt "Deadline" zwischenzeitlich berichtet, existiert scheinbar auf den Schreibtischen der Paramount-Bosse und J.J. Abrams eine Liste mit fünf in Frage kommenden Regisseure, die nicht alle eine gute Wahl zu sein scheinen.

Da wäre beispielsweise der Norweger Morten Tyldum, der 2011 mit dem Thriller "Headhunters" aufgefallen ist. Oder der Schwede Daniel Espinosa, dem wir den halbwegs gelungenen Denzel-Washington-Actionkracher "Safe House" verdanken. Dass es auch bessere Namen gibt, zeigt die Nennung von David Bowies Sohn Duncan Jones, der mit "Moon" 2009 ein kleines Sci-Fi-Juwel ablieferte und nun mit "Warcraft" das bekannte Onlinespiel als grosses und packendes Epos auf die Leinwand bringt. Duncan Jones, der sich über die Nennung mehr als geschmeichelt fühlte, liess aber bereits verlauten, dass er nach dem Mammutprojekt "Warcraft" erst einmal sein eigenes kleines Ding drehen müsse und daher nicht zur Verfügung stehe. Kommen wir somit zur vielleicht schlimmsten Nennung: Justin Lin. Der enorme erfolgreiche Blockbuster-Regisseur, der nur zu gerne von Paramount unter Vertrag genommen werden würde. Sein "Fast & Furious 6" ist der Inbegriff von coolem Actionkino, wie es die Kids lieben. Unter ihm dürfte der neue "Star Trek"-Streifen optisch eine Wucht werden. Die Wahrscheinlichkeit, dass dabei jegliche Logik, wie auch Realismus und Charakterszene zugunsten einer Explosion oder Michael-Bay-artigen Zeitlupenszene geopfert wird, dürfte ebenso gross sein.

Weil die Hoffnung zuletzt stirbt, gibt es einen weiteren Namen auf der Liste. Dieser Typ scheint auch der aussichtsreichste Kandidat zu sein und, beim Grossen Vogel der Galaxis, es wäre ein Name, der dem Projekt nicht nur Prestige sondern auch Charakter verschaffen könnte. Im wahrsten Sinne des Wortes. Dieser Regisseur lieferte 2011 den besten Genrebeitrag ab und wohlgemerkt in einem anderen Science-Fiction-Franchise, für das niemand mehr ein nettes Wort zu verlieren wusste: "Planet der Affen". Rupert Wyatt. Davon abgesehen, das dieser Film damals eine technische Meisterleistung war, brachte er auch etwas in das Genre zurück, das man bei einem packenden Blockbuster lange vermisste. Intelligenz. Charakter. Die Figuren wurden keiner Actionszene untergeordnet, der Film blieb stimmig und trotz seines Themas, realistisch. Und obschon es in dem Streifen um einen Affen ging, besass der Film eine tiefe Menschlichkeit.

"Star Trek" ist bekannt für seine Charaktere und die intelligenten Geschichten, die über das hinaus gehen, was in einer weit, weit entfernten Galaxie, einem durchaus fantastischen Märchen, geschieht. Die Raumschlachten, die Effekte, der Krawall wurde meistens den Charakteren untergeordnet. "Star Trek" steht eher für "Jason Bourne" statt "James Bond". Die Wahl von Wyatt wäre ein Zeichen dafür, dass der neue "Star Trek"-Film die Figuren wieder ins Zentrum stellen könnte. Dass Dramatik und Charakter über Boom und Bang die Oberhand gewinnt. Wyatt hat bewiesen, dass er ein Science-Fiction-Spektakel erschaffen kann, dass zum Nachdenken anregt. Es wäre unserem so sehr geschätzten Sci-Fi-Universum zu wünschen, wenn nebst dem ganzen Spass und den Effekten auch wieder etwas mehr Substanz integriert werden würde. Schon allein, weil es im neuen Hype rund um "Star Wars" sonst unterzugehen droht. Und das wollen wir doch alle nicht.

Über den Inhalt von "Star Trek Nummer 13" lässt sich derweil nur so viel berichten, dass Roberto Orci eine erneute Zeitreise verneint hat. Schauen wir also erst einmal, für welchen Regisseur sich Paramount entscheidet. Paramount? Moment mal, das ist doch das Studio der dümmlichen "Transformers"-Filme, stimmts? Und die sollen den richtigen Regisseur für "Star Trek" finden? ...

... "Khaaan!!!!"

(su - 21.12.14 - 6 Kommentare)

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Kommentare

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archer_01 schrieb am 20. Dezember 2014, 17:11 Uhr

hi,
hier mal neue gerüchte bezüglich star trek:

http://www.gulli.com/news/25359-cbs-gegen-...erie-2014-12-16

logan3333 schrieb am 21. Dezember 2014, 12:26 Uhr

Wyatt und Wright wären in Ordnung, soll der eine Regie führen und Wright darf das Drehbuch schreiben. Das wäre ein dann ein tolles Ding und passt zum 50er von Star Trek. smile.gif wink3.gif

Was CBS angeht, mir wäre lieber wenn ein VOD Service wie Netflix oder ein Kabelsender eine Produktion einer neuen Serie machen würde. Bei Networksendern wie CBS werden die Intimitäten wieder nur peinlich, der Plot flach, und gute Geschichten werden wieder in "Wir brauchen 24 Folgen pro Staffel" Hackstücke vernichtet. Enterprise hat mit UPN Schiffsbruch erlitten, und die peinlichen Folgen wie beispielsweise "Bound" aus der zweiten Staffel lassen sich alle auf schlechte Senderpolitik und Senderzensur zurück verfolgen. Wenn ihr eine neue Serie macht dann macht sie bitte ordentlich. mad.gif

Chris schrieb am 21. Dezember 2014, 12:58 Uhr

Also um dem Artikel jetzt mal etwas entgegen zu wirken, denke ich, dass es in vielerlei Hinsicht egal ist, wer Regie führt (sofern er kein absoluter Dilettant ist). Ein Regisseur ist auch nur ein Teil des ganzen Filmes, der hauptsächlich dann glänzt, wenn andere Teile der Filmcrew (Produktion, Schauspieler, technische Abteilungen und ganz, ganz wichtig: Ein gescheites Skript) einen guten Job machen. Frakes ist da ein gutes Beispiel. "First Contact" und "Insurrection" sind von dem Standpunkt der Regie auf gleichwertigem Niveau, aber unterschiedlich gute Filme geworden (btw. Frakes würde ich begrüßen, es hätte Stil, zumal Paramount mit dem Bartträger ja nichts falsch machen kann)

logan3333 schrieb am 23. Dezember 2014, 05:04 Uhr

Die Suche nach hat ein Ende. Es ist Justin Lin. blink.gif

Frohes Fest.... sad.gif

Der RvD schrieb am 23. Dezember 2014, 16:20 Uhr

Oh, fuck.

Das hört sich an, als würden wir bald über die goldenen Abrams-Jahre nostalgisch werden können. ph34r.gif

su schrieb am 23. Dezember 2014, 17:41 Uhr

"Junge Köpfe, frische Ideen, Gentleman." Gebt dem Kerl eine Chance. Der letzte F&F war recht unterhaltsam. Vor allem der Showdown, bei der die Landebahn für ein Flugzeug gefühlte 100 km lang war. ;-)


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