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Alexandra Rimpler (re), Devin Faraci (df)02.01.16

In "Star Trek Beyond" prallen Philosophien aufeinander

Finden Sie heraus, was uns der Film neben all der Action sagen will [kleinere Spoiler].

Im Internet gab es einige verrückte Reaktionen auf den "Star Trek Beyond" Teaser. Man beschwerte sich, dass es zu viel Action gäbe und nicht genug soziale Anmerkungen und solches Zeug. Ich meine, es ist ein 90-Sekunden-Teaser, der dem Mainstream-Publikum zeigen will, dass da ein neuer Trek-Film kommt und dass er Spaß macht, daher bin ich nicht ganz sicher, warum so viele Leute voreilige Rückschlüsse daraus ziehen. Vielleicht sind wir medial doch nicht so gebildet, wie wir glauben.

Nach der Premiere des Trailers hatte ich die Gelegenheit, mit Justin Lin darüber zu sprechen. Wir sprachen auch über den Film und eine der großen Fragen bezog sich auf das Thema, das dem Film zugrunde liegt. Ja, es gibt Action und Stunts und ja, es findet alles in einer seltsamen neuen Welt statt… aber was sagt uns diese Action in der neuen seltsamen Welt? Lin hatte einiges darüber zu sagen.

Justin Lin

Es beginnt mit der Attacke auf die Enterprise, die man im Trailer sieht. Dies reflektiert einen Teil dessen, was Lin uns mit dem Film zu sagen versucht.

Star Trek hat eine von den 1960ern geprägte Sichtweise – wer das größere Schiff hat, gewinnt. Aber wenn man sich die Attacke ansieht, sind diese Schiffe nur 12 Meter lang, dafür sind es 40.000 von ihnen. Allein, wie sie aufeinander treffen… Was "Star Trek"-Science Fiction so großartig macht ist, dass man dort sieht, was heute passiert. In diesem "Star Trek" sieht man uns als Land und wie wir uns in Konflikte einmischen in einer anderen Weise [als in den 60ern].

Es ist ein echter nach 9/11-Blick (obwohl er auch nach Vietnam ist, scheint der kalte Krieg immer noch seinen Schatten auf die Lektionen zu werfen) auf Konflikte, denn es geht um asymmetrische Kriegsführung. Der kleine Mann kann den großen, erfahrenen Typen niederringen indem er ihn sowohl überraschend als auch überwältigend angreift. Ja, die Enterprise könnte jedes einzelne dieser Schiffe wegpusten, aber dort sind noch 40.000, die Löcher in die Hülle nageln. Ja, wir können Terroristen mit Drohnen angreifen, aber es gibt immer noch hundert weitere. Lin interessiert sich außerdem dafür, was die Föderation antreibt und er testet die Grenzen ihrer Ideale.

Was würde passieren, wenn Du auf eine fünf-Jahres-Mission gehst und nicht nur forschen willst, sondern vielleicht auch anderen Leuten deine Art des Denkens vermitteln willst? Was würde das bedeuten? Was wären die Konsequenzen? Du verbreitest eine Philosophie, die Du für großartig hältst – würde es Philosophen geben, die entgegengesetzter Meinung sind? Darüber habe ich seit meiner Kindheit nachgedacht und jetzt werden wir das erforschen.

Bitte verzeihen Sie mir, dass ich einen Vergleich aus dem Sport benutze. Ich kann Ihnen sagen, was für ein phantastischer Athlet ich bin, was für ein großartiger Basketballspieler ich bin, aber wenn ich auf den Platz gehe, werden Sie sehr schnell sehen, ob ich wirklich so gut bin. So ähnlich ist es mit der Föderation. Es ist einfach zu sagen, worum es bei der Föderation geht oder wie man agieren sollte. Aber was passiert, wenn es ernst wird? Wie würden Sie reagieren?

Das ist der gegenteilige Ansatz von dem was Orci, Kurtzman und Lindelof in "Star Trek Into Darkness" getan haben. Sie sagten: "Vielleicht ist die Föderation korrupt." Lins Ansatz erinnert mich am ehesten an die Herangehensweise bei Superman. Nimm diesen positiven, hoffnungsvollen Charakter und nimm ihn hart genug in die Mangel um seine Güte und seine Ideale zu testen. Die Herausforderung ist nicht ob Superman oder Captain Kirk gewinnt, sondern ob sie ihren Idealen treu bleiben.

Und Kirks Ideale sind etwas, das Lin sehr fasziniert, vor allem in dieser Zeitlinie, wo der Rebell Kirk überredet werden musste, der Sternenflotte beizutreten.

Es geht darum, warum Kirk tut, was er tut. Als wir die TV Serie schauten, nahmen wir einfach an, dass er etwas tat, aber ich will wissen, warum. Fein – Du kannst da raus gehen und darüber reden wie toll die Föderation ist, aber ich will wissen, warum er es tut.

Er wird das vom Film-Bösewicht Idris Elba as Kraal (dies ist meine eigene Schreibweise!) testen lassen. Kraal hat eine Philosophie, die in dem begründet zu sein scheint, was Lin sich über Trek gefragt hat, seit er die Serie als Kind angesehen hat und diese Philosophie sagt dem Charakter einiges.

Es geht darum, wie er zu dem wurde, was er ist und dass er eine Philosophie und eine Einstellung hat. Ich mag den Charakter wirklich, weil er für die Philosophie der Föderation eine echte Herausforderung ist und ich will sehen, was daraus erwächst. Er ist ein Charakter mit einer ganz eigenen Einstellung. Manchmal schaue ich Trek und sehe eine Utopie von San Francisco. Dann frage ich mich: Sie haben kein Geld, also wie leben sie und wie treten sie miteinander in Wettbewerb? Diese Dinge sind es, über die sein Charakter irgendwie eine sehr klare und stichhaltige Meinung hat.

Wenn jemand die Art und Weise anzweifelt, wie die Föderation handeln sollte, finde ich – egal ob es richtig oder falsch ist – dass es eine klare Einstellung ist und das ist der Ansatzpunkt.

(Im Übrigen ist Kraal ein Mitglied einer neuen Spezies und kein Klingone, wie sein Name vielleicht den Anschein machen mag.)

Nachdem der Teaser erschien, waren viele Leute besorgt, Lin würde einen hirnlosen Actionfilm drehen, aber nachdem ich mit ihm gesprochen habe, bin ich überzeugt, dass er versucht, einen Actionfilm zu machen, der die echten "Star Trek" Elemente im Herzen trägt. Ich verlasse Sie jetzt mit einem Statement, von dem ich denke, dass es wahrhaft aufzeigt, wie sehr Lin "Star Trek" verstanden hat:

Wir wollen es weiter führen, neue Spezies vorstellen und neue Abenteuer erleben. Aber was ich an Trek wirklich liebe, sind die Charaktere. Und ihre Menschlichkeit und die Föderation zu erforschen.

(re, df - 02.01.16 - Quelle: birthmoviesdeath.com - 9 Kommentare)

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Kommentare

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TeilzeitNerd schrieb am 02. Januar 2016, 23:39 Uhr

Das läßt mich zumindest wieder hoffen!
Dieser Kraal scheint so eine Art 2. Michael Eddington zu sein(DS9), der die Philosophie und Handlungsweise der Föderation aus Überzeugung kritisch hinterfragte und zum Maquis ging.
Und die kleinen Schiffe erinnern mich doch stark an die Voyager-Folge DER SCHWARM....
Mal sehen, wie der 2. Trailer wird....

Norbert schrieb am 04. Januar 2016, 19:12 Uhr

Lin hat Star Trek offenbar nicht verstanden. Die Föderation verbreitet keine Ideologien oder Philosophien. Die 1. Direktive verbietet das ganz klar.
Die Idee hingegen, die Ideale der Föderation zu testen wenn sie wirklich ernsthaft bedroht wird finde ich sehr interessant und hab ich mich auch schon oft gefragt.

Was mich an der Handlung stört ist, dass die Enterprise wahrscheinlich ganz am Anfang zerstört wird, es dann keine coolen Weltraumschlachten mehr gibt, nach denen ich mich schon lange sehen, sondern sie den Großteil auf dem Planeten hocken. Vielleicht ist das noch Star Trek, ich finde nicht wirklich, aber es macht sicher nicht soviel Spass. :D

logan3333 schrieb am 04. Januar 2016, 19:24 Uhr

Lin verspricht uns hier, was der JJ uns bei Cumberbach Charakter versprochen hat. Wenn der Film heraus kommt schaut alles wieder anders aus.

TeilzeitNerd schrieb am 05. Januar 2016, 12:57 Uhr

@logan3333

das denke ich auch!Da man hier Idris Elba nicht sieht, sondern nur hört, und er "kein Klingone" ist...das glaub ich erst, wenn ich s sehe....

J.Archer schrieb am 06. Januar 2016, 08:05 Uhr

"Vielleicht sind wir medial doch nicht so gebildet, wie wir glauben." Na ja, diese Aussage ist so ein wenig zwiespältig. Wenn man uns für medial gebildet hält, warum bedarf es dann eines actionreißenden Trailers???

J.Archer schrieb am 06. Januar 2016, 08:08 Uhr

Abgesehen davon: Wer behauptet, die Sternenflotte oder die Föderation versucht (wie die USA) anderen Kulturen ihre Sichtweise aufzudrängen, hat die Serien oder Filme nie gesehen, in der es um Hauptprobleme der Ersten Direktive ging. Hier hat die Föderation bzw. Sternenflotte selbst bei Dingen, die man Einzelner eigentlich durchführen wollte immer sogar weggesehen!

oz_ schrieb am 06. Januar 2016, 10:54 Uhr

Es ist bloß ein Film. Fällt er gut aus, fein. Fällt er schlecht aus, wurscht.
Ich bin mittlerweile an dem Punkt angelangt, an dem es mich nicht kümmert, was aus dem Franchise wird. Ich kann mir je nach Lust und Laune ja die alten Star-Trek-Filme und -Serien ansehen, die mir gefallen.

Uhurababe schrieb am 08. Januar 2016, 16:00 Uhr

@oz

Das sehe inzwischen genauso. Aber ist es nicht traurig, daß Star Trek an einem Punkt angekommen ist, an dem man sich nur noch schulterzuckend abwenden und nicht einmal mehr aufregen kann?

ZeroBANG schrieb am 10. Januar 2016, 20:26 Uhr

Das mit den Philosophien ist jetzt aber auch nix neues, die Föderation wurde schon des öfteren auf diese weise getestet z.B. im Dominion Krieg als Sisko auf der Erde war... oder die komplette dritte Staffel von ENT.
Alles was ich sehe ist nen Trailer wo die Enterprise kaputt gemacht wird, wenn auch nur für den Rest vom Film (das ist dann der dritte Film in Folge wo die Enterprise nix taugt für ne Raumschlacht ...und gerade im Kino könnte man sowas Visuell doch toll umsetzen) und dann krabbeln wir auf diesem Mad Max Planeten da ne weile rum mit schwer tätowierten Aliens und dieser lila Idris Heini da... wie kommt Ihr da auf Klingone? Ich würde eher Jem'Hadar denken, ist aber doch recht offensichtlich dass das was neues ist, allerdings auch recht offensichtlich das er wie das offensichtlich Böse Alien im Film aussehen soll, wie ein Philosoph sieht der mir nicht gerade aus.
Und diese 40.000 kleinen Raumschiffe... ich hoffe mal das die ersten 200 oder so davon wenigsten an den Schilden zerplatzen bevor die Kamikaze in die Hülle machen.
Visuell erinnerte mich das auch ein wenig an Ender's Game.


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