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Alexandra Rimpler (re)09.02.16

Simon Pegg über "Star Trek Beyond"

Simon Pegg sprach mit Nerdist.com darüber, wie er die Story des Films mitentwickelte, was der neue Regisseur Justin Lin mit in die Serie bringt, wie "Star Trek Beyond" das Franchise in seinem 50sten Jahr ehren wird und was der Unterschied zwischen "Star Trek" und "Star Wars" ist.

Simon Pegg ist ein Mann, den man Genre-Fans nicht vorzustellen braucht. Mehr noch, er gehört zur Familie. Wenige Stars haben heutzutage ihre Liebe für die Dinge, die uns so wichtig sind so leidenschaftlich und klar zum Ausdruck gebracht. Daher war es auch Pegg, mit dem wir am allerliebsten sprechen wollten, als wir in diesem Jahr (2015) das Set von Paramounts nächstem "Star Trek" Film besuchten. Der lebenslange Trekkie hat kürzlich dafür unterschrieben, nicht nur seine Rolle als Scotty (als der er bereits 2009 in J.J. Abrams reboot "Star Trek" und der Fortsetzung "Star Trek Into Darkness" in 2013 auftrat) fortzuführen, sondern auch als Co-Autor mit Doug Jung an dem Film zu arbeiten. Er trug sein rotes Unformshirt als er sich zu uns und einer Gruppe von befreundeten Filmjournalisten dazu setzte um zu erklären, wie er die Story des Films mitentwickelte, was der neue Regisseur Justin Lin mit in die Serie bringt, wie "Star Trek Beyond" das Franchise in seinem 50sten Jahr ehren wird und was der Unterschied zwischen "Star Trek" und "Star Wars" ist.

Nerdist: Wie ist es, die Balance zwischen Schauspielerei und Schreiben in diesem Film zu finden?

Simon Pegg: Das war eine Sache, die Ende des Jahres aufkam als ich mitten in "Rogue Nation" war und Bryan Burke – der der Produzent des Films ist und auch der Produzent der vorherigen beiden "Star Trek"-Filme und von "Star Wars" – sagte, dass sie über das Drehbuch nachdenken und in eine andere Richtung gehen wollen. Wir sprachen oft am Set darüber und dann nahm er mich zur Seite und fragte: "Wollen Sie vielleicht als Co-Autor daran mitschreiben?" Ich sagte etwas wie "Okay." Ich wusste, es würde schwierig werden, aber aus irgendeinem Grund sagte ich ja und das war es dann. Im Januar trafen wir uns dann alle.
Ich habe nie Bob (Orcis) Drehbuch gelesen und Doug (Jung) auch nicht. Wir trafen uns in einem Raum bei Bad Robot, in dem überall Whiteboards an den Wänden hingen, leere Whiteboards. Was ein beängstigender Anblick ist. Wir füllten sie mit so vielen Ideen für die Story. Schließlich begannen wir damit, es zu dem zu verfeinern, was wir jetzt haben und es war ein sehr schneller, irgendwie intensiver Prozess – und auch ein schwieriger. Es ist sehr schwer, einen Film in der Vorproduktion zu schreiben, weil sie aus jeder Idee, die du hast, ein Design bauen wollen. Und das ist vielleicht keine gute Idee. Manchmal hat man nicht einmal die Zeit zu sagen: "Wartet, einen Moment. Das ist keine so gute Idee. Baut das nicht." Also musste jede Idee, die wir hatten, richtig gut sein. Das ist nicht einfach. Ja, und so begannen wir schließlich das Shooting mit einem vollständigen Drehbuch. Aber wir wussten, dass jede einzelne Szene im Bezug auf die Feinheiten der Dialoge und bestimmte charakterliche Aspekte noch offen war. Es war okay, so lange wir alle Sets hatten, ihr Aussehen, alles, was die Produktion brauchte um mit dem Dreh beginnen zu können. Dann konnten wir, nachdem der Plan erst einmal stand, bestimmte Szenen priorisieren und sie uns noch einmal anschauen. Auch die gesamte Besetzung hatten wir schon. Wir schickten der Besetzung eine Email und sagten: "Sieh dir deinen Charakter an. Wenn Du irgendwelche Anmerkungen oder Impulse für uns hast, da du ihn ja besser kennst als wir, lass es uns wissen." Das war wirklich hilfreich. Es ist großartig, ein Teil beider Seiten zu sein. Ich bin fast jeden Tag hier auch wenn ich nicht drehe, weil ich bei Doug sein will. Man muss immer Ausschau nach Dingen halten, die sich ändern können oder nach kleinen Problemen, die aufkommen und wir haben die Freiheit, damit so umzugehen, wie wir es für richtig halten. Daher, ja, ist es außergewöhnlich. Es war aufregend herzukommen und die Kulissen und Sets zu sehen. Was wir getan haben trifft voll ins Schwarze. Dass wir wirklich einen "Star Trek" Film geschrieben haben und dass wir Dinge erfunden haben, die sie gebaut haben.

Tatsächlich waren wir bei den Memory Alpha Jungs, den beiden Gründern des Memory Alpha Wikis und haben sie darum gebeten, eine Sache für uns zu benennen. Da gibt es ein spezielles Ding im Drehbuch für das wir einen Namen brauchten. Also schrieb ich ihnen eine Mail: "Hey Jungs. Da ist dieses Ding. Ich kann Euch nicht sagen, wofür es ist, aber es geht um diesen Gegenstand…" Drei Stunden später hatte ich einen etymologischen Abriss über das Wort und die Geschichte des Dings. Also dafür kommen sie auf alle Fälle in den Abspann.

Nerdist: Es fällt schwer, an ein anderes Franchise mit ähnlich grenzenlosem Potential wie "Star Trek" zu denken. Wann begannen Sie, die Geschichte zu gestalten? Hatten Sie eine Liste von Dingen, die Sie tun oder unbedingt vermeiden wollten?

Pegg: Oh ja. Nun, wir hatten das Gefühl, dass die ersten beiden Filme chronologisch vor der Fünf-Jahres-Mission stattfanden. Diesen wollten wir während der Fünf-Jahres-Mission spielen lassen. Genau gesagt, zwei Jahre nach Beginn der Mission. Wir wollten zeigen, wie sie persönlich davon beeinflusst werden und was es heißt, so lange da draußen im Weltraum zu sein. Außerdem gefiel uns die Idee, zum fünfzigsten Geburtstag einen Blick auf Roddenberry's ursprüngliche Vision zu werfen und sie zu hinterfragen. Die gesamten Nationen der Föderation und ob es eine gute oder schlechte Sache ist und wie produktiv Inklusivität ist und was die wahren Kosten von Expansion sind. Solche Dinge. Daher gingen wir mit ein paar großen philosophischen Fragen daran… "Star Trek" muss sich entwickeln, um auf dem aktuellen Markt zu bestehen. Ein Film ganz im Stil der Originalserie würde heute nicht mehr gemacht und er würde auch kein Geld einbringen. Weil die Leute Event-Kino wollen. Sie wollen, dass die Dinge ein bisschen wilder und etwas action-orientierter sind. Das mussten wir innerhalb der Marke "Star Trek" berücksichtigen. Gleichzeitig heißt das aber nicht, dass man nicht alle Facetten berücksichtigen kann, aus denen "Star Trek" besteht und wie die Charaktere sich über die Jahre entwickelt haben. Man kann dieser DNA wirklich eine Art Authentizität geben.

Es war also eine wirklich interessante Sache und es war das, was wir wirklich tun wollten. Wenn Doug und ich also mit der Arbeit eines Tages wirklich zufrieden waren, saßen wir manchmal da und haben uns ein paar alte Folgen angesehen. Nur zum Spaß, nicht um Ideen zu bekommen. Es ist immer gut, Namen der alten Serie zu verwenden, wie von toten Redshirts. Ich habe eine Liste toter Redshirts irgendwo in meinem Handy. Nur um zu wissen, dass die gleichen Leute in diesem Universum existieren. Aber es ist unser Universum. Es gehört jetzt uns. J.J. hat sehr eindeutig die Geschichte erneut etabliert ohne etwas zu zerstören oder zu beeinflussen, was zuvor passiert ist. Und jetzt gehört es uns. Alles kann passieren. Jeder kann sterben. Es ist nicht das Gleiche wie vorher.

Nerdist: Die ersten beiden Filme bezogen sich auf die Originalserie und –filme. Wird es wieder so sein oder sind sie nun schon dahinter angekommen?

Pegg: Es wird Dinge für jeden "Star Trek" Fan darin geben. Es ist die gleiche Welt und daher werden einige Bezugspunkte die gleichen sein. Aber sie befinden sich in einem Teil der Galaxie, wo sie vorher noch nie gewesen sind. Sie sind weit entfernt von den üblichen Verdächtigen, denke ich. Daher werden sie keine alten Widersacher treffen oder sonst jemanden, den sie schon mal getroffen haben. Wir haben damit gespielt. Man sieht sich eine großartige Episode an und denkt: "Warum machen wir nicht 'Mirror, Mirror' (Ein Parallel-Universum) oder 'Arena' (Ganz neue Dimensionen)? Aber das war ja in "Galaxy Quest", also ist das vom Tisch. (lacht)

Nerdist: Also wird dies im Gegensatz zum vorherigen Film, der viel von seiner Story aus "Space Seed" (Der schlafende Tiger) und "Wrath of Khan" (Der Zorn des Khan) bezogen hat, ein komplett neu erzählter Film?

Pegg: Ja. Ja, absolut.

Nerdist: Als J.J. den original "Star Trek" gemacht hat, machte er ihn wie "Star Wars", weil es das war, was er liebte. Nun, da "Star Wars" weiter geht, wie unterscheidet sich Ihr Film davon?

Pegg: Ja, es ist interessant, wenn man sich das originale "Star Trek" ansieht. Weil es von einem Farmerjungen mit Idealen erzählt, der los zieht um im Weltraum zu kämpfen. Da gibt es Parallelen. Es ist kein Geheimnis, dass J.J. immer eher ein Fan von "Star Wars" gewesen ist… Man versucht es einfach und schafft eine Art Hybriden, denke ich. "Star Wars" ist Science-Fantasy und "Star Trek" ist Science-Fiction, es sind zwei ganz verschiedene Dinge. Leute sagen oft so etwas wie "Oh. Star Wars und Star Trek…" aber die beiden Dinge sind vollkommen unterschiedlich. Es ist eine bizarre kleine Geschichte, dass man bei Bad Robot sein kann und in einem Raum Chewbacca hört während in einem anderen über Spock gesprochen wird. Aber diese beiden Dinge sind vollkommen unterschiedlich. Was man bei "Star Trek" berücksichtigen muss ist, dass es seine Wurzeln irgendwo in unserem Universum hat. In der Menschheit. "Star Wars" spielt vor langer Zeit in einer weit, weit entfernten Galaxie. Das, was "Star Trek" [Hier meint er wohl "Star Wars", Anmerkung der Übersetzerin] zu Science-Fantasy macht ist, dass es eine Menge Spezialeffekte und viele Kämpfe gibt. "Star Trek" konnte das auf seine Weise nie bieten. Daher musste es sich auf andere Aspekte konzentrieren. Jetzt können wir beides tun. Wir müssen also einen Weg finden, viel Spaß zu haben, spektakuläres Event-Kino zu machen, aber es zu erden. Weil Explosionen einen Scheiß bedeuten, wenn es dir egal ist, wer darin verwickelt ist. Man kann das unglaublichste Feuerwerk auf der Kinoleinwand sehen, aber wenn du nicht grundlegend mit den Leuten fühlst, die dort in Gefahr sind, dann ist es unbedeutend. So etwas kann man heute an jeder Ecke sehen.

Nerdist: Was ist die größere Herausforderung – diese großen Feuerwerk-Szenen oder große Charaktermomente zu drehen?

Pegg: Das ist das lustige daran, wenn man mit Justin arbeitet. Justin Lin ist ein wirklich, wirklich kluger Filmemacher im Bezug auf sein Bewusstsein für Gefühl und wie man Action rüber bringt. Es beeindruckt mich jeden Tag. Da ist nichts extravagantes oder belangloses dabei. Alles was er tut ist eine Geschichte zu erzählen. Wenn nun eine größere Action Szene choreographiert werden muss, können wir sagen: "Das und das passiert." und Justin wird es in etwas Magisches verwandeln.

Er hat aber auch viel dazu zu sagen, wie die Geschichte sich fortbewegt. Manchmal sagte er "Seht mal, ich möchte diese kleine Sache hier tun." Und Doug und ich sagten: "Okay." Dann arbeiteten wir es in die Geschichte ein. Ich liebe es wirklich, all diese kleinen Dinge zu machen. Diese Charakterdinge, diese fröhlichen Sachen. Wenn dann aber eine Actionszene kommt, geben wir sie einfach an Justin und er kümmert sich darum. Dann bindet er die Dialoge dort ein.

Nerdist: Gibt es eine bestimmte Dynamik zwischen Charakteren, die sie unbedingt erforschen wollten?

Pegg: Ja. Ich hatte das Gefühl bei dieser Kirk-Spock-Geschichte, das haben wir jetzt gemacht. Eventuell in gewisser Weise etwas zu früh. Ich glaube, es gibt immer noch genug Zeit für diese Jungs, beste Freunde zu werden. Vielleicht machen wir das mal später, wenn wir weiter machen. Ich hatte das Gefühl, dass es Zeit war, sich nicht so sehr um diese innige Männerbeziehung zu kümmern, sondern sich auf die Idee der Crew als Familie, die auf engem Raum zusammen lebt, zu konzentrieren. Und darauf, was es für sie alle bedeutet. Ich liebe die Dynamik zwischen Pille und Spock, daher haben wir uns ein bisschen mehr darauf konzentriert. Kirk ist älter als sein Vater als er starb. All dieses psychologische Zeug spielt eine Rolle bei ihm. Scotty ist einfach nur Scotty.

Nerdist: Neben Spock ist Scotty einer der wenigen Charaktere, die wirklich gute eins-zu-eins Szenen mit Kirk haben. Wie hat sich deren Dynamik während des Films entwickelt?

Pegg: Sie haben eine Art Freundschaft, wobei Scotty ganz offen mit Kirk reden kann. Er respektiert ihn, aber manchmal spricht er so mit ihm wie er es in "Into Darkness" tut. Ihre Beziehung hat sich seitdem also entwickelt. Seit den letzten beiden Filmen, in denen sich die Dynamik wie auch immer entwickelt hat, sind immerhin zwei Jahre vergangen. Ich hoffe, man sieht das. So sind sie alle sehr vertraut miteinander. Sie sind alle in der Routine ihren Job zu erledigen. Scotty ist einfach froh darüber, im Maschinenraum sein Ding machen zu können.

Nerdist: Zoe Saldana sagte, dass am Beginn dieses Films die Crew bereits erledigt ist, weil sie von der zweijährigen Reise erschöpft ist. Wohin geht es von hier aus weiter?

Pegg: Sie sind alles andere als erledigt. Weil sie wissen, dass sie noch viel vor sich haben. Sie beschäftigen sich eher damit, welchen unausweichlichen psychologischen Effekt es auf sie haben wird. Sie sagen nicht: "Oh, ich will das nicht mehr tun." Keiner ist erledigt. Sie machen einfach ihren Job. Sie gehen von Abenteuer zu Abenteuer, was irgendwie ermüdend ist, und fragen sich, wie wohl der Showdown des Ganzen aussehen wird. Die Idee dieses Films, die Geschichte ist, dass das, was sie entdecken ihnen hilft, sich darüber klar zu werden, was ihr Job ist.

Nerdist: Was können Sie über den Charakter Idris Elba verraten?

Pegg: Idris leistete außergewöhnliche Arbeit. Doug und ich haben uns vor einer Weile mit ihm zusammen gesetzt um seine Szenen vorzubereiten und haben bis in die Tiefe erkundet, wer genau er in diesem Film ist. Ich kann Ihnen das jetzt nicht erklären, weil es sehr komplex ist und weil wir das Mysterium um ihn natürlich aufrecht erhalten wollen. Aber er ist einfach diese formidable, sehr kraftvolle Person / dieses Ding, das sie entdecken. Er ist eine Art… Er passt offensichtlich zu Kirk. Aber es gibt eine sehr interessante Dynamik zwischen ihnen. Alles wird sich aufklären.

Nerdist: Die Leute mögen die Science Fiction-Dinge und –Geräte. Können Sie darüber reden? Und gab es irgendetwas aus der Originalserie, das sie einbauen wollten?

Pegg: Ja. Nun, es ist sicherlich kein Spoiler zu sagen, dass es Phaser und Kommunikatoren geben wird. Dass gebeamt wird und dass es all die anderen Dinge gibt, die Sie von einem "Star Trek" Film erhoffen. Ich glaube, einige Charaktere werden in diesem Film zum ersten Mal gebeamt, was eine nette Erfahrung für sie war. Ein Teil der Story beginnt damit, dass sie an einer neuen Raumbasis in einer sehr entfernten Ecke des Alls festmachen. Es ist eine neue Art eines diplomatischen Zentrums. Es heißt Yorktown und ist am Rande des Föderationsraums. Dort können sich alle neu aufgenommenen Föderationsmitglieder treffen, und sich kennen lernen.

Nerdist: Ist es wie Mos Eisley

Pegg: Nein. Das ist ein jämmerlicher Haufen von Abschaum und Schurkerei! [lacht] Es ist das Gegenteil davon. Doug und ich haben darüber gescherzt, dass dort einige Aliens an andere Aliens Prospekte verteilen und sagen: "Kommt und schaut Euch unsere Welt an!" Aber tatsächlich ist es ein Platz, wo sie lernen können, was es heißt, ein Teil der Föderation zu sein und das ist für die taktische Entwicklung der Föderation sehr wichtig. Sie sind sehr, sehr weit draußen, aber es wurde vor Ort gebaut, daher sieht es sehr interessant aus. Dort dockt die Enterprise an. Zum ersten mal seit zehn Monaten haben sie Kontakt zu anderen Leuten – dort beginnt die Geschichte. Es zu designen… Man beschreibt es als Drehbuch und dann gibt man es einem Produktionsdesigner. Dann liefern sie dir diese unglaublichen Konzeptdesigns. Das war für Doug und mich am aufregendsten. Du schreibst Anforderungen und Anforderungen und dann siehst du all diese Boards mit dem wunderschön designten Zeug und du hast das Gefühl, dass du dir diesen Verdienst anrechnen darfst. Auch wenn du das nicht tun solltest. [lacht]

Nerdist: Gab es irgendwelche Elemente aus den vorherigen Büchern, die geblieben sind, weil sie bereits in der Vorproduktion entworfen worden sind?

Pegg: Nicht wirklich. Vielleicht gab es Requisiten, die wir wieder verwenden konnten. Aber ich habe es nicht gelesen… Da ist etwas, das ich klarstellen möchte. Kürzlich wurde gesagt, ich hätte gesagt, dass ich dazu genommen worden bin um es weniger "Star Trekkig" zu machen. Das habe ich diesem Journalist aber nicht gesagt. Was ich gemeint habe war, dass es einen gewissen Grad der Universalität geben sollte, wenn man mit solchen Dingen umgeht. Man kann die Leute, die jetzt ihren ersten "Star Trek" Film sehen nicht so verunsichern. Wenn sie ins Kino kommen und nichts verstehen, weil da so viel Zeug ist, was man kennen muss, um den Film zu verstehen, dann entsteht etwas, das ein bisschen zu exklusiv ist. Das ist immer der Trick bei diesen Dingen. Gleichzeitig etwas zu machen, das den Fans gefällt und aus dem sie eine Menge mitnehmen können, aber auch etwas zu erschaffen, das die Leute einmalig ansehen können. Man muss sagen können: "Hey, es gibt jetzt schon fünfzig Jahre lang dieses Zeug und man kann einfach gehen und es sich jetzt ansehen." Was eine tolle Sache für die Kids ist. Ich liebe die Idee, eine Band zu entdecken und dann festzustellen, dass sie bereits sechs Alben vorher heraus gebracht haben. Das habe ich damit gemeint. Die Vorstellung, dass es nicht "Star Trek" sein könnte, ist mir ein Dorn im Auge. Es muss "Star Trek" sein, in jeder Art und Weise und jeder Faser.

Nerdist: Eine Ihrer vielen Stärken ist Comedy. Wie hat das den Rhythmus und Humor des Films im Vergleich zu den vorherigen beiden beeinflusst? Ein Schenkelklopfer ist es offensichtlich nicht.

Pegg: Ja, verständlicherweise denken die Leute, sobald mein Name damit verbunden ist: Oh nein. Es wird eine Komödie werden. Doch das ist nicht, was wir tun wollten. Natürlich wollten Doug und ich und die gesamte Belegschaft, sowie Justin, dass der Film Spaß macht. Die Schwierigkeit dabei war, eine Spannung aufzubauen, die einen die Nägel abkauen lässt…

Der zweite Film heißt "Into Darkness", daher muss ich dieses Kriterium nicht unbedingt auch dafür anwenden. Natürlich nicht, ich bin ja mit dabei. Aber heutzutage scheint es diese verrückte Sache zu geben, dass wenn man etwas aufpimpt, es plötzlich für uns als Erwachsene okay ist. Dann findet man etwas, das eigentlich auf Kinder zugeschnitten war, nachdem ein wenig Dunkelheit und Blut dazu gegeben wurde, für Erwachsene okay. Du musst dich nicht schuldig fühlen, weil du es magst. Scheiß drauf. Wir können alles mögen, was du auch magst.

Ich finde, "Star Trek" war immer sehr strahlend und optimistisch. Es gab einige fabelhafte Comic-Szenen in der Originalserie. Wenn man manches Zusammenspiel zwischen Kirk, Pille und Spock sieht, dann ist da eine Menge liebenswertes Zeug. Wir wollten in diesem Film ein Gefühl von Spaß und Leichtigkeit, die nie einen Einfluss auf die Spannung hat und die nie dem Bösewicht irgendetwas wegnimmt… Galaxy Quest ist ein tolles Beispiel für einen wirklich lustigen Science-Fiction Film. Die Bedrohung in dem Film – die selbe wie durch die Zombies in "Shaun oft he Dead" – ist vollkommen ernst. Trotzdem kann man komische Elemente einbauen. Wir machen natürlich kein "Galaxy Quest". Aber es ist möglich, Leichtigkeit und ein bisschen Comedy und sehr menschliche Charaktere einzubauen und trotzdem eine ernsthafte Bedrohung zu haben, die sich echt und nicht oberflächlich anfühlt. Aber ich sperre mich ein wenig gegen diese Dunkelheit-Sache, weil es sich einfach nur anfühlt wie… so gewollt, verstehen Sie?

(re, mcc - 09.02.16 - Quelle: Nerdist.com - Keine Kommentare)

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