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Martin Weinrich (wc)16.03.16

Der Weg ist das Ziel – Voyager Companions In Fate

Mit Ausnahme von Voyager bekam jede der jüngeren Star Trek-Serien ein mehr oder weniger natürliches Ende spendiert. In "The Next Generation" wurde durch Picards Geniestreich der Gerichtsprozess der Q gegen die Menschheit abgeschlossen, in "Deep Space Nine" endete der Dominion-Krieg, in "Enterprise" wurden die Gründung der Föderation und die letzte Reise der NX-01 thematisiert.

Mit Ausnahme von Voyager bekam jede der jüngeren Star Trek-Serien ein mehr oder weniger natürliches Ende spendiert. In "The Next Generation" wurde durch Picards Geniestreich der Gerichtsprozess der Q gegen die Menschheit abgeschlossen, in "Deep Space Nine" endete der Dominion-Krieg, in "Enterprise" wurden die Gründung der Föderation und die letzte Reise der NX-01 thematisiert.

Nur in Voyagers Endspiel schien noch etwas Wichtiges zu fehlen. Zugegeben, Captain Janeway und ihre Crew fanden nach Hause und erfüllten damit nach sieben Jahren der Odyssee durch den Delta-Quadranten das Ziel der Serie. Aber wir erfuhren nie, wie es für die Besatzung der Voyager in der Heimat weiterging.

Blieb die Crew zusammen? Fand sie in der nach dem Dominion-Krieg veränderten Föderation den Anschluss, den sie sich erhofft hatte? Was wurde aus den einzelnen Helden der Serie? Inwieweit wirkte die lange Reise in ihnen nach und hat sie womöglich dauerhaft geprägt?

All diese Fragen blieben unbeantwortet, denn nachdem die Voyager der Erde entgegenflog, befanden wir uns bereits im Abspann. Was wir durch den letzten TNG-Kinofilm Nemesis als einziges erfuhren, war, dass Janeway im Oberkommando der Sternenflotte Karriere machte. Der Rest blieb jedoch offen – unbefriedigend, wie manch langjähriger Zuschauer und Serienliebhaber sich gedacht haben mag.

Nun wird der Werdegang der Voyager-Besatzung nach dem Serienfinale weiterzählt. Voyager Companions In Fate aus der Feder von Fan-Fiction Autor Julian Wangler ist eine charakterzentrierte Geschichte. In der Heimat stehen Janeway und ihre Wegbegleiter vor neuen Herausforderungen und Veränderungsprozessen. Am Ende steht die Erkenntnis, dass sie zu einer Schicksalsgemeinschaft verschmolzen sind, die sich nicht mehr dauerhaft auflösen lässt.

Die Geschichte ist Ende 2015 in vier Bänden erschienen. Diese stehen über Julian Wanglers Romanportal Star Trek Companion zum kostenlosen Download zur Verfügung.

Die folgende Leseprobe bietet die Möglichkeit schon einmal den Stil und Handlung der Serie zu entdecken.

Leseprobe: U.S.S. Voyager, 3. Januar 2378

Crewman Hars Chell überblickte die leere Messe der Voyager und spürte, wie Wehmut in ihm aufstieg. Tische, Stühle, Schiffsküche, Aussichtsfenster – all das und noch mehr hatte er vom unvergesslichen Neelix geerbt.

Kurz bevor das Schiff zurück in den Alpha-Quadranten fand, war der Talaxianer auf eigenen Wunsch von Bord gegangen. Seitdem hatte Chell bestmöglich versucht, die großen Fußstapfen auszufüllen, die Neelix hinterlassen hatte. Tatsächlich war er mit großem Enthusiasmus gestartet. Der Bolianer hatte seinen Job als Mitglied des Ingenieurteams zugunsten der Arbeit in der Messe stark reduziert. Er hatte sich in den Kopf gesetzt, die Crew mit ausgefallenen Gerichten zu überraschen und damit über den Verlust ihres langjährigen Schiffskochs und Moraloffiziers hinwegzutrösten. Speisen wie ‚Hühnerwarp-Cordon-bleu‘ und das ‚Roter-Alarm-Chili‘ hatten der ganz große Knüller werden sollen – und erst der Anfang einer grandiosen Speisekarte.

Doch die Maatkarriere Chells hatte nicht lange gewährt. Die Voyager war erneut auf die Borg gestoßen, hatte eine Begegnung mit einer Kathryn Janeway aus einer alternativen Realität gehabt – und zack, ehe man sich versah, befand man sich wieder im Herzen der Föderation. Nun waren es gerade noch ein paar Stunden, bis das Schiff an der McKinley-Erdstation anlegen würde, um nicht nur gewartet, sondern im Hinblick auf alle technologischen Erweiterungen und Umrüstungen gründlich studiert zu werden.

Die Voyager wurde derzeit von einem halben Dutzend anderer Sternenflotten-Schiffe bis ins Sol-System eskortiert. Dort würde eine Menge anstehen. Eine Willkommensfeier mit viel Pomp, etliche Besprechungen und Anhörungen, das Wiedersehen mit Familien und Freunden…wenn man denn das Glück hatte, noch welche zu besitzen.

Chell gehörte zu Jenen, die im Maquis ihre Familie gesehen hatten. Doch die Bewegung gab es längst nicht mehr, und die meisten ihrer Anhänger waren im Vorfeld des Dominion-Kriegs getötet worden. Gestern, zweiundzwanzigtausend Lichtjahre zurück, waren Maquis und Sternenflotte gewissermaßen gleich weit entfernt von ihren Liebsten und Heimen gewesen – in dem Sinne, dass sie unerreichbar schienen. Jetzt jedoch waren die Maquis gezwungen, sich daran zu erinnern, dass ihre Heimat nur noch aus Ruinen und Trümmern bestand.

Der Bolianer fragte sich, was aus ihm und den dreißig anderen ehemaligen Mitgliedern von Chakotays Besatzung werden würde. Im Delta-Quadranten waren sie mit den Sternenflotten-Offizieren zu einer Crew verschmolzen, aber hier, im Raum der Föderation, wurden Anklagen nicht so leicht fallengelassen. Viele hochrangige Admiräle hatten sich dereinst, als die Aufstände in der Entmilitarisierten Zone entflammten, sehr über den Maquis erzürnt und harte Strafen gefordert. Diejenigen, die in die Fänge der Sternenflotte gerieten, wurden oftmals über Jahre in Strafkolonien gesteckt.

Chell hatte sich eingebildet, die Vergangenheit sei mehr oder minder überwunden worden. Doch nun kehrte sie mit Volldampf zurück. Was würde mit den ehemaligen Besatzungsmitgliedern des Maquis-Raiders Liberty passieren, sobald sie die Erde erreicht hatten? Was mit den fünf verbliebenen Mitgliedern der Equinox-Crew, die Captain Janeway dereinst aufgenommen hatte? Was hatte Admiral Paris gesagt, als er die Voyager gerufen hatte?

In einer halben Stunde würde sich die Mannschaft in Frachtraum eins versammeln. Der Captain würde eine Ansprache anlässlich der Heimkehr halten. Ein letztes Mal würde das Gefühl der Gemeinschaft beschworen werden. Aber dann… Was würde dann geschehen?

(wc - 16.03.16)


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