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Matthias Suzan (ms)24.11.17

Shitstorm gegen LeVar Burton

Schauspieler und Regisseur LeVar Burton (60), bekannt für seine Rolle als Lt. Commander Geordi La Forge in »Star Trek: The Next Generation«, ist unverschuldet Opfer eines Twitter-Shitstorms geworden. Trump-Sympathisanten hielten Burton fälschlicherweise für LaVar Ball (49), den Vater von drei prominenten amerikanischen Basketballspielern.

LaVar Ball ist ein ehemaliger US-Profisportler (Basketball, American Football) und betreibt seit 2016 die Sportartikelfirma »Big Baller Brand«. Auch seine Söhne, Lonzo Ball (27, Los Angeles Lakers) und LiAngelo Ball (19, University of California Los Angeles), sind aktive Profisportler. Ein dritter Sohn, LaMelo Ball (16), spielt ebenfalls Basketball in einer College-Mannschaft.
Zwischen LaVar Ball und US-Präsident Donald Trump (71) tobt seit einigen Tagen ein Twitter-Streit, der nun auf den völlig unbeteiligten LeVar Burton übergegriffen hat.

Hat Balls Sohn LiAngelo Sonnenbrillen stibitzt?

Die Ursache für den Streit zwischen Trump und Ball liegt in einem diplomatischen Zwischenfall zwischen den USA und China, für den unter anderem Balls 19-jähriger Sohn LiAngelo verantwortlich ist. LiAngelo war mit zwei weiteren Spielern des Teams der UCLA, Cody Riley und Jalen Hill, in der chinesischen Stadt Hangzhou wegen Ladendiebstahls festgenommen worden. Ladendiebstahl ist in China kein Kavaliersdelikt, sondern kann unter Umständen mit mehrjährigen Haftstrafen (fünf bis 10 Jahre) sanktioniert werden. Während der Rest des UCLA-Teams nach einem in China ausgetragenen Spiel in die Staaten zurückkehrte, wurden die drei Nachwuchsspieler, die Sonnenbrillen entwendet haben sollen, dort eine Woche lang festgehalten. Trump habe - nach eigener Aussage - im Rahmen seiner Asienreise bei Chinas Präsident Xi Jinping ein gutes Wort für die drei US-Staatsbürger eingelegt, woraufhin die drei US-Sportler vor rund zwei Wochen von den chinesischen Behörden freigelassen wurden und in ihr Heimatland zurückkehren konnten.

Trumps belastetes Verhältnis zu afroamerikanischen Sportlern

Präsident Trump ließ im Anschluss daran keine Gelegenheit aus, sich via Twitter wiederholt für sein Intervenieren in dieser Angelegenheit selbst auf die Schulter zu klopfen - vermutlich in der Hoffnung, sein ramponiertes Image dadurch aufpolieren zu können (»Es war nicht das Weiße Haus, es war nicht das Außenministerium, es war nicht Vater LaVars so genanntes Volk vor Ort in China, das seinen Sohn vor einer langen Gefängnisstrafe bewahrt hat – ICH WAR ES!«) .
Seit Monaten gilt das Verhältnis zwischen Trump und vielen afroamerikanischen Profisportlern als enorm belastet. Nicht wenige dunkelhäutige US-Sportler, darunter auch etliche Spieler der US-Profiligen NBA und NFL, werfen dem Mann im Weißen Haus rassistische Attitüden vor. Ihren Protest zeigten die US-Sportler unter anderem dadurch, dass sie während der Nationalhymne knieten, statt mit der Hand auf dem Herzen mitzusingen. Trump beschimpfte die an der Aktion beteiligten Footballspieler daraufhin als »Hurensöhne«, sprach ihnen die Liebe zum Vaterland ab und lud ferner ein zuvor in das Weiße Haus eingeladene Basketball-Team wieder aus.


»Very ungrateful!«

Nach der Freilassung seines Sohnes bezeichnete LaVar Ball Trumps Tweets zu dem Thema als »viel Lärm um nichts«. In einem Fernsehinterview verweigerte er dem Präsidenten zudem jedwede Dankbarkeitsbezeugung. Das wiederum brachte Donald Trump auf die Palme, der daraufhin twitterte: »Jetzt, da die drei Basketballspieler aus China heraus sind und vor einer langjährigen Haft bewahrt worden sind, akzeptiert LaVar Ball, der Vater von LiAngelo, nicht, was ich für seinen Sohn getan habe. […] Ich hätte sie im Gefängnis lassen sollen! [...] Ladendiebstahl ist eine sehr große Sache in China, wie es auch sein sollte (5-10 Jahre im Gefängnis), aber nicht für Vater LaVar. Ich hätte seinen Sohn stattdessen (erst) bei meiner nächsten Reise nach China rausholen sollen. China hat ihnen erklärt, warum sie freigelassen wurden. Sehr undankbar!)«.
LaVar Ball, der ähnlich wie Trump als ein Mann mit großem Ego gilt und ebenso zu markigen Sprüchen neigt, legte daraufhin nach und unterstellte Trump, wenn überhaupt nur aus kalkuliertem Eigennutz geholfen zu haben. Trump konterte seinerseits mit der Bemerkung, LaVar Ball sei nichts weiter als ein »Don King (Donald King ist ein erfolgreicher amerikanischer Box-Promoter, Anm. d. Red.) für Arme, aber ohne Haare«.

Verwechslung mit Folgen

Nun stellt sich die Frage, was dieses infantile Twitter-Scharmützel zwischen Trump und Ball mit dem sympathischen Star Trek-Darsteller LeVar Burton, der in den USA zudem für die langjährige Moderation der Kindersendung »Reading Rainbow« bekannt ist, zu tun hat. Eigentlich nichts, abgesehen von der Tatsache, dass Burton einen ähnlich klingenden Vornamen wie Ball trägt und ebenfalls Afroamerikaner ist. Diese beiden geringfügigen Parallelen reichten für einige Trump-Sympathisanten scheinbar aus, um Burton und Ball zu verwechseln. Die unangenehme Folge dieser Verwechslung war ein Shitstorm, in welchem sich die Wut der Trump-Fans gegen den gänzlich unbeteiligten Burton richtete. LeVar Burton wurde unter anderem als »Schauspieler mit einem Dieb zum Sohn« und als »abgewrackter Schauspieler« tituliert.
Bereits im März war Burton von einem Twitter-User fälschlicherweise für den Ex-Basketballprofi Ball gehalten worden, der zuvor gegen Basketball-Legende Michael Jordan (54) gestichelt hatte. Der Twitter-User hinterließ Burton folgende Nachricht auf dessen Twitter-Account: »LeVar, du bist (nur) auf einen Punkteschnitt von 2,2 pro Spiel gekommen. Hör auf, dich über Michael Jordan auszulassen.«
Da LeVar Burton niemals Profibasketballer war und zudem nur 1,70 Meter misst, wäre er mit einem Punkteschnitt von 2,2 Punkten pro Spiel sicher höchst zufrieden.

Auch Brent Spiner mischt sich ein

LeVar Burton reagierte mit gelassener Ironie auf diese lächerliche Verwechslung (»Eines von vielen Kunststücken, die ich in diesen Tagen ertragen muss. Vielen Dank!«). Auch Burtons langjähriger Star Trek-Kollege und enger Freund Brent Spiner konnte sich einen spitzfindigen Kommentar nicht verkneifen. Er riet Burton spaßeshalber: »Um Himmels Willen, LeVar, sag einfach: Danke!«. Außerdem schlug er Burton eine Namensänderung Präsident Trump zuliebe vor.
Für LeVar Burton kann man nur hoffen, dass diese lächerliche Posse ein baldiges Ende findet und er nicht weiter für LaVar Ball gehalten und deswegen bei Twitter von einigen Trump-Fans belästigt wird.

(ms - 24.11.17 - 11 Kommentare)

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Kommentare

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Matt schrieb am 24. November 2017, 19:58 Uhr

Um zu beurteilen, ob diese Nachricht überhaupt "newsworthy" ist, wäre es wichtig gewesen, in welcher Größenordnung dieser "Shitstorm" stattgefunden hat. Wenn ein paar Twitter-Trolle Blödsinn verzapfen, ist das in etwa so interessant wie der sprichwörtliche Sack Reis in China - außerdem sollte man dem keine große Aufmerksamkeit widmen, denn exakt das wollen Trolle ja (das schließt Trump persönlich übrigens ein). Burtons Souveränität spricht ja eher dafür, dass es unterm Strich keine große Sache war. Insofern wirkt die ganze Meldung wie Clickbait, welches Trump-Hasser in ihrer vorgefertigten Meinung bestärken soll, dass alle Trump-Fans doof sind. (Spoiler-Alert: Sind sie nicht. Wäre übrigens einfacher, ihnen beizukommen, wenn sie es wären. Klar gibt es da überdurchschnittlich viele Merkbefreite, aber diejenigen, die solche Aktionen konzertieren, sind alles andere als blöd).

Voivod schrieb am 25. November 2017, 15:51 Uhr

^Naja, immerhin hat die Trekzone NICHT darüber berichtet, dass Sulu angeblich vor 30 Jahren jemandem im Suff an die Wäsche wollte. wink.gif *Schweiss abwisch* Oder hat sie? unsure.gif

Matt schrieb am 25. November 2017, 15:57 Uhr

Doch, hat sie. Da muss man schon fair bleiben. Siehe hier. Sogar mit aller gebotenen Sachlichkeit. Anders lässt sich ein 30 Jahre zurückliegender Fall, in dem Aussage gegen Aussage steht, für Außenstehende auch schwer behandeln.

Voivod schrieb am 25. November 2017, 16:05 Uhr

Doch, hat sie. Da muss man schon fair bleiben. Siehe hier. Sogar mit aller gebotenen Sachlichkeit. Anders lässt sich ein 30 Jahre zurückliegender Fall, in dem Aussage gegen Aussage steht, für Außenstehende auch schwer behandeln.


Oje... Naja, ich lese die Seite nicht, was die Trek-Schauspieler als Privatpersonen so treiben, ist eher unspannend imo. Sulu bleibt Sulu, und Picard bleibt Picard! wink.gif Ich habe aber mitbekommen, das Geordie ein seltsames YouTube-Video gemacht hat, in dem er das Alphabet aufsagt oder sowas... confused4.gif Naja, Künstler halt! mrgreen.gif

Grundsätzlich sollte gelten: Never meet your idols! wink.gif Das verdirbt den Spass. Bei Musikern ist das besonders zu empfehlen... unsure.gif Strikte Trennung von Künstler und Kunst, sonst kann man echt nix mehr geniessen, wenn man zuerst abchecken muss, ob Künstler Sowieso auch ein guter Mensch ist und die richtigen Ansichten hat. laugh.gif

Lex schrieb am 25. November 2017, 18:16 Uhr

Kann ich so nicht unterschreiben. Ich habe alle noch lebenden Main-Castler der ersten 5 Trek-Serien mal gesehen, teilweise auch interviewt. Da waren einige Stinkstiefel dabei, aber auch supernette Menschen. Ich glaube, die Schauspieler mal außerhalb der Rolle zu sehen, hilft eher, Rolle und Schauspieler zu unterscheiden, als dass es schaden würde.

Bei Musikern ist das vielleicht noch etwas anderes. Bei Schauspielern sollte jeden klar sein, dass sie, erm, schauspielern.

Matt schrieb am 25. November 2017, 19:06 Uhr

Was man noch ergänzen sollte: Das von dir erwähnte Video mit dem Alphabet (keine Ahnung, worauf du dich konkret beziehst) könnte schlicht und ergreifend mit LeVar Burtons Serie "Reading Rainbow" zu tun haben. Die Serie hat er viele Jahre lang moderiert. Es handelt sich um eine Kindersendung für Vorschul- und junge Schulkinder, mit dem Ziel, spielerisch die Lesekompetenz zu fördern (z.B. durch Lern-Segmente ähnlich wie in der Sesamstraße). Gut mögllich, dass er in diesem Kontext auch mal das Alphabet aufgesagt hat - es liegt jedenfalls ziemlich nahe.

Voivod schrieb am 25. November 2017, 20:08 Uhr

^Google hat folgendes Video gefunden: https://youtu.be/ffJEpaJByyA Naja, es IST ein bisschen seltsam! laugh.gif Man muss aber wohl die derzeitigen amerikanischen culture wars verfolgen, um es als irgendwie kontrovers zu empfinden. Also ich seh' da nix. Geordie mag halt den Trump auch nicht.

Lex: Schauspieler sind überspitzt gesagt Marionetten am Faden des Regisseurs, aber Musiker schaffen etwas, das aus dem Herzen kommt/kommen sollte und den Hörer tief berührt. Wenn sich dann der begnadete Sänger/Komponist/Texter, mit dem man sich dank seiner Musik als seelenverwandt empfindet, als Vollhonk entpuppt, ist man eher gefrustet und fühlt sich betrogen. Sage ich natürlich als fanatischer Musikfetischist, ist nicht objektiv... wink.gif

(Gladbach- München sorgt gerade fast für Herzkasper!)

Matt schrieb am 25. November 2017, 21:19 Uhr

Danke für den Link. Schaut man sich das Upload-Datum an, ist es sogar denkbar, dass dieses Video einer der Gründe ist, warum die Twitter-Trolle ganz bewusst die "Verwechslung" mit LeVar Ball initiiert haben. Wäre ja auch noch schöner, wenn sich einer kritisch zu Trump äußert...

Matt schrieb am 08. Dezember 2017, 17:48 Uhr

@Voivod: Wo wir gerade beim Alphabet waren, ich hab da auch noch was gefunden: https://www.youtube.com/watch?v=OjNKyoRudOQ

Ansonsten mal wieder die übrige Internet-Kommentatoren-Debilität. Alles schwarz-weiß. Wer nicht dafür ist, ist dagegen. Und wer nicht dagegen ist, ist dafür. Herr, wirf Hirn vom Himmel.


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