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Christian Freitag (cf)09.12.12

Was haben "Skyfall" und "Nemesis" gemeinsam?

Ein Ausflug in die Welten von John Logan

Lassen Sie uns heute mal über den Sci-Fi-Tellerrand schauen. Ein Blick auf die Arbeiten des (Co-)Autors von "Nemesis" und "Skyfall" - von Christian Freitag.

"Nemesis"- und "Skyfall"-Autor John Logan
Man muss ja nicht gleich jeden Film mit "Star Trek" vergleichen, aber wenn der Drehbuchautor John Logan heißt und sowohl für "Nemesis" als auch für "Skyfall" das Drehbuch (mit)geschrieben hat, dann drängt sich einem der Vergleich auf. Zugegebenermaßen klingt es zunächst weit hergeholt und hat Bond auch einen anderen Stellenwert, wenn man allerdings malgenauer hinschaut, ist doch ein Grundgerüst bei beiden erkennbar.

Data erklärt es bereits in "Nemesis": Shinzon hatte schlimme Erfahrungen gemacht, wie Picard auch, doch anders als Picard ist er nur die Summe seiner Teile. Er konnte sich nicht weiterentwickeln. Er ist jedoch ein gefährlicher Gegner, da er Picard ebenbürtig ist. Schließlich ist er sein jüngeres Ich.

Jetzt schauen wir uns mal "Skyfall" an: Wir haben Bond und wir haben Silva. Beides sind Top-Agenten - gewesen. Bond ist zu Beginn des Films einfach nur ein Wrack, eigentlich dienstuntauglich. Silva hingegen ist der fiese Antagonist. Erst nach und nach stellt sich heraus, dass Silva ebenfalls ein Agent von M war, und weil ihm Leid zugefügt wurde, kann er so wie Shinzon nicht über seinen Schatten springen. Er ist lediglich die Summe der ihm zugefügten Teile. Er kann sich nicht verändern. Dabei ist er umso gefährlicher, weil er Bond ebenbürtig ist, ja, er ist ihm sogar immer einen Schritt voraus - bis zum Ende, das leidlicherweise in der "TV Movie" schon verraten wurde!

"Nemesis"-Regisseur Stuart Baird war bei "Skyfall" für den Filmschnitt zuständig.
Nichtsdestotrotz oder gerade deshalb ist der Film meines Erachtens so gut. Ich mochte Craig nicht als Bond. Obwohl hochgelobt, waren die ersten beiden Filme mit ihm eine Katastrophe. Hier wurde er einem jedoch ungleich sympathischer. Von M verraten und verkauft, zum Abschuss freigegeben - gleich zu Beginn wandelt er sich vom Top-Agenten in ein alternden, drogenabhängigen Säufer.

Das Alter ist auch wie in "Star Trek: Nemesis" hier ein Thema. Sowohl M als auch Bond sind in ihren besten Zeiten gewesen. Wackelnde Hände beim Schießen, fehlende Konstitution. Bond ist nicht mehr Bond. Er ist gebrochen, zerbrechlich, ein Wrack. Ein letztes Mal um Ms Willen möchte er dann doch zur Hochform auflaufen. Und das merkt man dem Film auch an. Viele Schauplätze sind gut, doch die kleinen Dinge bewirken erst Großes. Man erfährt etwas mehr von Bonds Vergangenheit, weshalb und wie er Agent wurde. Man erfährt auch mehr von Ms Vergangenheit. Erst in Bonds Heimat, Schottland, kommt es zum großen Showdown.

Ungeachtet aller Explosionen ist dies ein Film mit äußerst leisen Tönen und starken Charaktermomenten. Und vor allem ist es ein Film mit Wiedererkennungswert und vielen Anspielungen auf die gute alte Bond-Zeit. Man merkt, dass Bond erwachsen geworden ist und reifer. Ob der nächste Bond-Film all diese guten Charakterbeziehungen halten kann, wird die Zeit zeigen ...

Dieser Artikel ist auch zusammen mit weiteren Texten rund um "Star Trek" in der Dezember-Ausgabe unseres monatlichen Magazins "Incoming Message" erschienen. Falls Sie die "Incoming Message" noch nicht abonniert haben, können Sie das Internet-Magazin zusammen mit unserem wöchentlichen Newsletter "TrekZone Weekend" hier kostenlos bestellen.

(cf - 09.12.12)


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