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Markus Kettner (mk)08.09.04

Activision versus Viacom

Activisions Klage und die Zukunft der "Star Trek"-Spiele

Am ersten Juli 2003 reichte Activsion zur Überraschung aller PC-Spieler Klage gegen Viacom ein.

Hier haben wir für Sie noch einmal die Anschuldigungen Activisions in ihrer Presseerklärung, die Reaktion Viacoms und die mögliche Folgen aufgelistet.

Klage beruft sich auf Viacoms Unfähigkeit zum Unterstützen des "Star Trek" Film- und TV-Franchise und Versagen mit Activision zu kooperieren

Santa Monica, Kalifornien – 1.Juli 2003 – Activision, Inc. (Nasdaq: ATVI), ein führender Entwickler, Verleger und Verteiler von interaktiven Entertainment-Softwareprodukten, hat heute bekannt gegeben, das sie eine Klage wegen Vertragsbruchs gegen Viacom eingereicht haben.

In dieser Klage, welche beim Hohen Gerichtshof des Staates Kalifornien am 30.Juni 2003 eingereicht wurde, beschuldigt Activision Viacom des Brechens ihres wesentlichen Versprechens, das Star Trek-Franchise weiterhin so auszubauen, wie zu dem Zeitpunkt, als die Vereinbarung im Jahr 1998 geschlossen wurde. "Activision kann keine Star Trek Videospiele erfolgreich entwickeln und verkaufen ohne den von Viacom versprochenen Produktausbau und die Unterstützung. Ein kontinuierlicher Nachschub von Film- und TV-Produktionen und das dazugehörige Marketing sind absolut entscheidend für den Erfolg von Videospielen, die auf einer Marke wie Star Trek basieren.", beschuldigt Activision in seiner Klageeinreichung.

Jedoch hat Viacom, durch ihr Tun und Nichtstun, das einst stolze Star Trek-Franchise stagnieren und verfallen lassen. Viacom veröffentlichte seit dem Vertrag nur einen einzigen "Star Trek"-Film und informierte Activision, dass sie zurzeit keinerlei Pläne für weitere "Star Trek"-Filme hätten. Viacom ließ ebenfalls zwei "Star Trek" TV-Serien auslaufen und die verbleibende Serie leidet unter schlechten Quoten. Viacom frustrierte außerdem Activisions Bemühungen die Entwicklung und das Marketing ihrer Spiele mit Viacoms Entwicklung und Marketing seiner neuen Filme und TV-Serien zu koordinieren.

Die Anklage lautet: "Wegen des Scheiterns und Verweigerns das "Star Trek"-Franchise finanziell weiter auszubauen und zu unterstützen, wie es versprochen wurde, hat Viacom den Wert der "Star Trek"-Lizenzrechte erheblich sinken lassen, inklusive derer, die Activision erhielt. Überdies hat Viacom durch diese Vorgehensweise einen wesentlichen Punkt im Vertrag mit Activision gebrochen … und hat Activision erheblichen Schaden zugefügt."

Als Resultat der Vertragsbrüche durch Viacom hat Activision das Abkommen mit dem Konzern beendet und eine Klage eingereicht, die versucht die entstandenen und zukünftigen Schäden widergutzumachen, welche das Resultat von Viacoms Versagen sind, sich an den Vertrag zu halten, noch dazu haben sie das feste Bestreben das Abkommen weiter zu brechen. Die Klage versucht auch die Garantien, die sich jetzt ungerechterweise in Viacoms Besitz befinden, wiederzubekommen.

Das Unternehmen erwartet, dass die Klageeinreichung und die Beendigung des Abkommens mit Viacom keine erheblichen Auswirkungen auf seinen zuvor vorgestellten ersten Quartal- und Finanzjahresausblick hat.

Mit Hauptsitz in Santa Monica, Kalifornien ist Activision, Inc. ein führender weltweiter Entwickler, Verleger und Verteiler von interaktiven Entertainment-Softwareprodukten und Freizeitprodukten. Gegründet im Jahr 1979, meldete Activision 864 Millionen Dollar Nettoeinkünfte für das Finanzjahr, das am 31.März 2003 endete.

Activision unterhält Unternehmen in den USA, Kanada, Großbritannien, Frankreich, Deutschland, Japan, Australien, Skandinavien und den Niederlanden. Mehr Informationen über Activision und seine Produkte finden sich auf der Webseite des Unternehmens auf www.activision.com.

Die Aussagen, die diese Mitteilung enthält und keine historischen Fakten sind, sind "vorrausschauende Aussagen". Das Unternehmen warnt Leser dieser Pressemitteilung, dass eine Vielzahl wichtiger Faktoren die Zukunft von Activision beeinflussen kann, so dass sie sich erheblich von der in diesen "vorrausschauende Aussagen" geäußerten unterscheidet. Diese wichtigen Faktoren und andere Faktoren, die Activision beeinflussen können, sind beschrieben in Activisions Jahresbericht auf Formblatt 10-K für das Finanzjahr, das am 31.März 2003 endete, welches mit der United States Securities and Exchange Commission eingereicht wurde. Leser dieser Pressemitteilung werden auf diese Akten verwiesen."

Die Original-Presseerklärung finden Sie unter diesem Link.

Viacom: Activisions Klage ist "wertlos"

Viacom Inc. antwortete in der folgenden Nacht auf Activisions Klage, dass sie angeblich das "Star Trek"-Franchise geschädigt hätten und so Punkte ihrer Lizenzvereinbarung gebrochen hätten.

"Auf Activisions Behauptungen sollte man keinen Wert legen," sagte Viacom in einer Erklärung, laut einem Bericht von Ben Berkowitz von der Nachrichtenagentur Reuters. Activision scheint zu versuchen, die Gerichte zu benutzen, in der Bemühung das 1998 gemachte Geschäft neu zu verhandeln, um sich die Rechte am wertvollen "Star Trek"-Franchise für interaktive Spiele zu sichern."

"Wir haben unsere Unzufriedenheit mit dem Stand der Dinge schon vor einiger Zeit ausgedrückt." sagte die Pressesprecherin von Activision, Maryanne Lataif, gegenüber Reuters. "Wir hätten es Vorgezogen unsere Beziehung zu Viacom beizubehalten."

Zudem haben Viacom-Quellen Jesse Hiestand vom Hollywood Reporter berichtet, dass sie beabsichtigen, weitere Trek-Filme zu machen und die einzige derzeitige TV-Serie "Enterprise" unterstützen.

Activsion hat verschiedene "Star Trek"-Spiele entwickelt, seit sie 1998 ihre Zehn-Jahres-Lizenz erhielten, inklusive dem erfolgreichsten Trek-Spiel, Star Trek Voyager: Elite Force. Sein Sequel, Star Trek: Elite Force II, wurde gerade letzte Woche in den Vereinigten Staaten veröffentlicht. Die Gesellschaft berichtet, dass sie planten ein Spiel auf Basis von "Star Trek Nemesis" zu produzieren, aber Viacom hätte es versäumt "entscheidende Informationen" rechtzeitig bereitzustellen.

Weitere Information findet man bei Yahoo! News und dem Hollywood Reporter.

Kommentar

Als ich das zum ersten Mal las, dachte ich: "Ach du Sch...!" Und deshalb möchte Ich jetzt versuchen vorherzusagen, was diese Klage zur Folge haben könnte; zuerst den Spielesektor betreffend:

"Elite Force III", "Bridge Commander II", "Armada III" und andere können wir entweder komplett oder zumindest für die nächsten Jahre vergessen. Ob das noch in Entwicklung befindliche "Shattered Universe" auch davon betroffen sein wird, lässt sich nicht abschätzen. Allerdings wäre es dann sicherlich das erste Spiel in der Geschichte, das zweimal gecancelt wurde. Ein "Elite Force II"-Addon können wir höchstwahrscheinlich auch abschreiben. Zumindest kommen eventuelle Patches und die versprochenen Modder-Tools sicherlich heraus.

Was passiert aber mit der Lizenz? Activision nimmt und bekommt sie sicherlich nicht wieder. Andere Publisher werden es sich aus den in der Pressemitteilung genannten Gründen sicherlich fünfmal überlegen, die Lizenz zu Kaufen. Und selbst dann ist ungewiss, was mit den bekannten Spieleserien wird. Auch hatten die Spiele von Activision oft eine hohe Qualität, was man bei manchen Publishern bezweifeln müsste.

Allerdings ist die Reaktion von Activision durchaus nachvollziehbar: Sie hat sicherlich nichts mit einem Erfolg/Misserfolg von "Elite Force II" zu tun, denn so etwas entscheidet man nicht über Nacht, aber "Elite Force II" ist erst seit kurzem in den Läden. Nein, es fehlen neue Ideen. Zu einem Film der total floppt entwickelt man im Nachhinein einfach kein Computerspiel, zumal es ja vor der Filmveröffentlichung scheinbar nicht möglich war, zu einer Serie mit schwachen Quoten auch nicht.

Dieser Faktor kann aber Auswirkungen auf das ganze Franchise haben:

Der letzte Film machte Verluste, Viacom plant auch laut Activision keine neuen Filme, was Viacom aber verneint. Das könnte heißen: Viacom hat zurzeit keine neuen Pläne für weitere Filme, was für Activision einem "Wir machen keine weiteren Filme" gleichkommt. Allerdings hat Viacom nie gesagt keine neuen Filme mehr zu machen, was für sie einem "Wir machen noch weitere Filme" gleichkommt.

Die Serie läuft auch nicht gut. Diese Dinge wirken sich natürlich auch mehr oder weniger auf den Merchandisingbereich negativ aus, obwohl dieser natürlich noch ordentlich noch Gewinn bringt. Aber die anderen zwei Bereiche, die wirklich gut liefen, waren die Romane (in den USA) und die Computerspiele. Da nun eine Stütze vollkommen unerwartet weg bricht, könnte das Viacom/Paramount zu ernsthaften Konsequenzen zwingen. Sie könnten "Star Trek" "umkrempeln", indem sie "Enterprise" durch eine neue Serie ersetzen oder Rick Berman und Brannon Braga entlassen. Natürlich können sie auch Alles beim Alten belassen, aber ob das Viacom auf Dauer finanziell durchhält oder mitmacht, wenn sich die Quoten von "Star Trek: Enterprise" nicht verbessern, ist fraglich?

Diese Ereignisse könnten dem "Star Trek"-Franchise einen schweren Schlag verpassen und jetzt sollte man sich nach 35 Jahren wieder einmal Gedanken über die Zukunft von "Star Trek" machen.

(mk - 12.04.07)


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