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Markus Kettner (mk), Alexander Faust (af)08.09.04

Quake und Co. züchten Amokläufer!?

Gewalt in PC-Spielen

Heute möchte ich mich mit einem etwas ernsterem Hauptthema beschäftigen: Gewalt in PC-Spielen.

Dieses Thema ist durch den Amoklauf von Bad Reichenhall und den Mord an einer Lehrerin wieder in den Brennpunkt der Medien, leider vor allem der Boulevardmedien, geraten. Und leider ist die Berichterstattung über dieses Thema meist sehr einseitig, wenig sachlich und noch weniger fachkundig. Erst vor kurzem trieb mir ein Bericht in "Focus TV" die Zornesröte ins Gesicht. Zu Wort kamen ein

Jugendamtsleiter, der in drei Jahren ca. 600(!) Indizierungsanträge gestellt hat, eine Schulleiterin, der man "Resident Evil 2" vorführte und ein Psychologe. Der Mann vom Jugendamt sah in den Computerspielen den Untergang des Abendlandes, die Lehrerin die Macher von "Resident Evil 2" als die eigentlichen Schuldigen an den jüngsten Verbrechen Jugendlicher und wollte sie dafür hinter Gitter stecken und der Psychologe brachte die üblichen Argumente der "Herabsetzung der Hemmschwelle". Während des ganzen Berichts kam nicht ein Spieler oder Programmierer von solchen Spielen zu Wort, der seinen Standpunkt hätte darlegen können. Alles in allem lief der Bericht auf die Aussage "Quake und Co. züchten Amokläufer" hinaus. Und diese Meinung ist leider Repräsentativ. In der Berichterstattung heißt es dann meistens "Gewaltvideos und PC-Spiele wurden sichergestellt" und die Ursache ist schnell gefunden. Aber ich denke, dass diese These zu einfach ist. Dafür habe ich mehrere Gründe:

  1. Ein geistig gesunder Mensch eines gewissen Alters kann zwischen Spiel und Realität unterscheiden und läuft nicht Amok, weil 3D-Shooter spielt
  2. Wenn Eltern ihre minderjährigen Kinder solche Spiele spielen lassen, dann ist nicht das Spiel der Schuldige, sondern die Eltern
  3. Machen brutale Spiele Menschen aggressiv oder spielen aggressive Menschen brutale Spiele?

Verstehen Sie mich nicht falsch. Ich denke nicht, dass es unbedenklich ist Kinder und Jugendliche alles spielen zu lassen. Aber die Diskussion, was ab welchem Alter gespielt werden darf und welche Auswirkungen die Spiele auf das Verhalten der Spieler haben muss sachlicher und vor allem weniger einseitig geführt werden. Fest steht für mich aber auch, dass die heutigen Regularien eindeutig zu streng sind. Eine Indizierung gleicht hierzulande nämlich einem Verbot. Haben Sie schon einmal versucht, falls Sie über 18 sind, ein indiziertes Spiel zu kaufen? Wer in der Apotheke Methadon verlangt dürfte besser behandelt werden.

Sie werden sich jetzt fragen, was das mit "Star Trek" zu tun hat. Nun, eine Menge. DER "Star Trek"-Blockbuster des nächsten Jahres wird höchstwahrscheinlich "Star Trek Voyager: Elite Force". Ein 3D-Shooter auf Basis der "Quake 3"-Engine. Zwar wird kein Blut zu sehen sein aber in einem Forum auf der Elite Force Website las ich ein Posting, in dem ein Entwickler die realistische Wirkung von Treffern beschreibt. Schießt man einem Gegner in die linke Schulter, so wird er nach links-hinten überkippen. Ein weiterer potenzieller Hit ist "Star Trek DS9: Fallen". Ein Shooter im aus der 3rd-Person Perspektive. Außerdem kommen noch ein paar Echtzeitstrategiespiele auf den Markt, die alle Krieg zum Inhalt haben. Schon erschienen sind "Star Trek: Starfleet Command" und "Star Trek: Klingon Honor Guard". Ersteres handelt von Raumduellen. Der, der des anderen Schiff zerstört gewinnt. Zweiteres ist ein 3D-Shooter auf Unreal Basis. Sie sehen also, am PC ist mit den "Star Trek"-Motiven nicht weit her. Action und Gewalt bringen Einnahmen. Wie lange wird es noch dauern, bis das erste Trek-Spiel in Deutschland indiziert wird?

(mk, af - 12.04.07)


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