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Markus Kettner (mk)
04.09.04
Im Jahr 1999 machte Microprose seinen letzten Abstecher ins "Star Trek"-Franchise mit dem Spiel "Star Trek: The Next Generation - Birth of the Federation". Zum Genre der Rundenstrategie gehörend, wird BotF, wie es von Fans wegen des doch arg langen Namens genannt wird, entweder gehasst oder geliebt. Zu welcher Partei der Autor des Artikels gehört, können Sie samt Eigenarten und Besonderheiten des Spiels im folgenden Review erfahren.
Beschreibung
"Erobern Sie als Anführer einer von fünf großen Allianzen
gewaltige "Star Trek"-Galaxien. Mit "Birth of the Federation" landen die Entwickler
von "Civilization II" und "Master of Orion II" ihren neusten Strategie-Hit. Können
die Romulaner einen Klingonen durch Diplomatie aufs Glatteis führen? Können Sie
mit einem Ferengi profitable Geschäfte machen? Finden Sie es heraus! Falls gar
nichts mehr geht, bekämpfen Sie Ihre Feinde im rundenbasierten, detaillierten 3D-Weltraumkampf. Dringen Sie in Galaxien vor, die kein Strategiespiel je gesehen
hat..."
Rezension
Story
"Birth of the Federation" hat keine Storyline. Die braucht es auch
nicht, denn das Spiel ist schon ohne Story spannend genug.
Singleplayer
Als Spieler wählt man zwischen den fünf großen Völkern Föderation,
Romulaner, Klingonen, Cardassianer und Ferengi. Man kann die Anzahl der
kleineren Völker, den Schwierigkeitsgrad, die Form und Größe der Galaxie, die
Art des taktischen Kampfes und die Siegbedingungen wählen. Zudem legt man fest,
ob Zufallsereignisse - wie die Borg, das Kristallwesen oder Klimaveränderungen -
eintreten und ob man pro Runde oder im Kampf eine zeitliche Beschränkung hat.
Zu Beginn des Spiels ordnet man erst einmal die Wirtschaft des eigenen
Sonnensystems, später führt man mit Hilfe von Kolonieschiffen in umliegenden
Sonnensystemen Terraforming durch und besiedelt dann die Planeten. Unter
Umständen trifft man auch auf Völker wie die Trill, Vulkanier, Andorianer oder
Bolianer, welche einem auch mehr oder weniger freundlich gesinnt sind. Durch
geschickte Diplomatie oder ein fettes Scheckbuch schließen sich diese Völker
ihnen an und Sie können ihre einzigartigen Fähigkeiten nutzen. Später treffen
Sie auch auf die anderen "großen" Völker und es heißt Krieg oder Frieden. Wenn
dann noch das Kristallwesen auftaucht und einige ihrer Kolonien verwüstet, kommt
man doch recht ins Schwitzen. Letztendlich hat man aber nach zig Stunden - durch
Einsatz von Diplomatie, Forschung, Geheimdienst, Handel und Militär - entweder
alle Feinde vernichtet, unterworfen oder zu Verbündeten gemacht und das Spiel
gewonnen. Wenn Sie aber Pech haben, ist Ihre Flotte zerstört, Ihre Kolonien
verwüstet, Ihr Heimatplanet erobert und Sie befinden sich auf Rura Penthe oder
als Borgdrone auf einem Kubus.
Leider enthält das Spiel ein paar Bugs, welche den Gesamteindruck etwas verschlechtern, so stürzt es zum Beispiel
in seltenen Fällen ab.
Multiplayer
"Birth of the Federation" kann man per LAN oder Internet auch gegen
menschliche Gegner spielen. Wenn sich nur zwei Mitspieler finden, werden die
restlichen drei vom Computer übernommen. Natürlich kann man sich auch mit
Freunden verbünden und dann gegen den Computer oder andere Mitspieler vorgehen.
Grafik
Die Grafik des taktischen Bildschirms würde man, obwohl das Spiel
schon fünf Jahre alt ist, sicherlich auch heutzutage nicht groß verändern. Erst
am Kampfbildschirm erkennt man das Alter des Spiels. Man kann erkennen, dass die
Anhäufung von Pixeln eine Galaxy-Klasse sein soll, mehr aber auch nicht. Als
Besonderheit hat jedes Volk seine eigene Schiffsexplosion, was man in Spielen
wie "Bridge Commander" oder "Starfleet Command III" vermisst. Aber da die Kämpfe auf
Wunsch automatisch verlaufen, stört die Grafik des Kampfbildschirms eher
weniger. Am meisten stört aber die feste Auflösung von 800x600 Pixeln, sowohl im
Kampf- als auch im taktischen Bildschirm.
Sound
Die Sprecher agieren professionell, die Effekte sind ordentlich
und jedes Volk hat seine eigene, zu ihm passende Musik.
Bedienung
Auch wenn die Steuerung erst etwas kompliziert wirkt, geht sie
nach einiger Zeit wie von alleine.
Übersetzung
Fast alle Dialoge und Texte sind gut ins Deutsche übersetzt. Hier
und da haben sich allerdings ein paar Fehler eingeschlichen.
Schwierigkeitsgrad
Es ist für jeden etwas dabei. Als Anfänger wählt man sehr einfach
und kann sogar als Imperium starten, während die anderen Völker sich noch in der
Anfangsphase befinden. Ich wage es allerdings zu bezweifeln, dass jemand den
Schwierigkeitsgrad schwer mit seinem Volk in der Anfangsphase, allen anderen
Völkern als Imperium und mit Zufallsereignissen schafft, da diese Einstellung
sich dann doch sehen lassen kann.
Fazit
Wer gern mal ein echtes Taktikspiel ausprobieren möchte, der
sollte zu "Birth of the Federation" greifen, zumal es schon neu für unter zehn Euro
zu haben ist. Das Spiel bereitet stundenlang Spannung und man kann es immer
wieder spielen. Die kleine sadistische Freude, wenn man als Klingone oder
Romulaner das Sol-System angreift, ist nur jedem zu empfehlen. Dabei stört auch
nicht die zum Teil betagte Grafik oder die nicht vorhandene Story, da man
komplett in das Spiel versinkt.
"Um dorthin zu gehen, wo noch nie ein Mensch gewesen ist."
Weitere Infos
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| Titel |
"Star Trek: The Next Generation - Birth of the Federation" |
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| Genre |
Rundenstrategie |
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| Publisher |
Hasbro Interactive |
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| Entwickler |
Microprose Software |
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| USK-Einstufung |
ohne Altersbeschränkung |
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| Erscheinungstermin |
30. April 1999 |
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| Ausstattung |
Papp-Box, CD-Case, 1 CD, Handbuch als pdf-Datei |
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(mk - 14.12.08)
Weiterführende Links
- Memory Alpha
Weitergehende Infos zu "Birth of the Federation".