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Markus Kettner (mk)
04.09.04
Activision hatte mit dem Strategiespiel "Star Trek: Armada" einen beachtlichen Erfolg erzielt, ruhte ich aber nicht auf seinen Lorbeeren aus und wagte sich im Jahr 2000 ins Genre der Action vor. Die Entwicklung des Spiels übergab Activision seinem Entwicklerstudio Raven Software. Als Grafik-Engine wählte man die damals nagelneue "Quake 3"-Engine, welche für damalige Verhältnisse eine unglaubliche Grafik lieferte.
Beschreibung
Die Voyager wird auf mysteriöse Weise in den Nullraum transportiert, in dem es vor Feinden nur so wimmelt. Als Mitglied der Elitetruppe Hazard-Team haben Sie den Befehl, das Schiff und seine Crew zu verteidigen. Um Ihre Feinde ein für allemal auszulöschen, müssen Sie einen Borg-Kubus und verlassene Raumschiffe infiltrieren und zahlreichen Angriffen standhalten. Ob Sie sich im Mehrspieler-Modus einem Team anschließen und durch eine der 16 packenden Arenen kämpfen oder solo die 40 Einzelspieler-Missionen bestehen, die neue id-Engine sorgt für so intensive Action, dass allein der Name Voyager Ihren Puls beschleunigen wird.
Kämpfen Sie Seite an Seite mit den Besatzungsmitgliedern der Voyager - und mit der Icarus AI, einer Team-KI, die einzigartige Interaktionen möglich macht.
Neun Waffen, jede mit dualem Feuermodus für 18 einzigartige Angriffe. Vom Phaser bis zum Photonenstoß: Die Feuerkraft ist da, wo sie auch gebraucht wird.
Die Mehrspieler-Holomatches bieten zahlreiche Optionen wie Free-for-all und Capture the Flag.
Korridore brechen ein, Wände explodieren und Gegner materialisieren direkt vor Ihnen.
Rezension
Allgemeines
Raven Software waren zuvor bereits durch Spiele wie "Soldier
of Fortune" oder "Hexen" bekannt. Mittlerweile zeichnet sich Raven
Software auch für die exzellenten Titel "Soldier of Fortune II", "Jedi Knight
II", "Jedi Knight: Jedi Academy" und natürlich das "Elite Force: Expansion Pack"
verantwortlich. Danach arbeiteten sie an "X-Men Legends" und entwickelten im
Auftrag der "Doom 3"-Entwickler, id Software, "Quake 4".
Story
Das Spiel beginnt auf einem Borgkubus und Sie müssen ihre gefangenen Kollegen befreien. Als Sie sich schließlich zu ihnen durchgekämpft haben, explodiert beim Versuch, sie zu befreien, eine Konsole und dadurch der ganze Bereich ... und das Hologitter kommt zum Vorschein. Nachdem Sie dann von Commander Tuvok zurechtgewiesen wurden, beginnt das richtige Abenteuer. Die Voyager wird von der Forge in eine Falle gelockt und in einem Dämpfungsfeld gefangen. Sie müssen angreifende Feinde wie die Scavenger, die Borg oder die Harvester abwehren, einen Weg aus dem Dämpfungsfeld finden und schließlich leiten Sie sogar einen Großangriff auf die Forge, um die ganze Galaxis vor genetisch optimierten Kriegern zu retten...
Singleplayer
Zu Beginn können Sie wählen, ob Sie als Alexander oder Alexandria Munro die über 40 Missionen bestehen. Im Verlauf des Spiels kämpfen Sie auf einem Borg-Kubus, einem Etherianerschiff, einer Scavengerbasis, einem Dreadnought-Kanonenschiff, der Forge und schließlich sogar der Voyager. Zwischen den Missionen können Sie sich auf dem Holodeck austoben. Die Missionen sind sehr abwechslungsreich und Sie werden im Gegensatz zum Nachfolger fast immer von mindestens einem Teamkameraden begleitet. Das Spiel läuft sehr linear ab und es gibt keine alternativen Lösungsmöglichkeiten, also sollten Sie am besten Datas Hinweis befolgen: "Lock and load!"
Multiplayer
Der Multiplayer spielt sich praktisch wie "Quake 3", nur dass er aufgrund des "Star Trek"-Hintergrundes und der damit verbundenen Pickups noch viel mehr Spaß macht. Die Kraftfelder, Sprengladungen, Hologramme, Verteidigungsdrohnen und Medipacks bringen – im richtigen Moment eingesetzt – große Vorteile und so bekommt auch das Spiel noch etwas taktische Tiefe. Die Bots verhalten sich klug und haben auch beim Capture the Flag keine Probleme, besondere taktische Tricks sollte man von ihnen allerdings nicht erwarten, aber dafür gibt es ja "echte" Gegner im Internet oder LAN. Neben dem bereits erwähnten Capture the Flag besitzt "Elite Force" noch die Modi Deathmatch und Team-Deathmatch. Des Weiteren kann man auf einer Fülle von Models und 16 Karten wählen. Natürlich stehen auch wie im Singleplayer neun sehr unterschiedliche Waffen mit je zwei Schussmodi zur Verfügung.
Grafik
Die Grafik ist trotz des Alters des Spiels noch ganz gut, allerdings fällt die Polygonarmut der Figuren stark negativ auf. Die Texturen passen hingegen sehr gut und auch die Spielatmosphäre stimmt. Die vorgerenderten Zwischensequenzen sind ein weiterer negativer Punkt, da Raven ein vollkommen falsches Modell der Voyager verwendete. Als Intro-Video nahm man den Vorspann der TV-Serie, unterlegte diesen aber mit einer interessanten Neuvariation des Titelthemes.
Sound
Alle Dialoge wurden von allen acht Originalsprechern synchronisiert. Zusätzlich kann man aber auch die Originaldialoge anhören, da diese mitinstalliert werden. Die Musik unterstützt das Spiel und trägt sehr gut zur Atmosphäre bei. Die Soundeffekte wurden natürlich ebenfalls von Paramount zur Verfügung gestellt. Zudem unterstützt das Spiel EAX-Raumklang.
Bedienung
Wer Probleme mit der Steuerung eines Ego-Shooters hat, kann sich
gerne bei mir melden!
Übersetzung
Alle Dialoge und Texte sind ins Deutsche übersetzt, und das nicht
mal schlecht.
Schwierigkeitsgrad
Es gibt vier verschiedene Schwierigkeitsgrade, also ist für jeden etwas dabei. Allerdings ist der Endgegner etwas arg übermächtig geraten, hier hätte noch ein wenig Feintuning gut getan.
Expansionpack
Das Expansionpack, kurz XP, erweitert den Singleplayer noch um einen Tourmodus, in dem man die Voyager nach Lust und Laune erkunden darf. Leider sind immer noch viele Türen verschlossen. Zudem kann man zum Beispiel die Selbstzerstörung auslösen, Shuttles starten, das "Borg Slayer"-Minispiel ausprobieren, die geheimen Logbücher der Besatzung lesen oder auf dem Holodeck vier neue Abenteuer, unter anderem mit Captain Proton, bestehen. Zum Multiplayer fügt es 21 neue Karten, 12 neue Models und den Patch 1.2 hinzu. In diesem Patch wird "Star Trek Voyager: Elite Force" um die Spielmodi Action-Held, Assimilation, Desintegration, Elimination und Spezialist hinzu. Zudem erhält man einiges an Artwork zu "Elite Force".
Für Fans ganz interessant, für alle anderen: Patch 1.2!
Fazit
Toller Singleplayer, dank des Expansionpacks oder Patch 1.2 genialer Multiplayer, etwas angestaubte Grafik aber purer Spielspaß – was will man mehr? In meinem Review zu "Elite Force II" habe ich zwar geschrieben, es hätte den Vorgänger übertroffen, aber diese Einschätzung beziehe ich jetzt ganz einfach mal auf die Grafik. Und eben diese ordne ich in meiner Bewertung zu "Star Trek: Voyager - Elite Force" etwas unter.
"Set Phasers to Frag!"
Mods
Auf der Seite EFFiles.com gibt es unzählige Mods für "Star Trek: Voyager - Elite Force", zum Beispiel neue Models, Waffen, Sounds, Karten, sogar Spielmodi. Die Installation ist auch extrem leicht, also sollten Sie auch mal vorbeischauen.
Weitere Infos
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| Titel |
"Star Trek Voyager: Elite Force" |
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| Genre |
Ego-Shooter |
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| Publisher |
Activision |
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| Entwickler |
Raven Software |
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| USK-Einstufung |
ab 16 Jahre |
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| Erscheinungstermin |
20. September 2000 (XP: 10. Mai 2001) |
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| Ausstattung |
DVD-Box, 1 CD, 60-seitiges Handbuch; (XP: DVD-Box, 1 CD, 20-seitiges Handbuch) |
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(mk - 14.12.08)
Weiterführende Links