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Thomas Götz (tg), Christopher Kurtz (ck)07.05.13

Star Trek - Das Videospiel

Rezension

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Drei Wochen vor "Star Trek Into Darkness" erscheint ein virtuelles Prequel rund um Captain Kirks Crew. Entwickelt wurde das Spiel von Digital Extremes, bestens bekannt für die "Unreal Tournament"-Serie sowie die ersten beiden Teile von "Bioshock". Dazu ist die komplette Hauptbesetzung für Sprachaufnahmen verpflichtet worden. Bessere Ausgangsbedingungen gab es schon lange nicht mehr für einen "Star Trek"-Titel, doch das Potenzial wurde leider zu einem guten Teil verschenkt.

1. Gameplay-Rezension von Christopher Kurtz



Anmerkungen/Transparenz: Namco Bandai reagierte nicht auf mehrfache Bitte der Redaktion um ein Rezensionsexemplar. Von den verheerenden Rezensionen anderer Kritiker abgeschreckt wäre somit eine Rezension entfallen. Der Redakteur gewann jedoch privat ein kostenloses Exemplar bei einem Preisausschreiben der Kollegen von WinFuture. In die Bewertung des Titels ist jedoch eingeflossen, dass er regulär für 40 Euro verkauft wird.

2. Rezension von Thomas Götz

Story

Die Story ist einfach erzählt: Auf Neu-Vulkan will man Energie für die Kolonie generieren, testet dabei ein neues Gerät, das geht schief, es gibt einen Riss im All und die Gorn greifen an. Natürlich wollen die diese Maschine, und die Enterprise verfolgt sie.

Soweit so gut, dürfte vermutlich jedem klar sein, wie die Handlung letztlich ausgeht. Richtig innovativ ist sie also nicht und ganz auf das Gameplay des "Alles umballern" zugeschnitten, das sich im Verlauf des Spieles präsentiert. Auch überraschende Wendungen gibt es keine, im Großen und Ganzen ist alles strikt linear. Dabei verfolgt der Spieler die Schritte entweder aus der Sicht von Kirk oder Spock, die in Rambo-Manier alles umballern, was sich ihnen in den Weg stellt. Im Großen und Ganzen also etwas mau, da hilft selbst die schöne Vulkanierin, auf die man kurz trifft, nicht, um die Stimmung aufzulockern. Sie, dient eher als momentaner Flirtaspekt für Kirk.

Was in den vielen Kritiken bemängelt wurde, ist das veränderte Aussehen der Gorn im Gegensatz zu der TOS-Serie. Dabei wird gerne vergessen, dass es bereits zwei weitere Gorn-Auftritte gab, zum einen in einem Comic, der zur Zeit des Dominion-Krieges spielt und in dem die Gorn nur leicht aufgebessert wurden, vom Aussehen her noch dem Classic-Pendant entsprachen und in dem klar wurde, dass sie sich nun mal etwas langsamer bewegen, und zum anderen in der "Enterprise"-Folge "Die dunkle Seite des Spiegels". In besagter Folge wird ein Gorn erschossen, der fast so aussieht wie diejenigen im Spiel. Das Design der Echsenwesen ist also durchaus durchdacht und scheinbar waren hier wirklich "Star Trek"-Fans am Werk. Immerhin ein Punkt in der recht kurzen Positivliste.

Natürlich könnte man argumentieren, dass die Gorn aus der Folge ja in einem Paralleluniversum existierten - nun, die im Spiel kommen durch einen Riss, es ist also durchaus möglich, dass auch diese aus einem Paralleluniversum stammen. Diese Erklärung wird auch dadurch plausibler, dass das weltenvernichtende Gehabe, das die Gorn auf ihrem Invasionszug durch den Weltraum an den Tag legen, nicht so recht zu den uns bekannten Gorn passen mag. Sie mögen Eroberer sein, aber gedankenlose Mörder waren sie eigentlich nicht, denn auch der Gorn-Captain aus TOS hat nur angegriffen, weil er sich bedroht fühlte bzw. die Föderation das Gorn-Territorium erreichte und man vor einer Invasion Angst hatte. So oder so, eine letztliche Klärung bleibt das Spiel schuldig, immerhin sieht man einige Gornschiffe erstmals in voller Pracht.

Zwar ist deren Design passend für Echsen, ihre Technologie scheint aber etwas übermächtig zu sein und erinnert auch etwas an die Tholianer. Wobei die Enterprise eine ganze Flottille im Alleingang besiegt ... soviel zur Überlegenheit der Gorn. Überdies ist die Enterprise am Ende auch ziemlich zusammengeschossen (was auch visuell in der Spielegrafik ausgedrückt wird) und springt dann zum Filmanfang ... nun, irgendwie wird die Enterprise zu Filmbeginn kaum beschädigt sein, aber hier muss man sich noch überraschen lassen. Dennoch, so beschädigt wie sie ist, sollte sie erst mal in eine Werft - wie schön, dass auf solche Details geachtet wird ...

Grafik

Damit landen wir auch schon beim großen Manko Nummer eins: der Grafik. Die Technik von "Star Trek" ist leider ein bisschen zurückgeblieben und von hochauflösenden Texturen kann keine Rede sein. Von der Landschaft und Umgebung her gibt es Schlechteres, aber auch wesentlich Besseres. Das größte Problem sind hierbei aber die Charaktere. Dass die noch wie ihre Filmpendants aussehen oder man deren Ähnlichkeit erkennen kann, ist dabei noch das größte Plus. Davon abgesehen wirken die Gesichter wirklich etwas puppenhaft - und vor allem bei Spocks Oberbiss fragt man sich teilweise, was die Programmierer geritten hat.

Und auch wenn die Umgebungen teilweise schön in Szene gesetzt sind, nach einiger Zeit hat man alles gesehen und das Ganze wirkt leider nur noch langweilig, da sich viele Passagen dann leider doch zunehmend wiederholen. Etwas mehr Abwechslung hätte hier gut getan - auf Neu-Vulkan läuft man etwa nur ganz kurz draußen herum, ein gutes Beispiel dafür, an welcher Stelle man mehr herauskitzeln hätte können.

Gameplay & Bedienung

So, ich flieg dann mal hier rüber ...

Wer das Gamestar-Bug-Video zu "Gothic 3" kennt, der kennt diesen Satz sicher. Und so wie man da fliegt, so fliegt auch Kirk ab und an (oder Spock). Oder rennt gegen die Wand ... oder steht mitten in der Gegend rum, während Gegner um ihn herum laufen. Man sieht also schon Problem eins: Bugs und Glitches. Davon hat dieses Spiel zuhauf. Seien es die erwähnten Flugaussetzer (die zum Glück selten sind), das Feststecken an Wänden oder Konsolen (schon häufiger) oder die nicht sehr intelligente KI.

Letzteres ist zwar kein Bug, aber trotzdem erwähnenswert. Zwar suchen die Gegner schon ab und an Deckung, wer aber einfach hinrennt und draufballert, kommt so oder so immer ans Ziel. Auf höheren Schwierigkeitsgraden muss man natürlich etwas mehr ausweichen, ansonsten kann man aber immer schön auf die Feinde ballern, denn die gucken immer mit dem halben Körper hinter ihrer Deckung raus. Aber so oder so, wenn man etwas mit Bedacht vorgeht, kann man eigentlich nicht sterben, denn wenn man stirbt, wartet man einfach auf Wiederbelebung durch den Partner - während dieser Zeit hockt man am Boden und kann ballern, was das Zeug hält, denn für den Gegner ist man da dann wohl tot "geflaggt", oder anders ausgedrückt, man wird geflissentlich ignoriert. Praktisch.

Ignoriert wird in Schleichpassagen auch der Partner - zumindest, wenn er vom Computer gesteuert wird, denn das Spiel soll eigentlich ein Koop-Shooter sein. Immerhin, zu zweit macht das Spiel in der Tat ein bisschen mehr Spaß. Das hat allerdings den Nachteil, dass die vielen Knobelpassagen auch zu zweit gelöst werden müssen.

Wie, Knobelpassagen? Richtig, neben einigen Jump&Run-Einlagen à la "Tomb Raider" (die eigentlich völlig unnötig sind, da man manchmal gar nicht kapiert, wohin man springen muss) läuft ein Level eigentlich immer nach Schema F ab: Man ballert sich durch und scannt zwischendrin fleißig mit dem Tricorder, um Knöpfe zu aktivieren oder Türen zu öffnen und Konsolen zu hacken. Dies hängt meist mit einem Minispiel zusammen, bei dem man zum Beispiel ein Kabel mit einem anderen Punkt verbinden muss. Das ist zum Glück noch eines der besten Minispiele - ein Abgleich von verschiedenen Frequenzen, was teilweise in wildes Probieren ausartet, gehört zu den eher schlechteren Einlagen. Das Ganze wäre vielleicht noch akzeptabel, wenn es nicht derart überhand nehmen würde, dass selbst der härteste Zocker nach der 85. "Hackung" die Schnauze voll hätte.

Immerhin kann man im Singleplayermodus dem KI-Kollegen befehlen, das allein zu hacken und sich die langweiligen Passagen so sparen - zumindest einen Großteil, denn selber ran muss man immer noch erheblich oft. Und so läuft das Spiel bis zum Ende vor sich hin. Ab und an gibt es mal Einlagen, die Abwechslung bringen, etwa wenn man aus einem Raumschiff oder von einer Klippe springt und Kirk steuern muss. Leider erweist sich das eher als frustrierend denn als richtig gut, denn manchmal sieht man die Feinde gar nicht kommen und ist tot und zack, die ganze Sequenz noch mal von vorne. Denn: Konsolen-typisch gibt es kein freies Speichern sondern nur Checkpoints, die dann wieder geladen werden, was teilweise auch für Frustmomente sorgt.

Auch die Enterprise darf man mal kurz steuern ... na ja, man darf mal kurz die Phaser steuern und feindliche Schiffe abballern ... wobei nicht ganz klar ist, worauf man nun genau ballern soll und bis man den Kniff raus hat, gehen erneut ein paar Frustmomente über den Jordan. Und dann ist die Sequenz auch schon wieder vorbei - oder wohl eher zum Glück.

Erfahrungspunkte gibt es natürlich auch - denn damit kann man den Tricorder und den Phaser upgraden. Dies lädt zum Erforschen diverser Nebenräume ein, in denen die ein oder andere Audio- (oder Text-)-Nachricht zum Entdecken wartet. Das ist stellenweise genauso klischeehaft wie der abtrünnige Starbase-Kommandant und holt nochmal ein bis zwei Stunden Spielzeit zusätzlich aus dem Spiel heraus. Apropos Spielzeit: Die liegt, wenn man sich nicht die Zeit nimmt, alles zu erforschen, bei zirka zehn bis elf Stunden, erforscht man alles, kann man noch mal ein bis zwei Stunden draufklatschen. Leider ist nach sechs Stunden die Luft raus - hier hätte eine etwas kürzere Spielzeit gut getan. Oder eben mehr Abwechslung. Denn leider bleibt durch das triste Gameplay nicht viel Wiederspielwert bestehen - auch die Erfolgsjagd kann da nicht wirklich motivieren.

Atmosphäre & Übersetzung

Getreu dem Motto "Das Beste zum Schluss" kommen wir nun zum Pluspunkt des Spiels. Das ist die gute "Star Trek"-Atmosphäre. Das Spiel spielt im neuen Universum von J. J. Abrams' Filmen, und das sollte man natürlich mögen oder dem aufgeschlossen gegenüberstehen. Dann jedoch kann man kurzweiligen Spaß mit dem Spiel haben, denn die Wortgefechte von Kirk und Spock oder Pille sind alle mehr als passend und überhaupt agieren die Sprecher so, wie es auch die echten Charaktere tun würden.

Denn als Sprecher hat man die Originalschauspieler verpflichtet, die ihre Rollen erneut für das Spiel eingesprochen haben - zumindest im englischen Original, eine deutsche Version dieses Spiels gibt es nicht, lediglich deutsche Untertitel. Sehr, sehr schade und heutzutage eigentlich ein Unding. Vor allem bei einer so großen Firma wie Paramount, die dahinter steht. Auch die Filmmusik ist immerhin vom Originalkomponisten eingespielt worden.

Fazit

Singleplayer 60 Prozent
Multiplayer 70 Prozent
Grafik 60 Prozent
Sound 80 Prozent
Bedienung 55 Prozent
Gesamt 65 Prozent

Wie wird bewertet?

Wer Spaß mit dem Spiel haben will, kann diesen kurzweilig sogar haben, ein kompletter Totalabsturz, wie viele es behaupten, ist es nicht. Ein großer Überflieger aber auch nicht. Wer sich auf den Film einstimmen will, ist hier sicher gut bedient, denn nach einiger Zeit gewöhnt man sich an die schwachen Texturen und das grottige Aussehen der Charaktere, auch wenn man nach sechs Stunden aufhören sollte, denn spätestens dann stellt sich Langeweile ein. Ein Preis von 50 Euro aber ist eindeutig zu hoch gegriffen für ein derart ungeschliffenes Spiel - wenn es mal auf zehn Euro runter ist, kann man es spielen. Irgendwie kann man sich des Eindrucks nicht erwehren, dass man das Spiel zum Start des Films unbedingt auf den Markt werfen wollte. Schade, denn mit etwas mehr Feinschliff hätte was draus werden können. Im momentanen Zustand bleibt aber nur eine nette Zwischendurchmär für Hardcorefans.

Weitere Infos


Titel "Star Trek - Das Videospiel"

Genre 3D-Shooter

Publisher Namco Bandai

Entwickler Digital Extremes

USK-Einstufung ab 12 Jahre

Erscheinungstermin 26. April 2013

Ausstattung DVD-Hülle

(tg, ck - 07.05.13)


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