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Christopher Kurtz (ck)22.03.10

Star Trek Online

Rezension

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Von frühen Konzeptzeichnungen bis hin zu zahlreichen aktuellen Screenshots: "Star Trek Online" in unserer Media-Galerie.
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Seit Februar 2010 ist "Star Trek Online" als erstes und bislang einziges MMORPG im "Star Trek"-Universum am Netz. Bis dahin hatte das Spiel von Cryptic Studios bereits eine bewegte Entstehungsgeschichte (anfangs bei einem ganz anderen Entwickler) hinter sich, was sich an einigen groben Ecken und Kanten bemerkbar machte. Seither ist viel geschehen, und es wird Zeit, das Spiel einer neuen Inspektion zu unterziehen.

Der Kontrollbesuch

Seit dem 17. Januar 2012 ist das Spiel auf ein Free-to-Play-Bezahlmodell umgestellt worden, das heißt, man kann sich ohne Monatsgebühren ein Konto anlegen und unbegrenzt kostenfrei spielen. Anders als bei vielen anderen Spielen dieses Genres ist dies tatsächlich ein völlig ehrliches Angebot des Publishers Perfect World Entertainment. Wer keine Extras will, muss tatsächlich keinen Euro ausgeben. Insbesondere werden keine Missionen hinter Bezahl-Absperrungen versteckt. Mehr zum Bezahlmodell jedoch später.

Zwei Welten

Fleet Starbase unter Konstruktion
In "Star Trek Online" übernimmt der Spieler vorzugsweise die Rolle eines Sternenflottenoffiziers, der die Laufbahn vom Ensign bis zum Vice Admiral durchläuft. Dabei ist man unabhängig vom Rang der Captain eines Raumschiffes. Ungefähr nach einem Drittel des Spiels wird auch die Möglichkeit freigeschaltet, sich auf Seiten des Klingonischen Imperiums in den Chefsessel zu schwingen. Dort beginnt man das Spiel dann schon als Commander.

Diese Verkürzung der Laufbahn ist dem Umstand geschuldet, dass es auch zwei Jahre nach dem Start auf Seiten der Klingonen immer noch nicht ausreichend Spielinhalte gibt. Die Situation ist zwar inzwischen deutlich besser als bei Release, aber das liegt im Wesentlichen daran, dass Cryptic fast alle Spielinhalte seither für beide Fraktionen konzipiert hat (gemeinsame Bedrohungen wie die Breen, das Dominion oder die Borg). Wirklich eigenständige Geschichten gibt es für die Klingonen nur rund zehn Stück im Spiel - darunter allerdings echte Perlen.

Festzuhalten bleibt: Auch wenn die Klingonen inzwischen aufgeholt haben, als Föderationsspieler hat man nach wie vor immer noch doppelt so viel Auswahl, was Aufträge, Raumschiffe und Sonderausstattung anbelangt.

Der Spielfluss

Weltraumkampf
Spieler haben im Wesentlichen zwei Spielavatare: Ihren Captain und ihr Raumschiff. Ersteren steuert man auf Außenmissionen, letzteres natürlich im Weltraum. Die beiden Spielmodi unterscheiden sich spielerisch stark. Während man bei Bodeneinsätzen eine Mischung aus Actionrollenspiel und Third-Person-Shooter erlebt, erinnert der Raumkampf stark an "Starfleet Command" und "Star Trek: Legacy".

Allerdings sollte man sich vor dem Fehler hüten, den Raumkampf als Raumschiffsimulation misszuverstehen. Denn es gibt weder Trefferzonen, um zum Beispiel den Antrieb des Gegners auszuknocken, noch die Möglichkeit andere Raumschiffe durch Rammen zu beschädigen. Stattdessen wird das taktische Umkreisen, Schilde ausrichten und Energieverteilen im Wesentlichen durch rollenspieltypische Spezialfähigkeiten bestimmt. So gibt es dann auch eine Attacke, um den gegnerischen Antrieb unabhängig von einem freien Schussfeld für 15 Sekunden lahmzulegen.

Genauso wenig physikalisch korrekt ist das Flugverhalten, denn "nach oben" und "nach unten" kann man nicht in einem steilen Winkel fliegen. Der Orientierung zuliebe haben die Entwickler hier eine Begrenzung eingebaut. Dennoch hat der Raumkampf einen sehr guten Spielfluss und erfordert ein ausreichendes Maß Taktik, um bei der ordentlichen Gegnervielfalt nicht langweilig zu werden. Die Formel geht schon seit dem Start vor zwei Jahren so gut auf, dass Cryptic hier wenig verändern musste, und sich außer Feintuning und mehr Auswahl auch nichts getan hat.

Bodenkampf
Der Bodenkampf ist dagegen ein völlig anderes Paar Schuhe. Seit dem Release krankte der Bodenkampf an seiner Bräsigkeit. Der Leidensdruck war tatsächlich so groß, dass der Entwickler die komplette Spielbalance auf den Kopf gestellt und eine optionale Third-Person-Shooter-Steuerung à la "Mass Effect" eingebaut hat. Und man muss Cryptic zugutehalten, dass diese Radikalkur nicht nur dringend nötig, sondern auch durchaus lohnend war. Zwar fehlt der Shooter-Mechanik nach wie vor ein Taktikmoment, weil es kein nennenswertes Deckungssystem gibt, aber immerhin verlieren NPCs inzwischen das Interesse, wenn man die Sichtlinie zu ihnen unterbricht, und Photonengranaten lassen sich auch über Hindernisse hinweg werfen. Auch nach der Renovierung ist das Spiel am Boden kein Glanzstück, aber immerhin verbringt man inzwischen auch mal gerne freiwillig eine halbe Stunde auf einer Planetenoberfläche. Das ist schon ein großer Fortschritt zur Originalversion.

Rollenspiel

Spieler verbringen in "Star Trek Online" viel Zeit und Mühe damit, ihren Captain, ihr Raumschiff, ihre Brückenoffiziere und neuerdings auch ihre Crew ständig mit neuen Fähigkeiten, besserer Ausrüstung und allgemein vorteilhafteren Statistiken auszustatten. Ständig möchte eine Fähigkeit verstärkt, eine Phaserbank ausgetauscht, ein Brückenoffizier trainiert werden, und dann kann man sich auch noch überlegen, welche Schicht im Maschinenraum Dienst schieben soll, um passive Boni für Torpedos oder Antrieb zu generieren.

Im Stuhl des Captains
Kurzum, viele verschiedene Spielmechaniken in "Star Trek Online" sind direkt klassischen Rollenspielen entnommen und recht stimmig auf das Science-Fiction-Setting umgesetzt worden. Statt Zaubersprüchen trainieren Sie Ihrer Brückencrew besondere Spezialattacken mit Traktorstrahlen, Minen und Sensorstörungen an, statt Schwertern und Heiltränken suchen Sie nach Phasergewehren und Hyposprays. Das alles erzeugt eine ordentliche Suchtspirale, die Sie - ständig das nächste Zwischenziel vor Augen - dauerhaft begleitet und motiviert.

Der eigentliche Aufstieg Ihres Captains wird dabei in Leveln von 1 bis 50 angegeben. Alle zehn Level erhalten Sie eine Beförderung von der Sternenflotte und ein neues, besseres Raumschiff.

Ein bisschen hat Cryptic an der Levelhatz seit dem Start geschraubt. So durchlaufen Sie gerade am Anfang die Level wie im Fluge. Schon nach wenigen Stunden steht die Beförderung zum Lieutenant Commander und das zweite Raumschiff ins Haus. Andererseits wurden sogenannte Dienstoffiziere ins Spiel eingeführt, eigentlich "Sammelkarten", die den Großteil der Raumschiffcrew repräsentieren. Diese Dienstoffiziere können speziellen Aufträgen zugewiesen werden, die dann in Echtzeit im Hintergrund automatisch ablaufen. Neben kleinen Belohnungen gibt es spezielle Ehrfahrungspunkte in elf Kategorien (Spionage, Diplomatie, Kolonisierung etc.), in denen man vier Zwischenstufen erklimmen kann. Cryptic verspricht, dass die Spezialränge in Zukunft stärkeren Einfluss auf das Spielgeschehen haben werden. Schon heute kann man einige wenige Konfliktsituationen im Spiel entschärfen, vorausgesetzt, der Diplomatierang ist hoch genug.

Besiegtes Command Ship
Zuletzt ist auch das schwer verständliche Talentsystem etwas zugänglicher gemacht worden, wobei es immer noch den Charme einer Excel-Tabelle mit LCARS-Antlitz hat. Leider (oder glücklicherweise) spielt es immer noch keine große Rolle, ob man das System durchschaut, oder nicht, denn dramatische Auswirkung auf das Spielgeschehen haben die passiven Talente leider nicht. Aktive Fähigkeiten erlangt der Spielercaptain dagegen automatisch und über Ausrüstungsgegenstände, während die Mitglieder der Brückencrew jeweils in maximal vier Fähigkeiten trainiert werden können.

Technik

Auch 2012 kann sich "Star Trek Online" immer noch sehen lassen. Eine Ausnahme sind schlecht ausgestattete Systeme mit integrierter Grafikkarte. Das Spiel läuft dann zwar irgendwie, sieht aber hässlich aus. Eine eigenständige Grafikkarte ist die wohl wichtigste Voraussetzung, um an "Star Trek Online" echte Freude haben zu können. Mit maximalen Details macht die Grafik einiges her, auch wenn neuere Grafiktricks wie Tesselierung und Bewegungsunschärfe fehlen. Das Spiel sieht dennoch besser aus als vor zwei Jahren, weil inzwischen die Texturauslösung von Charakteren und Raumschiffen verdoppelt wurde. Außerdem wurde die Engine im vergangenen Jahr auf DirectX 11 portiert, was auf baldige Grafikupgrades hoffen lässt.

Donatu Prime Lunar Research Station
Der Sound ist seit 2010 praktisch unverändert geblieben, allerdings wurde in den letzten Updates etwas mehr Sprachausgabe zu einigen Missionen hinzugefügt. Der Ton ist einwandfrei, nur würde man sich von Zeit zu Zeit über etwas Originalmusik freuen (die gibt es leider bisher nur an genau einer Stelle im Spiel ...)

Eine großartige Neuerung ist dagegen die Foundry. Damit stellt Cryptic den Spielern einen sehr zugänglichen Missionseditor zu Verfügung, mit dem jede ihre eigene Geschichte im "Star Trek"-Universum erzählen kann. Eine der wenigen Einschränkungen: Bekannte Charaktere (beziehungsweise deren Aussehen) sind tabu, da man keine Verträge mit den Schauspielern abgeschlossen hat, um deren Antlitz digital nachbilden zu können. Im Vergleich zu anderen Editoren dieses Kalibers ist die Foundry kinderleicht zu bedienen, dafür muss man aber auch einige Einschränkungen bei der Funktionsvielfalt in Kauf nehmen.

Inhalte

Seit Release hat "Star Trek Online" bei den Spielinhalten zugelegt, wenn auch nicht so stark, wie man erwarten könnte. Nach einigen umfangreichen Inhaltsupdates mit rund einem Dutzend regulärer Missionen und einer Handvoll sogenannter Special Task Forces (Endspielinhalte), hat man bei Cryptic desillusioniert eingesehen, dass große Inhaltspakete viel zu schnell verpuffen, da Spieler auch zehn Missionen an einem Wochenende durchgespielt haben, und es bis zum nächsten Paket in ein paar Monate nicht trägt.

Utopia Planitia Main Station
Deswegen ging man zu einem Modell über, bei dem Miniserien von fünf Missionen eine nach der anderen jedes Wochenende freigeschaltet wurden. Diese Featured Series waren bei den Spielern äußerst beliebt und erzeugten die Atmosphäre einer laufenden Fernsehserie. Jede Woche gab es ein Stückchen Spiel, auf das man sich freuen konnte. Leider erwies sich dieses Modell als aufwendiger als ursprünglich gedacht. Satt einem steten Strom von neuen Missionen kam nach jeder Serie eine mehrmonatige Wartepause.

2011 war dann auch noch ein sehr schwarzes Jahr für Cryptic. Der Publisher Atari, bei dem das Studio in Lohn und Brot stand, stieß das Studio ab, und nach einiger Unsicherheit landete man schließlich in den Armen des chinesischen Onlinespielanbieters Perfect World Entertainment. Die Firmenübernahme, gepaart mit der enormen Arbeit für die Umstellung auf Free to Play, führte zu einer absoluten Dürreperiode von fast einem Jahr ohne eine einzige neue Mission.

Utopia Planitia Observation Deck
Im Frühjahr 2012 kam dann endlich mit "The 2800" die vierte und vielleicht sogar letzte Featured Series auf die Server. Spieler reagierten recht enttäuscht auf die recht zähe Handlung, die neuen Kostenlosspieler ignorierten die Serie fast völlig, weil sie für sie nicht den Reiz des Neuen verströmte. Kurzum, das Konzept steht massiv auf der Kippe, und es ist nicht entschieden, ob Cryptic erneut so viel Aufwand (und damit Geld) in die Entwicklung einer so anspruchsvollen Produktion stecken möchte.

Stattdessen kann man beobachten, dass die Entwickler eine starke Neigung zu zeitlich befristeten Events, Einzelmissionen und mehr Werbung für Foundry-Missionen entwickeln. Und das scheint ein direktes Ergebnis der Umstellung des Bezahlmodells zu sein.

Free to Play - alles umsonst?

In "Star Trek Online" ist wirklich alles umsonst, vorausgesetzt, man ist bereit, ausreichend (und das bedeutet eigentlich "irrsinnig viel") Zeit in das Spiel zu investieren. Damit macht Cryptic aber ein sehr faires Angebot an alle Spieler, die wirklich an einem Gratisspiel interessiert sind. Das Modell funktioniert so:

Tholian Dreadnought
Umsatz generiert Cryptic nicht hauptsächlich durch Monatsgebühren (obwohl es nach wie vor die Möglichkeit zu so einem Abonnement gibt), sondern durch den Verkauf von Zusatz-, Luxus- und Komfortwaren aus einem In-Game-Laden, dem sogenannten C-Store. Dort lassen sich etwas bessere Raumschiffe, neue Charakterrassen, spezielle Uniformen, zusätzliche Inventarplätze etc. erwerben, die Liste ist naturgemäß lang. Zum Einkauf benötigt man C-Points, die man nur für echte Währung erhalten kann. Ein Vizeadmiral-Raumschiff für 2000 C-Points kostet beim aktuellen Wechselkurs 23,80 Euro. Wer nach wie vor als Abonnent für 13 bis 15 Euro im Monat (je nach Vertragslaufzeit) oder mit Konto auf Lebenszeit für rund 300 Euro eingeschrieben ist, erhält jeden Monat 400 C-Points auf seinem Konto gutgeschrieben.

Aber der Weg in den C-Store ist auch Gratisspielern keineswegs verschlossen, denn es gibt eine wertvolle Spielwährung namens Dilithium. Das Spiel reglementiert den Erwerb dieser Währung sehr streng und limitiert sie auf 8000 Kristalle pro Tag und Spielcharakter. Wenn man dieses Kontingent ausschöpfen will, erfordert es zudem einige Stunden Spielzeit täglich. Einsetzen kann man Dilithium zum Beispiel, um sehr seltene Ausrüstung für Brückencrew und Raumschiffe zu erwerben. Cryptic erlaubt es nun den Spielern, das wertvolle Dilithium gegen bereits erworbene C-Points anderer Spieler auf einer Börse zu wechseln. Der Kurs kann dabei theoretisch zwischen 50 und 500 Kristallen pro C-Point schwanken, liegt in der Regel zwischen 250 und 350 Kristallen pro Punkt. So kann man theoretisch auch ohne Echtgeldeinsatz im C-Store einkaufen gehen, allerdings erfordert das wochenlanges, diszipliniertes Dilithiumschürfen. Ob man da noch von Spielen sprechen möchte, sei dahingestellt, aber man muss Cryptic zugutehalten, diese Möglichkeit überhaupt geschaffen zu haben.

Wir sind die Borg ...
Man sollte allerdings erwähnen, dass die Oberklasse von Raumschiffen ausschließlich dem C-Store vorbehalten bleibt. Das heißt, am Ende der Levelleiter (die noch lange nicht das Ende des Spiels bedeutet), muss sich eine Free-to-Play-Spielerin überlegen, ob sie für ein größeres, besseres und mächtigeres Raumschiff echtes Geld auf den Tisch legt. Das sind dann zirka 20 Euro. Zwingend notwendig ist die Investition zwar nicht, aber sie macht einen spürbaren Unterschied. Es ist zwar eine Menge Geld für ein virtuelles Polygonraumschiff, auf der anderen Seite hat ein Spieler vor Erreichen dieser Schwelle bereits tagelang kostenlos in "Star Trek Online" verbracht und kann auch gut beurteilen, ob er bereit ist, sich mit einem solchen Geldbetrag an das Spiel zu binden. Doch selbst wenn nicht, lassen sich sämtliche Missionen auch mit dem etwas schwächeren Kahn bestreiten.

Wenn sich das Bezahlsystem darin erschöpfen würde, wären vermutlich alle Beteiligten zufrieden, denn die Preise sind von wenigen Ausnahmen abgesehen recht fair und im Vergleich zu anderen Spielen moderat. Leider bietet es wohl nicht genügend Anreize, Geld im Spiel zu lassen, und so hat Cryptic zeitlich befristete Lockboxes ins Spiel eingeführt, die wie Überraschungseier funktionieren. Ein äußerst geringer Prozentsatz davon enthält Raumschiffe, die man nirgends sonst im Spiel findet. Exakte Gewinnchancen gibt Cryptic nicht bekannt. Stattdessen bombardiert das Spiel einen allerorts mit diesen Kisten, die sich aber nicht öffnen lassen, ohne für 100 C-Points einen Schlüssel zu erwerben.

Wer das Spiel um die Lockboxes nicht mitmacht, muss also auf einige Spielinhalte wie seltene Raumschiffe, Spezialausrüstung und Brückenoffiziere verzichten. Erneut gilt: Nichts davon ist nötig, um im Spiel voranzukommen, aber natürlich erscheint vieles davon für viele begehrenswert.

Die Community

Angefacht durch immer neue Lockboxes, Preiserhöhungen in Dilithium- und C-Store sowie neue, aber zeitlich stark begrenzte Events schlagen einige Diskussionen in der Spielergemeinschaft hohe Wellen. Während noch Anfang 2011 die Welt in Ordnung zu sein schien und Entwickler und Community sehr entspannt, freundlich und offen miteinander umgegangen sind, hat sich nun mehr und mehr gegenseitiges Misstrauen eingestellt.

Geselliges Beisammensein?
Während es früher durchaus üblich war, dass die Entwickler mit sehr offenen Karten die Pläne der nächsten Monate in offiziellem Forum und Podcasts diskutierten, erfahren die Spieler inzwischen über Spielveränderungen nur noch sehr kurzfristig, manchmal erst Stunden vor der Freischaltung. Klar, wenn die Veränderungen das Wirtschaftssystem des Spiels betreffen, würde es ansonsten vermutlich dramatische Kursmanipulationen geben.

Besonders die ehemaligen Abonnenten goutieren diesen neuen Stil nicht. Zumal sie sich fragen müssen, warum sie eigentlich 15 Euro im Monat zahlen, um dafür einen Gegenwert von 400 C-Points (zirka 5 Euro) zu erhalten. Die anderen Vorteile eines laufenden Abonnements, die man einmal in Anspruch genommen hat, verliert man nämlich nicht, wenn man ins Lager der Kostenlosspieler wechselt. Nur die Spieler mit Lebenszeit-Konto gucken in die Röhre, sie haben keine Möglichkeit mehr, mit dem Geldbeutel abzustimmen.

Fazit

"Star Trek Online" ist in den vergangenen zweieinhalb Jahren ein besseres Spiel geworden. Insbesondere die neu hinzugekommenen Missionen sind atmosphärisch dicht und gut erzählt, und der Bodenkampf, der größte Kritikpunkt am ursprünglichen Spiel, ist inzwischen erträglich, wenn auch nicht außergewöhnlich gut. Dafür entschädigt nach wie vor der sehr gut gelöste und kurzweilige taktische Raumkampf. Wer einen Klingonenkrieger spielen will, hat dazu inzwischen deutlich mehr Möglichkeiten, auch wenn sich das Spiel noch deutlicher zwischen den Fraktionen differenzieren könnte.

Singleplayer 70 Prozent
Multiplayer 80 Prozent
Grafik 70 Prozent
Sound 75 Prozent
Bedienung 60 Prozent
Gesamt 71 Prozent

Wie wird bewertet?

Die Free-to-Play-Umsetzung ist ausgesprochen fair gelöst, insbesondere weil Abonnenten trotz ihrer Gebühren nur unwesentliche Vorteile genießen. Wer als neuer Spieler zu "Star Trek Online" kommt, sollte tunlichst die Finger von einem Abonnement lassen, sondern die Monatsgebühr für ein schickes Endspielraumschiff sparen oder tatsächlich ganz umsonst spielen.

Zuletzt noch ein Rat: Wer der Sprache mächtig ist, sollte das Spiel dringend auf Englisch installieren. Die deutsche Übersetzung ist ein Gruselkabinett, das nicht nur viele unpassende, sondern auch vereinzelt irreführende oder schlicht falsche Texte enthält. Auch kann es trotz ausgebauter Übersetzung immer noch passieren, dass man plötzlich nicht übersetzte Passagen findet. Die wenige Sprachausgabe, die es gibt, ist allerdings in jedem Fall Englisch.

Weitere Infos


Titel "Star Trek Online"

Genre Massively Multiplayer Online Role Playing Game (MMO)

Publisher Perfect World Entertainment

Entwickler Cryptic Studios

USK-Einstufung ab 12 Jahre

Erscheinungstermin 5. Februar 2010

Ausstattung Das Spiel ist kostenlos spielbar oder im Abo für 15 Euro im Monat.

(ck - 02.07.12)

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