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Julian Wangler (jw)09.09.07

2311: Tomed-Zwischenfall

Politik, Kultur und Geschichte in den Trek-Books

Was steckt hinter dem Tomed-Zwischenfall? Worum ging es und wieso hatte er so eine große Wirkung?

Der Tomed-Zwischenfall markiert einen erheblichen Wendepunkt in den Beziehungen zwischen der Föderation und dem romulanischen Sternenimperium. Ein bis zu diesem Ereignis immer wahrscheinlicher werdender Krieg der beiden Mächten konnte abgewendet werden, als die Romulaner sich hinter ihre Grenzen zurückzogen und die zweite Isolationismusphase begannen, die bis in die 2360er-Jahre vorhielt.

Hintergrund

Nach dem Tomed-Zwischenfalls zogen sich die Romulaner in die Isolation zurück
Angefangen mit dem Neutrale-Zone-Zwischenfall, hatten sich die Romulaner in der zweiten Hälfte des 23. Jahrhunderts als Großmacht zurückgemeldet. Ihr Kurs mied immer weniger die offene Konfrontation, sodass in Folge dessen um 2300 eine Zeit der beispiellosen militärischen Aufrüstung des Sternenimperiums einsetzte. Kaum eine Dekade später folgte eine nie gekannte Expansionswelle, bei der die romulanische Flotte unverhohlen als Unterjochungswerkzeug verwendet wurde.

Völker wie die bis dato freien Koltaari wurden mit außerordentlicher Brutalität unter romulanische Flagge gebracht. Angesichts eines derart aggressiven Vorstoßes seitens des imperialen Senats und seiner Flotte verschlechterten sich die diplomatischen Beziehungen auch zur Föderation rapide, und die Sternenflotte sah sich bald gezwungen, enorme Verteidigungsmaßnahmen entlang der Neutralen Zone zu ergreifen. Ein eventuell nahender Krieg konnte nicht mehr ausgeschlossen werden. Offenbar stellten die Romulaner es diesmal wirklich auf Revanche seit ihrer historischen Niederlage von Cheron ab.

Verlauf

Von der akuten romulanischen Bedrohung getrieben, begann die Sternenflotte im Jahr 2310 hinter den Kulissen mit dem Bau eines experimentellen Schiffsprototypen. Die U.S.S. Universe verfügte - entgegen dem Algeron-Vertrag - über eine Tarnvorrichtung sowie über eine neue Antriebsform, den sogenannten Hyperwarp, der in der Theorie bis zu tausendmal schneller sein mochte als der herkömmliche Warpantrieb. Doch während des Testflugs 2311 kam es beim Aktivieren des neuen Hyperwarpantriebs (so wie einst beim legendären Transwarpantrieb) zu einer gravierenden Fehlfunktion, und nicht nur die Universe, sondern auch einige Begleitschiffe wurden zerstört. Aus der Ferne erfasste ein getarntes romulanisches Kriegsschiff eine gigantische Explosionswelle, die auf eine Sternenflotten-Signatur zurückzuführen war. Sogleich verleitete es die Romulaner zur Annahme, die Sternenflotte teste – entgegen ihrer Versprechen, die Entwicklung von Meta- und Subraumwaffen zu unterbinden – eine neue Technologie zur Massenvernichtung.

Damit war der Grundstein für eine explosive politische Kettenreaktion gelegt: Der imperiale Senat informierte die klingonische Regierung über den Vorfall, und sofort begann sich Paranoia breitzumachen. Kanzlerin Azetburs Angst wurde durch ihren Berater, General Gorak, zusätzlich angeheizt, als dieser insistierte, die Föderation wolle das klingonische Reich mit einer Massenvernichtungswaffe gezielt treffen, um sich für einen kommenden Krieg mit den Romulanern in eine bessere Ausgangsposition zu bringen. Dass gerade die Friedenskanzlerin Azetbur auf diese Argumentation ansprang, kann als Indiz dafür gewertet werden, wie empfindlich die Beziehungen zwischen Föderation und Klingonen auch zwei Dekaden nach dem Khitomer-Abkommen waren.

Beteuerungen der Föderation, sie habe keine Massenvernichtungswaffe getestet, halfen nichts. Die gesammelte Sensortelemetrie der Romulaner führte dazu, dass die Diplomaten der Planetenallianz sich in Widersprüche verhedderten. Aus Sicht des Sternenflotten-Geheimdienstes war mit der Wiederannäherung von Qo'noS und Romulus eine kritische Situation erreicht, die früher oder später in einen offen eskalierenden Krieg führen würde, wenn man einer solchen Entwicklung nicht zuvorkam. Die einzige Chance sah der SIA in einer Topsecret-Mission: Das Ziel war es, die Romulaner dazu zu zwingen, ihre expansiven Tendenzen einzustellen, und den Schulterschluss mit den Klingonen rückgängig zu machen, ohne einen Krieg zu verursachen. In diesen Auftrag wurden Captain John Harriman von der U.S.S. Enterprise-B und Lieutenant Elias Vaughn einbezogen. Er beinhaltete die Kaperung des romulanischen Flaggschiffs Tomed durch ein SIA-Kommando. Nachdem die Entführung des Schiffes geglückt war, wurde die Tomed in einem Grenzsystem der Föderation - Foxtrot - mittels einer Überladung des Energiekerns zerstört.

Bedeutung und Nachwirkungen

Auch die Enterprise-B war am Tomed-Zwischenfall beteiligt
Für die Öffentlichkeit – und auch für den romulanischen Senat – sah es so aus, als hätte das romulanische Militär einen Vorstoß in eigener Sache gewagt, einen Krieg gegen die Föderation anzufangen. Dieses Ergebnis, obgleich es eigentlich nicht mehr als eine Konsequenz der bisherigen politischen Entwicklungen war, schreckte den Prätor und die anderen Machthaber im Imperium auf. Sofort stellte man den eingeschlagenen Eroberungskurs der vergangenen Jahre ein, kappte die Beziehungen zur Außenwelt und zog sich für die kommenden fünfzig Jahre hinter seine Grenzen zurück.

Es wurde vielfach spekuliert, warum die romulanische Führung so drastisch reagierte. Immerhin war das Vorgehen des SIA reiner Verzweiflung entsprungen; es hatte keine Garantie für einen Erfolg der Mission im intendierten Sinne gegeben. Möglicherweise, so lautet eine Erklärung, hatte das Sternenimperium - wenigstens seine zivilen Machthaber - zu keiner Zeit einen Krieg im Sinn gehabt, sondern wollte nur die Möglichkeiten der Drohkulisse ausschöpfen, um Macht und Einfluss zu mehren. Nun war eine Situation entstanden, in der das Imperium ohne einen radikalen Rückzug mit großer Wahrscheinlichkeit einer Neuauflage des irdisch-romulanischen Kriegs entgegen gesehen hätte. Dafür war man nicht bereit.

Insofern stellte der Einsatz des Geheimdienstes einen großen Erfolg dar. Die Wahrheit um die Zerstörung der Tomed kam im öffentlichen Diskurs jedoch niemals an die Oberfläche, hätte sie doch erst recht einen Krieg bedeutet. In den Augen der galaktischen Gemeinschaft war die Lage eindeutig: Das romulanische Militär hatte eigenständig einen Angriff auf die Föderation begonnen. Höchstwahrscheinlich ließ der Tomed-Zwischenfall in der imperialen Armada viele Köpfe rollen, ehe sich die Romulaner Ruhe verordneten und erst im Jahr 2364 angesichts der aufkommenden Bedrohung durch die Borg wieder von sich hören ließen.

(jw - 23.07.12)

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