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Julian Wangler (jw)09.03.08

2328 bis 2346: Betraka-Nebel-Zwischenfall

Politik, Kultur und Geschichte in den Trek-Books

Der sogenannte Betraka-Nebel-Zwischenfall ist der Oberbegriff für eine achtzehnjährige und mehr als nur kalte Staatsräson zwischen dem klingonischem Reich und der cardassianischen Union im Korridor der umwälzungsreichen Jahre 2328 bis 2346. Den grässlichen Höhepunkt dieses kalten Kriegs stellte zweifellos das Khitomer-Massaker dar, welches aufgrund seiner immensen Auswirkungen auf das Quadrantengefüge in einem separaten Abschnitt eingehender dargestellt wird.

Ursachen

Bei einer Expedition in den Betraka-Nebel stießen die Cardassianer im Erdenjahr 2328 auf einen Planeten namens Raknal V, auf dessen Oberfläche sich die Überreste einer alten klingonischen Kolonie befanden, deren Leiter den Klingonen heilig ist. Da Letztere die Cardassianer in einem getarnten Schiff beschattetet hatten, erhoben sie sofort Anspruch auf den betreffenden Planeten, und es kam zu einem Gefecht.

Als sich der Rauch verzog, realisierten beide Seiten, dass sie gar nicht über ausreichend Ressourcen verfügten, um einen längerfristigen Krieg gegeneinander zu führen, und so blieb keine andere Option, als die Föderation als Vermittler zwischenzuschalten. Unter der Leitung des renommierten Diplomaten Curzon Dax gelang es der Planetenallianz tatsächlich, einen Waffenstillstand zwischen den beiden Mächten auszuhandeln; Raknal V wurde in zwei Machtsphären separiert, womit Klingonen und Cardassianer sich die Welt teilen sollen.

Verlauf

Weil sich trotz des Kompromisses keine der beiden Seiten mit dem Status quo zufrieden geben wollte, trafen klingonische und cardassianische Schiffe immer wieder aufeinander und lieferten sich kleinere Scharmützel. Indes hatte man es versäumt, gemeinsame Verwaltungsrichtlinien und Anflugprotokolle für die Raknal-Niederlassung zu erarbeiten. So kam es, dass sich fünf Jahre nach Vertragsschluss ein schwerer Unfall im Orbit des Planeten ereignete, weil die Abstimmung zwischen der cardassianischen und der klingonischen Anflugkontrolle defacto nicht vorhanden war.

In diesem Crash starben zwei Dutzend Cardassianer und fünfmal so viele Klingonen, darunter auch Botschafter Worf (Großvater von Lieutenant Commander Worf aus TNG/DS9), der sich gerade auf einem Inspektionsflug zur Oberfläche befunden hatte. Ein Streit brach aus: Jede Seite versuchte der jeweils anderen die Schuld für das Unglück zuzuschieben, und die fragilen diplomatischen Beziehungen wurden unverzüglich eingefroren. Die Geheimdienste beider Mächte - und auch die Sternenflotten-Intelligenz sowie der Tal'Shiar - begannen Untersuchungen, konnten aber zunächst nur einen Unfall feststellen.

Die U.S.S. Enterprise NCC-1701-C
Unter wechselnden Regierungen sowohl in der klingonischen als auch cardassianischen Nation vergingen die nächsten zehn Jahre trotz allgemein angespannter Lage ohne größere Auseinandersetzungen. Dann beschlossen die Romulaner nach einem Wechsel ihrer Führung, aus ihrer Isolation in Folge des Tomed-Zwischenfalls schrittweise auszubrechen und aktiv in den Konflikt einzugreifen. In einer Blitzattacke griff eine romulanische Streitmacht die klingonische Kolonie auf Narendra III an - jener Vorfall, bei dem die U.S.S. Enterprise-C sich schließlich opferte und die Bande zwischen Föderation und klingonischen Reich eine wesentliche Verstärkung erfuhren.

Doch Kravogh, der amtierende klingonische Kanzler, konzentrierte sich zunächst weiter auf die klingonisch-cardassianische Ausgangssituation. Als er auf einer Inspektionstour zu dem umstrittenen Planeten mit einem großen Konvoi von einem Angriff cardassianischer Kreuzer auf ein klingonisches Schiff hörte, ließ er gegen den Rat der Flottenkommandanten den Kurs ändern, obwohl der Notruf für die Spezialisten an Bord wie eine Täuschung klang. Damit war die Flotte weit ab vom Schuss, als drei romulanische Warbirds die klingonische Kolonie auf Khitomer angriffen, wobei etwa viertausend Klingonen ihr Leben verloren.

Kurz darauf wurde der Kanzler vom Leiter des Konvois im ehrenhaften Zweikampf getötet, und die Innenpolitik des klingonischen Reichs erfuhr eine abrupte Kehrtwende: Der umstrittene Planet wurde an die Cardassianer abgetreten, der Konflikt beendet. Daraufhin konzentrierten sich die Cardassianer wieder stärker auf den Widerstand des besetzten Bajors, die Klingonen verschrieben sich voll und ganz ihren neuen romulanischen Gegnern.

Bedeutung und Nachwirkungen

Der Betraka-Nebel-Zwischenfall zählt trotz der enormen politischen Auswirkungen, die er zeitigte, zu den weniger erforschten Kapiteln der intergalaktischen Beziehungen. Das ist insofern verwunderlich, als sich nur mit ihm der Beziehungswandel zwischen Klingonen und Föderation einerseits sowie Romulanern und Klingonen andererseits erklären lässt. Weiter zeigt er, dass die cardassianische Union, bevor sie sich Konflikte mit der Föderation leistete, bereits in Auseinandersetzungen mit anderen Großmächten verwickelt war.

Besonderes Augenmerk verdient im Zusammenhang mit dem Betraka-Nebel-Zwischenfall das Verhalten der Romulaner. Es ist nur schwer erklärbar, weshalb das Sternenimperium im Laufe der 2340er-Jahre dazu überging, klingonische Kolonien anzugreifen und zu zerstören. Eine mögliche Deutung dieser Geschehnisse könnte sein, dass - da der Betraka-Nebel-Zwischenfall noch lief - , die politmilitärischen Akteure auf Romulus darauf spekulierten, zwischen Cardassianern und Klingonen werde alsbald ein größerer Konflikt eskalieren und letztere eine erhebliche Schwächung erfahren. Unter diesem Gesichtspunkt könnten die romulanischen Überfälle als der Versuch eingeordnet werden, das Reich gezielt zu verletzen, um einer größeren Invasion Vorschub zu leisten. Dafür spricht beispielsweise auch die spätere Involvierung der Romulaner in den klingonischen Bürgerkrieg von 2367/68.

Es bleibt offen, ob von den Romulanern bedacht wurde, wie ihr Vorgehen sich auf die Beziehungen zwischen Föderation und Klingonen auswirken würde. Möglicherweise hatte man darauf gehofft, die Ereignisse würden sich nach dem Ausbruch eines klingonisch-cardassianischen Kriegs überschlagen und Qo'noS keine Zeit mehr dazu bleiben, sich nach neuen Verbündeten umzusehen. Diese Kalkulation scheiterte. Mit dem Beginn einer vertieften Allianz zwischen Reich und Föderation waren die Romulaner weder um eine Macht- noch um eine Bündnisperspektive reicher. Auch die Cardassianer gingen zu ihnen auf Distanz.

(jw - 23.07.12)

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