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Julian Wangler (jw)09.12.07

Quark

Roman-Charaktere im Fokus

Er ist sowohl ein geselliger Zeitgenosse, Freund, Händler, aber auch Betrüger: Kaum ein anderer Charakter aus "Star Trek" ist so zwielichtig wie der Ferengi Quark. Grund genug, ihn einmal genauer unter die Lupe zu nehmen.

Hintergrund: Kurzer Abriss seines bisheriges Leben

Quark ist ein männlicher Ferengi und sozusagen eines der bleibenden Elemente auf Deep Space Nine. Über bereits lange Zeit unterhält er ein Etablissement auf dem Promenadendeck der Station, das auch über ein kleines Casino und Holosuiten verfügt und später, nach Ende des Dominion-Kriegs, in eine diplomatische Niederlassung der Ferengi-Allianz umdisponiert wurde. Seitdem ist Quark seines Zeichens Ferengi-Botschafter im bajoranischen Sektor.

Kindheit und Jugend

Quarks Geschichte wird in den DS9-Romanen weitergesponnen
Quark verließ seine Heimat auf Ferenginar im Erdenjahr 2351, direkt nachdem er das Erwachsenenalter erreicht hatte. In den ersten Jahren besaß er eine Vielzahl von Jobs, unter anderem war er Koch auf einem Ferengi-Frachter und der Lehrling eines Sub-Distrikt-Nagus. 2360 siedelte er sich auf der cardassianischen Raumstation Terok Nor im Orbit von Bajor an und eröffnete ein Etablissement mit dem sinnigen Namen Quark's, in das er den Großteil seiner finanziellen Kapazitäten aus Quark Enterprises Inc. investierte.

2366 zogen Quarks Bruder Rom und dessen Sohn - Quarks Neffe - Nog auf die Station, nachdem Rom von seinem Vater um das ganze ihm zustehende Vermögen gebracht worden war. Quark musste von nun an für beide sorgen, und um dem gerecht werden zu können, übernahm Rom in der Bar die Aufgaben eines Kellners. Kurz nach der Ankunft von Rom und Nog wurden alle drei Ferengi von einer Variation des Double-Helix-Virus ergriffen und unter Quarantäne gestellt, bis die Krankheit beseitigt werden konnte. ("The Next Generation - Double Helix: Vectors")

Deep Space Nine

Anfang 2369 zogen sich die Cardassianer von Bajor zurück. Von nun an übernahmen die provisorische Regierung Bajors und die Föderation paritätisch die Verwaltung über Terok Nor, das in Deep Space Nine umbenannt wurde. Quark, der nach der Verwüstung der Station durch die Cardassianer vor ihrem Abzug und durch das Anrücken der Föderation fürchtete, keinen Profit mehr machen zu können, plante, den meisten anderen Geschäftsmännern zu folgen und DS9 zu verlassen. Der neue Stationskommandant Benjamin Sisko arrangierte einen Deal mit Quark, der ihn zum Hierbleiben bewog, was auch ein Zeichen für andere Händler auf der Station war. In der Folge der kommenden Jahre würde Quark zum Repräsentanten der Promenadendeck-Händlervereinigung gewählt werden. ("Deep Space Nine - Der Abgesandte")

Zunächst ging Quark davon aus, die Bajoraner hätten die Föderation mit einem bestimmten Köder hierher gelockt, um sich an der Verwaltung der Station und am Wiederaufbau zu beteiligen. Später lernte er, dass das Wesen der Föderationsleute ein ihm völlig Neues war, das in erster Linie aus der Güte des Herzens entsprang. ("Deep Space Nine - Die Belagerung") Quark sollte über viele Jahre hinweg an der Grenze zwischen Liebkosung und Todfeindschaft positionierte Auseinandersetzungen mit dem Stationssicherheitschef, Constable Odo, haben.

Entwicklungen im DS9-Relaunch (ausführlich)

Abenteuer

2372 gab es einen kurzen Krieg zwischen Bajor und Ferenginar. Quark und sein Bruder Rom wurden im Gallitep-Lager interniert, wo sie dem rücksichtslosen Verhalten des Aufsehers, Colonel Mitra, ausgesetzt wurden. Nach ihrer Flucht von Gallitep reisten Quark und Rom mit Captain Sisko nach Ferenginar. Sisko half ihnen, die Auseinandersetzung zwischen den beiden Welten zu beenden. ("Deep Space Nine - The 34th Rule")

2376, nach Kriegsende, verhandelte Quark undercover mit dem Volk der vermuteten Iconianer, das Orion-Syndikat vertretend. Zusammen mit der als Dabo-Mädchen getarnten Ro Laren - der neuen Sicherheitschefin von DS9 - konnte er die kriminellen Strukturen des Orion-Syndikats erheblich schwächen, und es stellte sich heraus, dass das Volk, welches sich als die Iconianer ausgegeben hatte, Hochstapler waren, welche in den Besitz der uralten Portale gekommen waren und dadurch eine intergalaktische Krise ausgelöst hatten. Quark und Ro befreiten ein Dabo-Mädchen namens Treir, dem Quark eine gut bezahlte Unterkunft anbot. Dafür arbeitete Treir künftig an den Dabo-Tischen im Quark's. ("Deep Space Nine - Demons of Air and Darkness")

Botschafter Quark

Im September 2376, mit dem anstehenden Beitritt Bajors in die Föderation, stellte sich Quark wieder einmal die Frage danach, seinen Posten auf DS9 abzubrechen. Wieder einmal hatte es in erster Linie wirtschaftliche Gründe: Quark fürchtete, die zu nicht unerheblichem Teil ohne Geld und Profit auskommende Ökonomie der Föderation würde ihn in den Ruin treiben. Quark gedachte, mit Ro Laren gemeinsam wegzugehen, in die er sich verliebt hatte. Ro, als in der Sternenflotte geächtete Person, sah keine Chance mehr für sich, wenn die Ränge der bajoranischen Miliz bei Jahresende ins Föderationsmilitär integriert würden. Als sich Ros Situation durch Fürsprache ihres alten Mentors Jean-Luc Picard schlagartig aufhellte, geriet auch Quark ins Zweifeln, ob es richtig war, wegzugehen. Aber das finanzielle Problem für ihn blieb bestehen.

Relaunch-Roman "Unity" von S.D. Perry
Erst - oder sollte man besser sagen: ausgerechnet - sein Bruder Rom, zu diesem Zeitpunkt schon Großer Nagus auf Ferenginar, gab ihm eine neue Perspektive. Rom hatte nämlich im Vorfeld diplomatische Beziehungen mit der bajoranischen Regierung unter dem Ersten Minister Asarem geknüpft, und nun benötigte er einen Botschafter in Reichweite des bajoranischen Sektors. Obwohl Quark die Vorstellung, als formeller Diplomat tätig zu sein, zunächst irritierte, erkannte er doch die Lösung seines Dilemmas: Die Tätigkeit als Botschafter erklärte, wie Rom ihm angedacht hatte, sein Etablissement nicht nur zur Botschaft, sondern damit auch zu souveränem Ferengi-Staatsterritorium. Dies bedeutete im Umkehrschluss, dass Quark nach wie vor monetäre Mittel zur Bezahlung verlangen durfte, und darüber hinaus fußte sein Einkommen nun auf seinem durchaus betuchten Einkommen als Diplomat. Ein weiterer positiver Punkt war, dass er bei Ro Laren bleiben konnte. ("Deep Space Nine – Unity")

Später kehrte Quark nach Ferenginar zurück, um der Geburt seiner Neffin, Berna, das gemeinsame Kind von Rom und seiner Frau Leeta, beizuwohnen. Während seines Aufenthalts half Quark seinem Bruder, einen Staatsstreich durch den Ferengi-Kongressabgeordneten Brunt zu vereiteln. Damit konnte er auch endlich seinen Frieden mit den neuen Reformen Roms machen, die nicht nur rastloser Profitgier einen Riegel vorschoben, sondern auch das weibliche Geschlecht endlich gleichberechtigten und damit eine neue Epoche für die Ferengi-Gesellschaft einläuteten. ("Worlds of Deep Space Nine: Ferenginar - Satisfaction is Not Guaranteed")

Interpretation

"Ich bin verflucht!" - So etwas in der Art muss sich Quark, selbsterklärter gierigster und blutrünstigster Turbo-Kapitalist aller Ferengi, nicht selten gedacht haben, als er jedes Mal aufs Neue normativ gute Dinge tat und rastlosen Egoismus und Gewinnmaximierung dafür opferte. Ein außerordentlich widersprüchlicher Kerl ist dieser Quark, durften wir im Verlauf der ersten sieben DS9-Staffeln feststellen. Und an diesem "Harte Schale, weicher Kern"-Prinzip - sein Proprium, das ihn gerade so liebenswürdig macht - ändert sich auch im Relaunch nichts.

Tatsächlich wird der Ferengi-Barkeeper noch einen drauflegen. Worauf es aber ankommt, ist, dass Quark in der achten Staffel seine eigene Schwäche - zugunsten des Guten nachzugeben - zu schätzen lernt. Damit wird ersichtlich, dass er letztlich eine gute Person in der Hülse einer konservativen gesellschaftlichen Erziehung ist, an deren Heilswirkung er aber immer weniger glaubt.

Am Ende emanzipiert sich Quark gewissermaßen selbst, weil er seinen Bruder als neuen Großen Nagus bei einer reformfreudigen Politik unterstützt und das Leben zu akzeptieren lernt, das er schon immer geführt hat: Es ist das Leben eines Geschäftsmannes, eines Schwindlers und Betrügers. Aber auch eines Mannes mit dem Herzen am rechten Fleck.

(jw - 18.11.10)

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