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Henning Koonert (hk)22.09.08

"Star Trek" in Wort und Bild

Ein Überblick über das aktuelle Trek-Comic-Geschehen

Wer bei "Unendliche Seiten" nur an schwarze Schrift auf weißem Grund denkt, dem entgeht ein ganzes "Star Trek"-Paralleluniversum auf Papier. Denn seit Januar 2007 erscheinen wieder "Star Trek"-Comics - und die sollen in Zukunft sogar enger mit den Romanen verknüpft werden.

"Es ist kein Riss im Raum-Zeit-Kontinuum - IDW freut sich, die Rückkehr von 'Star Trek' ins Reich der Comics ankündigen zu können." Diese Worte standen am 9. November 2006 am Anfang einer neuen Reise, die für "Star Trek" bisher ganz erfolgreich verlaufen ist. Fünf schön gestaltete Tradepaperbacks mit je fünf- oder sechsteiligen Comic-Heftreihen sind seitdem bereits erschienen. Vier weitere Comic-Reihen erscheinen derzeit in den USA und werden später in diesem Jahr als Tradepaperbacks veröffentlicht. Dazu sind weitere Comic-Reihen geplant. Ein Ende ist vorläufig nicht in Sicht.

Für diejenigen, die sich bisher noch nicht mit den Comics aus dem Hause IDW beschäftigt haben, sollen die folgenden Zeilen einen Überblick über die bisher erschienenen Comic-Reihen und einen Ausblick auf die demnächst in Veröffentlichung gehenden Hefte bieten.

Zwischenstationen mit der "Next Generation"

Mit der bei vielen beliebtesten Trek-Serie begann man die Neuauflage der Trek-Comics. "The Space Between" hieß die Reihe von sechs Heften, die im Januar 2007 zum 20-jährigen Bestehen von "The Next Generation" startete. Verantwortlich für die Storys, deren Abenteuer in verschiedenen Serienstaffeln angesiedelt sind, war David Tischman, die Zeichnungen lieferte Casey Maloney. Es war - jedenfalls in meinen Augen - ein eher durchwachsener Start, mit ordentlichen Zeichnungen und sechs Einzelabenteuern, die im letzten Heft auf Teufel komm raus durch ein gemeinsames Element zusammengefügt wurden.

Die zweite Reihe zur "Next Generation" umfasst fünf Hefte und lief unter dem Titel "Intelligence Gathering" von Januar bis Mai 2008. Diese zweite Reihe von TNG-Comic-Heften (Story: Scott & David Tipton, Zeichnungen: David Messina) ist ein Stück besser als der erste Band, aber die Vorzeichen scheinen hier verdreht: Wird die Geschichte durch die Verwendung bekannter Gegner und Nebencharaktere aufgewertet, so leidet dieser Band doch unter dem eckigen Zeichenstil Messinas, dessen Abbilder der TNG-Helden zuweilen fast jegliche Ähnlichkeit mit den Originalen vermissen lassen.

Ein Klassiker lebt weiter: "Star Trek: Year Four"

"Star Trek: Year Four - The Enterprise Experiment"
IDW erwarb neben der Comic-Lizenz für TNG auch die zur Classic-Serie, und so war es nur eine Frage der Zeit, bis man auch neue Abenteuer von Kirk, Spock und der Enterprise zu Gesicht bekommen würde. Doch anstatt wie bei der "Next Generation"-Crew Abenteuer zu erzählen, die während der Serie spielen, hatte man hier die Idee, die Serie in Comic-Form fortzusetzen. Die Heftreihe nannte man "Year Four" und von August 2007 bis Januar 2008 erschienen die ersten sechs Comics. Für die Storys war (wie schon bei "The Space Between") David Tischman verantwortlich, die Zeichnungen übernahmen eine Reihe von verschiedenen Künstlern (Gordon Purcell, Steve Conley, Leonard O'Grady sowie Joe & Rob Sharp).

"Year Four" war in meinen Augen ein deutlich besserer Serien-Auftakt als "The Space Between". Besser heißt allerdings keineswegs perfekt, die Geschichten leiden zuweilen ein wenig unter einem abrupten Ende. Schön ist allerdings, dass die zwei in der Zeichentrickserie eingeführten Charaktere Arex und M'Ress - einigen vielleicht auch aus den "Neue Grenze"-Romanen bekannt - in der Comic-Version der vierten Staffel mit an Bord sind.

Waren die ersten sechs Comic-Hefte zu "Year Four" noch voneinander unabhängige Einzelabenteuer, so trumpft die Fortsetzung "Year Four: The Enterprise Experiment" mit einer durchgehenden Handlung auf. Dabei handelt es sich um eine Fortsetzung zur Fernsehfolge "Die unsichtbare Falle" aus der dritten Staffel. Geschrieben wurden diese Geschichten übrigens von D.C. Fontana, die schon als Drehbuchautorin für einige Fernsehfolgen der Classic-Serie (neben der gerade genannten unter anderem auch "Die Reise nach Babel") verantwortlich war. Die Reihe erschien von April bis September 2008 und wird in Kürze auch als Tradepaperback veröffentlicht.

Randnotizen des "Star Trek"-Universums plötzlich im Zentrum

In den beiden Comic-Reihen, die mir bisher am besten gefallen haben, treten die Hauptcharaktere aus den Serien, wenn überhaupt, nur als Nebenfiguren auf. Die zweite Comic-Reihe, mit der IDW kurz nach "The Space Between" startete, heißt "Klingons: Blood Will Tell" und lief von Mai bis September 2007. Die fünf Hefte stellen die meiner Meinung nach bisher besten Trek-Comics von IDW dar. Während ich den Zeichenstil von David Messina für "Intelligence Gathering" kritisiert habe, sind seine kräftigen, kantigen Striche zur Charakterisierung von Klingonen-Abenteuern einfach sehr passend. "Blood Will Tell", geschrieben von Scott & David Tipton, erzählt vier Zusammentreffen mit Captain Kirk und der Enterprise aus der klingonischen Perspektive. Eingebettet in eine ebenfalls interessante Rahmenhandlung erhascht man hier einen alternativen Blick auf die Fernsehfolgen "Kampf um Organia", "Kennen Sie Tribbles?", "Der erste Krieg" und "Das Gleichgewicht der Kräfte". Wer einen ersten Blick auf die IDW-Comics werfen will, sollte mit diesem Band beginnen!

Im September 2007 begann eine bisher sechsteilige Reihe mit dem Titel "Alien Spotlight". Unter dieser Überschrift stellten fünf verschiedene Autoren und Zeichner in jedem Heft andere außerirdische Protagonisten in den Mittelpunkt, bekannte Gesichter tauchen auf, stehen aber nicht im Zentrum der Geschichten. Stattdessen gibt es je ein Abenteuer mit den Gorn, einem orionischen Sklavenmädchen, einem (bekannten) Vulkanier, mit den Borg, einem Andorianer und schließlich den Romulanern zu bestaunen. Die bunte Mischung an Zeichenstilen und Storys hat mir gut gefallen, besonders gut fand ich das Auftaktabenteuer mit den Gorn sowie die Romulaner-Geschichte. Hier hat Comic-Autor John Byrne nämlich die direkte Vorgeschichte zu den Geschehnissen der Fernsehfolge "Spock unter Verdacht" erzählt.

Ebenfalls aus der Feder von John Byrne stammt die fünfteilige Reihe "Assignment Earth", die im Mai 2008 startete. IDW hat hier eine bisher nie verwirklichte Idee von Gene Roddenberry aufgegriffen. Erinnern Sie sich noch an die Fernsehfolge "Ein Planet genannt Erde" aus der zweiten Staffel? Kirk und die Enterprise reisen in der Zeit zurück und treffen auf der Erde auf den Agenten Gary Seven, seine Sekretärin Roberta Lincoln und seine Katze und Gehilfin Isis. Roddenberry hatte diese Folge eigentlich als Pilotfilm für eine Serie rund um Gary Seven geplant, doch daraus wurde nichts - bis sich IDW der Idee annahm und jetzt in Comic-Form von den Abenteuern mit Gary, Roberta und Isis in den 60er- und 70er-Jahren erzählt.

Die Zukunft wächst noch enger zusammen

Die achte bisher erschienene Comic-Heft-Reihe hingegen hat mit den Trek-Fernsehserien und -Kinofilmen wiederum gar nichts zu tun. Denn bei den fünf Heften aus der Feder von Peter David handelt es sich um die Fortsetzung der Romanserie "New Frontier" ("Die neue Grenze"). Als Admiral Edward Jellico offenbar den Prototypen des ersten Zeitschiffs der Sternenflotte stiehlt, müssen Captain Calhoun und die Crew der Excalibur ihn und das Schiff ausfindig machen, bevor das Raum-Zeit-Kontinuum zerstört wird.

"Star Trek: New Frontier"-Comic von Peter David
Diese Comic-Reihe diente als (erfolgreicher) Prüfstein für den weiteren Ausbau der "Star Trek"-Comics. Sie zählte zu den bestverkauften Heften aus dem "Star Trek"-Programm des Verlags, und so haben sich die Verantwortlichen bei IDW dazu entschlossen, ihr Angebot künftig stärker mit den aktuellen Trek-Romanen aus dem Hause Pocket Books zu verzahnen.

Was erwartet uns also in Zukunft an Comics? Derzeit erscheint noch die Reihe "Mirror Images", die Geschichten aus dem Spiegeluniversum erzählt. Neben dem, was im Spiegeluniversum der entsprechenden Fernsehfolge auf der I.S.S. Enterprise voranging, widmet sich ein Heft auch den Ereignissen rund um einen jungen Jean-Luc Picard auf seinem Schiff, der Starbreaker (sic!), im 24. Jahrhundert des Spiegeluniversums.

Als Nächstes erscheint dann, entsprechend der "Myriad Universes"-Anthologie von Pocket Books, eine Comic-Reihe namens "The Last Generation", die Picard, Worf, Data und Wesley Crusher in einer alternativen Zeitlinie zeigt. Auch ein Charakter, der bisher nur in den Pocket-Books-Romanen auftrat, wird hier erstmals zu sehen sein. John Byrne setzt währenddessen seine Arbeit an den Romulaner-Comics fort und präsentiert mit "Romulans: The Hollow Crown" nach der Vorgeschichte zu "Spock unter Verdacht" bald die direkte Fortsetzung der Geschehnisse auf Romulus.

Weitere Projekte, über die man bei IDW nachdenkt, sind eine Serie mit dem derzeitigen Arbeitstitel "Crew", die den Charakter Number One aus dem ersten "Star Trek"-Pilotfilm "Der Käfig" auf ihrem Karriereweg von der Akademie hin zum Posten des Ersten Offiziers auf der Enterprise unter Captain Pike begleitet, Fortsetzungen der "Assignment Earth"- und "Alien Spotlight"-Reihen sowie Comics zu "Star Trek XI" (hier soll es laut Gerüchten ein Prequel zum Film in Comicform geben, das von den Film-Produzenten Abrams, Orci und Kurtzman geschrieben wird) und zu den Abenteuern der Titan, Will Rikers Schiff, über dessen Erlebnisse man bisher nur in den Pocket-Books-Romanen der gleichnamigen Serie lesen konnte.

Die Zukunft von "Star Trek" wird also künftig nicht nur von Pocket Books geschrieben, auch IDW bringt weiter Farbe mit ins Spiel. Manch einer mag Comics ja für Ghetto-Literatur halten, ich mag Comics einfach so. Gerade die Heftreihen, die Randnotizen aus den Fernsehfolgen zum Dreh- und Angelpunkt erheben, stellen, wie ich finde, eine lohnende Ergänzung für "Star Trek" dar. Wer also einem etwas anderen Blick auf das Trek-Universum nicht abgeneigt ist, der wird die neuen Comics von IDW sehr unterhaltsam finden.

(hk - 29.12.09)


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