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Christian Freitag (cf)06.08.12

"Star Trek" - Unendliche Seiten

Eine Bücher- und Comicgeschichte

Jenseits der Abenteuer in Film und Fernsehen erstreckt sich das "Star Trek"-Universum auf hunderte von Romanen und Comics, die in vielen Ländern der Erde erschienen sind - teils in kuriosen Aufmachungen. Christian Freitag schafft einen Überblick.

"Star Trek": Auch ein Universum reich an Literatur.
Ich werde versuchen, in dem Artikel möglichst umfassend und vollständig auf die Publikationen einzugehen. Eine Inhaltsangabe oder Auflistung der Romane und Comics dürfte aber mehr als den Rahmen sprengen. Außerdem gibt es beim TrekZone Network bereits fortlaufend Rezensionen. Lediglich vereinzelt werden die Romane kurz vorgestellt, wenn es nicht viele Publikationen gegeben hat. Auf die "Muss man gelesen haben"-Bücher und -Comics wird aber genauso eingegangen. Natürlich kann ich keine Garantie auf Vollständigkeit geben. Dafür ist das Thema viel zu umfassend.

Dennoch werde ich versuchen, auch einen Blick nicht nur "über den Teich" zu werfen, sondern auch mal ins umliegende oder ferne Ausland schweifen, um auch dort "Star Trek"-Publikationen vorzustellen.

"Star Trek" - Die Bücher

USA

Whitman Publishing

Unvorstellbar, aber wahr: Bereits 1968, also während die Serie noch lief, wurde der erste Roman, der auf der Fernsehserie basierte, veröffentlicht. Zwei Jahre später erfuhr er die erste Übersetzung in Deutschland.

Bantam Books

Romane/Adaptionen

Bantam war der zweite Verlag, der "Star Trek" veröffentlichte. Hier hat sich der bekannte Autor James Blish verdient gemacht, der leider bereits 1975 verstorben ist. Von 1967 bis 1979 veröffentlichte Bantam diverse Adaptionen, Sammelbände, Reprints und Romane. 1980 meldete sich Bantam dann wieder kurzzeitig mit "'Star Trek' Maps" zurück.

Fotoromane

Etwas ganz Besonderes sind die zwölf erschienenen Fotoromane. Zu jeder Szene wurden Fotos genommen und Text hinzugefügt. Etwas in der Art hat auch die Zeitschrift "Gong" in Deutschland gemacht, aber sechs Romane hiervon wurden auch in Deutschland übersetzt. Es gab folgende Fotoromane: "City on the Edge of Forever", "Where No Man has Gone Before", "The Trouble with Tribbles", "A Taste of Armageddon", "Metamorphosis", "All Our Yesterdays", "The Galileo Seven", "A Piece of the Action", "The Devil in the Dark", "The Day of the Dove", "The Deadly Years" und "Amok Time". Außerdem wurden später Fotoromane der ersten beiden Kinofilme veröffentlicht.

Ballantine Books/DelRey

In Konkurrenz mit Bantam stand Ballantine. Seltsam ist, dass beide Verlage kurzfristig der Random-House-Gruppe gehörten. Diese veröffentlichte von 1974 bis 1978 die "Star Trek"-Logs von Alan Dean Foster. Corgi Books hat sie in Großbritannien veröffentlicht. Außer den zehn Logs sind hier "Star Fleet Technical Manual" (1975), "Star Fleet Medical Reference Manual" (1977) und die "Star Trek Blueprints" (ebenfalls 1975) erschienen. 1977 ging DelRey als ursprüngliches Imprint aus Ballantine hervor. Zu nennen aus den beiden Verlagsreihen sind ferner "The Nit-Pickers Guide", "Trek or Treat!", "The World of 'Star Trek'", "The Trouble with Tribbles", "14 Official Blueprints from 'Star Trek: The Motion Picture'", "Letters to 'Star Trek'", "The Star Trek Concordance" und "The Making of 'Star Trek'".

Archway Paperback

1984 und 1986 veröffentlichte dieser Verlag zwei Abenteuerbücher, "Voyage to Adventure" und "Phaser Fight".

Pocket Books/Wallaby/Wanderer/Minstrel

Der absolute Durchbruch jedoch kam erst mit dem fulminanten Erfolg von "Star Trek II". Zwar veröffentlichte bereits zuvor schon Pocket 1981 "The Entropy Effect" von Vonda N. McIntyre, aber seither veröffentlicht der Verlag bis zum heutigen Tage "Star Trek"! Also 30 Jahre lang Novels, Giant Novels, Movie Tie-Ins, Hardcovers. Wanderer veröffentlichte vier Bände 1982 und 1984 über "Star Trek II" und Teil III, die insbesondere Kurzgeschichten beinhalteten.

Allerdings ging auch bei Pocket die Veröffentlichungsfolge stark zurück. Wurden damals noch monatlich ein bis zwei Romane veröffentlicht, folgte seit dem finanziellen Misserfolg von "Star Trek Nemesis" kurzzeitig nur ein Roman alle zwei Monate! Die Gefahr drohte, dass auch hier die Reihen eingestellt werden sollten. Da der Verlag auch die US-"Star Trek"-Kalender veröffentlicht, die in Glanzzeiten sämtliche Serien abdeckten, die aber mittlerweile nur noch auf eine einzige Reihe, nämlich TOS beschränkt ist und einen "Ships of the Line"-Kalender mit selbsterstellten Bildern, war die Gefahr nicht von der Hand zu weisen.

Nach dem finanziellen Mainstream-Film "Star Trek" jedoch erschien wieder monatlich ein Roman. Allerdings wurden vier Romane aus dem anderen Universum zunächst restlos gestrichen. Man wollte der neuen Filmreihe nicht in die Quere kommen. Seltsam nur, dass IDW Comics nun eine fortlaufende Reihe hierüber herausgibt.

Pocket hat bislang 147 Romane zur klassischen Serie veröffentlicht, wobei die Zählung bei 97 endete. Offenbar endet man immer kurz vor der magischen 100, um nicht die Leser abzuschrecken. Seltsam. Bei "Perry Rhodan" klappt es auch. Dies macht es für den Leser schwieriger, die Bände in die richtige Reihenfolge zu stellen, falls es denn eine solche geben sollte. Pocket stellte Giant Novels, Adaptionen etc. jedoch auch als eigene Sortierungen dar. Hierbei war man auch nicht immer konsequent vorgegangen. Derzeit werden mehr TOS-Bände veröffentlicht. Es ist ja auch schließlich der 45. Geburtstag ...

Als absolute Juwelen und "must reads" gelten hier "Black Fire" von Sonni Cooper, "Killing Time" von Della van Hise (absolut lesenswürdig, bitte frühere Auflage, da Textänderungen bei höheren Auflagen vorgekommen sind), die "Yesterday's ..."-Romane, "Ishmael", "The Rift", "The Eugenic Wars" - um nur einige zu nennen. Bei den "Yesterday's"-Romanen bleibt zu sagen, dass diese sogar noch Fortsetzungen erhalten sollten. Jedoch hatten sich die Autorin und der Verlag überworfen, sodass diese trotz vorhandener und auf Papier gebrachter (!) Ideen nie erschienen sind.

Für TNG sind es derzeit 117 Bände. Dabei wurde hier auch mit #63 abgeschlossen. Erneut wurden Giant Novels, Adaptionen und Post-Reihen ausgeklammert. Die ersten paar Bände waren noch holprig, da die Serie nahezu zeitgleich veröffentlicht wurde. Mit Band 6 sollte sich das jedoch ändern. Auch "Survivors" ist sehr empfehlenswert. Hier sollte man natürlich die ganzen Peter-David-Romane kennen: "Strike Zone", "A Rock and a Hard Place", "Vendetta", "Q in Law", "Imzadi I und II", "Q-Squared", aber auch "Dark Mirror" von Diane Duane oder die Bände von Michael A. Friedman "Reunion", "Genesis Wave" und in Co-Work mit Kevin Ryan "Requiem".

Für TOS und TNG erschienen E-Books. Während TOS als "Mere Anarchy" erschienen ist, wartet man vergebens auf eine Buchadaption der TNG-Reihe.

65 Bände zählt derzeit DS9. Hier wurde jedoch bei #27 bereits auf eine Nummerierung verzichtet. Hier sollte man gelesen haben "The Siege" und "Fallen Heroes".

"Voyager" kommt auf derzeit 40 Beiträge. Mit der Zählung hörte man bei Band 21 auf. Lesenswert ist hier die Adaption von "Equinox", auch wenn sie von Carey stammt, die mal mehr, mal weniger (und das ist noch nett formuliert ...) gelungene Beiträge zu fast allen Serien geliefert hat.

"Enterprise" bildet das Schlusslicht der Reihe. Als letzte erschienene Serie kann sie nur 14 Romane vorweisen. Etwas wenig für zehn Jahre Präsenz. Auch hat es "Enterprise" hinsichtlich der Adaptionen schwer erwischt. Während man bis einschließlich noch "Voyager" nahezu alle denkwürdigen Episoden/Zweiteiler adaptiert hat, war hier mit "The Expanse" Schluss. Eine Zählung der Romane wurde nicht mehr vorgenommen. Derzeit kümmern sich auch nur Mangels/Martin, jetzt auch nur noch Martin um die Reihe. Richtig wichtige Publikationen hat die Reihe noch nicht hervorgebracht, obwohl ich gestehen muss, dass ich den Relaunch noch nicht ganz gelesen habe. Interessant hören sich auf alle Fälle "Kobayashi Maru" und "The Romulan War" an. Angesichts bereits bestehender Rezensionen wurden diese Romane größtenteils aber auch kritisiert.

Pocket hat schließlich auch noch eigenständige Reihen veröffentlicht: "Stargazer", "I. K.S. Gorkon", insbesondere ist hier "New Frontier" zu nennen, die einzige "Fremdreihe", die nach wie vor Bestand hat. Teilweise wollten Autoren es Peter David gleichtun, wie Diane Carey. Ihre "Challenger"-Reihe hat nach "New Earth" und "Gateways" aber Gott sei Dank schnell den Abflug gemacht. Ein leserischer Rohrkrepierer. Außerdem hat sich die S. C. E.-Reihe, die ursprünglich als E-Book publiziert wurde, trotz einer Neubenennung nicht durchsetzen können. Sie wurde nach über 60 Veröffentlichungen abgesetzt bzw. ruht. Die E-Books werden teilweise noch mit großen Zeitabständen in Buchform aufgelegt.

Nachdem die E-Book-Veröffentlichung vielleicht zu früh gestartet wurde, versuchte es Pocket mit der Kindle-Einführung erneut. Die Romane gibt es seit einiger Zeit sowieso als E-Book. Wie sich der Verkauf hier gestaltet, kann ich nicht sagen. Allerdings wird Pocket den nächsten "Typhon Pact"-Roman ebenfalls als E-Book exklusiv veröffentlichen. Größtenteils sind die Roman/-reihen aber auch so verquickt, dass man sie kaum noch einemLabel zuordnen kann. Da gab es dann den fulminanten und hochgelobten "Destiny"-Zyklus. Locker kommen sämtliche bei Pocket erschienene Romane jedoch über die 400er-Grenze!

Sonstiges

Einige Verlage versuchten ihr Geldglück, indem sie sich auch an der "Star Trek"-Kuh beteiligten. So veröffentlichte zum Beispiel ACE "A 'Star Trek' Catalog", April und Star ein gleichnamiges "Who's Who" in "Star Trek", Bluejay "The World of 'Star Trek'", Carousel "Voyage to Adventure", Donning "On the Good Ship Enterprise", Playboy "The Making of 'Star Trek' Conventions" und Warner "Meaning in Trek".

Deutschland

Franz-Schneider-Verlag

Obwohl der Roman nicht gerade inhaltlich der Durchbruch ist, ist der Hardcover-Band "Notruf aus dem All" aus dem Franz-Schneider-Verlag etwas ganz Besonderes. Vereinzelt kann man ihn auch recht günstig sogar heute noch, nach 40 Jahren (!), in bekannten Internetauktionshäusern ergattern. Mit 121 Seiten ist es die stark gekürzte und teilweise unbeholfen übersetzte Version des Bandes "Mission to Horatius" von Whitman Publishing. Dass der Verlag hieraus einen Kinderroman gemacht hat, indem diverse Szenen weggelassen wurden, insbesondere eine nationalsozialistische Thematik, kann man dem Verlag heute wohl kaum vorwerfen.

Die Serie war hierzulande 1970 komplett unbekannt. Erst zwei Jahre später lief die Sendung in Deutschland an, und gerade deshalb ist der Band ein echtes Kultobjekt. Daher stimmen die Illustrationen in dem Band und auf dem Cover nicht und auch die Übersetzung ist an vielen Stellen holprig. Die Enterprise sieht eher aus wie aus "Raumpatrouille Orion" und hieraus stammt auch die Vorlage für den Band. Erst 30 Jahre später erfuhr der Band eine ungekürzte Neuübersetzung mit richtigen Illustrationen im Heel-Verlag.

Williams-Verlag

Der Williams-Verlag veröffentlichte 13 Ausgaben der US-Bantam-Reihe der Blish-Adaptionen von 1972 bis 1973. Die relativ kultig aussehenden (heutzutage würde man "Retro" sagen) Adaptionen wurden im knalligen Lila unter dem Titel "Enterprise" aufgelegt. Band 7 beinhaltete den zweiten Roman, der in Deutschland (und in den USA) erschienen ist, nämlich "Spock muss sterben".

Pabel-Moewig-Verlag

Unter "Terra-Astra-Heftreihen" und "Terra-Taschenbücher" wurden die Romane und Adaptionen veröffentlicht, um die sich vorher teilweise bereits der Williams-Verlag und später der Goldmann-Verlag kümmerte. Auch unter dem "Playboy"-Label gab es etwas. Die "Star Trek"-Fans sollten sich schleunigst einen "Playboy"-Band zulegen. Aber nicht, weil sie mit 40 noch bei Mama im Keller wohnen und keine Freundin haben und sich die scharfen Bunnys reinziehen wollen, die kurz vor der Hochzeit vor dem Lustgreis flüchten, sondern weil Playboy den ersten "Star Trek"-Kinofilm noch vor Heyne (!) adaptiert hat - auch in Deutschland. Nein, wir sind nicht bei "Das Boot", aber die Übersetzung mit Kapitänleutnant Uhura hat was für sich ...

Bastei-Lübbe-Verlag

Der Verlag veröffentlichte sechs Fotoromane, der siebte war angekündigt, ist aber nie erschienen. Sein kurzfristiges "Star Trek"-Glück suchte der Verlag dann noch einmal in den 90er-Jahren, als er versuchte, ein überteuertes "Star Trek"-DS9-Magazin zu etablieren.

Goldmann-Verlag

Der Goldmann-Verlag ist beziehungsweise war der TOS-Verlag schlechthin. Er veröffentlichte innerhalb mehrerer Jahre gleich 28 Bände, teils Adaptionen, teils Romane, die ursprünglich im Bantam-Verlag publiziert wurden.

Hinsichtlich der Covergestaltung variierte man zwischen Retro-Look (und teilweise Wiederverwertung von bereits erschienenen Ausgaben anderer Verlage) und ziemlich lieblosen endlosen Enterprise-Verwertungen, die mal rechts, mal links, mal oben, mal unten mutig dahin fliegt, wo sie schon einmal gewesen ist. Nämlich auf den letzten sechs Covern. In dieser Hinsicht wurde die Reihe recht stiefmütterlich behandelt. Doch auch hier wandelte sich - kurzfristig - das Blatt, als Heyne einen Roman nach dem anderen veröffentlichte. Da hatte man die Idee, die Reihe neu aufzulegen und machte sie - blau. Die Cover blieben jedoch größtenteils die gleichen - bis auf Band 1. Dem verpasste man glatt eine Mischung aus TOS und "Star Trek: Der Film"-Cover. Etwas Ähnliches legte man später bei "Die neuen Abenteuer" hin.

Bei Goldmann hatte man da etwas falsch verstanden und prompt prangten teilweise Admiral Kirk und Captain Spock aus den Movies auf den Covern. Dass es dabei jedoch um die gezeichneten Abenteuer ging, hatte man wohl vergessen. Es gab sogar einige Sammelbände, wenn ich nicht irre, sechs an der Zahl. Aber sowohl die Sammelbände als auch die Neuauflage der blauen Reihe brach man mittendrin ab. Wenn mich nicht alles täuscht, kam man bei der blauen Reihe bis Band 14, also genau die Hälfte.

Loewe-Verlag

Der erste nennenswerte Trek-Brettfahrer ist der Loewe-Verlag. Von den zehn Bänden zur TAS-Reihe hat er unter dem Label "Raumschiff Enterprise" leider zwischen 1994 und 1995 nur acht veröffentlicht. Die letzten beiden Ausgaben hätte er meiner Ansicht nach direkt auch noch veröffentlichen können. Die Ausstattung der Bände war besser als die der Goldmann-Reihe, was insbesondere die Cover-Gestaltung anging. Bei diesem hatte sich Goldmann ja bei "Star Trek" noch nie mit Ruhm bekleckert.

VGS-Verlag

Den VGS-Verlag könnte man fast ebenfalls als Trittbrettfahrer bezeichnen. Als Heyne-Bücher sich sehr gut verkauften, brachte VGS Mitte der 90er-Jahre genau zehn Romane als luxuriöses Hardcover raus, zum noch luxuriöseren Preis von 32 DM! Damals kostete ein Band 12,90 DM. Heute ist das einfacher, mit einem Preis von 12,90 Euro kostet somit ein normaler Roman knapp 26 DM. Und wenn ein DS9-Band mal um die 16,80 Euro dabei ist, haben wir munter den alten VGS-Preis gesprengt. Aber wieder zur Sache. Die Romane erschienen teilweise als Erstveröffentlichung und Heyne zog dann mit seiner Softcover-Variante nach. Mit sechs Bänden bildete TNG das Gros der Reihe. Es erschienen dort: "Imzadi", "Die Zusammenkunft", "Fremde Widersacher", "Das Herz des Teufels", "" und "Die andere Seite". Bemerkenswert ist, dass "Fremde Widersacher" zwar bei Heyne angekündigt war, aber nie erschienen ist. Damit hat VGS eine deutsche Erstveröffentlichung publiziert, die auch nirgendwo sonst bislang auf Deutsch erschienen ist!

Mit drei Beiträgen blieb DS9 auf dem zweiten Platz. Erschienen sind dort: "Gefallene Helden", "Antimaterie" und "Das Böse". TOS blieb mit "Die Sonde" auf dem letzten Platz. Außerdem hatte VGS noch Referenzwerke veröffentlicht. Zu nennen sind hier: "Die vergessenen Abenteuer - Eine Chronik der bisher unveröffentlichten Trek-Manuskripte", "Trek-Master" (ein Quizbuch) und "Der neue Trek-Episodenführer". Letzterer war eigentlich ganz gut aufgemacht, teilweise auch witzig. Leider komplett veraltet nach heutigen Standards waren bei DS9 und "Voyager" fast nur noch Episodentitel aufgelistet.

Weltbild-Verlag

Der Weltbild-Verlag publiziert gerne schon mal bekannte Bände in neuer Aufmachung. So auch hier: "Ishmael", "Spocks Welt" und "Sohn der Vergangenheit" kamen als gebundene Auflage 1995 in den Handel. Man merkt: Mitte der 90er war ordentlich was los im "Star Trek"-Land.

Bertelsmann-Verlag

Wollte man als Nicht-Bertelsmann-Kunde "Die Anfänge" von Bertelsmann kaufen, wurde man enttäuscht. Egal, in einem bekannten Internetauktionshaus bekommt man die drei Bände "Die erste Mission", "Fremde vom Himmel" und "Die letzte Grenze" für einen Appel und 'n Ei. Doch wo sich Weltbild hinsichtlich der Umschlaggestaltung teilweise noch Anstrengungen gemacht hat, knallt Bertelsmann auf jedem das TOS-Schiff auf den Umschlag und fertig ist die Laube. Billiger geht's nimmer.

Heyne-Verlag

Von 1982 bis Dezember 1997 veröffentlichte Heyne fortlaufend mal mehr, mal weniger regelmäßig "Star Trek"-Bücher. Wollte Cross Cult das überbieten, müssten sie locker bis 2023 Romane veröffentlichen! Wurden die Romane Anfang der 80er teilweise noch mit "Faser"-Cover veröffentlicht, sprich mit Unebenheiten, und sogar anderen Umschlagbildern wie "Das Schwarze Loch" bei "Die Macht der Krone" oder "Hort des Lebens" mit einem gezeichneten Movie-Umschlagbild, welches erstmalig und einzigartig Kirstie Alley als Lieutenant Saavik zeigt, hatte man sich schnell auf die uns wohl bekannten, glatten Cover eingeschossen. Auch hier wurden jedoch viele Umschlagbilder teilweise verändert. So wurde beispielsweise "Das Klingonen-Gambit" zwei Mal aufgelegt, einerseits mit einem gezeichneten Movie-Umschlagbild, andererseits mit einer TOS-Enterprise (auf dem Kopf!). Außerdem gab es den Fehldruck "Das Netz der Remulaner".

Man muss Heyne Rechnung zollen, weil es der einzige Verlag in Deutschland ist, der eine kleine Trek-Geschichte mit den sagenhaften Werken von R. Sander vorgenommen hat. Zunächst noch klein als blauer Band in Romandicke musste schnell eine weitere Auflage her. Schließlich hat der Band enzyklopädische Ausmaße angenommen, die in einer vierbändigen Reihe endete, die heute leider nicht mehr aktualisiert wird. Außerdem hat Heyne Minis einige "Star Trek"-Adaptionen veröffentlicht, darunter Biographien von William Shatner, Leonard Nimoy, die erste Generation, die zweite Generation oder ein Regelwerk über Ferengi. Es gab diverse Sammelbände, Enzyklopädien und Ähnliches.

Dann kam der Einbruch. Und ich hatte auch diversen Schriftverkehr mit Heyne in der Zeit des Endes ... Damals habe ich mich noch nicht so recht an die US-Bände herangetraut, heute lese ich fast nur noch diese. Es begann zunächst damit, dass Reihen wie die Starfleet-Kadetten auf einmal sang- und klanglos verschwanden. Die monatliche Erscheinungsweise von damals noch zwei Romanen wurde auf einen, letztlich auf alle zwei Monate und dann quartalsweise heruntergefahren und schließlich veröffentlichte man nur noch vereinzelt Romane. Im Heyne-Land schrieb man dies den schlechten Verkaufszahlen zu.

Wie weiland bei "Enterprise" jedoch wechselte auch bei Heyne die Chefetage, und die hatte kaum ein Interesse an SF. Während man in der "guten alten Zeit" noch sehr gut informiert wurde durch Kataloge, die teilweise ja sogar eigens "Star Trek"-Kataloge und -Flyer waren, bei denen auch sehr schön aufgelistet wurde, auch mit deutschen Titeln, dass noch dieser oder jener Roman aussteht (!), das Label der Romane von einem gelben Movie-Schriftzug in die jeweiligen Schriftzüge versilbert wurde, hatte man letztlich überhaupt kein Interesse mehr daran, den Leser zu informieren. Klammheimlich wurde dann auch so mancher Roman veröffentlicht.

Den Gipfel der Unverschämtheit und unverfrorenen Antworten bekam man dann bei den Shatner-Romanen zu spüren, die im betrunkenen Ampelsystem erschienen, rötlich, blau und grün. Wer hier nicht genau aufpasste, verpasste die Fortsetzungen. Wer kauft auch schon ein und denselben Roman mit anderer Umschlagbildgestaltung? Auf Nachfrage wurde mitgeteilt, dass der Verlag keine Möglichkeit habe, ein anderes Titelbild zu nehmen, weil die Romane nicht auf Serien oder Filmen basierten. Erst einmal hat man nicht die Originalumschlagbilder genommen und zweitens interessierte das Heyne auch nicht, als man schon früh die Umschlagbilder von TOS änderte oder teilweise Fotoumschlagbilder wie bei "Die erste Direktive" oder den ersten vier weiteren "Voyager"-Romanen nutzte. Letztlich trümmerte Heyne dann aus der Mottenkiste anstelle eines interessanten Romans den bereits Jahre zuvor in den USA veröffentlichten, mittelmäßigen "Sturm auf den Himmel" heraus. Und dann: Ende im Gelände.

Heel-Verlag

Dieser Verlag nahm sich diverse Sachbücher zur Brust und veröffentlichte diese in unregelmäßigen Abständen sogar noch heute. Als Verlag der "Space View" kann man schon ein ordentliches Verhältnis in Sachen "Star Trek" darstellen. So erschienen Logbücher(-ergänzungen), Make-up-Bücher, Risszeichnungsbände und auch der "Notruf aus dem All" dort. Einige Bände sind immer noch dort erhältlich, oft zu erschwinglichen Knüller-Preisen zum Ärger all jener, die die Bände noch für teures Geld gekauft haben.

Cross Cult Verlag

Wo Heyne scheiterte oder einfach keinen Bock mehr hatte, machte der kleine Verlag Cross Cult weiter. Seit Februar 2008 publiziert der Verlag Bände ohne - glücklicherweise - Unterlass und man kann nur hoffen, dass er es in der derzeitigen hohen Qualität auch weiterhin tut. Zunächst erschienen 2008 nur vier Romane, nämlich die ersten drei "Vanguard"-Romane, und aufgrund des Erfolges wagte man sich auch an "Titan" heran. 2009 verdoppelte man die Quote sogar und holte außer der Adaption des neuen Kinofilmes auch TNG und DS9 ins Boot, wobei man sich hier zuerst an die Relaunch-Reihen wagte, was später aufgrund der stets bei jeder Reihe neu beginnenden Zählweise zu Problemen führen könnte, sollte sich der Verlag später auch auf andere Romane besinnen, wenn die Relaunch-Romane knapp werden sollten.

Erwähnenswert hierbei ist die fortlaufende Umschlaggestaltung, die hoffentlich so beibehalten wird, ein Gruppenbild von DS9 auf dem Buchrücken (aus "Mission Gamma") und teilweise sogar neue Covergestaltungen bei TNG und teilweise auch dort, wo die US-Bände massig Schrott als Cover verkauft haben! 2010 kurbelte der Verlag die Veröffentlichung noch einmal an. Es wurden "Destiny" und "Die Gesetze der Föderation" veröffentlicht. 2011 hat Cross Cult seine Erscheinungsweise hinsichtlich 2008 gar nahezu verfünffacht! Außer "Ein Stich zur rechten Zeit" hat der Verlag gleich drei neue Reihen ins Boot geholt!

Die allseits beliebte "New Frontier"-Reihe nimmt den Anfang, von denen die alten Heyne-Bände erneut mit anderem Umschlagbild und teilweise Textänderungen veröffentlicht werden. Auch wenn so einige Crewmitglieder als Stein des Anstoßes - wie so oft - nicht jeden zufriedenstellen werden. 2011 hat man sich als Erstveröffentlichung sogar der "Captain's Table"-Ausgabe angenommen. Schließlich, zum zehnjährigen Geburtstag der Reihe, stand "Enterprise" auf dem Plan. Und last but not least endlich wieder TOS zum 45-jährigen Jubiläum. Hier erscheint der Dreiteiler "Crucible" auf Deutsch. Und da sich wohl viele über TOS freuen, wird es nicht bei dem Dreiteiler bleiben. Für 2012 hat Cross Cult bereits schon Nachschub mit einem alten Bekannten angekündigt. Für dieses Jahr hat sich der Verlag die Rechte an den neuen Akademiebänden gesichert, die in dem "Abramsverse" spielen.

Erwähnenswert ist auch, dass Cross Cult als erster Verlag in Deutschland "Star Trek" E-Book-fähig macht. Weitere Reihen werden aufgrund des Erfolges nicht ausgeschlossen. Engen Kontakt zu den Lesern erhält man sich durch Foren und Facebook sowie Twitter. Man macht hier den Fehler wett, den Heyne gemacht hat, Cross Cult ist lesernah! Und nein, ich arbeite nicht beim oder für Cross Cult, bin aber begeistert und dankbar für einen neuen "Star Trek"-Versuch. Da kann man schon - auch aufgrund der Größe des Verlages - über die andauernden Verspätungen hinwegsehen. Im August 2011 musste Cross Cult jedoch bekannt geben, dass es nur noch einen Roman pro Monat geben wird, da die Verkaufszahlen zurückgegangen seien. 2012 veröffentlicht Cross Cult auch den "Double Helix"-Sechsteiler.

International

Frankreich

Eher durch Zufall stieß ich auf die französische Ausgabe des Bandes "Relikte" und mich interessierte, wie andere Länder "Star Trek" und Monsieur Data behandeln. Aber offensichtlich ist Deutschland nach den angloamerikanischen Ländern noch das Trek-Land schlechthin. Diverse Verlage veröffentlichten die Filme als Adaption, wobei nicht einmal alle erschienen sind. So hat J'ai Lu "Star Trek I" und "Star Trek II: La colère de Khan" publiziert. Arena hat "A la recherche de Spock" veröffentlicht. Dabei blieb es nicht. Bis auf vier weitere Romane kam Arena allerdings nicht: "Entreprise, la première mission" (1989) = "Enterprise: The First Adventure" (1986), "Le fils du passé" (1990) = "Yesterday's Son" (1983), "L'Effet Entropie" (1990) = "The Entropy Effect" (1981) und "La croisée des temps" (1991) = "Killing Time" (1985).

Seltsamerweise blieben Romane zu Film IV und V ganz aus. Erst Presses Pocket hat "Star Trek VI" ins Programm genommen und mit "Star Trek VII" hat sich Fleuve Noir "Star Trek" angenommen. Letzterer Verlag scheint ähnlich wie Heyne eine Reihe von Romanen veröffentlicht zu haben. Er würfelte bei seinen 60 Publikationen jedoch alles zusammen, als hätte man Goldmann- und Heyne-Bände - wahllos und inklusive TNG (!) - durcheinander gemischt. Lefrancq Claude brachte die Bände heraus, die wir als TV-Adaptionen von James Blish kennen.

Hoch-Zeit der französischen Veröffentlichungen waren die frühen 90er-Jahre. Presses de la Cité kam 1993 nur auf die Übersetzungen von "The Devil's Heart" und "Dark Mirror" sowie 1995 auf "Ombres sur le soleil" (= "Shadows on the Sun"). Professioneller und auch in der richtigen Reihenfolge nahm sich erst der Verlag Ada an "Star Trek" an. Er blieb bei DS9 und "Voyager". Allerdings brachte er es bei beiden lediglich auf jeweils sieben Bände, Pocket Junior musste sich mit wenigen Akademie-Ausgaben zufrieden geben. Alles in allem wurde "Star Trek" in Frankreich recht stiefmütterlich behandelt und die nicht veröffentlichten Ausgaben mussten unsere Nachbarn wie wir in englischer Sprache lesen - inklusive der Adaptionen zu "Star Trek IV", V und X!

Japan

Bei einem bekannten Online-Auktionshaus fielen mir zwei "Star Trek"-Adaptionen zu I und II sowie ein Fotoroman (!) in die Hände. Ich habe nicht die leiseste Ahnung, was da steht und so muss ich eine ausführliche Reihe der Veröffentlichungen schuldig bleiben. Offenbar hat aber Noriyoshi Saito zu mindestens zwei weiteren Veröffentlichungen beigetragen, die wir heute aus dem Hause Goldmann kennen ...

Spanien

Je durchgedrehter der Artikel, desto lückenhafter wird er. Grijalbo hat mal was veröffentlicht, auch in den 90ern. Keine Ahnung, was es da sonst noch so gibt.

Russland/GUS

Ja, es wird verrückter. Unsere lieben russischen Nachbarn haben auch "Star Trek". Allerdings weiß ich nicht, wie man es dort nennt. Die Veröffentlichungen erscheinen als klotzige Hardcover. Mir sind Veröffentlichungen zu TOS, TNG und DS9 bekannt. Folgende Cover sind mir zu Händen gekommen - ob es sich um dieselben Romane handelt, findet man erst im Impressum heraus (ganz klein ...):

Cover zu "Das Schlachtschiff": Dieses beinhaltet zwei Romane. Aber es gibt witzige Besonderheiten. Die inneren ersteren und letzteren Umschlagseiten beinhalten ein verlängertes Crewbild von "Enterprise - Die erste Mission". Das bedeutet, nicht nur das Triumvirat ist abgebildet, sondern auf der rechten Seite noch Uhura, Scott, Sulu und - obwohl erst seit Staffel 2 dabei, aber in uralter Uniform: Chekov! Es geht dann weiter mit der Titelvorstellung. Auf der Doppelseite sehen wir links einen Ausschnitt aus dem veränderten "Pandora-Prinzip" und rechts die TNG-Enterprise. Band 1 behandelt tatsächlich "Das Schlachtschiff". Warum auf dem Innen-Cover eine männlich wirkende Uhura und ein McCoy mit spitzen Ohren sowie ein Tie-Fighter aus "Star Wars" zu sehen sind, entzieht sich mir vollkommen ... Band 2 behandelt "Ishmael". Innen-Coverbild: Ein "Amok Time"-Spock mit gefalteten Händen, Vixis und General Korrd aus "Star Trek V". Fragen Sie nicht ...

Cover zu "Die Raumschiff-Falle": Innencover diesmal: die TNG-Enterprise - auf dem Kopf ..., beinhaltet "Das Doppelgänger-Komplott". Die beiden Zeichnungen Spock/Saavik, Enterprise sind verblieben, das Innencover zeigt tatsächlich Kirk zwei Mal, allerdings aus anderen Covern, und im Hintergrund einen Teil der Untertassensektion der NCC-1701-D ...

Cover zu "Der Zentralnervensystem... und so weiter": Dieses Buch wurde richtig herum in die Druckerei gegeben. Die Enterprise steht nicht mehr auf dem Kopf. Wer weiß schon, wo im Weltall oben und unten ist ... Innencover verkleinert: Kirk und Spock aus "Star Trek II" schemenhaft und der Typ aus dem Ursprungscover im Hintergrund. Und: Tatsache. Wo Zentraldingsbums draufsteht, ist auch Zentraldingsbums drin.

Cover zu "Gesichter aus Feuer": Wieder ein Doppelband. Das Innencover enthält dieses Mal Kirk, Spock und McCoy aus "Star Trek V" auf der Hilfsbrücke. Band 1 ist "Gesichter aus Feuer", Band 2: "Die Raumschiff-Falle". Einzel-Innencover: Kirk und ein Klingone mit Shakespeare-Frisur und Kirk, McCoy und Scott unten, wie sie bei "Wildwest im Weltraum" stehen sowie die Enterprise oberhalb, wie sie auf dem Weg um den Regular-Asteroiden ist.

Cover zu "Ein Ruf in die Dunkelheit": Ich weiß zwar nicht, was Hoboe-irgendwas heißt, aber es ist drin. Jedenfalls zeigt ein exklusiver Stern das so ... Beinhaltet: "Ein Ruf in die Dunkelheit" und "Wieder vereint". Das Buch ist mal wieder verkehrtherum eingelegt worden. Die TNG-Enterprise steht Kopf. Weshalb der TNG-Band innenliegend ein Kirk-Prisma hat, ist mir schleierhaft. Beim zweiten Band: dasselbe Bild aus Wildwest, nur schauen sie jetzt in die Richtung zu Picard aus "Generations" ... Hinten befindet sich eine achtbändige Erscheinungsliste.

Cover zu "Baldwins Entdeckungen": Wieder mit Hoboe inside ... Tatsache: Band 1: "Baldwins Entdeckungen", Band 2: "Mission Farpoint". Das hält den Verlag aber nicht davon ab, die TOS-Crew aus "Enterprise - Die erste Mission" zu zeigen. Oder auf dem ersten Innencover einen Ausschnitt zwar von der TNG-Crew aus der zweiten Staffel zu bringen, darüber aber die "Star Trek II"-Enterprise. Dann Picard, Troi und Data mit TNG-Enterprise (allerdings mit spiegelverkehrtem Schriftzug). Es scheint auch einen Auszug aus dem nächsten Roman zu geben.

Cover zu "Die Friedenswächter": Gott sei Dank auch mit Hoboe. Wer sich noch nicht am TOS-Crewbild sattgesehen hat, kann es hier tun. Es handelt sich um einen Sammelband aus "Die Friedenswächter" und "Planet der Waffen". Obwohl das erstere Umschlagbild eigentlich nicht übel ist, auch wenn es zeitlich nicht passt: Picard in späterer 3rd/4rd-Season-Uniform, nachdenklich, und K'Ehelyr. Dafür haut dann wieder die TOS-Crew aus Wildwest in "Planet der Waffen" auf den Putz ...

Cover zu "Botschafter": Ja, richtig gelesen. "Deep Space Nine" prangert dann auch auf einem gräulichen Exklusiv-Stern. Ach ja, die TOS-Crew ... klasse Leute. Das Cover beinhaltet "Botschafter" und "Der Weg des Kriegers". Die Einzelcover zeigen dann die DS9-Crew.

Ich konnte bis heute nicht in Erfahrung bringen, was "Hoboe" heißt ...

Israel

Richtig. Auch auf Hebräisch gibt es "Star Trek". Wer jedoch glaubt, dass die Russen schon bei den "Star Trek"-Covern Schabernack getrieben haben, würde rotieren, wenn er diese Ausgaben sieht. Zmora Bitan Modan veröffentlichte vier Adaptionen von James Blish, nämlich 1, 2, 3 und 5. Genau, die 4 ließ man aus. Außerdem erschien noch "Trek to Madworld". Die Cover waren so grauenvoll, dass sich kein vernünftiger "Star Trek"-Fan, egal ob israelisch oder nicht, so was ins Regal stellt.

Der Typ, der auf dem ersten Bild prangert, sieht aus wie ein Baseballspieler. Zuhälterschnäuzer, weißes Trikot mit einem riesigen "C" drauf. Warum? Keine Ahnung. Band 2 war ein grüner Typ mit roter Fliege-Puck-Brille. Wer lässt sich so einen Mist einfallen? Kein Bezug zum Inhalt. Band 3 hat dann ein ganz surrealistisches Bild mit einem stilisierten Schwarz-weiß-Männlein. Der Enterprise wuchern auf Band 4 rote Tropfen hoch. Was hatte der Zeichner bloß im Wasser?

"Trek to Madworld" geht dann wirklich in den Wahnsinn, da schließlich eine Art "Battlestar Galactica" hinter dem Asteroidenfeld hervorgeht. Der Verlag Light Publishing hat 1979 den Roman zum ersten Kinofilm veröffentlicht. Cover war das Original-Poster. 1992 kam dann TNG an die Reihe. Kinneret Publishing veröffentlichte in dem Jahr "Encounter at Farpoint". Das Cover zeigte jedoch einen bärtigen Riker und eine Troi aus der zweiten Staffel. Spätkommer waren dann die Bantam-Bücher 1994/95. In einigen Hardcovern wurden "World without End", "The Starless World", "The Prize of the Phoenix" und "Spock, Messiah" veröffentlicht. 1994 bis 1997 brachte der Snow-Verlag einige frühe TNG-Romane, die ersten vier Bücher aus der "Starfleet Academy"-Reihe und die Adaption von "First Contact" heraus.

"Star Trek" - Die Comics

USA

Gold Key

Von 1967 bis 1979 veröffentlichte Gold Key 61 Ausgaben von "Star Trek"-Comics und ist somit am längsten im Geschäft gewesen. Dummerweise stellten sie die Veröffentlichung just im Erscheinungsjahr von "Star Trek I" ein. Die Comics zeichnen sich eher dadurch aus, dass man die Charaktere kaum erkennt und sie verhalten sich auch völlig anders. Spätere Hefte können sich eher damit brüsten, andere Uniformfarben zu haben als die einfarbigen. Ansonsten wird alles gezeigt, was eben nicht trekkig ist: Umlegeschalter und ähnliches Gedöns. Die Serie spricht viel mehr Kinder an, hat aber einen nostalgischen Wert. Schließlich kommt aber auch die ein oder andere Ausgabe an die klassische Serie heran und hätte durchaus eine gute Serienepisode gemacht. "The Evictors" ist eine davon. Warum auch immer: Kaum eine Reihe danach hat es vermocht, die komplette Reihe als Sammelband aufzulegen. Weder "The Enterprise Logs" noch die "Key Collection" erschien komplett. In Italien wurde die Reihe auch später edel mit Fotocovern aufgelegt.

Marvel

Mit "Star Trek I" veröffentlichte Marvel 18 Ausgaben, unter anderem die Kinofilmadaption als Dreiteiler, aber auch als Einzelband. Die Geschichten waren grottig, die Zeichnungen nicht minder. Auch hier nur Sammelfaktor als Lesespaß.

DC, erster Versuch

Erst DC zeigte, wo der Hammer hängt. Qualitativ hochwertige Geschichten namhafter Autoren. So durfte unter anderen Peter David sein Unwesen stiften. Leider kam die Reihe nur auf 56 Ausgaben. Sie widersprach sich aufgrund der Veröffentlichung zwischen den "Star Trek"-Filmen mit der Film-Reihe. Außerdem wurden drei Annuals veröffentlicht und es gab die Filmadaptionen III bis VII, die späteren davon allerdings während des zweiten Anlaufes. Es gab ferner zwei Ausgaben eines Who's Who und eine sechsteilige Miniserie von TNG. Zwar waren auch hier die Charaktere nicht erkennbar und gerade TNG war nicht berauschend, aber die Weichen waren gestellt.

DC, zweiter Versuch

Nunmehr versuchte man sich gleich an TOS und TNG. TOS wurde innerhalb der Zeit nach "Star Trek V" angesiedelt und sogleich schickte man Peter David ins Rennen, der die Crew ordentlich mit viel Unsinn um den Salla aufmischte. Leider währte die Serie nur 80 Ausgaben. Die Qualitäten der Zeichnungen und Stories variierte. Kurz vor Schluss nahm man noch teureres Papier, aber das half auch nicht mehr. Bei TNG wurde die Qualität von beiden jedoch noch letztmalig besser. Aber auch hier kam das Aus. Annuals, Specials, die Modala-Miniserien und die besonders hervorgehobenen Graphic Novels "Ashes of Eden" und "Debt of Honor" seien erwähnt. DC hatte kurzzeitig versucht, die Rechte für DS9 zu erhaschen, scheiterte dabei aber an Malibu.

Malibu

Dort schien DS9 auch besser aufgehoben. Die Serie wirkte noch ein Stück weit erwachsener und düsterer als die bei DC. Die Zeichnungen waren hervorragend, die Geschichten variierten hier auch wieder. Mit DC gab es ein TNG/DS9-Crossover, von dem beide Verlage jeweils zwei Ausgaben veröffentlichten. Es gab diverse Miniserien, Specials und Annuals, aber Malibu konnte sich nicht halten, auch wenn sie versuchten, sich die Rechte für "Voyager" zu sichern. Nach 32 regulären Ausgaben war Schluss.

Marvel

Schon wieder? Ja, Marvel startete erneut einen Versuch, dieses Mal aber um einiges erwachsener als damals. Marvel kümmerte sich nicht nur um die Adaption von "Star Trek VIII", sondern veröffentlichte auch eigene Reihen, von denen insbesondere die "Academy"-Reihe und "The Early Voyages" um Pike hervortraten. Zeichnungen und Storys bei den anderen Bänden variierten. TOS und TNG wollte man jetzt nur noch als Sammelband in "Unlimited" veröffentlichen. DS9 und erstmalig "Voyager" bekamen eigene Reihen, kamen aber über die 15. Ausgabe nicht hinaus. "Untold Voyages" als Lückenfüller zwischen "Star Trek I" und II ging es noch schlechter. Hier kam man auf fünf Ausgaben. Erwähnenswert waren auch zwei "X-Men"-Crossover, von denen es ja schon einen Pocket-Band gab.

Wildstorm

Da die Zukunft der "Star Trek"-Comics seit jeher unter keinem guten Stern stand, hatte sich der Wildstorm-Verlag dazu entschlossen, keine regulären Hefte zu bringen, sondern einzelne Ausgaben. So gab es anfangs einen "Voyager"-Comic, dann TOS, dann wieder "Voyager", dann TNG, erstmalig einen "New Frontier"-Comic(!), diverse Miniserien, Specials und zwei Graphic Novels, die nicht nur außerordentlich gezeichnet waren, sondern auch eine gute Geschichte vorweisen konnten: "The Gorn Crisis" und "Forgiveness". Wildstorm versuchte sich auch an Prestige-Ausgaben. Allerdings konnte sich auch diese Reihe nicht lange halten.

Tokyo Pop

Die Manga-Welle machte vor "Star Wars", "Battlestar Galactica" und natürlich auch "Star Trek" nicht Halt. Es gab drei TOS-Ausgaben, eine Art Sammelband und bislang eine TNG-Ausgabe. Eine zweite war in Vorbereitung. Es bleibt abzuwarten, ob sie erscheint. Die Geschichten stammen aus der Feder namhafter Autoren, die Zeichnungen variierten im Mangastil.

IDW

IDW ist der jetzige Vertreter der Comics in den USA. Von ihm stammt nicht nur die Adaption des Abrams-Films, sondern erstmalig auch die von "Star Trek II", und sogar "Reign in Hell" hat eine ähnliche Comicversion bekommen. Es gibt einige Beiträge um den neuen Kinofilm, wie eine Vorgeschichte und ergänzende Nebenhandlungen, um die Story richtig zu erklären, da, wo die Drehbuchautoren geschlampt haben, um eine glaubwürdige Handlung rüberzubringen.

Auch IDW vertraut nicht auf reguläre Reihen, sondern setzte auf vereinzelte Miniserien wie TOS, TNG und auch DS9 und wieder "New Frontier". Erstmalig ab September 2011 mochte man sich bei IDW jedoch auf eine fortlaufende Reihe festlegen, nämlich aus dem neuen Abramsverse. Alte Storys im neuen Gewand. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Reihe verkauft. Aufsehen hat die Reihe mit ihrer Zombie-Trek-Ausgabe erregt. Was bei IDW nervt, sind ein Großteil von Werbung und der Sammler verzweifelt an der schier unübersichtlichen Comic-Coversammlung. Etwas, was Dynamite bereits bei "Battlestar Galactica" versuchte. IDW publiziert nach längerer Pause seit September wie gesagt die neue Reihe. Außerdem gibt es mal wieder ein in den USA so beliebtes Superhelden-Crossover ...

Deutschland

Koralle-Verlag und Condor-Verlag

Beide Verlage kümmerten sich um die Gold-Key-Ausgaben. Aber beide zusammen vermochten es auch nicht, sämtliche Ausgaben zu publizieren. Nach dem Erscheinen von "Star Trek VI" veröffentlichte der Condor-Verlag die Film-Adaption. Ein drittes Mal versuchte sich Condor auch an TNG und scheiterte kläglich. Auf Nachfragen, warum man innerhalb der Story abbricht, hatte man das auf die Rechte geschoben.

Ehapa

versuchte sich am "Star Trek III"-Comic. Das war es dann auch.

Hethke

veröffentlichte Luxus-Ausgaben von TOS und TNG aus der zweiten DC-Reihe. Allerdings scheiterte dies am teuren Preis und minimalen Umfang von zwei Ausgaben pro Band.

Feest

versuchte sich am "Star Trek VII"-Band, an DC-Miniserien und an einer Graphic Novel (Ehrenschuld).

Carlsen

veröffentlichte diverse DC-Hefte, auch die Asche von Eden. Trotz ihrer Aufmachung waren die Comic-Leser wohl aufgrund des Preises nicht weiter bereit ...

Dino

übernahm die Wildstorm-Ausgaben, auch teilweise mit Prestige.

Gabor

scheiterte ebenfalls mitten in einer Story nach der vierten DS9 Ausgabe.

Cross Cult

Obwohl recht erfolgreich im Buchsektor, scheiterte der Verlag im Comicsektor. Es gab normale und Luxusausgaben als Hardcover. Die Vorgeschichte zum Abrams-Film verkaufte sich noch gut. Ein Band, der angekündigt worden ist, erschien nicht. Nach langer Pause versuchte sich der Verlag mit dem IDW-Band "McCoy" und bringt seit kurzem die neue fortlaufende "Star Trek"-Reihe aus dem Abramsverse.

Frankreich

In Frankreich wurden diverse Gold-Key-Comics veröffentlicht. Außerdem gab es diverse DC-Ausgaben und jüngst werden dort auch die IDW-Comics veröffentlicht.

Israel

Auch Israel war an der Comic-Front dabei. "The Wormhole Connection" der DC-Reihe erschien dort 1987. Zwei weitere Ausgaben sind mir bekannt.

Italien

In Italien veröffentlichte man die Gold-Key-Comics. Unter anderem auch in schönen Paperbacks. Dort brachte man es allerdings auf mehr Ausgaben als in den USA ...

Niederlande

Auch dort gab es Gold-Key-Comic-Veröffentlichungen und auch die Bildromane zu den einzelnen TOS-Episoden.

Dieser Artikel ist auch zusammen mit weiteren Texten rund um "Star Trek" in unserem monatlichen Magazin "Incoming Message" erschienen. Falls Sie die "Incoming Message" noch nicht abonniert haben, können Sie das Internet-Magazin zusammen mit unserem wöchentlichen Newsletter "TrekZone Weekend" hier kostenlos bestellen.

(cf - 06.08.12)

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