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Jörn Podehl (jp)05.04.10

Avantgarde der Trek-Welt

TZN Exklusiv-Interview mit Dayton Ward

Zusammen mit David Mack und Kevin Dilmore ist Dayton Ward einer der Köpfe hinter der Serie "Vanguard". Er schrieb für "Vanguard" die Romane "Rufe den Donner" und "Offene Geheimnisse". Exklusiv für das TZN konnten wir Dayton Ward einige Fragen stellen...

TrekZone Network. Wer ist Dayton Ward: Was können Sie uns über sich, Ihre Interessen und Ihre Hobbys erzählen? Was hält Ihre Familie von Ihrem Job - und von "Star Trek"?

Zusammen mit Kevin Dilmore schrieb Ward den zweiten "Vanguard"-Roman "Rufe den Donner"
Dayton Ward: Ich bin nur Teilzeitschriftsteller. Die meiste Zeit investiere ich in meinen Beruf als Wirtschaftsanalyst im Bereich IT. Eine lange Zeit war ich Softwareentwickler für das US-Militär und den privaten Sektor.

Meine Frau ist auch ein "Star Trek"-Fan, jedoch nicht so leidenschaftlich wie ich. Sie hält viel von Leonard Nimoy, findet aber Chris Pine allmählich auch ganz niedlich. Meine Töchter sind noch nicht alt genug, um zu entscheiden, ob sie Fans sein sollen oder nicht, aber meine älteste Tochter schaut von Zeit zu Zeit gerne mit ihrem Daddy "Star Trek".

TZN: Wann haben Sie mit dem Schreiben angefangen und wie lange schreiben Sie schon als professioneller Autor?

Ward: Ich habe als "Star Trek"-Fan in den frühen 1990ern angefangen. So machte ich 1997 beim ersten Schreibwettbewerb "Star Trek: Strange New Worlds" mit und verkaufte eine Kurzgeschichte an Pocket Books. Durch die beiden darauf folgenden Kurzgeschichtenwettbewerbe konnte ich nochmals zwei Geschichten verkaufen, bis mich John Ordover 1999 anrief und einen kompletten "Star Trek"-Roman von mir haben wollte. Seit meiner ersten "Star Trek"-Story schreibe ich sozusagen professionell und habe bei Pocket Books gut zu tun.

TZN: Sie haben viele "Star Trek"-Romane geschrieben. Gibt es eins, das Sie am meisten mögen? Und wenn Sie die Chance hätten: Würden Sie eins Ihrer Bücher gerne noch einmal überarbeiten oder umschreiben?

Ward: Sie können einem Elternteil nicht sagen, er solle sich zwischen seinen Kindern entscheiden. Meine Lieblingsserie ist "Star Trek: Classic", und am liebsten schreibe ich für "Star Trek: Vanguard". Das 23.-Jahrhundert-Look-and-Feel ist mein Trek. Ich glaube nicht, dass es nötig ist, eine meiner Geschichten umzuschreiben, die bereits fertig sind. Ich mag sie so wie sie sind und lebe mit ihnen. Trotzdem ist eins meiner Traumprojekte, aus meiner dritten "Strange New Worlds"-Kurzgeschichte, "The Aliens Are Coming!", eine Romanversion zu machen. Ich habe dafür schon einen Entwurf mit einem ganzen Haufen zusätzlicher Charaktere, die einen Plot aufspannen, der 20 Jahre bis zum eigentlichen Handlungszeitpunkt aufspannt.

TZN: Mit den Abenteuern aus den Serien "S.C.E." und "Mirror Universe" haben Sie auch einige Kurzgeschichten verfasst. Ist das ein großer Unterschied zu großen Romanen? Und was bevorzugen Sie?

Ward: Ich springe gerne zwischen beiden Formaten hin und her. Bei einigen Geschichten macht es mehr Spaß, sie in Kurzform zu erzählen. Man kann so direkt zum Punkt kommen. Aber manchmal hat man eine Idee, die ein bisschen ausführlicher abgearbeitet werden will.

TZN: Mit "Offene Geheimnisse" erschien ihr zweites Buch in Deutschland. Was denken Sie darüber? Und möchten Sie den deutschen Fans etwas mitteilen?

Ward: Ich liebe die ganze "Vanguard"-Serie, und David Mack ist wirklich einer der talentiertesten Autoren, die ich kenne. Die Arbeit mit ihm und das Entwerfen der "Vanguard"-Story macht wirklich viel Spaß. An meine deutschen Fans: Ihr könnt mich gerade nicht sehen, aber ich winke euch zu und freue mich über eure Unterstützung und das Lesen meiner Geschichten!

TZN: Wie kamen Sie mit "Vanguard" in Kontakt und was fasziniert Sie so sehr daran? Haben Sie einen Lieblingscharakter dieser Serie?

Ward: Zusammen mit Marco Palmieri betreute David Mack die "Vanguard"-Serie. Marco war zu dieser Zeit der Redakteur bei Pocket Books und zuständig für diverse "Star Trek"-Produktlinien. David schrieb einen sehr großen und detaillierten "Writer's Guide" für die Serie und auch den ersten Teil. Der Guide steckte auch in groben Zügen den Hauptplot der Serie ab und darüber hinaus auch die Charaktere und deren Verstrickungen, die jetzt in Kevin Dilmores und meinen Geschichten zu finden sind. Basierend auf diesem Plot fragte Marco Kevin und mich, ob wir den zweiten Teil der "Vanguard"-Serie schreiben wollten. Daraus wurde dann der Roman "Rufe den Donner". Zuzüglich haben Kevin und ich die Kurzgeschichte "Distant Early Warning" für die "Starfleet Corps of Engineers"-Serie (S.C.E.) geschrieben, die eine Art Prequel zu "Vanguard" darstellt.

Als wir mit "Rufe den Donner" fertig waren, entschied Marco, dass Kevin und ich in Zukunft mit David an "Vanguard" weitermachen sollten. Und so kam eins zum anderen.

Mit am liebsten an "Vanguard" ist mir, dass wir im "Star Trek"-Setting des 23. Jahrhunderts (ihr wisst, meine Lieblingszeit) Sachen tun können, die wir mit den etablierten und Canon-Charakteren, -Schiffen und so weiter nicht tun konnten.

Zu meinem Lieblingscharakter: Darf ich mir wirklich nur einen heraussuchen? Mir hat das Schreiben mit Commodore Reyes, besonders in dem Roman "Offene Geheimnisse", viel Spaß gemacht. Ich habe mir einige nette Sachen für ihn ausgedacht, die die Story in Zukunft hoffentlich weiter nach vorne peitscht. Im Übrigen gilt dasselbe für Botschafter Jetanien.

TZN: Wie können wir uns die Arbeit an "Vanguard" vorstellen? Wie werden diese Storylines mit David Mack und Kevin Dilmore entwickelt? Ist das nicht ziemlich schwierig?

Ward-Roman "Offene Geheimnisse"
Ward: Wir drei haben und werden noch viel Zeit mit E-Mail-Schreiben verbringen, um uns über "Vanguard" auszutauschen. Gemeinsam entwickeln wir einen Plot oder einen Handlungsbogen für einige Charaktere. Schwierig wird es, wenn wir uns gegenseitig übertreffen wollen - das endet dann meistens in einem ... sagen wir ... munteren Wettkampf. David jagt im ersten Teil ein Raumschiff in die Luft. Unsere Antwort: Im zweiten Buch ließen wir einen ganzen Planeten explodieren. Daraufhin zerstörte David einen ganzen Planeten im dritten Buch, und dann ließ er auch noch ein ganzes Sonnensystem verschwinden. Wir haben das Tempo im vierten Roman etwas gedrosselt. Das wird auch im fünften Teil zu spüren sein. Macht euch auf zukünftige Fortsetzungen gefasst, die weitere radikale Veränderungen mit sich bringen und den Status quo in "Vanguard" verändern.

TZN: Derzeit sind viele "Star Trek"-Romane voll mit Action und Politik. Die eigentliche Mission "to boldly go where no man has gone before" wird immer öfter in den Schatten gestellt (abgesehen von "Titan"). Was halten Sie davon und würden Sie das gerne ändern?

Ward: Das "to boldly go" war und ist die Mission vieler Raumschiffe mit dem Namen Enterprise. Der Vorteil, verschiedene Serien zu haben, die in verschiedenen Zeiten, an verschiedenen Orten und mit verschiedenen Charakteren spielen, bindet einen nicht an einen Typ von Geschichten. "Vanguard" zum Beispiel ist sehr action- und politiklastig, erzählt jedoch auch eine Geschichte über Forschung. Aber anstatt in das Unbekannte zu fliegen, fokussiert sich die Story auf eine uralte Zivilisation und die Macht, die sie einst über einen Raumbereich besaß, der jetzt nahe der Föderationsgrenzen ist. "Star Trek" ist groß genug und bietet eine derart große Mannigfaltigkeit, dass jede Story erzählt werden kann - ob es Actionabenteuer, Politthriller, reine Wissenschaft oder Forschung ist.

TZN: Was halten Sie von dem neuen "Star Trek"-Film und der alternativen Zeitlinie? Der Film ist sehr rau: Sehen Sie darin nicht auch ein bisschen den "Vanguard"-Flair?

Ward: Mir hat der Film ganz gut gefallen. Klar, er hat seine Makel, aber er hat viel Spaß gemacht und dem Franchise zu neuer Energie verholfen. Die Ähnlichkeit zu "Vanguard" stört mich kein bisschen. Ich hätte gerne die Chance über jene Charaktere zu schreiben. Ich bin ziemlich angetan von Bruce Greenwoods Interpretation des Captain Pike und würde "ihn" gerne in einer meiner Storys auftreten lassen.

TZN: Welche Romane planen Sie zurzeit? Vielleicht etwas über die Zukunft von "Vanguard"? Schreiben Sie auch Non-Trek-Books?

Ward: Jetzt, während ich diese Fragen beantworte, stehe ich kurz vor dem Abschluss von "Paths Of Disharmony", einer "Next Generation"-Geschichte, die die Miniserie "Typon Pact" abschließt. "Typon Pact" ist für Ende des Jahres geplant. Es ist die Fortsetzung zu Bill Leisners TNG-Roman "Losing The Peace", der wiederum die "Destiny"-Serie von David Mack fortsetzte. Als Nächstes werden David, Kevin und ich weiter an dem Entwurf für das nächste "Vanguard"-Buch arbeiten. Leider kann ich keine Details oder nur Hinweise preisgeben, aber seid gespannt!

TZN: Sie haben es fast geschafft. Hier nun unsere typische TrekZone-Network-Frage: Wo sehen Sie die Menschheit in 100 Jahren?

Ward: Ich hoffe, dass einige von uns in ihren Wohnzimmern auf dem Mond- oder sogar auf einer Marskolonie sitzen und sich über den schlechten Satellitenempfang aufregen. Dabei schauen sie im TV, wie die Tampa Bay Buccaneers zum 100. Mal in Folge den Super Bowl (CXLIV) gewinnen. Ach ja, und Weltfrieden und Liebe unter allen Menschen wäre auch nett.

TZN: Vielen Dank für dieses tolle Interview!

Ward: Gerne, gerne, hat mir Spaß gemacht!

(jp - 05.04.10)

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