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Melanie Brosowski (mb)10.04.09

"Geschichten eines Krieges"

TZN-Interview mit dem Autor Carsten Steenbergen

Hier geht es um die Helden, die nicht in vorderster Reihe stehen. Die Wesen, die durch den Krieg gezwungen werden, oft sehr unkonventionelle Wege zu beschreiten und die mit viel List um ihr Leben und um das ihrer Angehörigen kämpfen. Egal ob Mensch, Elf oder Monster, all diese Kreaturen haben ein gemeinsames Ziel: Überleben!

TrekZone Network: Wer steckt hinter "Drachenkinder"?

Carsten Steenbergen: Die Drachenkinder sind eine vierköpfige Autorengruppe, bestehend aus Christiane Gref, Helmut Marischka, John Poulsen und meiner Person. 2007 haben wir uns in einem Schreibforum virtuell kennen gelernt und uns dort auch als Gruppe zusammengefunden. Da wir über ganz Deutschland verstreut wohnen, dauerte es eine Weile, bis wir uns dann auch einmal persönlich getroffen haben.

Wir haben es uns sozusagen auf die Fahne geschrieben, einerseits gemeinsame Projekte zu realisieren und andererseits das ein wenig an hoffnungsvolle Jungautoren zurückzugeben, was wir selbst auf unserem bisherigen Weg schon erleben durften: die Unterstützung und Hilfe von erfahreneren Autoren. Und das macht bislang jede Menge Laune.

TZN: Wie entstand die Idee zur Anthologie "Geschichten eines Krieges"?

Steenbergen: Da müsstest du eigentlich besser John Poulsen fragen. Er ist eines Tages mit dieser Idee angekommen und wir übrigen fanden sie auf Anhieb Klasse. Wir dachten, dass es endlich mal Zeit wird, eine Fantasy-Anthologie herauszubringen, die vielleicht ein wenig anders ist als das, was man sonst so zu lesen bekommt. Danach haben wir uns direkt auf die Suche nach einem geeigneten Verlag gemacht und schließlich im Verlag Peter Hopf einen tollen, engagierten Partner gefunden.

TZN: Seid ihr/bist du zufrieden mit dem Ergebnis?

Steenbergen: Absolut! Innerhalb weniger Wochen trudelten über 160 Kurzgeschichten ein. Es ist uns echt schwergefallen, die Sieger zu küren, weil die Qualität der eingereichten Storys wirklich enorm war. Das Cover wurde von Brigitte Pandel erstellt und rundet das Gesamtwerk absolut gut ab. Die Resonanz auf unser erstes Herausgeberwerk war dazu dementsprechend positiv. Alles in allem hat es sich einfach gelohnt und wir würden so ein Projekt sicher noch einmal angehen.

TZN: Wer ist Carsten Steenbergen?

Steenbergen: Ein 35-jähriger Zwillingsmensch, der fast schon zwanghaft versucht, seine vielfältigen Interessen unter einen Hut zu bringen. Und nebenher noch ein wenig schreibt. Nein, im Ernst. Ich versuche jeden Tag so viel wie möglich mitzunehmen und neben der vielen Arbeit nicht das Leben zu vergessen. Obwohl, schreiben ist ja ein Teil meines Lebens. Und auch irgendwie Arbeit. Und Spaß. Und ... ach, siehste. Doch nur ein Zwilling. ;)

TZN: Du bist verheiratet. Wie schafft man es, Beruf, Privatleben und ein so aufwendiges Hobby wie die Schreiberei miteinander zu verbinden?

Steenbergen: Nur durch viel Unterstützung seitens der Familie. Sie geben mir den nötigen Freiraum und die Kraft, die nötige Energie aufzubringen. Zugegeben, es fällt nicht immer leicht, sich nach einem Zehn-Stunden-Tag im Büro trotzdem noch einmal an den Rechner zu setzen und zu schreiben. Aber von nichts kommt nun mal nichts. Also versuche ich so viel Gas zu geben, wie es geht.

TZN: Wie bist du zum Schreiben gekommen?

Steenbergen: Klingt fast ein wenig unglaubwürdig, aber tatsächlich durch ein echt schlecht geschriebenes Buch. Da ich schon immer ein Vielleser war, hat mich einfach die totale Enttäuschung über den Fehlkauf gepackt. Danach kam dann der Ehrgeiz, es selber besser zu machen und schon war ich dabei. Letztendlich müsste ich mich eigentlich bei der jungen Dame, die den Roman damals im Selbstverlag veröffentlicht hat, bedanken. Leider habe ich weder ihren Namen noch ihren Roman mehr zur Hand.

TZN: Hast du ein schriftstellerisches Vorbild?

Steenbergen: Eins? Ich würde sagen mehrere. Aber es sind definitiv zu viele, um sie alle aufzuzählen. Ein paar Wenige seien genannt: Matt Ruff, Michael A. StackpoleBernhard Hennen und natürlich der Altmeister J.R.R. Tolkien.

TZN: Wer ist dein schärfster Kritiker und warum?

Steenbergen: Definitiv meine Frau. Sie begeistert sich eigentlich nicht so sehr für phantastische Literatur, daher hat sie wohl den nötigen Abstand, um wirklich direkt und manchmal auch gnadenlos zu sein. Das Ergebnis bringt aber immer wieder jede Menge.

TZN: Was sagen deine Freunde zu deinem Hobby?

Steenbergen: Natürlich habe ich am Anfang auch so manchen seltsamen Blick abbekommen. ("Ah ja, du schreibst jetzt.") Das hat sich aber schnell gelegt, als die ersten Veröffentlichungen anstanden. Mittlerweile freuen sie sich mit mir und unterstützen meine Ziele auch recht tatkräftig. Das tut natürlich gut.

TZN: Was ist dein aktuelles Projekt?

Steenbergen: Auch da gibt es eigentlich mehrere. Als Erstes steht natürlich das Fertigstellen meines Debütromans an, einer Darkfantasy-Erzählung mit historischem Hintergrund. Im Jahr 1256 treibt ein Korndämon sein blutiges Unwesen in der Abtei zu Gladbach. Eine sehr spannende Sache, da ich damit auch meinem Faible zum Mittelalter nachgeben kann. Des Weiteren arbeite ich aktuell an einer Hörbuchreihe zum Thema Seefahrt und Piraten, was natürlich auch sehr viel Spaß macht. Dazu, natürlich, werden schon die nächsten Romanideen und Hörspiele ausgearbeitet. Es geht also ungebremst weiter.

TZN: Wie siehst du die derzeitige Situation von Jungautoren/Kleinverlagen?

Steenbergen: Ich denke, Jungautoren und auch Kleinverlage stecken in keiner leichten Situation. Der Markt verlangt immer mehr nach Massentauglichkeit bei gleichzeitigem Abheben aus der Menge. Das stellt harte Anforderungen an beide, den Autor, der sich und seine Werke bekannt machen will und auch den Kleinverlag, der sich gegen die Großen im Business behaupten muss. Letztendlich brauchen beide viel Atem und Durchhaltevermögen.

TZN: Stichwort Leipziger Buchmesse: Welche Bedeutung hat sie für dich beziehungsweise für Autoren allgemein?

Steenbergen: Dieses Jahr ist das erste Mal, dass ich die Leipziger Buchmesse besuchen werde. Nach der Frankfurter Buchmesse ist Leipzig sicher das zweite große Highlight der Saison. Dort bieten sich jede Menge Möglichkeiten, Kontakte zu knüpfen, Erfahrungen auszutauschen und natürlich auch ein wenig Verlagsluft zu schnuppern. Für jeden, der einmal ernsthaft schreiben will, ein absolutes Muss.

TZN: Einige abschließende Worte?

Steenbergen: Vielleicht an alle, die schreiben wollen. Tut es einfach, bleibt dran und lasst euch nicht davon abhalten. Und natürlich vielen Dank für das nette Interview.

(mb - 10.04.09)

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