Daily Trek Cast & Crew Focus & Background Franchise & Fandom
Star Trek Into Darkness Star Trek XI Enterprise Universum
SF-Zone Raumfahrer.net
GameZone Literatur
Trek BBS Quark's Bar Star Trek Rollenspiel

Seitenoptionen



News & StoriesSerien & FilmeScience & FictionMediaCommunity

Portal Facebook Twitter YouTube Flickr Chat Trek BBS

 
Daily Trek News
SF-Zone News

Anja Ebeling (ae)03.11.01

Kirk und langweilige Nachfolger

Diane Carey erklärt ihre Liebe zur Classic-Serie

Ian Cullen beim CyFy Pulse hat ein neues Interview mit "Star Trek"-Schreiberin Diane Carey, Autorin des demnächst erscheinenden "Aufbruch ins Unbekannte"-Romans, herausgegeben. In diesem Interview spricht Carey über die jüngste Trek-Serie "Enterprise" und ihre Gedanken über die Rolle von Captain Archer und die vulkanische Wissenschaftsoffizierin T'Pol. Carey erzählt auch über den Prozess der Umwandlung von Drehbüchern in Romane.

Gerade kürzlich hatte ich die glückliche Ehre, mit der "Star Trek"-Autorin Diane Carey zu sprechen. Carey ist sehr berühmt und hat viele Jahre damit verbracht, "Star Trek"-Romane zu schreiben. 1995 war sie größtenteils verantwortlich für die "Invasion"-Romanserie, bei deren Konzept sie Pocket-Books-Herausgeber John Ordover behilflich war. Seitdem hat Diane Carey einige Trek-Romane geschrieben, wie zum Beispiel die Romanumsetzung zu "Tuvoks Flashback". Der jüngste Roman, den sie geschrieben hat, ist natürlich "Aufbruch ins Unbekannte", der in den USA am 6. Oktober herauskam und in Großbritannien im November erscheinen soll. Ich hatte das Glück, Diane ein paar Fragen über ihren "Enterprise"-Roman und ein paar andere Projekte stellen zu können.

CyFy Pulse: Sie scheinen letztlich viele "Star Trek"-Romanumsetzungen gemacht zu haben, von dem Roman zu "Tuvoks Flashback" zum 30-jährigen Jubiläum bis hin zur neuen Serie "Enterprise". Kann man sagen, dass es zwischen Ihren Kollegen bei Pocket eine Art Wettkampf darüber gibt, diese zu schreiben? Wie entscheidet Pocket, wer am besten ist, diese Romanumsetzungen zu schreiben, denn ich bin sicher, viele Autoren würden ihren rechten Arm dafür geben?

Diane Carey: Es gibt da keinen Wettbewerb. Ich schreibe sie alle. Hauptsächlich ist es ein Bonus, überhaupt alles zu machen, worum Pocket mich je gebeten hat oder was Pocket von mir brauchte. Manchmal kriege ich die Drehbücher auf die letzte Minute. Ich habe den "Enterprise"-Roman in nur vier Tagen gemacht, teilweise, während ich als Schiffsköchin auf dem Schoner Pride of Baltimore II beschäftigt war und kaum Strom für meinen Laptop hatte.

"Aufbruch ins Unbekannte" von Diane Carey
CyFy Pulse: Was dachten Sie über das "Aufbruch ins Unbekannte"-Drehbuch im Vergleich mit Ihren anderen Adaptionen von "Star Trek"-Drehbüchern?

Carey: Es ist genau wie die anderen. Sie sind alle von den gleichen Leuten geschrieben worden. Die Classic-Serie war von einer Reihe frischer und guter Science-Fiction- und Fernseh-Autoren geschrieben worden, die alle schon viele andere Sachen gemacht hatten - Harlan Ellison, Dorothy Fontana, Ted Sturgeon, Jeremy Tarcher und so weiter. Jede Folge war frisch und neu. Diese neuen Serien werden alle von der gleichen Handvoll Angestellten geschrieben. Wenn ein Drehbuch irgendwie draußen akzeptiert wird, wird es von den Leuten immer wieder umgeschrieben.

CyFy Pulse: In vielen Interviews hat Scott Bakula kürzlich gesagt, dass seine Rolle des Captain Jonathan Archer mehr als alle vorherigen Captains mit Kirk gemein hat. Jetzt, wo Sie die Geschichte von "Aufbruch ins Unbekannte" geschrieben haben, würden Sie dem zustimmen, und würden Sie sagen, dass es da irgendwelche kleinen Unterschiede zwischen den beiden Charakteren gibt?

Carey: Er ist ein liebenswerter Typ, aber das allein macht noch keinen Captain. Wenn man Captain Kirk gesagt hat, dass sein Außenteam die Nacht nicht überleben würde ohne medizinische Versorgung, hätte er nie gesagt: "Ich hoffe, sie leben noch, wenn der Wind nachlässt." Wir werden sehen, ob er noch mehr Mumm hat. Ich hoffe es. Momentan macht er sich zu viele Sorgen, dass er T'Pol verwirrt, um viel zu beschicken.

CyFy Pulse: Die Serie ist jetzt in den Staaten angelaufen ist - hatten Sie die Zeit, es sich anzusehen, und was denken Sie über die Serie, also was mögen Sie daran und welche Dinge mögen Sie in der neuen Serien nicht so sehr?

Carey: Ich versichere Ihnen, bei allem Respekt, es ist etwas, wie ich es noch nie gesehen habe. Sagen wir einfach, es ist interessant. Heldentum ist typisch menschliches Draufgängertum. Wie primitiv. Lassen Sie uns essen und über das Essen sprechen.

CyFy Pulse: In den meisten Episoden-Umsetzungen, die nach "Star Trek"-Folgen geschrieben wurden, haben die Autoren irgendetwas der Geschichte hinzugefügt. Durften Sie das bei "Aufbruch ins Unbekannte"?

Carey: Ich habe zu jedem Drehbuch was hinzuzufügen. Sogar wenn ich sehr viel Glück habe und in guter Form bin, kann eine Drehbuchseite nicht mehr als ein oder zwei Manuskriptseiten abwerfen. Das reicht nie für einen normalen Roman. Greg Brodeur, mein Mann und meine Handlungsmaschine, findet meist extra Handlung und Entwicklung, um die Geschichte zu erweitern. Bei "Enterprise" hatte ich keine Zeit, aber ich habe es geschafft, einen weiteren Handlungsbogen im Hintergrund zu schreiben und die Dialoge vor und nach den meisten Szenen etwas zu verlängern. Zu dem "Vater und Sohn"-Teil am Anfang habe ich einiges hinzugefügt.

CyFy Pulse: Ich weiß, dass Sie für "Star Trek" noch einige andere Projekte haben und dass noch einige Bücher demnächst herauskommen werden, neben "Aufbruch ins Unbekannte". Welches Ihrer neuen Bücher würden Sie empfehlen und warum?

"Altes Blut" von Diane Carey
Carey: Ich würde die "Challenger"-Bücher empfehlen, "Challenger" und "Chain-Mail", außerdem die Kurzgeschichten "Enterprise Logs". Durch Nick Keller und seine Crew hatte ich endlich die Chance, mich von den Charakteren zu lösen, die andere Leute erfunden hatten und die überentwickelt waren. Ich kann jetzt selbst entscheiden, wohin "Challenger" gehen kann. Sie werden nie wissen, wer überlebt und wer nicht, wer verletzt oder heiraten wird. Wir halten das Unvorhersehbare am Leben. Und weil sich Keller in einem zukünftigen Roman von der Sternenflotte abwenden wird, ist er nicht mehr den Regeln dort unterworfen bei seinen Handlungen oder Forschungen. Er ist sozusagen in einem Grenzbezirk und kann neue Gesetze erfinden, wohin immer er geht. Wenn man nichts Unvorhersehbares in einer Geschichte hat, kann man gleich nach Hause gehen und anfangen zu stricken.

CyFy Pulse: Sie haben alle Inkarnationen von "Star Trek" erlebt - haben Sie, vielleicht mehr als jeder andere Fan, einen bestimmten "Star Trek"-Charakter, den Sie überhaupt nicht ausstehen können, und hatten Sie je das Verlangen als Autorin, dann diesem Charakter das Leben schwerer zu machen als den anderen, und wenn - wer wäre das?

Carey: Nun - ich hasse Technobabble und die, die das absondern. Ich will nicht wissen, wie Antimaterie in welchem Knoten funktioniert oder wie diese coole Pseudo-Wissenschaft auf dem Schiff funktioniert. Mein Lieblingssatz bei "Star Trek" ist "Drück einfach den richtigen Knopf." Meist sind es die vorhersehbaren Charaktere, die am schwersten zu schreiben sind, die, bei denen man die Worte schon kennt, bevor sie den Mund aufmachen. Seven of Nine fällt mir da ein. T'Pol ist die Neue. Worf und Tuvok haben mich ziemlich gelangweilt, obwohl das eine Worf-Buch, "Altes Blut", ziemlich reingehauen hat.

CyFy Pulse: Von allen "Star Trek"-Serien, für die Sie Episodenromane geschrieben haben - für welche Serie war das am einfachsten, und welche würden Sie als Ihre Lieblings-Serie bezeichnen?

Carey: Es ist kein Geheimnis, dass für mich Kirks "Star Trek" die stärkste und frischeste Serie war. Kirk hatte keine Regeln hinter sich. Das ist für einen Dramatiker immer inspirierend.

CyFy Pulse: Ich beende das Interview mit einer hypothetischen Frage: Hier in Großbritannien waren wir sehr geschockt und entsetzt über die kürzlichen Angriffe auf die USA. Welchen "Star Trek"-Charakter würden Sie als Trek-Fiction-Autorin auswählen, um mit den Taliban fertig zu werden, wäre er verantwortlich, und warum?

Carey: Wen wohl? Jim Kirk ist ein Captain mit dem nötigen Rückgrat, um zu tun, was getan werden muss, egal, wie weh es ihm tut. Die anderen würden zu viel Zeit mit Meditieren verbringen. Wenn in Ihr Haus ein Mörder kommt und eines Ihrer Kinder tötet, gehen Sie nicht hin und verhandeln mit ihm über das Leben der anderen. Sie fragen ihn nicht, was ihn stört, und ob er auch seine eigenen Kinder umbringen würde, hätte er einen Grund dazu. Sie nehmen ihn aus der menschlichen Gleichung, schnell, hart und ohne Schuld. Dann feiern Sie. Wir brauchen Generäle, keine Gurus. Langfristig, denke ich, werde ich George W. treu bleiben, egal, wie viele verletzte Kinder CNN auch zeigen wird. Es ist alles Schuld der Terroristen und die Schuld derjenigen, die sie unterstützen. Die Schuld für alle Tragödien muss man vor die richtige Tür legen.

(ae - 08.06.09 - Quelle: CyFyPulse)


Nach oben

Alle Berichte sind das geistige Eigentum der Autorinnen und Autoren. Jede unautorisierte Übernahme ist ein Verstoß gegen das Urheberrecht. Für Anfragen betreffend Artikel- oder Newsübernahme wenden Sie sich bitte an den Redaktionsleiter.

"Star Trek", "Star Trek: The Next Generation", "Star Trek: Deep Space Nine", "Star Trek: Voyager", "Star Trek: Enterprise" und alle verwandten Markennamen sind eingetragene Handelsmarken von Paramount Pictures. Kopierrechtlich geschütztes Material wurde ausschließlich für nichtkommerzielle Zwecke genutzt. Dies gilt auch für alle Materialien, die aus anderen Franchises stammen und im Rahmen der TZN SF-Zone genutzt wurden.

Mitarbeit Kontakt Impressum

© TrekZone Network, 1999-2017