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Sara Hoeft (sho)27.01.13

Zur rechten Zeit am rechten Ort

Fantasy-Autor Markus Heitz über seine aktuellen Projekte

Auf der RingCon 2012 in Bonn war mit Markus Heitz einer der erfolgreichsten deutschen Fantasyautoren zu Gast. Nach seiner Lesung und Signierstunde nahm er sich Zeit für ein Interview mit TZN-Redakteurin Sara Hoeft.

TrekZone Network: Vielen Dank erst einmal für dieses spontane Interview.

Markus Heitz: Ja, gerne!

TZN: Erste Frage: Wie sind Sie eigentlich zum Schreiben gekommen? Gab es irgendwelche Vorbilder, die Sie inspiriert haben, wegen denen Sie angefangen haben zu schreiben? Oder wie hatte es sich für Sie entwickelt?

Markus Heitz: Also es gab jetzt kein traumatisches Erlebnis im Sinne von "Das muss ich jetzt irgendwie verarbeiten, indem ich Geschichten schreibe". Nein, so war es nicht. Ich hatte einfach viel gelesen früher. Es gab keinen ersichtlichen Grund. Ich habe einfach angefangen, Geschichten selber zu schreiben, einfach, weil ich auch Lust hatte, Geschichten zu erzählen. Wie gesagt, ich hatte keinen Unfall oder so gehabt. Es hat mir einfach Spaß gemacht, sie mir einfach auszudenken. Und das ist der Antrieb.

Markus Heitz auf der RingCon 2012
TZN: Und wie sieht es mit Vorbildern aus?

Markus Heitz: Nein, keine Vorbilder. Nee. Am Anfang probiert man einfach aus. Da gab es die Stephen-King-Phase, wo ich versucht habe, wie er zu schreiben. Da hat man die "Drei-Fragezeichen"-Phase − also vorher schon gehabt, sozusagen −, in der man sich Kriminalfälle ausdenkt und so etwas. Aber im Sinne von "Schreiben wie ..." wollte ich nicht. Denn das macht keinen Sinn. Es gibt sie ja schon. Da muss ich nicht noch mal schreiben wie King oder Doyle oder sonst irgendjemand ... oder Tolkien - um den Chef zu nennen, sozusagen. Das gibt es ja alles schon. Durch Rumprobieren und Ausprobieren findet man dann zum eigenen Stil.

TZN: Wie sind Sie an Ihre erste Veröffentlichung gekommen?

Markus Heitz: Also, ich habe es eingeschickt. Das klingt jetzt trivial, aber so einfach war das. Die erste Geschichte, den ersten Roman habe ich just for fun geschrieben, weil ich nach ganz vielen Kurzgeschichten wissen wollte, kriege ich das hin. Also kann ich einen Roman im Griff halten, weil es eine andere Herangehensweise ist. Ich habe das ausprobiert, fand, dass es geklappt hat und habe es Freunden zu lesen gegeben. Und die Freunde sagen ja immer: "Hey super, schick mal ein!" Das habe ich dann auch gemacht, an vier Verlage. Ich habe alles falsch gemacht, was man falsch machen kann. Ich habe den kompletten Roman eingeschickt, in 10er-Schrift. Kein Rand! So etwas wird normalerweise direkt eliminiert, weil es nicht den Standardvorgaben entspricht, die man erfüllen muss, wenn man ein Manuskript einschickt. Das sind: 30 Zeilen mit 60 Zeichen Anschlag. So. Normalerweise landet alles andere direkt in Ablage P. Ich kam aber an Lektoren, die gnädig und gütig waren. Von vier Verlagen waren es zwei - von denen habe ich nie wieder etwas gehört. Und die anderen beiden haben es genommen. Also konnte ich es mir damals aussuchen, zu wem ich gehen wollte.

Man muss aber auch dazu sagen, dass es damals zur richtigen Zeit am richtigen Ort war. Im Jahr 2000 war es. Da haben deutsche Verlage deutschen Autoren eine Chance gegeben. Das war vorher nicht so der Fall in Sachen Fantasy. Da hat man viel aus England und aus Amerika eingekauft und hat Übersetzungen machen lassen. Just in diesem Jahr 2000 setzte ein Umdenken ein. Es gibt heute ja auch ganz viele deutsche Fantasy-Autoren, die vorher auch schon da waren. Also ich lass Kollege Hohlbein außen vor, denn er ist ja schon seit 20, 30 Jahren beschäftigt. Aber Bernhard Hennen, meine Wenigkeit, Christoph Hardebusch - wir bekamen plötzlich alle eine Chance, wie es so schön heißt, weil es genau der richtige Zeitpunkt war. Aber um das zu Ende zu bringen: Es soll niemanden heute abschrecken, seine Romane zu schreiben und trotzdem einzuschicken. Also das ist wichtig! Einfach machen!

TZN: Wie wichtig finden Sie Social-Media-Kanäle, um die Bücher oder auch sich selbst als Autor zu vermarkten? Ich habe bereits gesehen: Sie selbst haben eine eigene Facebook-Seite. Wie wichtig finden Sie das?

Markus Heitz: Es ist - so wie es so schön heißt - eine flankierende Maßnahme. Meine Homepage gibt es schon ewig, sozusagen seit ich angefangen habe zu schreiben. Auf Facebook bin ich jetzt zwei Jahre oder so, einfach weil ich als Werbung daran einfach nicht vorbei komme. Wie stark das Ganze zu bewerten ist, weiß ich gar nicht genau. Ich finde es aber sehr lustig: Wenn ich beispielsweise einen Post mache "Hier ist eine neue Leseprobe aus dem nächsten Band online", kommt dann so 15 Mal "Gefällt mir" und 20 Kommentare. Und ich neige dazu, meine Frisur abwechselnd mal so und mal so zu machen. Weil alle gesagt haben, die Frisur vorher war ein wenig merkwürdig − was mir egal war, aber ... − dann habe ich aus Protest die aktuelle gepostet. Daraufhin kamen dann 120 "Gefällt mir" und 80 Kommentare. Dann dachte ich mir "Hey ... SO funktioniert es!" Also poste ich gar nicht mehr so viel von den Romanen, sondern "Ich habe meine Frisur geändert" oder so etwas. Es ist lustig. Also man sieht: "Social Network" im wahrsten Sinne. Es geht um Privates wie Frisuren. Das ist auch für einen Autor irritierend, aber auch spannend. Aber ich finde, es ist ein gutes Medium, ein gutes Mittel, um viele Menschen zu erreichen.

"Ich habe alles falsch gemacht, was man falsch machen kann."

TZN: Manche Autoren nehmen für die Inspiration ihrer Figuren gerne aus dem Bekanntenkreis ...

Markus Heitz: Nein, ich will nicht verklagt werden. Ne, ne ... heutzutage, wo Prozesse geführt werden, wegen "Ich habe mich in dem Buch wiedererkannt." − "Da geht es um Zwerge!" − "Ich habe mich trotzdem in Ihrem Buch wiedererkannt." Nein!

TZN: Welche neuen Projekte haben Sie?

Markus Heitz: Gehen wir sie mal durch: Wir haben das Jahr 2012 und die Welt geht wahrscheinlich nicht unter, weil meine Buchverträge bis mindestens 2015 gehen. Das sehe ich gar nicht ein. Und an der Stelle einen Hinweis, den ich schon mal gegeben habe: Der Christliche Kalender endet jedes Jahr am 31.12. und an Silvester habe ich noch nicht erlebt, dass jemand auf die Straße rennt und schreit: "Wir werden alle sterben, der Kalender ist zu Ende. Nur weil die Maya aufgehört haben, weiterzuzählen ..." What a *Peep* - das "Peep" war ich.

Deswegen geht es auch hinterher weiter. Im Jahr 2013 stehen an: Im Frühjahr - März/April/Mai, das entscheidet der Verlag - kommt der zweite Band von "Collector". Im Herbst 2013 kommt der nächste Thriller mit ganz, ganz wenigen fantastischen Elementen. Konstantin Korff aus "Oneiros" wird eine Rolle spielen - aber keine Hauptrolle. Im Januar 2014 kommt der vierte Teil der Albae. Was ich nach den Albae mache in Sachen Fantasy, muss ich noch schwer in mich gehen und lauschen, wer als Erstes ins Ziel will. Entweder "Die Zwerge 5" oder ein dritter Band in Sachen "Mächte des Feuers/Drachenkaiser", also 20er-Jahre und Drachen. Zwischendurch gucke ich mal - ohne dass eine Garantie für die Umsetzung gegeben wird - eine kleine Anthologie in Sachen Albae aus verschiedenen Alben-Schicksalen, auf die ich in den Romanen keine Rücksicht genommen habe. Und eine kleine Novelle über Tungdil, was er in der schwarzen Schlucht erlebt hat mit Blick auf das Album von "Blind Guardian", welches thematisch genau da einhaken wird.

TZN: Welches andere Genre würde Sie noch reizen?

Markus Heitz: Ich will da gar nichts ausklammern. Also ich wäre ja blöd, mich selbst zu limitieren. Solange ich Ideen habe für ein Genre, werde ich das umsetzen. Schwierig fänd ich jetzt aber einen Liebesroman. Also so einen - früher im Buchhandel nannte man das "Nackenbeißer". Schon seit Jahren ging das auch immer um Sex und die wurden schon immer gut verkauft. Da haben die Buchhändler immer schon gesagt: Dort drüben ist die Abteilung Nackenbeißer. Wurde jetzt ein wenig aufgepeppt durch Reitgerten und Lederpeitschen. Seit Neustem nennt man das "Shades of Grey". Um was es immer noch geht, ist völlig klar. Also so eine leichte Verarsche würde mir da schon Spaß machen. Also mit einem völlig sinnlosen Buchtitel, einem völlig sinnlosen Cover - aber einen richtig schönen Nackenbeißer. Ich habe eine Idee für etwas rein Humoristisches - ohne Werwölfe, Vampire und sonstigem Fantasyzeugs. Einfach nur ein Gegenwartsroman, nur sehr lustig. (überlegt) Ich schrecke da vor nichts zurück. Da bin ich gnadenlos!

"Also so eine leichte Verarsche würde mir da schon Spaß machen. Also mit einem völlig sinnlosen Buchtitel, einem völlig sinnlosen Cover - aber einen richtig schönen Nackenbeißer."

TZN: Apropos gnadenlos: Was ist für Sie so faszinierend, immer über die Bösen zu schreiben?

Markus Heitz: Die Herausforderung für den Autor ist ja, dass die Bösen, die ich vorstelle, bekannt sind - aus den Romanen selber wie bei den Albae zum Beispiel. Wer die Zwerge gelesen hat, denen kann ich nicht erklären: Hey, die Albae sind im Grunde ganz nett - sie sind nur falsch verstanden und sie würden auch jemandem helfen, der umgefallen ist. Das ist Quatsch. Die Leute wissen genau, dass die Albae böse sind, finster und gemein. Und die Herausforderung für mich als Autor besteht darin, die Leute - obwohl sie wissen, dass sie die Bösen sind - auf die dunkle Seite der Macht zu ziehen. Sie also in einer Kampfszene mit dem Bösewicht mitfiebern lassen - "Es ist zwar der Böse, aber hoffentlich gewinnt er." Das ist der Spaß an der Sache, und so etwas macht unglaublich Laune.

TZN: Wie viel von Ihnen selbst ist in Ihren Figuren? Dass Sie ja eher über die Bösen schreiben, macht die Frage besonders interessant ...

Markus Heitz: Ich wusste es. Nur weil ein Autor Thriller schreibt und so ständig Leute umbringt, heißt es ja nicht, dass er es zu Hause auch ständig macht. Da würde ich aufpassen. Autoren müssen und sind in der Lage, sich in andere Sachen hineinzuversetzen. Genau wie Schauspieler. Jemand, der Hannibal Lecter spielt (oder sonstige Psychopathen), wird im wahren Leben vielleicht etwas anders sein, aber vielleicht nicht gerade Psychopath. Man muss in der Lage sein, sich in so etwas hineinzuversetzen.

Ich unterscheide durchaus zwischen meinen Figuren und mir selber. Jemand Schlaues hat einmal gesagt, dass ein Autor mit seinen Büchern mehr über sich selbst verrät, als er sich dessen bewusst ist. Es mag sein, dass gewisse Verhaltensweisen oder Charakterzüge vorliegen und Ablegungen eine Rolle spielen, aber nicht bewusst.

Also ich wäre niemand, der anfangen würde, Kunstgegenstände aus Gebeinen anzubauen. Was die Leute aber im 18. Jahrhundert durchaus gemacht haben. Davon mal abgesehen. Das nannte man Reliquien bei den Freunden der Nacht, wo die katholische Kirche alles zusammengezimmert hat und behauptete: "Hey! Das ist der kleine Finger von dem Zimmermann. Das ist heilig!" Das ist spannend. Dagegen bin ich harmlos.

TZN: Gibt es in Ihren Büchern Figuren, die Ihre Lieblinge sind - also Ihnen besonders am Herzen liegen?

Markus Heitz: Die Figuren, die ich besonders spannend finde ... Zum Beispiel eine Französin, die in "Blutportale" aufgetaucht ist. Der böse Berater aus Ulldart. Auch, weil er der Bösewicht ist und gemeinerweise alle möglichen Register ziehen kann, um die Guten ins Übel und Verderben zu treiben. Das macht natürlich sehr viel Spaß. Viele Möglichkeiten. Das ist einfach schön. Aber die Bösen liegen da ganz weit vorne. Es gibt aber auch die extrem Guten, zum Beispiel ein Ritter, der schon wieder so gut und von sich selbst überzeugt ist, dass ich es wieder schnell drehen kann und die Leute sagen: "Ja, er ist ein Ritter. Aber er ist ein Arsch. Er ist zwar der heldenhafte Ritter, aber er ist trotzdem ein Arsch." So etwas macht auch Spaß.

TZN: Bei der Lesung erzählten Sie bereits, dass Sie bei einem Musical mitgewirkt haben, wo auch Xavier Naidoo die Musik gemacht hat. Wie war die Zusammenarbeit mit ihm?

Markus Heitz: Also ich bin beim Musical in erster Linie für die Handlung zuständig. Also habe ich praktisch die Vorlage - das Buch von James Krüss - in eine Musicalhandlung adaptiert, so dass es auch für ein Musical praktisch umsetzbar ist. Xavier Naidoo und Michael Herberger haben dann zusammen die Lieder und die Texte gemacht. Ich selber durfte bei den Texten mitarbeiten - was sehr spannend war. Und das ist natürlich auch wieder eine ganz andere Welt, deren Arbeit sehr tief ist, und das Reinschnuppern ins Musikalische hat sehr viel Spaß gemacht.

Markus Heitz bei seiner Lesung
Ich war damals ein fauler Hund. Ich hatte versucht, E-Bass zu lernen und habe es nie geschafft. Ich habe versucht, Gitarre zu lernen und habe es nie geschafft. Und zu Hause klaube ich an meinem Mac mit einer externen Tastatur, mit der ich kleine Stückchen zusammenschneide, die ich persönlich gut finde - womit ich der Einzige bin. Also Musik hätte mir auch Spaß gemacht. Es ist jedoch am Lernen gescheitert. Sich hinzusetzen und zu machen - also was mir beim Schreiben gar nicht schwer fällt. Vier Akkorde zu bedienen - das zu lernen dauerte viel zu lange. Bis ich so spielen kann, wie ich will, dauert es viel zu lang. Deshalb fand ich diese Zusammenarbeit auch so spannend, weil die Leute spielen einfach so, wie ich beim Schreiben nicht nachdenke, weil es einfach fließt, spielen die einfach und gucken, was rauskommt. Total spannend.

Wir saßen diverse Male zusammen im Studio und haben an den Texten rumgefeilt. Und Xavier Naidoo ist meines Erachtens völlig normal. Halt kreativ. Moment - nicht, dass man denkt, man könnte ihn für merkwürdig halten. Ich meine, bei allem Erfolg ist seiner im Vergleich zu meinem wesentlich, wesentlich, wesentlich höher. Er ist völlig normal. Also nicht, dass man das Gefühl hätte: Ich bin vier Stufen darunter und er lässt es auch spüren. Nein! Man kann mit ihm ganz normal zusammenarbeiten und das hat richtig viel Spaß gemacht.

TZN: Können Sie schon verraten, wann und wo das besagte Musical "Timm Thaler" aufgeführt werden wird?

Markus Heitz: Wir haben jetzt eine geheime Testaufführung Anfang Dezember in Berlin, mit einem Testpublikum, also nicht das Stück mit Ausstattung, Trallala und so weiter - denn so weit sind wir noch nicht -, sondern als Lesung. Eine szenische Lesung, so heißt das, wo geguckt wird: Passen die Stücke und wie reagiert das Publikum. Es wird geprüft, was fanden sie zu lange, wo sollte man den Schwerpunkt drauflegen. Also eine Testaufführung im Grunde, wo auch verschiedene Bosse von verschiedenen Musicalbühnen sein werden oder Entertainment-Leute. Und danach wird geguckt, wer den Finger hebt und von wo das beste Angebot reinkommt. Aber das habe ich dann nicht zu entscheiden. Das macht die Agentur. Ich bin da nur stiller Beobachter und freue mich darauf, was noch so alles passiert.

"Xavier Naidoo ist meines Erachtens völlig normal. Halt kreativ. Moment - nicht, dass man denkt, man könnte ihn für merkwürdig halten."

TZN: Und was hat Sie am Thema des Musicals gereizt?

Markus Heitz: Das Musical "Timm Thaler" ist zum einen ... Also ich bin Jahrgang 71 und die ZDF-Serie wurde damals als Kind geschaut. Ich fand das total unheimlich. Ich fand Horst Frank genial als Baron, als Bösewicht. Und allein schon an so einem Stoff mitarbeiten zu können, wo ich Kindheitserinnerungen daran habe, ist phänomenal! Als ich dann das Buch durchgeackert habe und ich erfuhr, dass quasi zwei Dämonen dem Jungen sein Lachen abgekauft hatten ... hallo ... das ist genau mein Thema! Kleiner Hinweis ... Das ist ja mein Wohnzimmer, was das angeht. Und da gab es so wieso kein Halten mehr.

TZN: Eine letzte Frage habe ich noch: Was würden Sie jungen Autoren für Ratschläge geben, die gerade ihren ersten Roman geschrieben haben und ihn gerne veröffentlichen wollen?

Markus Heitz: Daraus könnte man allein eine Sendung machen, sozusagen. Aber grob zusammengefasst: sich vorher informieren, wie das Format ist. Es hat in dem Fall nicht jeder so viel Glück wie ich. Also was verlangt der Verlag, ist es der richtige Verlag für meine Geschichte? Es gibt Leute, die schicken ihre Geschichten an Verlage, die Kochbücher machen, und wundern sich dann über die Absage. Also auch Kleinigkeiten, die man vermeiden kann, durch einfaches Informieren. Das geht ganz einfach, indem man auf die Homepage der Frankfurter Buchmesse geht. Die haben eine Suchmaske, die eigentlich dazu gedacht ist, die Stände zu finden. Aber wenn ich beispielsweise "Verlag Fantasy" eingebe, spuckt er alle Fantasy-Verlage aus − mit Anschrift. Es ist also das Einfachste von der Welt. Wenn ich keine Fantasy-, sondern Kochbücher schreibe, muss ich natürlich Kochbücher schreiben. (lacht) Das natürlich nur so am Rande.

Ansonsten wichtig: sich nicht beirren lassen. An die Geschichte glauben und sie umsetzen - aber wissen, dass in Deutschland nur drei bis vier Prozent der Schriftsteller egal welcher Sparte von dem leben können, was die Bücher einbringen. Der Rest hat auch so wie ich vorher einen Zweitjob, der die Kohle zum Leben bringt. Ich war jahrelang Journalist und habe die ersten Bücher nebenbei geschrieben - bis "Die Zwerge" so eingeschlagen haben und ich dachte, ich versuche es mal. Und seit 2004 blieb die Kasse weiterhin so gefüllt, dass ich entspannt davon leben kann. Man muss sich aber im Klaren sein, dass es meistens nur über einen Zweitjob läuft. Was aber nicht heißt, dass das Schreiben deshalb keinen Spaß macht.

TZN: Wir bedanken uns für das Interview.

Markus Heitz: Danke. Und: Live long and prosper - wie es so schön heißt!

Dieses Interview ist zuvor zusammen mit weiteren Texten aus den Genres Science-Fiction, Fantasy und Horror in zwei Ausgaben unseres monatlichen Magazins "Incoming Message" erschienen. Falls Sie die "Incoming Message" noch nicht abonniert haben, können Sie das Internet-Magazin zusammen mit unserem wöchentlichen Newsletter "TrekZone Weekend" hier kostenlos bestellen.

(sho - 27.01.13)

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