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Thomas Götz (tg)06.05.10

"Crysis"

Nikolas Wolff

Inhalt

August 2020: Mitten auf einer idyllischen Insel im Philippinischen Meer kommt es zum Supergau - Die beiden militärischen Supermächte USA und Nordkorea treffen mit voller Wucht aufeinander. Im Zentrum des Konfl ikts steht ein mysteriöser Asteroid, der von einem Team von US-Archäologen entdeckt wurde. Um Licht ins Dunkel zu bringen und Genaueres über das seltsame Artefakt herauszufi nden, beauftragt die amerikanische Regierung eine Spezialeinheit. Ausgerüstet mit modernster Militärtechnologie beginnt eine Jagd nach der ungeheuren Entdeckung, bei der die Jäger beider Fraktionen zu Gejagten werden. Durch den Nanosuit, einer Uniform, die Soldaten übermenschliche Fähigkeiten verleiht, ist das Raptor-Team jedem erdenklichen Gegner überlegen. Doch was nützt das, wenn der wahre Feind nicht von dieser Welt ist ...?

Kritik

Dachte man nach dem letzten Resident Evil-Buch, es ginge nicht schlimmer, so wird man doch immer wieder eines besseren belehrt. Das vorliegende Buch behandelt, der Titel sagt es schon, den 3D-Shooter "Crysis" - und wenn man die Worte vor den Anführungszeichen nimmt, hat man schon gleich den ganzen Buchinhalt.
Das Buch zu den Crysis-Spielen.

Von der ersten bis zur letzten Seite geht es im vorliegenden Buch nämlich nur um eines: ballern. Und das ganze wird derart lieblos dargestellt, das man das Buch schon fast gelangweilt aus der Hand legen möchte. Es beginnt gleich am Anfang nach der Landung auf der Insel: Das Einsatzteam geht auf die Feinde los und ballert, und zwei Seiten später werden weitere Feinde umgeballert und drei Seiten später die nächsten Gegnerhorden usw.. Das ganze Buch ist eine Aneinanderreihung von Beschreibungen darüber, wer zuerst wohin ballert. Sicher, die "Guten" dürfen auch mal getroffen werden (und die "Marines" werden als Kanonenfutter verheizt, denn neben den Hauptchars darf ja nichts existieren).

Man könnte fast meinen das Buch bildet 1:1 das Spiel ab (vermutlich tut es das auch): Da werden hier drei Feinde umgelegt, um die nächste Ecke weitere Sechs, so das man wirklich meint, die Feindpositionen und deren Anzahl sind aus dem Spiel "abgeschrieben". Das Ganze wird auch durch das Auftauchen der Aliens nicht besser, sondern eher inkonsequenter: Die bösen Viecher erweisen sich anfangs als harte Brocken, werden dann aber plötzlich mit einem Schuss dahingestreckt, nur um wenig später wieder harte Brocken zu sein. Die etwas dürftige Erklärung "liegt alles an der richtigen Kanone" mag hier in keinster Weise überzeugen.

Auch große Charakterszenen sucht man vergeblich. Sicher, die Hauptcharaktere machen sich Gedanken über die Mission, ein Vorgesetzter darf sich in einer sinnlosen Aktion opfern (die so gar nicht emotional und mitreißend ist, ist besagter Vorgesetzter doch eigentlich erst zwei Sätze zuvor live in Aktion getreten), aber das ist alles weit entfernt davon, den Charakteren richtige Tiefe zu verleihen. Im Grunde hätte es auch "Bauer sucht Frau" sein können, der hier mit seiner Kanone durch das Buch hetzt. Hier boten selbst die in gleiche Kerbe schlagenden Far Cry-Romane mehr, haben die doch wenigstens noch versucht, eine Art politischen Hintergrund aufzubauen um noch einigermaßen interessantes durchklingen zu lassen, aber auch das fehlt hier vollkommen.

Fast hat man das Gefühl, eine lieblos abgehandelte Auftragsarbeit vorgesetzt zu bekommen. Überzeugen mag das Buch leider in keinster Weise.

Fazit: Das Buch bietet nur eine endlose Aneinanderreihung von Ballerszenen und ansonsten keinerlei Tiefe. Langeweile pur, besser Finger weg!

Bewertung

Weitere Infos


Titel "Crysis"

Autor Nikolas Wolff

Preis 12 Euro

Umfang 367 Seiten

Verlag Panini

ISBN 3833219335

(tg - 06.05.10)


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