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Thomas Götz (tg)03.12.17

"Der Spektren-Krieg"

Mike Johnson

Inhalt

Die Besatzung des Raumschiffs Enterprise trifft auf einen Widersacher, gegen den selbst die vereinte Macht von Romulanern, Klingonen und Ferengi verblasst. Der Meister des Todes Nekron droht, das gesamte Universum von Mr. Spock, Captain Kirk und Scotty auszulöschen! Doch in dieser finstersten Stunde erstrahlt ein Licht der Hoffnung – das grüne Licht der Willenskraft, verbreitet von den Helden des Green Lantern Corps. Gemeinsam müssen sich die Ringträger mit den Mitgliedern der Sternenflotte einer übermächtigen Bedrohung stellen – und nichts Geringeres als das Überleben des Universums steht auf dem Spiel!

Kritik

Crossover sind auch in der Welt von Star Trek keine Unbekannten mehr und so kommt es im vorliegenden Band zu einem mit den Green Lanterns. Zeichnungstechnisch kann man hier nicht meckern, obwohl sich auch hier wieder Mike Johnson verantwortlich zeichnet, der sonst eher ein paar Gesichtsdetails vermissen ließ. Aber auch hier ist man lernfähig und erkennt die Charaktere eigentlich ganz gut wieder. Selbst dunkle Szenen überzeugen, obwohl man gerade hier an der ein oder anderen Stelle noch etwas mehr hätte herausholen können, aber sei es drum. Wer die anderen deutschen Trek-Comics kennt, wird hier voll auf seine Kosten kommen, denn der Stil ist derselbe.
Ein Crossover der etwas anderen Art.

Die Handlung wirkt zunächst sogar vertraut, denn es gab bereits ein DC-Event namens Blackest Night, zu der diese in etwa angesiedelt ist. So schleudert ein Wächter, nachdem Nekron siegt, alle Lanterns in das Star Trek-Universum. Hier sollte man hinzufügen, das es sich um die Kelvin-Zeitlinie und nicht Prime handelt. Dort trifft man auf die Enterprise und ihre Crew von denen, wie könnte es anders sein, einige als Ringträger auserkoren werden. Das ist natürlich ganz klar das erste Highlight des Comics, denn die Farben bzw. die neuen Träger passen durchaus wie die Faust aufs Auge.

Auch Bösewichte bekommen Ringe ab und dabei wird auf altbekannte Fanlieblinge wie General Chang oder Decius von den Romulanern gesetzt. Diese kennt man aus den Filmen bzw. der Serie oder vorangegangenen Comics selbst. Natürlich haben die nichts anderes zu tun, als die Führung ihrer Reiche auszulöschen, um selber die Macht zu übernehmen. Ein Vakuum, das am Ende des Bandes nicht aufgelöst wird und etwas befremdlich erscheint. Auch sonst sind die Bösen, nach einem starken Erstauftritt, eher nur dazu gedacht, sich gegenseitig zu kloppen und für keinerlei Argumente zugänglich zu sein. Damit bedienen sie leider voll das Klischee und man hätte sie im Grunde auch weglassen können. Dies wäre im weiteren Verlauf der Geschichte sowieso nicht aufgefallen.

Natürlich sind auch die Lantern-Chefs mit im Trek-universum gelandet und damit sind nicht nur die Bösen wie Sinestro gemeint, sondern auch die Grünen Lanterns. Wie könnte es anders sein verbünden sich diese mit der Enterprise und es kommt zum Showdown auf Vulkan, wobei das nächste Manko des Bandes zu Tage tritt. Ein Großteil der Szenen besteht dann nämlich nur noch aus der üblichen Klopperei. Zwar ist es schön, die Sternenflottenschiffe im Kampf mit Lantern-Konstrukten zu sehen und auch diese Szenen sind ansprechend umgesetzt, es täuscht aber auch nicht darüber hinweg, das die Handlung schon etwas dünn ist.

Hier hätte man in der Auseinandersetzung mit den Ringen oder wie die Charaktere damit umgehen, eindeutig mehr machen können, wie auch einige Szenen im Comic (Stichwort: Sulu-Ring) oder später (der Plottwist am Ende) beweisen. Gut, der Plottwist ist insofern nicht wirklich einer, da dem geneigten Leser schnell klar wird, wie das Finale aussieht, immerhin geht es nach Vulkan. Auch hier ist das Auftauchen der toten Vulkanier bis zu einem gewissen Grad Fanservice, war die Zerstörung des Planeten doch nie recht beliebt. So überrascht es auch nicht, das Spock am Ende die Lösung beinhaltet – auch wenn auch das von charakterlicher Seite durchaus passend ist.

Befremdlich wirkt dann auch das Ende, denn die Lanterns bleiben im Trek-Universum und es werden haufenweise Ringe für jeden Sternenflottenoffizier repliziert. Ob das wirklich so geschehen wäre? Aber gut, das ist wiederum Meckern auf hohem Niveau. Am Ende geht es ja immerhin darum, ob man mit dem Band genug Spaß haben kann, auch oder gerade wegen des Unsinns, der da verzapft wird. Und das kann man in der Tat.

Fazit: Ein von der Aufmachung zwar guter Band, der sich aber etwas zu sehr in stereotypische Comickloppereien vertieft, statt die Enterprise-Crew mit den Ringen hantieren zu lassen. Dennoch gibt es durchaus Szenen, die mehr als spaßig sind und wer über kleinere Unzulänglichkeiten hinwegsieht kann durchaus seine Freude an der Geschichte haben.

Bewertung

Weitere Infos


Titel "Star Trek - Green Lantern: Der Spektren-Krieg"

Originaltitel "Star Trek - Green Lantern 1-6"

Comicreihe Star Trek

Autor Mike Johnson

Zeichner Angel Hernandez

Lettering Walproject

Übersetzer Stefan Pannor

Preis 16,99 Euro

Umfang 148 Seiten

Verlag Panini

Bandnummer 1

ISBN 978-3-7416-0536-9

(tg - 03.12.17)


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