Nina Ruzicka (ru)
30.11.01
"Walhalla"
Nathan Archer
Inhalt
Ein fremdartiges Raumschiff schießt aus dem Wurmloch und treibt dann antriebslos auf die cardassianische Grenze zu. Es weist eine hochgradige radioaktive Verseuchung auf, und Sisko will der Sache auf den Grund gehen.
Da mischt sich jedoch Gul Dukat ein und erhebt Anspruch auf das Schiff. In der Zwischenzeit entdeckt Chief O'Brien nicht nur drei tote Besatzungsmitglieder einer krebsartigen Spezies, sondern ein völlig neuartiges neuronales Computersystem, das sich alsbald zur Bedrohung sämtlicher auf der Station befindlichen Lebensformen entwickelt: Durch Zufall ist der Bordcomputer des fremden Schiffes während des Testflugs "lebendig" geworden und hat aus Versehen die Besatzung getötet. Jetzt will er den Tod studieren. Enak, so der selbst gewählte Name des Schiffes, übernimmt die Kontrolle über Deep Space Nine und tötet eine Lebensform nach der anderen.
Die Cardassianer, die derweil die Station entern, sind ein Problem mehr auf der Liste. Im Endeffekt gelingt es, Enak mittels des Subprogramms "Pup" (aus der Folge "Star Trek: Deep Space Nine - Persönlichkeiten") zu überlisten.
Kritik
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 Ein lebendig gewordenes Schiff will den Tod studieren und richtet auf DS9 großen Schaden an. |
Enak, der plötzlich zu Bewusstsein gelangte Computer, ist ein Problem. Er tötet im Zuge des Selbstschutzes seine Besatzung, als diese ihn abschalten will. Dann beginnt er auch schon mit den hochphilosophischsten Gedankengängen, rätselt über Leben und Tod und entwickelt sich schließlich zum kaltblütigen Serienkiller. Und das alles noch mit sämtlichen Basisgefühlen wie Freude, Angst und Zorn untermalt. Wow. Dass ein Computer, noch dazu ein einfacher Bordcomputer, ohne ausgefeiltere Programmierung, einfach so mal lebendig wird, ohne dass das von den Technikern je beabsichtigt war, ist schon erstaunlich!
Gleicht Enak zu Beginn in seiner Naivität noch dem Androiden Data, verläuft seine weitere Entwicklung zum Sadisten weniger schön, jedoch ebenfalls mit Anlehnung an "The Next Generation", nämlich das Wesen Nagilum aus der Episode "Illusion oder Wirklichkeit".
Der zweite Schwachpunkt ist das Verhalten Gul Dukats: Zunächst tötet er bei unerlaubten Tiefflügen über Bajor ein paar Kinder, dann erhebt er Ansprüche auf das fremde Schiff, beschießt und entert die Station - und das alles ohne Konsequenzen! Unglaubwürdig. Der einzige Pluspunkt, den man dem Roman zugute halten muss, ist die wirklich aufreibende Spannung.
Bewertung
Weitere Infos
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| Titel |
"Walhalla" |
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| Originaltitel |
"Valhalla" |
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| Buchreihe |
Deep Space Nine |
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| Autor |
Nathan Archer |
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| Übersetzer |
Harald Pusch |
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| Preis |
Ursprüngl. Ladenpreis:
12,90 DM

Antiquarisch: ca. 2 bis 10 Euro
 Dieser Roman ist nur noch antiquarisch erhältlich.
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| Umfang |
313 Seiten |
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| Verlag |
Heyne |
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| Bestellnummer |
06/5512 |
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| ISBN |
3-453-10945-7 |
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(ru - 31.08.06)