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Nina Ruzicka (ru)30.11.01

"Der Schwarm"

John Peel

Inhalt

Aus der nächstgelegenen Galaxie, der Magellan'schen Wolke, dringt ein Raumschiff unglaublichen Ausmaßes, mit Milliarden von Lebewesen an Bord, in den bajoranischen Raum. Es handelt sich um ein Generationenschiff, einen "Schwarm", der für sein eigenes Überleben ganze Planeten absorbieren muss. So ist das erste Opfer der Fremden Daran IV, eine bajoranische Kolonie an der Grenze zum cardassianischen Raum gelegen. Sowohl Daran IV als auch der Großteil der dort lebenden Kolonisten werden einfach von dem riesigen Schiff absorbiert. Da ihm auch ein cardassianisches Forschungsschiff zum Opfer fiel, rüsten die Cardassianer zum Kampf auf.

Auf Bajor herrscht indes Entsetzen. Drei Jahre nach Ende der Besatzung durch die Cardassianer ist die bajoranische Verteidigung einem derart mächtigen Gegner nicht gewachsen. So liegt es an Captain Sisko und seiner Crew, durch geschickte Verhandlungen die Aliens zum Einlenken zu bewegen - doch der nächste Schock steht bevor, als sich das riesige Schiff zu teilen beginnt und danach eine Hälfte die Absorption und damit Vernichtung von Bajor beabsichtigt, während die andere Hälfte mit derselben Absicht auf Cardassia Prime zusteuert.

Es beginnt ein Wettlauf mit der Zeit, den Sisko aber bald zu seinen Gunsten lenken kann, als er feststellt, dass nicht das gesamte Volk der Aliens hinter den Vernichtungsplänen steht, sondern diese nur von der kleinen Gruppe ihrer "Schwarmführer" angezettelt worden sind. Sisko gelingt es nicht zuletzt mithilfe der Propheten einen Vertreter der Fremden für sich zu gewinnen und einen Volksaufstand innerhalb des Schwarms anzuzetteln. Es gelingt schließlich, die Despoten zu stürzen und die Vernichtung Bajors zu verhindern.

Kritik

Ein riesiges Generationenschiff dringt in den Föderationsraum ein und absorbiert ganze Welten.
Die Beurteilung des Romans teilt sich - ganz wie der Schwarm! - in zwei Teile. Der Erste erhält eine schlechte Note, und zwar der Teil, der sozusagen das Gerüst der Handlung darstellt. Die Geschichte des Schwarms, seine technischen Fähigkeiten und sein letztendliches Schicksal sind ehrlich gesagt besser im Märchenland aufgehoben, als in der Science-Fiction. Das Volk, eine gürteltierähnliche Spezies, deren Name nie genannt wird, brach vor einer Million Jahre von der Magellan'schen Wolke (von welcher?) auf. Seinen Heimatplaneten hatte es aufgrund einer instabilen Sonne verlassen müssen und war in den Weltraum "gezogen".

Dort war es aber nur aggressiven Spezies begegnet, weshalb ein Plan, die "Große Schöpfung", ersonnen wurde, welcher darin bestand, die nächstgelegene Galaxie aufzusuchen und sich dort niederzulassen. Das halte ich schon mal für äußerst unlogisch. Umso mehr, als das riesige Schiff nur mit Unterlichtgeschwindigkeit fliegen kann, weshalb es wie gesagt rund eine Million Jahre und viele hundert Generationen unterwegs war, um die Milchstraße zu erreichen. Wer würde allen Ernstes eine so blödsinnige Idee verfolgen, noch dazu wenn nicht gesagt ist, dass die "andere" Galaxie friedlicher sei, als die eigene! Es gibt dann noch weitere wissenschaftliche Ungereimtheiten. Nach der Teilung des Schwarms steuert die eine Hälfte auf Bajor zu, um ihn zu absorbieren. Die Zeit wird angeblich knapp - doch kann dieses Schiff ja immer noch nur mit Unterlichtgeschwindigkeit fliegen! Angeblich bräuchte es dennoch nur einen Tag, um nach Bajor zu gelangen - da frage ich mich, wie klein der bajoranische Raum sein mag, wenn man von einer äußersten Grenze bis zum Zentrum nur einen Tag Flugzeit benötigt! Und dass sich ein gesellschaftliches System tatsächlich über Hunderttausende von Jahren aufrecht erhalten lässt (größtenteils jedenfalls), halte ich auch für unglaubwürdig.

Um nun aber zum anderen, zum guten Teil zu kommen: Der betrifft die eigentliche Handlung. Angefangen vom sozial-gesellschaftlichen System der Aliens über die Reaktionen der Cardassianer und der Bajoraner bis zu Siskos Bemühungen, die Katastrophe abzuwenden, kann man nur von äußerst gelungener Spannung sprechen. Ein ganz besonderer Pluspunkt ist meiner Meinung nach auch die Begegnung mit den Propheten - bislang die einzige, die mir in einem DS9-Roman untergekommen ist. Allgemein werden die Propheten hier nämlich eher stiefmütterlich behandelt, offensichtlich ist dieses religiöse Thema den meisten Science-Fiction-Autoren unangenehm. Schön, dass auch hier wie in der Serie der undefinierte Status der Propheten als "Wurmlochwesen" beziehungsweise "Götter" beibehalten wurde!

Fast hätte ich über all die haarsträubenden Ungereimtheiten hinwegsehen können, wäre nicht am Schluss noch solch ein wissenschaftliches Märchen passiert (der wüstenartige Planet Daran III wird binnen Minuten zum vegetationsreichen Paradies umgeformt!). Nur aufgrund dieser doch zu häufigen Denkfehler, bleibt die Benotung mäßig.

Bewertung

Weitere Infos


Titel "Der Schwarm"

Originaltitel "Objective: Bajor"

Buchreihe Deep Space Nine

Autor John Peel

Übersetzer Bernhard Kempen

Preis Ursprüngl. Ladenpreis:
12,90 DM

Antiquarisch:
ca. 2 bis 8 Euro

Dieser Roman ist nur noch antiquarisch erhältlich.

Umfang 377 Seiten

Verlag Heyne

Bestellnummer 06/5518

ISBN 3-453-16196-3

(ru - 23.09.06)


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