Daily Trek Cast & Crew Focus & Background Franchise & Fandom
Star Trek Into Darkness Star Trek XI Enterprise Universum
SF-Zone Raumfahrer.net
GameZone Literatur
Trek BBS Quark's Bar Star Trek Rollenspiel

Seitenoptionen



News & StoriesSerien & FilmeScience & FictionMediaCommunity

Portal Facebook Twitter YouTube Flickr Chat Trek BBS

 
Daily Trek News
SF-Zone News

Nina Ruzicka (ru)16.09.09

"Heart of the Warrior"

John Gregory Betancourt

Inhalt

Während auf Deep Space Nine eine ebenso heikle wie wichtige Friedenskonferenz stattfindet, brechen Kira, Worf und Odo in den Gamma-Quadranten auf, um dort einen Wissenschaftler zu retten, der Informationen besitzt, mit welcher die Föderation die Jem'Hadar von ihrer Ketracel-White-Abhängigkeit zu erlösen und damit deren Solidarität zu den Formwandlern zu unterminieren hofft. Dummerweise befindet sich der Wissenschaftler auf einem Planeten des Dominion in Gefangenschaft der Jem'Hadar, was die Mission nicht gerade einfacher macht.

Die Friedenskonferenz wird überraschend auf Betreiben der Valtusianer einberufen. Das Ziel ist, eine friedliche Beilegung des Konfliktes zwischen Föderation, Cardassia und dem Maquis herbeizuführen, weshalb diplomatische Delegationen aller vier Völker (inklusive der Valtusianer) auf Deep Space Nine zusammentreffen. Der Vertreter der Cardassianer, Gul Mekkar, wird bei seiner Ankunft auf der Raumstation von einer wütenden Menge unter Führung des fanatischen Vedek Werron als sogenannter "Schlächter von Belmast" beschimpft.

Dieser zornige Mob ist aber nur eins von Siskos Problemen. Es bestehen berechtigte Sorgen, dass Formwandler die Friedensverhandlungen boykottieren könnten, weshalb sich alle Diplomaten einem DNA-Test unterziehen müssen. Die Tests verlaufen zwar alle positiv, doch führt das allgemeine Misstrauen nicht eben dazu, die eher sturköpfigen denn diplomatisch gesinnten Parteien auf einen gemeinsamen Nenner zu bringen. Als sich letztlich tatsächlich Formwandler unter den Verhandlern finden, überwindet der bajoranische Mob die Sicherheitseinrichtungen und nimmt den vermeintlichen Gul Mekkar gefangen. Dass es sich in Wahrheit nicht um den gesuchten Kriegsverbrecher handelt, ist ihnen egal. Sie wollen Blut sehen.

Kritik

Auf DS9 findet eine Konferenz statt, und ein Vedek will einen cardassianischen Delegierten einsperren lassen, der früher als "Der Schlachter von Belmast" bekannt war. Kira und Worf sind auf einer Geheimmission im Gamma-Quadranten.
Man kann nicht behaupten, dass das Buch nicht spannend sei. Kapitelweise wechseln sich die beiden Handlungsstränge ab - mal begleiten wir das Außenteam im Gamma-Quadranten, mal verfolgen wir die Geschehnisse auf der Raumstation. In beiden Fällen kommt es jedoch zu Unstimmigkeiten mit offiziellen Fakten. Der überstürzte und damit unglaubwürdige Schluss ruiniert letztlich das Gesamtbild. Pluspunkt: Die Dialoge und die einzelnen Charaktere sind sehr gut getroffen.

Auf der Raumstation baut Dr. Bashir einen ziemlich behäbigen, 14 Kilogramm schweren DNA-Scanner. Das klingt nach sehr veralteter Technologie. Ganz abgesehen davon haben die Formwandler - laut Roman - keine DNA, weshalb man sie durch Analyse einer Körperzelle identifizieren könne. Zum einen besitzen Formwandler meines Wissens nach sehr wohl eine Form von DNA, andernfalls der von Sektion 31 eingesetzte Virus auch keinen Effekt hätte. Und wenn ein Formwandler einen Tricorder täuschen kann, dann wohl auch so einen veralteten DNA-Scanner, wie ihn Bashir einsetzt.

Gegen Ende, als der bajoranische Mob Gul Mekkar entführt und ihn in einem Lynch-Verfahren zum Tode verurteilen will, frage ich mich allen Ernstes, wie es sein kann, dass eine Handvoll (denn mehr sind es nicht) Verrückte die Sicherheit auf der Raumstation so einfach umgehen können. Kaum ist Odo weg, geht alles den Bach runter oder wie? Genau diese aufgesetzte Schlusshandlung, in der die Bajoraner einmal mehr als blindwütig und blutdurstig taub gegen jegliches Argument agieren, hätte sich der Autor besser sparen sollen.

Ein noch viel größerer Fehler findet im Gamma-Quadranten statt. Dort werden nämlich allem Anschein nach die Vorta mit den Jem'Hadar vermischt. Jedenfalls werden ausschließlich letztere erwähnt, Vorta kommen nicht einmal vor, dafür haben die Jem'Hadar hier eine genetisch einprogrammierte Unterwürfigkeit gegenüber den Gründern - was eigentlich die vordringlichste Eigenschaft der Vorta ist. Auch hier wird die Schlusshandlung leider auf ein paar Seiten zu Ende gehetzt.

Abschließend noch ein Wort zum Titel: "The Trojan Shaceship" dürfte tatsächlich der geplante Titel des Buches gewesen sein, denn im Buch selbst ist noch der Hinweis zu lesen, dass "Das trojanische Raumschiff" zeitlich in der vierten Season angesiedelt sei. Irgendjemand muss dann aber in letzter Minute seine Meinung geändert haben und der Roman wurde unter dem Titel "The Heart of the Warrior" gedruckt. Ich hätte ersteren Titel für logischer befunden, da hier keine klingonische Geschichte (auf die "Das Herz des Kriegers" deuten würde) erzählt wird.

Bewertung

Weitere Infos


Originaltitel "Heart of the Warrior"

Buchreihe Deep Space Nine

Autor John Gregory Betancourt

Preis Ursprüngl. Ladenpreis:
5,99 Euro

Antiquarisch:
3 bis 4 Euro

Umfang 274 Seiten

Verlag Simon & Schuster Pocket Books

ISBN 0-6710-0239-2

(ru - 20.09.09)


Nach oben

Alle Berichte sind das geistige Eigentum der Autorinnen und Autoren. Jede unautorisierte Übernahme ist ein Verstoß gegen das Urheberrecht. Für Anfragen betreffend Artikel- oder Newsübernahme wenden Sie sich bitte an den Redaktionsleiter.

"Star Trek", "Star Trek: The Next Generation", "Star Trek: Deep Space Nine", "Star Trek: Voyager", "Star Trek: Enterprise" und alle verwandten Markennamen sind eingetragene Handelsmarken von Paramount Pictures. Kopierrechtlich geschütztes Material wurde ausschließlich für nichtkommerzielle Zwecke genutzt. Dies gilt auch für alle Materialien, die aus anderen Franchises stammen und im Rahmen der TZN SF-Zone genutzt wurden.

Mitarbeit Kontakt Impressum

© TrekZone Network, 1999-2017