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Julian Wangler (jw), Thomas Götz (tg)04.02.06

"So der Sohn"

S.D. Perry

Inhalt

Eines vorneweg: Der DS9-Relaunch ist nichts für den Durchschnitts-Trekker, der ab und zu eine Kostprobe wagt; er setzt umfangreiches, komplexes Wissen voraus. So dürfte man beim Lesen dieses Buches zunächst etwas irritiert sein. Zu keinem Zeitpunkt nämlich spielt sich die Handlung von "Rising Son" auf der abgelegenen Raumstation im bajoranischen Sektor ab, zu keinem Zeitpunkt begegnet man bekannten Gesichtern wie Kira, Vaughn, Dax oder Quark. Nur Jake Sisko - diese eine bekannte Person aus der TV-Serie - begleitet den Leser durchweg durch das Buch.

Statt also einen weiteren 08/15-Roman der DS9-Serie zu schreiben, in dem alle Charaktere der Serie vorhanden sind und Hand in Hand arbeiten, um ein großes Abenteuer zu bestehen, beleuchtet S.D. Perry - die meiner Meinung nach beste "Star Trek"-Autorin ever - in "Rising Son" Jake Sisko, den Sohn des verschollenen Stationskommandanten, einmal genauer.

Die Geschichte beginnt mit einem Logbucheintrag von Jake, der, von einer mysteriösen bajoranischen Prophezeiung geleitet, in das Wurmloch fliegt, wo sich seiner Meinung nach die Prophezeiung erfüllen soll. Stattdessen wird er in den Gamma-Quadranten geschleudert, Tausende Parsecs vom Wurmloch entfernt.

Kurz bevor Jake in seinem schwer beschädigten Shuttle erfriert, wird er von einem seltsamen Schiff mit einer kuriosen Crew von Glücksrittern gerettet. Auf die Hilfe dieser Kleinkriminellen angewiesen, die auf der Fahndungsliste des Dominion ganz oben stehen, erlebt Jake eine mehr als atemberaubende Reise durch einen bisher völlig unbekannten Teil des Gamma-Quadranten und entdeckt auf einem abgelegenen Planeten jemanden, mit dem er nie gerechnet hätte... die vor langer Zeit zurück gelassene Kai Opaka.

Kritik

1.Julian Wangler

Jake geht einer Prophezeiung nach, um seinen vermissten Vater zu finden. Im "Himmelstempel" wird er von einem fremden Raumschiff gerettet...
Der Relaunch von "Deep Space Nine" ist wahrlich etwas ganz Besonderes: Denn anders als in der Serie, in der sich die Charaktere nur relativ langsam über ganze Staffeln weiterentwickeln, passiert hier in nahezu jedem Roman etwas, das das bisher Dagewesene aus der Bahn wirft.

Nach haarsträubenden Abenteuern im Alpha- und Gamma-Quadranten im vierteiligen "Mission Gamma" möchte sich Paramount, wie es scheint, wieder mehr aufs Schicksal einer Einzelperson konzentrieren, die seit dem Startbuch der offiziellen achten DS9-Staffel nicht mehr wirklich in Erscheinung getreten ist. Die Rede ist natürlich von Jake Sisko, der sich auf die Suche nach den Spuren seines Vaters gemacht hat.

"Rising Son" ist wohl eines der besten Bücher der achten DS9-Staffel. Die Charaktere sind wunderbar natürlich ausgearbeitet und von einer Tiefe, die nicht oft zu finden ist. Auch aus welchen Perspektiven S.D. Perry das Buch geschrieben hat, ist bemerkenswert: einmal sieht der Leser die Ereignisse oder Situationen aus den Augen von Jake, dann wieder aus der Perspektive eines Crew-Mitglieds des Schiffs, auf dem er sich befindet.

Fazit: Wem es gefällt, einen DS9-Roman der etwas anderen Art zu lesen, einen Roman, der sich hauptsächlich um eine bestimmte Person aus der Serie dreht, wird mit "Rising Son" mehr als glücklich sein. S.D. Perry hat es geschafft, ein Buch zu schreiben, in dem die Charaktere echte Persönlichkeit besitzen und weit mehr als nur dumme Marionetten als Mittel zum Zweck sind. Vielmehr ist es ihr gelungen, eine Geschichte aufzubauen, in der die Charaktere die Story sind und die Missionen eher in den Hintergrund gestellt werden.

2. Thomas Götz

Diese Rezension bezieht sich auf die deutsche Ausgabe des Cross Cult-Verlages.

Wir erinnern uns: Am Ende des letzten Bandes wurden Jake und einige andere Gäste von Weyoun auf die Defiant zurückgebeamt. Der vorliegende Band erzählt, was mit Jake seit dem ersten Buch der achten Deep Space Nine-Staffel geschehen ist.

Allerdings ist das auch ein klein wenig das Manko des Buches. Vom etwaigen Wesley Crusher-Syndrom mal abgesehen, gibt es in diesem Band nämlich keine Fortführung der Hauptstory, worauf aber vermutlich jeder gewartet hat. Obwohl die Story des Bandes desöfteren versucht, neue innovative Wege zu gehen, bleibt sie im Großen und Ganzen aber auch etwas blass. Man hat eben wirklich einige höhere Erwartungen in diesen Band gesetzt als das, was dann wirklich dabei herauskam.

Allerdings versucht Perry ihr Bestes, aus diesem „Lückenfüller“ alles herauszuholen, was man herausholen kann. Es gibt ein Sammelsurium von diversen Aliens, die alle schön und faszinierend sind und neue Facetten in das Star Trek-Universum bringen. Auch einige alte Bekannte aus den vergangenen DS9-Staffeln tauchen auf, wobei die größte Überraschung natürlich schon auf dem Cover angekündigt wird, nämlich in Form von Kai Opaka. Natürlich will man mit ihr einen Bogen zur DS9-Staffel 8 (in Buchform) schlagen und es ist wohl vorherzusehen, das sie es sein wird, die in den nächsten Bänden das gerade Regierungslose Bajor wieder „retten“ wird. Der ein oder andere mag nun argumentieren, das ihre Rückkehr etwas gekünstelt wirkt, alles in allem passt sie aber ganz gut in den Kontext. Da wirken Sachen wie Weyouns Rückkehr nicht minder aufgesetzt.

Natürlich gibt es davon abgesehen auch einige sehr schöne Charakterszenen, die Jake dabei helfen, in seiner Entwicklung voranzuschreiten. So ist es schön zu sehen, das die Anwesenheit von Jake die etwas zwielichtigeren Gestalten, auf die er trifft, dafür sorgt, dass diese Umdenken. Gut, natürlich sind die Besatzungsmitglieder der Even Odds nicht derart düster, wie man es vielleicht erwartet hätte, sondern immer noch recht Star Trek konform. Dennoch wirkt die Entwicklung untereinander, die sich im Laufe des Buches offenbart, durchaus realistisch. Freilich muss sich erst zeigen, was davon bei den Charakteren hängen bleibt (aber vermutlich wird man die Even Odds, die übrigens auch selber einige Geheimnisse birgt, nicht mehr wieder sehen, was etwas schade ist und vergeudetes Potenzial darstellt). Aber man kann Jakes Entwicklung von Anfang bis Ende gut nachvollziehen.

Fazit: Insgesamt ist es schwer, ein Urteil über den Roman abzugeben. Auf der einen Seite hätte man sich mehr von der DS9-Haupthandlung gewünscht, unter dieser Prämisse wirkt der Roman etwas langweilig und auch die Story vermag stellenweise nicht so recht überzeugen. Allerdings holt Perry aus den Charakteren schöne Szenen heraus und bereichert das Star Trek-Universum um ein paar schöne neue Völker und Eigenarten, die wieder für einen großen Pluspunkt sorgen. Wer sich aber daran nicht stört, sollte zugreifen.

Bewertung

1. Julian Wangler
2. Thomas Götz

Weitere Infos


Titel "So der Sohn"

Originaltitel "Rising Son"

Buchreihe DS9-Relaunch

Autor S.D. Perry

Preis Ursprüngl. Ladenpreis:
12,80 Euro

Antiquarisch:
9 bis 11 Euro

Umfang 308 Seiten

Verlag Simon & Schuster Pocket Books / CRoss Cult (dt. Ausgabe)

ISBN 9783941248694

(jw, tg - 26.02.12)


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