Daily Trek Cast & Crew Focus & Background Franchise & Fandom
Star Trek Into Darkness Star Trek XI Enterprise Universum
SF-Zone Raumfahrer.net
GameZone Literatur
Trek BBS Quark's Bar Star Trek Rollenspiel

Seitenoptionen



News & StoriesSerien & FilmeScience & FictionMediaCommunity

Portal Facebook Twitter YouTube Flickr Chat Trek BBS

 
Daily Trek News
SF-Zone News

Peter Schipfmann (ps)23.02.03

"Das Rätsel der Fazi"

Dean Wesley Smith & Kristine Kathrine Rush

Inhalt

Die Enterprise stößt auf einen Planeten, der in roten, blauen und grünen Farben erstrahlt. Auf einem der Kontinente lebt eine intelligente, humanoide Spezies, die Fazi. Sie haben gerade ihren ersten Warpflug unternommen. Captain Archer will deshalb den Kontakt mit ihnen aufnehmen. Das ist leider nicht so einfach. Die Fazi haben eine sehr komplizierte, streng strukturierte Sprache. Hoshi hat erhebliche Schwierigkeiten, sie zu entschlüsseln.

Die Gesellschaft der Fazi ist genauso strikt aufgebaut wie ihre Sprache. Die Befolgung von Regeln scheint das primäre Lebensziel der Fazi zu sein. Das schlägt sich auch in ihrer Architektur und im Straßenbau nieder. T'Pol und Hoshi wollen deshalb mit dem Erstkontakt noch warten, bis man die Sprache und Gesellschaft der Fremden besser kennen gelernt hat. Der ungeduldige Captain will aber höchstens 24 Stunden warten. Und so wird der First Contact zu einem Debakel. Archer macht einen Formfehler, als er unaufgefordert das Wort ergreift, und die empörte Fazi-Delegation verschwindet wortlos.

Auf dem südlichen Kontinent gibt es eine weitere höherentwickelte Spezies. Spinnenarte Wesen, die sowohl an Land, als auch im Wasser leben. Lieutenant Commander Malcolm Reed findet bei einem Erkundungsflug heraus, dass es sich hier ebenfalls um keine primitive Art handelt. Nun ergreifen überraschenderweise die Fazi die Initiative und nehmen von sich aus Kontakt mit der Enterprise auf. Der zweite Versuch ist ebenfalls nicht von Erfolg gekrönt. Archer erwähnt die Wesen vom südlichen Erdteil, und wieder brechen die Fazi abrupt den Kontakt ab.

Die Enterprise wendet sich deshalb erst einmal der zweiten intelligenten, aber nicht humanoiden Art, den Hipon, zu. Endlich vorsichtig geworden, will der Captain erst einmal keinen Kontakt herstellen, sondern Informationen einholen. Ein Erkundungsteam wird losgeschickt, welches die Bauten der seltsamen Spinnen in deren Abwesenheit untersuchen soll. Doch die Mission wird zu einem Disaster. Unerwartet tauchen die Alien auf. Überstürzt verlässt man die Siedlung. Ein Crewmitglied schafft es nicht rechtzeitig zum Shuttle zurück. Er muss zur Enterprise gebeamt werden. Dummerweise wird bei dem Nottransport auch noch einer der Spinnen mit an Bord gebeamt. Außerdem scheint der gebeamte Ensign durch den Kontakt mit den Fremden einen irreparablen psychischen Defekt erlitten zu haben. Zwei Mitglieder von Reeds Sicherheitsteam werden beim Kontakt mit dem Fremden gleichfalls verrückt.

Parallel zum Haupthandlungsstrang erfährt man noch, was die Besatzungsmitglieder in ihrer Freizeit so machen: Elizabeth Cutler hat ein Science-Fiction-Rollenspiel entwickelt und spielt dies mit drei anderen Crewmitgliedern. Sie selber ist natürlich die Spielleiterin, die anderen müssen sich in einer fiktiven Ruinenstadt auf dem Mars auf die Suche nach einem automatischen Translator machen.

Kritik

Ein Erstkontakt geht schief und es stellt sich heraus, dass das Volk der Fazi etwas zu verbergen hat ...
"Das Rätsel der Fazi" ist der erste richtige "Enterprise"-Roman, also einer der eine eigene Geschichte erzählt und nicht nur den Inhalt einer bekannten TV-Episode wiedergibt. Er entstand parallel zur Entwicklung der Serie. Die Autoren konnten bei der Darstellung der Charaktere noch nicht auf viele Episoden zurückgreifen. Da besteht natürlich die Gefahr, dass die Figuren falsch dargestellt werden oder aus Furcht eben davor blass bleiben.

Das ist hier aber nicht der Fall. Ganz in Gegenteil: Die Personen werden sehr lebendig und facettenreich geschildert. Sie entsprechen dem, was man von ihnen aus der ersten Staffel her kennt. Die Gegensätze und Streitereien zwischen T'Pol und Archer verleihen der Handlung die richtige Würze. Es tauchen kleine Nebenfiguren auf, die man nicht aus der Serie kennt (wegen der im Vergleich zu den vier alten Serien relativ kleinen Besatzung des Schiffes ein riskantes Unterfangen: Irgendwann, so ab dem zwölften Roman, hat man plötzlich die Besatzungsstärke der Enterprise überschritten) oder die nicht im Mittelpunkt der Serie stehen wie Elizabeth Cutler. Sie ist die Hauptfigur in der lockeren und humoristischen Rollenspiel-Nebenhandlung.

Einer der Mitspieler ist Ethan Novakovich, der immer noch an den Folgen seines missglückten Transportes von der seltsamen neuen Welt leidet. Richtig: Der Roman spielt kurz nach den Geschehnissen von "Geistergeschichten". Er fügt sich also nahtlos in die erste Staffel ein.

Etwas, was mich vor allem an den frühen Folgen störte, war die Naivität und Plumpheit, mit der Archer und seine Crew manchmal vorgehen. Klar, man steht am Anfang der Erforschung des Weltraums. Anders als ihre Nachfolger von Kirk bis Janeway kann nicht auf die Erfahrungen zurückgreifen, die viele Starfleet-Crews vorher gemacht haben. Trotzdem stellt man sich des öfteren zu arglos an. So wie auch im vorliegenden Roman. Archer ist ungeduldig, will sofort den Erstkontakt mit den Fazi herstellen. Er hört nicht auf die mahnenden Worte von T'Pol, die zu einem abwartenden und vorsichtigem Vorgehen rät. Diesmal hat es mich aber nicht gestört, denn man sieht hier zu was so ein tölpelhaftes Vorgehen führt. Jede Kontaktaufnahme wird zu einem Reinfall. Archer werden seine Grenzen gezeigt. Nebenbei gesagt, so etwas würde ich mir in dieser Deutlichkeit mal in einer "Enterprise"-Folge wünschen. Aber er zieht die Konsequenzen aus seinen Fehlentscheidungen. Er erweist sich als durchaus lernfähig, am Ende der Geschichte überrascht er T'Pol mit einer vernünftigen Entscheidung, ganz im Sinne der Vulkanierin.

Die Geschehnisse müssten sich demnach vor "Lieber Doktor" angesiedelt sein, denn dort fällt Archer am Schluss eine ähnlich rationale Entscheidung wie im Roman. Wie in "Lieber Doktor" gibt es gleich zwei intelligente Spezies auf einem Planeten. Während in der TV-Folge beide humanoid sind, könnten sie im Roman nicht unterschiedlicher sein. Für die Fazi haben die Unterschiede nahezu tragische Konsequenzen für ihre Entwicklung gehabt. Wie es weitergeht, ob vielleicht der Besuch der Enterprise letztendlich doch einen positiven Einfluss auf die Entwicklung des Planten hat, wird am Ende offen gelassen. Man kann es aus guten Gründen hoffen, denn alle drei Spezies (Menschen, Fazi und die Hipon) scheinen aus den Ereignissen etwas gelernt zu haben.

"Das Rätsel der Fazi" ist ein gelungener Auftakt der neuen Romanreihe zur aktuellen Serie. Man braucht weder die Ferengi noch die Borg zu einer guten "Enterprise"-Geschichte.

Bewertung

Weitere Infos


Titel "Das Rätsel der Fazi"

Originaltitel "By the Book"

Buchreihe Enterprise

Autor Dean Wesley Smith & Kristine Kathrine Rush

Übersetzer Andreas Brandhorst

Preis 7,95 Euro

Umfang 250 Seiten

Verlag Heyne

Bestellnummer 06/6801

ISBN 3-453-86536-7

(ps - 31.08.06)


Nach oben

Alle Berichte sind das geistige Eigentum der Autorinnen und Autoren. Jede unautorisierte Übernahme ist ein Verstoß gegen das Urheberrecht. Für Anfragen betreffend Artikel- oder Newsübernahme wenden Sie sich bitte an den Redaktionsleiter.

"Star Trek", "Star Trek: The Next Generation", "Star Trek: Deep Space Nine", "Star Trek: Voyager", "Star Trek: Enterprise" und alle verwandten Markennamen sind eingetragene Handelsmarken von Paramount Pictures. Kopierrechtlich geschütztes Material wurde ausschließlich für nichtkommerzielle Zwecke genutzt. Dies gilt auch für alle Materialien, die aus anderen Franchises stammen und im Rahmen der TZN SF-Zone genutzt wurden.

Mitarbeit Kontakt Impressum

© TrekZone Network, 1999-2017