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Julia Pfuetzner (pf), Thomas Götz (tg)18.11.07

"Kalte Kriege"

Peter David

Bemerkung

Inhalt

Chronologisch spielt dieser Band nach der "R"-Trilogie ("Requiem", "Renaissance", "Restauration"), in der bekanntlich die Excalibur zerstört wurde, Captain Calhoun als tot gilt und die Excalibur-Charaktere losgelöst von ihrer gewohnten Schiffs-Umgebung auf eigene Faust Abenteuer erleben.

Umso erfrischender ist es, in diesem Buch wieder eine neue Excalibur unter dem Kommando von Captain Calhoun zu erleben. Seien wir ehrlich: An seinen Tod haben wir sowieso nicht geglaubt. Da seine frisch angetraute Frau Elizabeth Shelby jedoch nicht mehr unter seinem Kommando tätig sein will, erhält sie das Kommando über die Trident mit Kat Mueller als Erstem Offizier. Im Tandem sind beide Schiffe nun unterwegs, um im Tholianischen Reich nach Gateway-Aktivität zu suchen. Dabei geraten sie zwischen zwei verfeindete Planeten, die mithilfe der Portale ihre Jahrtausende alte Fehde weiterführen wollen.

Begleitet wird die Excalibur-Crew dabei von den zwei altbekannten Charakteren: Arex und M'Ress, die uns allen aus der Zeichentrickserie bekannt sind und durch einen Unfall in die heutige Zeit verschlagen wurden. Besonders M'Ress hat daran sehr zu knabbern. Und auch Moke hat Probleme, nach dem Tod seiner Mutter auf der Excalibur zurechtzukommen ...

Kritik

1. Julia Pfuetzner

Die folgende Rezension bezieht sich auf das amerikanische Original.

Nächster Teil im "Portale"-Crossover: Die Gateways-Tore ermöglichen ein erneutes Aufflammen der Feindschaft zweier Rassen ...
In diesem Band bricht mit der neuen Excalibur eine neue Ära der "New Frontier"-Reihe an, weswegen das Buch auch chronologisch wichtig für die gesamte Reihe ist. Wie auch in den anderen Bänden der "Gateways"-Saga, spielen natürlich diese berühmten Portale der Iconianer eine wichtige Rolle in der Geschichte. Wobei leider auch mit dem Abschluss des Buches der genaue Hintergrund um die Gateways nicht gelüftet wird.

Aber trotz des durch die "Gateways"-Reihe vorgegebenen Rahmens handelt es sich um eine typische "New Frontier"-Geschichte. Charakterisiert werden die neuen Besatzungen der beiden Schiffe, die sich zum größten Teil aus der alten Excalibur-Crew zusammenfinden. Arex und M'Ress werden neu eingeführt, was Peter Davids Detailfreude und Wissen um alle Aspekte des "Star Trek"-Universums aufzeigt. Mit diesen beiden neuen "alten" Charakteren ergeben sich neue Entwicklungsmöglichkeiten für die darauf folgenden Bände der Serie.

Von der Geschichte selber handelt es sich um eine klassische Anlehnung an die "Bele jagt Lokai"-Geschichte aus der Classic-Serie, ohne aber mehr vom Inhalt verraten zu wollen. Es ist Peter David dabei gut gelungen, die Machtspiele und Intrigen auf den beiden Planeten herauszuarbeiten und aufzuzeigen, wie sinnlos dieser gesamte Konflikt in Wirklichkeit ist. Er zeigt, wie einfach es ist, den Konflikt einfach fortzusetzen und wie schwer die Schritte Richtung Frieden einzuleiten sind. Und wie anfällig für Sabotage der ganze Friedensprozess ist. Parallelen zu Israel und den Palästinensern kommen dem Leser sofort in den Sinn, was einmal mehr die Aufgabe des klassischen Science-Fiction darstellt.

Fazit: Empfehlenswerte originale "Star Trek"-Geschichte mit interessanter neuer Umgebung für unsere beliebten Charaktere. Einziger Kritikpunkt wohl der "Gateways"-Sammelband "What Lays Beyond", den man bei der amerikanischen Originalversion zusätzlich kaufen muss, um die Geschichte zu Ende lesen zu können. Ich sehe dies jedoch als Schwäche der "Gateways"-Reihe und nicht als Peter Davids Fehler an. Dieser hat sich liebevoll um die Weiterentwicklung seiner Crew und die Einbindung in die Gateway-Reihe bemüht. Also: unbedingt lesen!

2. Thomas Götz

Die folgende Rezension bezieht sich auf die deutsche Ausgabe des Cross Cult Verlages.

Der zehnte "New Frontier"-Band schließt zwar an die Ereignisse des Vorgängers an, ist aber zugleich auch ein Crossover aus der "Portale"-Reihe (deren erster deutscher Band ja bereits im "Deep Space Nine"-Relaunch erschien). Cross Cult lässt sich natürlich erneut nicht lumpen und bringt den chronologisch nächsten Band der Reihe, auch wenn die übergeordnete Crossover-Reihe nicht veröffentlicht wird. Es gab ja allerdings bereits die "Doppelhelix"-Crossover-Reihe und so darf man hoffen, dass vielleicht auch die "Portale"-Reihe irgendwann noch auf Deutsch herauskommt.

Die Story selbst fängt dabei ziemlich blutig an und stellt einen Konflikt zwischen zwei verfeindeten Völkern dar. Allerdings muss gesagt werden, dass sie zur übergeordneten "Portale"-Reihe eher wenig beiträgt und für sich genommen auch als eigenständiges Abenteuer hätte durchgehen können. Man muss also keine der anderen "Portale"-Bände kennen, um diesen hier zu genießen. Und nein, auch David'sche Superwaffen gibt es diesmal nicht (was, schreit da jemand: "Aber die Portale?" Die kann man schlecht als solche titulieren).

Bevor wir uns die Details der Story anschauen, geht es zunächst mal um unsere liebgewonnenen Charaktere. Nicht nur auf der neuen Excalibur, auch auf der Trident müssen sich die Offiziere an ihre neue Umgebung gewöhnen. Dabei mischt David unter die Crews bekannte und neue Gesichter gleichermaßen. Diese müssen lernen, miteinander klarzukommen. Dabei werden die Charaktere wie gewohnt beschrieben und die leicht witzige Atmosphäre der "New Frontier"-Besatzung sehr gut herübergebracht. Einige Charaktere wie McHenry oder Soleta haben eher Randauftritte, dafür wird neuen (Gleau, Moke) etwas mehr Bedeutung beigemessen.

Natürlich ist es bei einer Fülle an Charakteren nicht möglich, allen den benötigten Raum zuzusprechen. Hier muss David auch in künftigen Bänden aufpassen, sich nicht zu sehr zu verzetteln. Ein besonderes Schmankerl für Fans ist dabei das Auftauchen von M'Ress und Arex, die ja aus der TAS-Serie bekannt sind. Auch hier findet David einen Kniff (der zufällig mit den Portalen zu tun hat), um sie ins 24.Jahrhundert zu versetzen - auch wenn dieser aufgrund der Portale-Krise manchmal zu gekünstelt wirkt. So oder so, eine nette Idee, auch diese beiden vernachlässigten Charaktere einzubauen und sich in der neuen Welt zurechtfinden zu lassen. Das Ganze funktioniert bis zum Ende erstaunlich gut und stellt auch kulturelle Gegensätze heraus: Arex hat keine Probleme, M'Ress dafür umso mehr - am Ende müssen beide einen Mittelweg finden.

Das ist natürlich schönes Charakterspiel und wie gesagt kommen erneut Shelby und Calhoun auch nicht zu kurz und auch ein paar andere Charaktere dürfen hier etwas glänzen. Richtiges Trek-Feeling kommt dann aber eher bei der Geschichte auf, die davon handelt, zwei verfeindete Parteien an den Friedenstisch zu bringen. Auf der einen Seite natürlich richtig und eine moralisch gute Entscheidung, auf der anderen Seite stellt sich die Frage: Wie viel Mord geht denn noch, bevor man verzeiht? Während dieser Geschichte dient die Rahmenhandlung um die Portale eher als Aufhänger denn als Selbstzweck. Die titelgebenden Portale spielen in einem Großteil der Geschichte auch nicht mal eine große Rolle.

Etwas interessanter ist hierbei der Blick auf die Iconianer, die aber nicht unbedingt die echten sein müssen. Da der Roman zu einer Zeit entstand, zu der der Status quo gewahrt bleiben musste, konnten diese natürlich in diesem Fall nicht lebend davonkommen, oder anders ausgedrückt: Die Portale und die Iconianer müssen ja quasi schon Hops gehen. Schade, dass hier nicht etwas mehr auf die mysteriöse Riesenprophezeiung oder woher sie eigentlich kamen eingegangen wurde.

Auch löblich ist natürlich, dass Cross Cult den Abschluss der Story aus dem siebten "Gateways"-Band (wie schon bei "Deep Space Nine") wieder mit eingeflochten hat. (Ob Band 7 je so erscheinen wird, falls die "Gateways"-Reihe mal auf Deutsch kommt?) Die Story ist aber eher schwach und erinnert ein bisschen an das letzte Kapitel aus dem ähnlichen "Deep Space Nine"-Buch. Und ob nun wirklich ein Besuch im Jenseits möglich ist? Nun, Peter David ist das (leider) zuzutrauen, zur großen "Portale"-Story trägt auch diese Kurzgeschichte allerdings nicht sonderlich bei. Etwas schade ist auch, dass man nicht erfährt, wie der Friedensprozess der beiden Völker ausging, um die es eigentlich ging – und immerhin gab es da ja noch einen kurzen Kniff am Ende. Und bedeutet das, die UFP besitzt nun zwei tragbare Portale und das auf dem Eisplaneten? Leider weitere Fragen, die nicht zufriedenstellend geklärt werden und etwas den Eindruck erwecken, dass hier das große Ganze der Story aus den Augen verloren wurde.

Alles in allem präsentiert sich aber erneut ein sehr gut geschriebenes Buch, das leichte Schwächen in der B-Story aufweist, aber in alter Manier ein Genuss zu lesen ist. Allerdings muss David auch in künftigen Bänden aufpassen, denn langsam offenbart sich, dass die Luft aus dem rebellischen Calhoun raus ist (auch in der Kurzgeschichte am Ende wird auf ausgetretenen Pfaden gewandelt). Hier sollte etwas Abwechslung her. Aber das sind freilich Geschichten für ein anderes Mal ...

Fazit: Ein guter Band und eine würdige Fortsetzung der "New Frontier"-Reihe, auch wenn die Portalgeschichte etwas aufgesetzt wirkt.

"Portale - Kalte Kriege" ist unter anderem bei Amazon.de als Taschenbuch und als E-Book erhältlich.

Bewertung

1. Julia Pfuetzner
2. Thomas Götz

Weitere Infos


Titel "Portale - Kalte Kriege"

Originaltitel "Gateways: Cold Wars"

Buchreihe Die Neue Grenze

Autor Peter David

Übersetzer Claudia Kern & Helga Parmitter

Preis 12,80 Euro

Umfang 372 Seiten

Verlag Cross Cult

ISBN 978-3-86425-3-133

(pf, tg - 25.01.14)


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