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Julia Pfuetzner (pf), Thomas Götz (tg)14.03.07

"Mehr als Götter"

Peter David

Inhalt

Nach den Ereignissen und dem Cliffhanger von "Being Human", in dem die gesamte göttliche Verwandtschaft von Mark McHenry auftrat und die Excalibur bei einem Angriff dieser Verwandten fast zerstört worden ist, stellen die Götter noch immer eine große Gefahr für den Quadranten dar. Mark McHenry und Morgan sind bei der Schlacht getötet worden. Die Excalibur ist schwer beschädigt und wird dank der Überzeugungskunst von Elizabeth Shelby zu Reparaturen zur Starbase 27 fliegen.

Die Götter haben sich mit den Danteri verbündet und verteilen dort Ambrosia im Gegenzug für ihre Anbetung. Si Cwan und Kalinda sind nach den gescheiterten Verhandlungen mit den Danteri auf der Flucht vom Planeten und versuchen der Rache der Götter zu entkommen. Im Verlauf der Geschichte wird mithilfe eines altbekannten Botschafters versucht, erneuten Kontakt mit den Danteri aufzunehmen, um sie dem Einfluss der Götter zu entreißen. Moke beginnt, einen Schwarzen Mann zu sehen.

Captain Calhoun kann die Dauer der Reparaturen auf Starbase 27 nicht ertragen und fliegt kurz entschlossen nach kurzer Zeit zum Planeten Danter zurück, um Captain Shelby und dem Botschafter bei der Befreiung Danters zur Seite zu stehen...

Kritik

1. Julia Pfützner

Die folgende Rezension bezieht sich auf die amerikanische Originalausgabe.

Die Crew der Excalibur kämpft gegen Götter - ein scheinbar aussichtsloser Kampf. Oder doch nicht?
Dieses Buch bietet keine abgeschlossene Handlung und sollte deswegen nur im Verbund mit "Being Human" und dem darauf folgenden Buch "Stone and Anvil" gelesen werden.

In diesem Band kommt mal wieder Peter Davids Vorliebe für das "Übernatürliche" durch. Man erinnere sich nur an die ersten Abenteuer der Excalibur-Crew, in denen der "Große Vogel der Galaxis" geboren wurde und einen ganzen Planeten dabei zerstörte. Hier geht es um die alt bekannten griechischen Götter, die schon der Original-Enterprise begegneten. Durch die persönliche Verwandtschaft zweier Besatzungsmitglieder mit diesen Göttern kommt es zu zusätzlichen Verstrickungen. Die Geschichte ist sehr spannend und actionreich. Es erinnert ein wenig an die Fernsehepisoden mit Q, da die Crew der Excalibur im Endeffekt den allmächtigen Wesen schutzlos ausgeliefert ist. Erst weitere Recherchen ergeben Wege zum Kampf gegen die Götter. So gelingt es doch noch, die aussichtslose Situation, die nach dem Cliffhanger auf den Leser wartet, noch irgendwie abzuwenden. Die übernatürliche Gefahr sorgt für Spannung bis zum Ende des Buchs, was dafür sorgt, dass man als Leser nicht lange zögert, es zu Ende zu lesen.

Die ständige Bedrohung der Götter lässt nicht viel Platz für eine Weiterentwicklung der Charaktere. Moke findet endlich heraus, wer sein Vater ist. Aber wirklich viel Zeit, diese Erkenntnis zu reflektieren hat er nicht, da er Calhoun suchen muss, um ihm wichtige Entdeckungen mitzuteilen. Robin versucht den Tod ihrer Mutter zu verarbeiten, was jedoch dadurch verkompliziert wird, dass diese gar nicht sterben kann. Kebron macht eine körperliche und geistige Veränderung durch und wird wohl nun "erwachsen", was jedoch auch nur am Rande Beachtung findet. Die weiter reichenden Konsequenzen seiner Veränderung werden noch nicht klar.

Soleta ist aufgrund ihrer Schuldgefühle besonders empfänglich für das Ambrosia der Götter, da ihr so alle Sorgen genommen werden. Leider erfährt man am Ende der Geschichte nur, dass sie nach der nachlassenden Wirkung des Ambrosias weint, aber nicht, wie sie weiter mit ihren Schuldgefühlen umgehen wird. Der im vergangenen Band angefangene unterschwellige Konflikt zwischen M'Ress und Gleau geht weiter, aber dieses Mal wird auch noch Mueller in die Sache hineingezogen. Für eine weitere Auflösung der Geschichte muss man wohl noch den nächsten Band lesen.

Positiv hervorheben möchte ich den Auftritt des Botschafters, der in der "New Frontier"-Reihe bereits eine Rolle spielte und die Lösung des Konflikts mit den Göttern, der nicht durch überlegene Waffengewalt erreicht wird, sondern schlussendlich durch den Glauben an die eigene Stärke. Diese Auflösung passt ins "Star Trek"-Universum und unterstreicht den Ansatz Rodenberrys, dass Gewalt nicht alles ist, was zur Lösung eines Konflikts zur Verfügung steht.

Wie bereits angekündigt, endet auch dieser Band nicht mit einer abgeschlossenen Handlung. Der Tod eines Besatzungsmitglieds kreiert einen weiteren Cliffhanger, weswegen man schleunigst danach das Buch "Stone and Anvil" lesen sollte.

Fazit: Unterhaltsames und spannendes Buch der "New Frontier"-Reihe, das mehr auf Spannung und Action abzielt und nur geringe Charakterentwicklung mit sich bringt. Trotzdem ein "Muss", um die Kontinuität der Serie zu wahren.

2. Thomas Götz

Die folgende Rezension bezieht sich auf die deutsche Ausgabe des CrossCult-Verlages.

Süß starrt sie einen schon an, die M'ress auf dem neuen exzellenten Cover des mittlerweile 12.New Frontier-Bandes. Mal ehrlich, wer verspürt bei diesem Anblick nicht das Bedürfnis, die Katzenfrau zu knuddeln? Martin Frei hat sich mit seinem Artwork also mal wieder selbst übertroffen, aber kann auch das Buch halten, was das süße Cover verspricht?

Wir erinnern uns, dass der vorherige Band mit einem Schockmoment und dem Tod zweiter Besatzungsmitglieder endete. Und eines vorneweg: das Ganze wird gleich zu Anfang revidiert, die beiden leben noch. Das ist natürlich einerseits etwas schade, ruiniert es doch den Schockmoment, im großen Gesamtkontext, als zweigeteilter Cliffhanger, klappt dieses Szenario aber ganz gut und so ganz ohne einschneidende Änderungen geht es dann doch nicht aus.

Was weiterhin gut klappt ist die Interaktion und Weiterentwicklung der Besatzung. Hier darf jeder glänzen, bis hin zu Moke, und am Ende eine wichtige Lektion mitnehmen. Lediglich Calhoun fällt hier etwas ab, scheint der sture Krieger doch etwas zu sehr in seiner Sturheit verhaftet. Ansonsten sind die Szenen aber gut geschrieben und bringen auch den David-typischen Humor mit, der sogar recht gut funktioniert. Etwa bei Kebrons Erwachsenwerden, das sich bereits einige Bände zuvor angedeutet hatte, oder Morgans "Computerisierung", die etwas an Tron erinnert. Diesmal wird der Humor allerdings etwas sparsamer eingesetzt als noch in den Bänden davor, aber angesichts des ernsten Themas des Buches ist das auch kein Wunder. Dennoch bergen diese Szenen und Charakterentwicklungen noch genug Potential für die Zukunft.

Bevor wir uns nun aber der Haupthandlung annehmen wird, mit M'ress und Gleau, die ja bereits (süüüüüüß!) auf dem Cover zu sehen sind, ein weiterer Handlungsbogen eingeführt, der sich wohl über die nächsten Bände erstrecken wird. Die Spannung der beiden war ja schon immer greifbar und rückt nun langsam weiter in den Fokus. Hinzu kommt, das man erstmals auch nachfühlen kann, wie M'ress sich fühlt, wird sie doch eher als Relikt aus einer alten Zeit betrachtet, was vor allem im Gespräch mit Müller gut rüberkommt. Das die dann doch auf die Cait hört, spricht wiederum für die gute Ausarbeitung der Charaktere, denn auch in jedem harten Kerl (oder Frau) steckt ein weicher Kern.

Die Haupthandlung selbst dreht sich natürlich erneut um die Wesen (aka. Götter), welche angebetet werden wollen. Und wer könnte besser Götter bekämpfen als jemand, der sie schon getroffen hat? Denn ein weiterer altbekannter Gaststar wird in das Buch integriert, der der Besatzung helfen soll. Nötig hätte die das allerdings nicht gehabt, denn der Beitrag des Gaststars sorgt zwar für die ein oder andere gute Szene, aufgelöst werden hätte das Ganze aber auch ohne ihn. Aber so oder so, eine nette kleine Zugabe, die in der Tat ebenso gut funktioniert, wie die vielen kleinen Anspielungen auf die Star Trek-Serien, oder das Spock-Q-Streitgespräch. Aber auch weitere kleinere Sachen lassen Fanherzen höher schlagen, etwa die (trockene) Erwähnung der Ineffizienz des tholianischen Netzes zu TOS-Zeiten.

Das die Götter an sich wiedermal überlegene Wesen sind (oder es zumindest so aussehen lassen), die die Besatzung angreifen, ist nichts neues und ein Thema, das sich durch viele von Davids Büchern zieht. Zum Glück wird die Handlung von den Charakterszenen gut unterstützt getragen, so dass dies diesmal weniger ins Gewicht fällt, das es auch anders geht, haben Bände wie der dritte Excalibur-Band bewiesen, die locker in der Top-Liga mitspielen können. So ist es auch etwas schade, dass sich die Wesen nicht 'bekehren' lassen. Wie schön und im Sinne von Star Trek wäre es gewesen, wenn die Wesen am Ende über Sinn und Unsinn von Anbetung diskutiert hätten (wie einst Apollo) und sich dann erkenntnisreich zurückgezogen hätten. Diese Philosophie scheint sich leider nur bei Zeus selbst manifestiert zu haben.

Aber gut, das ist natürlich Kritik auf hohem Niveau und tut dem Lesevergnügen dieses Bandes keinen Abbruch, denn es ist erneut von vorne bis hinten unterhaltsam und bietet im Großen und Ganzen wenig Platz für Meckereien.

Fazit: Ein gut geschriebenes Buch - aber das ist man von David ja schon fast gewohnt. Hier passt, bis auf kleine Ausnahmen, einfach alles, von den Charakteren bis hin zur Handlung, welche von eben jenen und nicht von der Action getragen wird. Ach ja, und wurde schon das süüüüüüße Cover erwähnt?

Bewertung

1. Julia Pfuetzner
2. Thomas Götz

Weitere Infos


Titel "Mehr als Götter"

Originaltitel "Gods Above"

Buchreihe Die Neue Grenze

Autor Peter David

Übersetzer Helga Parmiter & Claudia Kern

Preis 12,80 Euro

Umfang 322 Seiten

Verlag CrossCult

ISBN 978-3-86425-776-6

(pf, tg - 30.07.15)


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