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Julia Pfuetzner (pf), Thomas Götz (tg)12.06.16

"Grenzenlos"

Peter David, David Mack u.a.

Inhalt

Kennen Sie unsere "Neue Grenze"-Helden wirklich so gut, wie Sie denken? Womöglich nicht, aber mit diesem Buch haben Sie die Gelegenheit...
Es handelt sich hierbei um etwas Besonderes, da alle bisherigen "New Frontier"-Bände einzig und allein aus der Feder von Peter David stammen. Bei diesem Band handelt es sich um eine Sammlung von Kurzgeschichten verschiedener Autoren, die auf einzelne Charaktere der Excalibur-Besatzung eingehen.

Zeitlich spielen die Geschichten in der Zeit, wo die Charaktere noch nicht auf der Excalibur dienten. Das Vorwort ist von Peter David verfasst, und als besonderes Bonbon erzählt er hier auch die Geschichte der Flitterwochen von Calhoun und Shelby. Eine "Neue Grenze"-Zeitlinie ist ebenfalls angefügt, um die "New Frontier"-Reihe in das "Star Trek"-Universum einzubetten. Aber nun zu den einzelnen Geschichten:

Mackenzie Calhoun - "Loose Ends" (von Dayton Ward): In seiner Zeit als Undercover-Agent der Sternenflotte geht Calhoun auf eine Mission, um eine Tarnvorrichtung zurückzuholen. Er möchte bei Picard etwas gutmachen.

Elizabeth Shelby - "All That Glisters..." (von Loren L. Coleman): Diese Geschichte spielt zu der Zeit, als Shelby Chefingenieurin auf der U.S.S. Yosemite war. Sie erkennt einen zerstörten Außenposten als einen Borgangriff und erhält daraufhin eine Kommando-Empfehlung.

Zak Kebron - "Waiting for G'Doh, or, How I Learned to Stop Moving and Hate People" (von David Mack): Kebron soll als Statue getarnt einen Platz beobachten. Ihm gelingt es nach stundenlangem Stillstehen einen Politiker zu retten, doch entscheidet er sich für die Karriere als Sicherheitsoffizier.

Robin Lefler - "Lefler's Log" (von Robert Greenberg): Lefler erlebt eine schwierige Kindheit durch die ständigen Umzüge der Eltern und die Abwesenheit der Mutter, die zudem oft depressiv ist und von Robin nicht aufgemuntert werden kann. Dies alles hält Robin in einem Tagebuch fest.

Morgan Primus - "Alice, on the Edge of Night" (von Ilsa J. Bick): Morgan ist ihrer Unsterblichkeit überdrüssig und versucht sich das Leben zu nehmen. Sie ist in Behandlung bei einem Psychiater, der ebenfalls Eheprobleme hat.

Soleta - "Revelations" (von Keith R.A. DeCandido): Auf einer Außenmission erlebt Soleta den Angriff der Romulaner und lernt ihren leiblichen Vater kennen. Ein Schock für sie, da ihr Vater Romulaner ist, der ihre Mutter vergewaltigt hat.

Si Cwan - "Turning Point" (von Josepha Sherman): Sein Vater bezeichnet ihn als schwach, und sein bester Freund spioniert ihn aus - Si Cwan beschließt schon als Kind, anders zu werden als sein Vater.

Selar - "Q'uandary" (von Terri Osborne): Die weibliche Q (bekannt aus "Voyager") holt Selar in das Q-Kontinuum, damit sie im Bürgerkrieg ärztliche Hilfe leistet. Sie trifft Amanda und erlebt die Geburt von q.

Burgoyne 172 - "Oil and Water" (von Robert T. Jeschonek): Burgy hilft einem erfolgreichen Forscher, dessen Rasse nur ein Geschlecht hat, seine Erfindung zu stoppen. Dieser mag ihn nicht wegen seiner Rasse, sondern wegen Burgys Gewalttätigkeit.

Mark McHenry - "Singularity" (von Christina F. York): McHenry ist in einer Pilotengruppe, die den Vorbeiflug an einem Schwarzen Loch testet. Aufgrund seiner überlegenen Fähigkeiten bringt McHenry andere Crewmitglieder in Gefahr und beschließt die Gruppe zu verlassen.

Arex - "The Road to Edos" (von Kevin Dilmore): Sternenflottenoffizier Peart wird beauftragt, Arex nach Hause zu seinem sterbenden Vater zu bringen. Nach einer turbulenten Reise stellt sich heraus, dass es sich dabei um eine Wiedergeburt handelt.

D'ndai of Calhoun - "A Lady of Xenex" (von Peg Robinson): Mackenzies Bruder schützt eine Witwe seines Stammes namens Catherine vor den Nachbarstämmen und macht aus ihr eine Lady von Xenex, die mit ihrer Heimat verheiratet ist.

U.S.S. Excalibur - "Making a Difference" (von Mary Scott-Wiecek): Das Schiff erlebt eine Schlacht gegen die Borg unter Captain Korsmo mit Erstem Offizier Elizabeth Shelby.

Kat Mueller - "Performance Appraisal" (von Allyn Gibson): Kat ist Ingenieurin auf der U.S.S. Grissom und bekommt den Posten des Executive Offiziers, nachdem sie das Schiff durch einen Planeten geflogen hat.

Xant - "Redemption" (von Glenn Hauman & Lisa Sullivan): Eine interessante Reise mit "Gott".

Soleta - "Out of the Frying Pan" (von Susan Shwartz): Soleta und Spock fliehen von Thallon. Soleta vertraut ihm an, dass sie romulanische Wurzeln hat. Sie werden von Klingonen gerettet.

Burgoyne 172 - "Through the Looking Glass" (von Susan Wright): Seranna, ein Ex-Liebhaber von Burgy, schenkt ihm aus Rache einen Kristall, der in ihm Visionen von seinen vielen Partnern erzeugt und ihn nach Geborgenheit sehnen lässt.

Calhoun & Shelby - "A Little Getaway" (von Peter David): Als besonderes Bonbon die bisher unveröffentlichte Geschichte von Calhoun und Shelbys Flitterwochen.

Kritik

1. Julia Pfützner

Die folgende Kritik bezieht sich auf die englische Originalausgabe.

Es ist sehr erfrischend, mal über unsere "New Frontier"-Helden aus einem anderen Blickwinkel und aus einer anderen Feder zu hören. Was haben unsere Charaktere vor ihrem Dienst auf der Excalibur gemacht? Was hat ihre Berufswahl beeinflusst? Wo liegen die Wurzeln für ihr jetziges Verhalten?

Diese Fragen werden in diesem Band in sehr unterschiedlichen Geschichten aufgedeckt - es gibt leichte, unterhaltsame Geschichten wie Kebron als Statue getarnt stundenlang ausharren muss, aber auch karriereentscheidende und dramatische Geschichten wie McHenry, der erkennt, dass er mit seinen Fähigkeiten auch eine Gefahr darstellen kann. Das besondere Plus ist natürlich die Geschichte der Flitterwochen von Calhoun und Shelby, über die ich an dieser Stelle aber nichts verraten möchte. Gemeinsam haben diese Kurzgeschichten, dass ein Charakter etwas genauer behandelt wird und an Tiefe gewinnt - was einen Pluspunkt für die gesamte Reihe darstellt.

Fazit: Ein buntes Gemisch dieser Kurzgeschichten mit einer gelungenen Vertiefung unserer lieb gewonnenen Charaktere macht auch diesen Band zu einem Muss für den gestandenen "New Frontier"-Fan. Jedoch nicht geeignet als Einstieg in diese Reihe, da Vorkenntnisse über die Charaktere schon von Nutzen sind.

2. Thomas Götz

Die folgende Kritik bezieht sich auf die deutsche Ausgabe des CrossCult-Verlages.

Der neue New Frontier-Band stellt einen Kurzgeschichtenband dar, zu dem diverse Autoren ihre Stories beigetragen haben. Die Handlung setzt dabei nicht die eigentliche Reihe fort, sondern behandelt die Vergangenheit der Hauptcharaktere, zumeist ihre ersten Einsätze für die Sternenflotte.

An dieser Stelle soll noch kurz auf das deutsche Cover eingegangen werden, das in gewohnt guter Manier die Charaktere aus diesem Band zeigt (wenn auch nicht alle, die da vorkommen). Allerdings ist auch Morgan Lefler unter den abgebildeten Gesichtern und wer sich an den New Frontier-Comic erinnert, der wird an den Running Gag erinnert werden, das dort nie Morgans Gesicht gezeigt, sondern immer nur versteckt verhüllt dargestellt wurde. Gut, inzwischen ist auch das revidiert worden, so das die Abbildung Morgan recht nahe kommt, es sollte jedoch auch noch erwähnt werden, das eine gewisse Ähnlichkeit mit Number One besteht, als dem ersten Offizier aus dem ursprünglichen Classic-Piloten. Zufall? Absicht? Ein versteckter Hinweis? So oder so, eine nette kleine Anekdote.

Zum Inhalt des Bandes selbst: Wie erwähnt, werden in diversen Kurzgeschichten die Anfangstage diverser Helden beschrieben, so etwa Zak Kebrons erster Einsatz als Statue, etwas, das man in den Romanen zwar schon öfter gehört hat, was aber nie in aller Ausführlichkeit erzählt wurde. Zugute halten muss man immerhin, das auch fremde Autoren außer Peter David die Charaktere von New Frontier gut im Griff haben und mit ihnen umgehen können. Man hat also zumindest nie das Gefühl, andere Geschichten als wirklich die von „New Frontier“ zu lesen.

Das Problem bei derartigen Geschichten ist aber immer das alte Sprichwort mit den zuvielen Köchen, oder anders ausgedrückt, der schwankenden Qualität der Beiträge. Von gut bis schlecht ist alles vorhanden – wobei man aber zugestehen muss, ganz so schlimm ist es in diesem Band dann auch wieder nicht. Allerdings sind viele der Geschichten einfach nette Kurzweil, die aber den Charakteren selbst nur wenig bringen.

Auch hier gibt es natürlich Ausnahmen, wie etwa McHenrys Geschichte, der erkennen muss, das er seine Gabe verstecken sollte. Doch es gibt auch Geschichten wie Spocks und Soletas Flucht von Thallon (aus dem allerersten Roman), oder Shelby, die bei ihren Nachforschungen auf die Borg stößt. Diese Geschichten sind zwar nett ausgeschmückt, bringen den Charakteren aber eigentlich nichts. Selbst Stories mit Shelby und Calhoun erreichen also nicht immer das gewohnt hervorragende New Frontier-Niveau, obwohl diese beiden Charaktere eigentlich das Aushängeschild der Reihe sind.

Hat man aber trotzdem Spaß mit den Geschichten? Auf eine gewisse Weise hat man das tatsächlich, und das bewahrt den Band auch vor dem Absturz. Wie erwähnt ist der typische New Frontier-Charme da, auch wenn die lustigen Geschichten zweifellos das Highlight des Bandes sind.

Im Übrigen gibt es auch netten Fanservice zu lesen. So trifft Selar auf die weibliche Q, welche sich wundert, das die beiden sich so ähnlich sehen. Ein kleiner Seitenhieb auf Suzie Plakson, welche ja beide Rollen gespielt hat. Doch nicht nur das, die weibliche Q erwähnt auch, das sie mit „dieser Klingonin“ gesprochen hat. Gemeint ist natürlich Worfs Ex K’Ehleyr, welche ebenfalls von Suzie gespielt worden war. An anderer Stelle meint man es aber auch wieder zu gut mit dem Fanservice, denn beim Kampf der Excalibur mit dem Borg-Kubus von 2373 (achter Kinofilm) schneidet der Kubus einen Teil des Maschinenraums des Schiffs heraus und bringt dieses in den Delta-Quadranten, nur um wenige Sekunden später wieder aufzutauchen und den Kampf fortzuführen (es wird leider nicht klar, ob vielleicht ein zweiter Kubus beteiligt war, oder nicht).

Klar, dies soll eine Szene in Voyager erklären, als diese später auf die Borg trifft und ehemals assimilierte Personen sagen, sie kämen von der Excalibur aus eben diesem Kampf. Trotzdem hätte es diese „Erklärung“ (oder besser unnötige Verwirrung) so nicht gebraucht – aber das ist natürlich Meckern auf hohem (Fan-)Niveau. Wer sich mit dem Buch einfach unterhalten lassen will, der kommt sicher gut auf seine Kosten.

Fazit: Wie immer bei Kurzgeschichtensammlungen so schwankt auch diesmal die Qualität, richtig schlechte Stories sind aber nicht dabei. Allerdings sind auch viele Geschichten vorhanden, die nur 0815-Unterhaltung bieten und die Charaktere kaum vorantreiben. Aber immerhin wird der typische New Frontier-Charme immer getroffen und eingefangen und wer sich einfach nur unterhalten lassen will ohne zuviel Tiefgang zu erwarten, wird hier gut bedient.

Bewertung

1. Julia Pfuetzner
2. Thomas Götz

Weitere Infos


Titel "Grenzenlos"

Originaltitel "No Limits"

Buchreihe Die Neue Grenze

Autor Peter David, David Mack, Keith R.A. DeCandido, Kevin Dilmore, Dayton Ward u.a.

Preis 12,99 Euro

Umfang 582 Seiten

Verlag CrossCult

ISBN 978-3-86425-802-2

(pf, tg - 12.06.16)


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