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Peter Tigmann (pt), Markus Loosen (ma), Thomas Götz (tg)11.08.13

"Excalibur - Renaissance"

Peter David

Inhalt

Robin Lefler und ihre Mutter befinden sich nach der Zerstörung der Excalibur immer noch auf der Erde. Morgan möchte ihre Tochter dazu überreden, einen Landurlaub auf Risa mit ihr zu machen, um sich dort näher kennenzulernen. Robin stimmt dem nur sehr wiederwillig zu, da für sie die Erholungsmöglichkeiten auf Risa nicht wirklich Erholungsmöglichkeiten sind.

Währenddessen informiert Selar darüber, dass sie ihr und Burgoynes Kind alleine erziehen möchte. Burgoyne ist davon natürlich wenig begeistert und versucht Selar klarzumachen, dass er/sie ebenfalls immer für das Kind da sein möchte, und dass er/sie Selar liebe und sie sie/ihn ebenfalls. Selar möchte darüber nachdenken, reist dann aber, ohne Burgoyne zu informieren, nach Vulkan ab.

Unterdessen sind Robin und Morgan auf Risa angekommen. Robin macht eine Wanderung, um sich auf ihre Art zu erholen. Leider hat sie ziemlich schnell einen Unfall, kann aber glücklicherweise von Nikolas Viola gerettet werden. Nikolas ist mit seinem Vater Rafe auf dem Planeten. Nikolas und Robin verstehen sich schnell sehr gut miteinander und kommen zusammen. Robins Mutter Morgan hat ebenfalls jemanden gefunden: Montgomery Scott. Der aus der Vergangenheit zurückgekehrte Scotty kümmert sich im Urlaubsort der Leflers um die Computeranlagen. Als Morgan mit Rafe, Niks Vater, anbandelt, wird Scott eifersüchtig und sagt Morgan, dass er Rafe für gefährlich hält. Morgan tut dies zunächst ab. Nachdem aber sowohl Scotty als auch der Hotelmanager spurlos verschwunden sind, ändert sie ihre Meinung.

Burgoyne versucht auf der Erde Hilfe zu finden, um sein/ihr Kind zurückzubekommen. Da die Versuche nicht von Erfolg gekrönt sind, reist er/sie Selar nach Vulkan nach, um sie doch noch zu überzeugen. Selar geht nicht darauf ein. In Selars Bruder findet er/sie schließlich einen Verbündeten, was allerdings auch keinen Fortschritt bedeutet. Burgoyne fordert Selar schließlich nach alter vulkanischer Sitte zu einem körperlichen Kampf auf, der darüber entscheiden soll, welches Elternteil das Kind bekommen soll. Selar stimmt widerwillig zu. Burgoyne lässt Selar den Kampf letzten Endes gewinnen, weil er/sie erkennt, dass er/sie Selar Xyon - das Kind - nicht wegnehmen kann. Er/Sie reist auf die Erde zurück. Selar wird bald klar, dass es für sie schwer wird, Xyon nach vulkanischem Brauch zu erziehen, da das Kind immer mehr hermatische Charakterzüge und Körpereigenschaften offenbart. Der Besuch eines alten Bekannten bewegt sie schließlich zum Umdenken.

Kritik

Die ersten beiden Kritiken sind auf Grundlage der amerikanischen Originalausgabe entstanden.

1. Peter Tigmann

Die Leflers geraten auf Risa in Schwierigkeiten, und Selar will ihr Baby allein erziehen. Burgoyne hat mit dieser Entscheidung aber Schwierigkeiten.
Dass viele Leser in den USA ein Problem mit dem Buch haben, kann ich teilweise nachvollziehen. Der Roman dreht sich komplett um die beiden Geschichten "Morgan und Robin auf Risa" und "Burgoyne und Selar streiten um ihr Kind". Beide Geschichten hören sich nicht gerade spannend und actionreich an. Der Schein trügt allerdings.

Action bekommt man tatsächlich sehr wenig geboten, wenn auch etwas vorhanden ist. Spannung ist allerdings stellenweise schon vorhanden. Um diese zu empfinden, muss man allerdings bereit sein, sich in die Charaktere hineinzuversetzen. David wollte mit diesem Roman aber auch keinen spannungs- oder actiongeladenen Thriller machen. Wichtiger war es ihm wohl, die Charaktere Robin, Morgan, Selar und Burgoyne in ihren Beziehungen untereinander weiterzuentwickeln, was ihm im Falle von Selar und Burgoyne auch gelungen ist. Generell kann man sagen, dass diese Geschichte etwas gelungener ist, da sie ausgewogener wirkt.

Beide Geschichten leiden teilweise allerdings daran, etwas überzogen zu sein. Robins Unfall war nur Mittel zum Zweck, um den Charakter des Nikolas einzuführen. Bei der Geschichte um Selar und Burgoyne war es der Kampf, der nicht wirklich nötig war. Er sollte wohl nur die Actionfans etwas beruhigen. Auch etwas unklar ist mir, was Scotty im Buch zu suchen hatte. Da ich nicht daran glaube, dass er wirklich tot ist, interessiert es mich schon sehr, ob seine Rolle im nächsten Band wichtiger ist als in diesem. Hier hat sein Charakter eigentlich nichts gebracht. Was bei der Risa-Geschichte Scotty ist, ist bei der Selar-Burgoyne-Geschichte Spock. Wie es scheint, ist seine Mission auf Romulus ja beendet. Auf jeden Fall ist er auf Vulkan, um Selar einige Dinge klarzumachen. Ein paar Worte zu Spocks Rückkehr nach Vulkan hätten es schon dürfen sein.

Der wichtigste Aspekt bei einem Charakterroman ist - man soll es fast nicht glauben - die Charaktere. Diese sind, wie immer, gut gelungen. Wenn auch Robins Gekeife mit der Zeit auf die Nerven geht. Andererseits ist es auch witzig zu lesen, wenn Morgan ihre Tochter mit immer neuen Aussagen schockt. Auch Burgoyne und Selar sind gut getroffen, allerdings bin ich nach wie vor der Meinung, dass Selar irgendwie "unvulkanisch" ist. Im Buch wird allerdings ständig das genaue Gegenteil behauptet ... Machen Sie sich Ihre eigene Meinung.

Bei keinem Buch standen Action und Spannung so an zweiter Stelle wie bei diesem "Star Trek"-Roman. Wer auf Entsprechendes hofft, lässt also lieber die Finger davon. Wer allerdings zwei, mehr oder weniger, gute Charaktergeschichten will, ist absolut richtig. Auch sollte nicht unerwähnt bleiben, dass ein Handlungsstrang aus dem ersten Roman zum Ende hin wieder, auf sehr überraschende Weise, aufgegriffen wird und wir erfahren, wie die Excalibur zerstört wurde.

Anmerkung:Der Roman ist der zweite der "Excalibur"-Subserie innerhalb des "New Frontier"-Universums. Der Vorgänger heißt "Requiem", der darauf folgende "Restauration".

2. Markus Loosen

Auch der zweite Roman der "Excalibur"-Trilogie konzentriert sich sehr auf die Charaktere. Diesmal widmet sich David den Charakteren Robin, Morgane, Burgoyne und Selar. Die Lefler-Frauen machen Urlaub auf Risa. Dabei ist es vor allem sehr lustig zu lesen, wie Morgan ihre Tochter mit immer neuen Aussagen schockt. Gleichzeitig zieht sich die Risa-Handlung aber an einigen Stellen auch ein bisschen in die Länge.

Ebenfalls nett, aber eigentlich unnötig, ist das Auftreten von Scotty in dieser Handlung. Denn der ehemalige Chefingenieur der Enterprise wartet mittlerweile die Anlagen eines Hotels auf Risa und dient abends dann auch schon mal als Touri-Attraktion. Es ist zwar nett, mal wieder was von Scotty im 24. Jahrhundert zu hören, doch wirkt sein Auftritt noch nicht wirklich nötig, da sein Part teilweise nur einem 08/15-Charakter entspricht. So darf Scotty zum Beispiel nie wirklich seine Fähigkeiten unter Beweis stellen, indem er zum Beispiel in den letzten Sekunden ein technisches Gerät repariert. Da diese Handlung gleichzeitig aber auch den Cliffhanger zum nächsten Buch darstellt, hoffe ich aber, dass Scottys Part dann im nächsten Band noch ausgebaut wird.

Überraschend wird in dieser Handlung im letzten Kapitel auch noch der Handlungsstrang um Si Cwan und seine Schwester Kalinda, welcher ja in letztem Band begonnen wurde, eingeflochten. Was ich persönlich als ein bisschen spät empfunden habe, denn die beiden dienen im letzten Kapitel förmlich nur wieder als Cliffhanger zum nächsten Band. Dafür, dass sie diesen Part im letzten Buch auch schon belegten, nicht gerade toll. Vor allem, weil sie da noch nicht mal auf Risa waren. Ein bis zwei Kapitel mehr hätten dieser Handlung doch vielleicht recht gut getan. So wirkt das Ganze nämlich ein bisschen wie "Ups, da war doch noch was".

Dafür bekommen wir aber so im letzten Kapitel auch noch den Grund präsentiert, warum die Excalibur vernichtet wurde, obwohl man hierzu wohl den "Doppelhelix"-Band "Doppelt oder nichts" gelesen haben muss, da es bei der Auflösung einen Querverweis auf Ereignisse aus diesem Band gibt.

Die andere Handlungsebene beschäftigt sich mit Burgoyne und Selar. Denn die beiden streiten um das Sorgerecht für ihr Kind Xyon. Während die Risa-Handlung an einigen Stellen doch recht dürftig wirkt, so merkt man hier förmlich die Leidenschaft des Autors, über die Problematik Sorgerechtsstreit zu schreiben. Allerdings wirkt ein traditionell vulkanischer Kampf auf Leben und Tod zwischen Selar und Burgoyne, zu dem es während eines Gerichtsverfahrens kommt, doch an einigen Stellen etwas langatmig und übertrieben. Das Ganze war wohl auch dafür gedacht, um die Actionfans, die ja sonst bei "New Frontier" durchaus auch schon mal das eine oder andere geboten bekommen, nicht völlig im Beziehungsregen der Charaktere stehen zu lassen.

Schön ist auch in dieser Handlung das Auftauchen von Spock auf Vulkan. Allerdings wäre es nett gewesen, zu erfahren, was aus seiner Mission auf Romulus wurde. Da diese Handlung im Buch beendet wird, wird der Leser das wohl nie erfahren. Schade eigentlich. Einige gute Prisen von Davids Humor sind natürlich auch in diesem Buch wieder dabei. So erfährt der Fan neue Details von dem menschlich-klingonischen Shakespeare-Kulturkampf. Bei einer anderen Gelegenheit zeigt uns David dann noch deutlich, warum der Beruf des Barkeepers für einen Vulkanier nun mal nicht die beste Berufswahl ist.

Ein anderer kleiner Kritikpunkt ist diesmal aber noch das US-Cover des Romans. Denn hier sind Kebron und McHenry abgebildet, obwohl diese im Roman kein einziges Mal vorkommen. Das ist dann schon ein bisschen schade, da außer Selar kein anderer Charakter aus diesem Buch auf dem Cover zu sehen ist.

Fazit: Ein toller Charakterroman, der aber leider an einigen Stellen auch die eine oder andere Länge mit sich bringt.

3. Thomas Götz

Die folgende Kritik bezieht sich auf die deutsche Ausgabe des Cross Cult Verlags.

Mittlerweile liegt Band 8 (nach deutscher Zählung) der "New Frontier"-Reihe ebenfalls übersetzt vor, verziert wieder mit einem Cover von Martin Frei, das erneut recht gelungen ist, auch wenn die Bar auf dem Bild einige Fandiskussionen ausgelöst hatte.

Ging es nach der Zerstörung der Excalibur - die auch im vorliegenden Band nicht aufgelöst wird - im letzten Band um Kebron, McHenry und Soleta, so kommen diesmal die Leflers sowie Selar und Burgoyne an die Reihe. Wie bereits im Band zuvor liegt auch hier das Hauptaugenmerk auf den Charakterszenen. Das ganze Buch kommt also ohne Action aus und bietet eine Charakterstudie der beteiligten Personen.

Die beiden Handlungen haben dabei nichts miteinander zu tun, dienen aber dazu, die Charaktere voranzutreiben. Beginnen wir mit einer Betrachtung der etwas schwächeren Handlung, nämlich die um Selar und Burgoyne, die in einen klassischen Sorgerechtsstreit ausartet. Dabei zeigt sich erfreulicherweise, dass David es wie kein anderer beherrscht, die trockene Art der Vulkanier zu beschreiben.

Auch neue Rituale und den ein oder anderen alten Bekannten trifft man wieder (ja, vor allem Spock ist ein Zubrot für die Fans). Das alte Klischee des gehänselten Mischlingskindes darf im Übrigen ebenso nicht fehlen – und das neun Jahre, bevor der neue "Star Trek"-Film von J. J. Abrams dies im Falle von Spock auf der Leinwand zeigte. Vorher gab es das nur in der Zeichentrickserie zu sehen - und eben in diesem Buch. So oder so, ein schöner Querverweis, auch wenn er teilweise etwas konstruiert wirkt.

Auch der Streit wirkt dies leider etwas, denn es ist klar, dass es nur darauf hinauslaufen kann, das beide ihre Liebe füreinander entdecken und in ein Happy End gehen. Dass sich Selar damit schwer tut, kann man immerhin nachvollziehen, bei Burgoyne zündet es stellenweise nicht richtig. Gerade bei "New Frontier" hätte hier aber ruhig auch ein negatives Ende drin sein können. Und ob sich Xyon zu einem neuen Wunderkind entwickelt, bleibt ebenso abzuwarten.

So oder so, dieser Handlungsstrang schlägt also eher in die Kerbe des Vorgängers, denn auch dort war ja der um Soleta eher nicht so erfüllend wie er hätte sein können. Dafür ist der zweite Strang um die Leflers interessanter geraten, wenn auch nicht immer.

Mutter und Tochter entspannen auf Risa und nutzen das Ganze, um sich näher kennenzulernen - und die ein oder andere Affäre zu haben. So weit so gut und so klischeehaft hält hier immerhin der typische David-Humor Einzug und die Wortgefechte zwischen Robin und ihrer Mutter machen Spaß - auch wenn Robin teilweise etwas dümmlich daherkommt.

Allerdings kommt auch hier die Handlung nicht so recht in Fahrt und zieht erst gegen Ende des Romans merklich an. Die Szenen mit Scotty sind natürlich interessant und auch die neuen Bekanntschaften der Leflers, dennoch zieht das Ganze etwas zu langsam an, was durch das Springen auf Burgy und Selar (die beiden Handlungen laufen parallel) noch zusätzlich ausgebremst wird.

Wie erwähnt, gegen Ende ändert sich das und man wird gleich wieder in den Bann gezogen, als es endlich richtig zur Sache geht und die Action losgeht. Nun, es ist leider bedauerlich, dass man dann nur noch eine Seite vom Ende des Romans entfernt ist ... und das Buch mit einem sehr fiesen Cliffhanger endet, der durchaus, auch in Bezug auf den auftauchenden Scotty (Wenn es Spock gibt, muss es den auch geben, nicht wahr?) vollends zu überzeugen vermag und Lust auf mehr macht.

Da kann man nur hoffen, dass der Nachfolger bald erscheint ...

Fazit: Ein Roman, der erneut Charakterszenen bringt und die Handlung um die Excalibur immer noch nicht auflöst. Die Story kommt allerdings nur langsam in Fahrt und weist einige Längen auf, die vermeidbar gewesen wären. Am Ende zieht das Buch aber wieder deutlich an und so geht es, nach dem nicht ganz so guten Vorgänger, wieder bergauf. Hoffentlich auch in Band 9 ...

"Excalibur - Renaissance" ist unter anderem bei Amazon.de als Taschenbuch und als E-Book erhältlich.

Bewertung

1. Peter Tigmann
2. Markus Loosen
3. Thomas Götz

Weitere Infos


Titel "New Frontier 8: Excalibur - Renaissance"

Originaltitel "Renaissance"

Buchreihe Die Neue Grenze

Autor Peter David

Übersetzer Claudia Kern

Preis 12,80 Euro

Umfang 253 Seiten

Verlag Cross Cult

ISBN 978-3-86245-1-795

(pt, ma, tg - 18.08.13)


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