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Peter Tigmann (pt), Thomas Götz (tg)31.12.13

"Excalibur - Restauration"

Peter David

Inhalt

Die Excalibur steht kurz vor ihrer Explosion. Calhoun schafft es, alle seine Crewmitglieder zu retten. Am Ende ist aber nur noch eine Rettungskapsel frei, in die er Shelby schickt. Bevor die beiden getrennt werden, gestehen sie sich noch ihre Liebe. Das Schiff explodiert. Was Shelby nicht weiß, ist, dass Calhoun es doch noch zu einem Shuttle geschafft hat und so mit dem Leben davon gekommen ist. Das Shuttle landet schwer beschädigt auf einem abgelegenen Planeten namens Yakaba. Calhoun ist schwer verletzt und nicht bei Sinnen.

Auf Yakaba lebt eine geheimnisvolle Frau namens Rheela, welche die Gabe hat, das Wetter zu beeinflussen. Sie kann Regen machen, weshalb sie für die Bewohner des ansonsten sehr trockenen Planeten sehr wichtig ist. Allerdings begegnet das Volk Rheela und ihrem Sohn mit großem Argwohn, da sie das fürchten, was sie nicht kennen. Andere versuchen aus Rheela einen finanziellen Nutzen zu ziehen und wollen sie für ihre Zwecke gewinnen. Als Rheelas Sohn Moke durch die Wälder streift, trifft er auf den kranken Calhoun und hält ihn für seinen lang vermissten Vater. Als Moke Calhoun zu seiner Mutter bringt, greift dieser Rheela - aufgrund von Halluzinationen - an und versucht sie umzubringen. Sie kann ihn aufhalten, woraufhin Calhoun ins Gefängnis kommt. Da man ihm nicht recht helfen will und kann, lässt man ihn einfach in seiner Zelle liegen. Zur Überraschung aller verbessert sich Calhouns Zustand zusehends.

Unterdessen tritt Shelby ihr Kommando über der U.S.S. Exeter an. Sie ist stolz darauf, dass sie sich eine Crew ausgesucht hat, die völlig ihren Vorstellungen entspricht und nicht mehr mit den Leuten der Excalibur arbeiten muss. Schon bei ihrer ersten Mission erkennt Shelby, dass sie Calhoun sehr ähnlich geworden ist, woraus sich einige Probleme mit ihrem Ersten Offizier ergeben, welche der früheren, regelgetreuen Shelby, sehr ähnlich ist. Shelby wird schließlich gezwungen, den Krieg zwischen zwei Völkern zu verhindern und muss deshalb eine harte Entscheidung treffen.

Auf Yakaba hat sich Calhoun mittlerweile völlig erholt. Als es einen Angriff auf den Sicherheitschef der Stadt gibt, bei dem dieser getötet wird, wird Calhoun gebeten, dessen Position einzunehmen, was er auch tut, da er kurzfristig keine Möglichkeit hat, den Planeten zu verlassen. Er sucht Rheela und Moke auf, um sich bei den beiden zu entschuldigen, was diese nach einiger Zeit auch akzeptieren. Nach einigen Monaten verliebt sich Rheela in Calhoun. Dieser macht ihr aber gleich klar, dass sein Herz für eine andere schlägt. Als der profitgierige Tapinza einen Killer auf Calhoun ansetzt, geraten die Dinge schnell außer Kontrolle.

Kritik

1. Peter Tigmann

Die folgende Rezension bezieht sich auf die amerikanische Originalausgabe.

Während Shelby das Kommando auf der Exeter annimmt, hängt der noch lebende Calhoun auf dem Planeten Yakaba fest ...
Um eins vorweg zu sagen: Das im Inhalt Beschriebene umschreibt das wirkliche Geschehen im Buch nur sehr knapp. Die Handlungsstränge um Calhoun und Shelby erstrecken sich über mehrere Monate hinweg, sodass der Inhalt nur knapp angerissen werden kann.

Tja, Calhoun lebt noch. Wer hätte es denn auch ernsthaft bezweifelt? Im dritten und letzten Teil der "Excalibur"-Trilogie erfahren wir schlussendlich dann doch noch einige Details zur Zerstörung des Schiffs und Calhouns angeblichem Tod. Allerdings wirklich nur sehr kurz. Die beiden darauffolgenden Geschichten von Shelby und Calhoun brauchen viel Platz.

Bevor ich auf sie eingehe, noch ein paar andere Dinge: Die Trilogie hat von einigen Seiten Kritik einfahren müssen, da sie doch von den normalen "New Frontier"-Handlungen sehr stark abweicht. Definitiv nicht jedermanns Sache dürften die Charaktergeschichten gewesen sein, um die es in diesen Romanen vorwiegend geht. Dies ist übrigens auch im dritten Roman "Restoration" nicht anders, auch wenn der Actionanteil gegen Ende hin etwas ausgeprägter ist. Wenn man allerdings nicht ständig Action braucht, wurde man mit der Trilogie sehr gut bedient. Alle Charaktergeschichten waren mehr oder weniger sehr gelungen und auch der Spannungsgrad hat immer genügt. Bildet der dritte Teil hier eine Ausnahme?

Nein! Ich habe auch diesen dritten Teil der Reihe sehr genossen. Die Geschichten um Calhoun und Shelby konnten überzeugen, wenn auch beide nach einem Standardmuster gestrickt waren. Dies wäre wohl auch der einzige Punkt, den ich zu kritisieren hätte. Von den Ausgangssituationen her waren beide Geschichten nicht gerade sehr originell. Dennoch hat es Autor Peter David aber geschafft, die beiden Geschichten zu etwas zu machen, das sie sehr spannend und auch mitreißend macht. Bei der Shelby-Story haben mir vor allem die Dialoge mit ihrem Ersten Offizier gefallen. Ich denke auch, dass die Geschichte um die beiden Völker, die sich bekriegen wollen, für David von Anfang an etwas im Hintergrund gestanden hatte. Vielmehr wollte er wohl verdeutlichen, wie sehr Shelby von Calhoun und ihrer Zeit auf der Excalibur geprägt wurde. Zum Ende hin sieht sie auch selbst ein, wie sehr ihr diese Zeit fehlt und wie ihr vor allem die Leute fehlen, mit denen sie dort zusammengearbeitet hat. Auch wenn dies im Buch selbst nicht allzu oft angerissen wurde, konnte man es oft zwischen den Zeilen herauslesen, was mir sehr gefallen hat.

Calhouns Geschichte wird durch zwei Faktoren interessant: das Geheimnis, welches Rheela umgibt und Calhoun selbst. David mag es scheinbar, Calhoun als eine Art Übermensch zu charakterisieren, was manchmal zwar etwas übertrieben herüberkommt, aber dennoch erträglich bleibt. Der Handlungsstrang um Calhoun ist genau betrachtet, bis zum Finale hin sehr ruhig gehalten, was aber auch nicht wirklich stört, es macht einfach Spaß seine Geschichte zu lesen.

Zum Ende hin serviert uns David dann auch noch die Auflösung des Cliffhangers des zweiten Buches, wenn auch in einer etwas ungewöhnlichen Erzählform. Hier sind dann aber wohl tatsächlich etwas die Pferde mit dem Autor durchgegangen und dies im wahrsten Sinne die Wortes. Die gesamte Auflösung wirkt sehr überhastet und deshalb wohl auch ein wenig enttäuschend, nachdem man im letzten Band mit dem Aufbau der Storyline sehr großzügig war. Nachträglich hat dann auch der Cameo-Auftritt von Scotty noch einen Sinn bekommen, der im zweiten Roman noch nicht so ersichtlich war. Am Ende des Buches gibt es dann auf der neugebauten Excalibur eine Wiedervereinigung von allen - auch Calhoun. Über dieses Ende verrate ich hier allerdings noch nichts, da es recht witzig zu lesen ist. Auf jeden Fall scheinen wir einer neuen und sehr viel versprechenden "New Frontier"-Zukunft entgegenzublicken, die dann wohl auch wieder die Action-Fans erfreuen dürfte.

Fazit: Warum mir das Buch gut gefällt? Eine genaue Antwort darauf kann ich leider nicht geben. Es gibt definitiv den einen oder anderen Kritikpunkt. Im Endeffekt wird aber alles durch Peter Davids fantastische Art, eine Geschichte zu erzählen, wiedergutgemacht. Wenn jemand aber mit diesem Buch und seinen beiden Vorgängern nicht gut klar kommt, kann ich das sehr gut nachvollziehen.

2. Thomas Götz

Die folgende Rezension bezieht sich auf die deutsche Ausgabe des Cross Cult Verlages.

Wir erinnern uns: Am Ende von Band 6 ist die Excalibur explodiert. Wir alle wollten wissen, wie es weitergeht – nur dass in Band 7 die Restcrew mit der Bemerkung "Wir reden nicht drüber" zusammentrat. Was sich entwickelte, waren Storys um die Restcrew, von denen einige abgeschlossen wurden, andere auch noch in Band 8 fortgesetzt wurden, wie etwa die Story um die Leflers. Die endete mit einem fiesen Cliffhanger: Scotty tot, Robin bedroht, Risa außer Kontrolle. Und jetzt geht es an der Stelle weiter, denn ...

Aber Moment mal, die Story geht ja gar nicht weiter. Denn Peter David spielt erneut mit der Erwartungshaltung des Lesers und diesmal geht es um Calhoun und darum, wie die Excalibur zerstört wurde. Also das, was die Fans eigentlich in Band 7 schon lesen wollten. Aber zum Glück sitzt der Leser nicht völlig auf dem Trockenen, denn die Geschichte um die Leflers wird dann doch noch aufgelöst, allerdings erst fast am Ende des Bandes und ebenso kurzweilig wie die Zerstörung der Excalibur. Gut, beides wäre wohl nicht genug gewesen, einen eigenen Band zu tragen, daher ist diese Erzählung so, wie sie ist, durchaus akzeptabel, wenn auch vielleicht leicht enttäuschend für den Leser.

So oder so, Cliffhanger hin oder her, das macht ein Peter David schnell vergessen. Im Zentrum des Buches stehen diesmal wie erwähnt Shelby und Calhoun – und keiner hat natürlich geglaubt, das Calhoun wirklich tot ist. Aber das macht auch nichts, denn nach 50 Seiten ist man so in der Story gefangen, dass der Cliffhanger von Band 8 egal ist und man nicht mehr anders kann als mit Calhoun und Shelby mitzufiebern.

Peter David gelingt es dabei sehr gut, diese Spannungskurve bis fast zum Ende des Bandes zu halten – und das ist schon eine sehr gute Leistung. Man merkt eben, dass diese Beiden tragendere Charaktere der Reihe sind als die Restcrew und es gerade bei diesen beiden umso besser zündet. Da darf Shelby sich wundern, dass sie ein wenig wie Calhoun wird und dabei erkennen, dass nicht alles Gold ist, was glänzt – und auch Calhoun darf, neben seiner obligatorischen Coolness, erkennen, dass er Shelby liebt.

Dazu kommt Shelbys neue Crew, die ähnliche Anpassungsschwierigkeiten wie sie selbst damals auf der Excalibur hat (und die sich ebenso in die Herzen der Leser schwingt wie dereinst die Excalibur-Crew – man darf also hoffen, von denen auch künftig noch etwas zu lesen) und ein Konflikt, der ein moralisches Dilemma aufzeigt. Charakterszenen und Trek pur also – und das diesmal ganz ohne eine Superwaffe, für die David ja sonst so Feuer und Flamme in seinen Büchern ist.

Auch die Ereignisse um Calhoun, der auf einer primitiven Welt strandet und dort zum Sheriff wird, sind mehr als passend beschrieben und vermögen mitreißend zu sein, vor allem, wenn man sich, wie Calhoun und die Familie, bei der er unterkommt, manchmal gegenüber den Dorfbewohnern hilflos fühlt. Dennoch, wie im Wilden Westen halt üblich, geht es hier etwas blutiger zu und es macht bis zum Ende hin Spaß, diesem Handlungsbogen zu folgen. Lediglich die etwas übernatürliche Gabe des kleinen Jungen, mit dem Calhoun unterwegs ist, kommt etwas unpassend rüber und hätte man wohl nicht wirklich gebraucht – hier war es nur Mittel zum Zweck, um die Außenseiterrolle der Familie zu zeigen.

Etwas schade ist auch, dass im Gegenzug zu den anderen Storys die Geschichte auf dem Planeten nicht wirklich befriedigend aufgelöst wurde. Die Bösen wurden zwar alle bestraft und Calhoun kommt dort wieder weg, aber wie geht es weiter? Wer tritt die Nachfolge von Tapinza an, der ja bereits mit Außenweltlern handelt und deren Technologie adaptieren will? Was wird aus dem Dorf? Hier hätte man sich ein paar Antworten mehr gewünscht und es ist etwas schade, dass der Planet wieder in der Versenkung verschwindet – zugegeben, das ist nur ein Kritikpunkt in der B-Note.

Was hingegen am Schluss noch erwähnt werden soll, ist das erneut gute deutsche Cover sowie der Minipedia-Anhang zu "New Frontier", die den Band abrunden.

Es gibt nur wenige Bücher, die absolut mitreißend sind, dass man sie nicht mehr aus der Hand legen kann. Der letzte war für mich "Harry Potter Band 7", danach kam jahrelang nichts mehr. Erst der vierte "Castle"-Band vor einigen Monaten vermochte es, wieder diesen Sog zu erzeugen - und dieses Buch ist ganz knapp dran vorbei geschrammt (und damit auch an der Höchstwertung), allerdings nur wegen einiger Mängel in der B-Note.

Fazit: Spannung, Charakterszenen, Action und eine Portion Trek-Geist – was will man mehr? Dieses Buch ist eigentlich (von kleineren Macken abgesehen) perfekt, und daher kann man nur eine unbedingte Empfehlung aussprechen.

"Excalibur - Restauration" ist unter anderem bei Amazon.de als Taschenbuch und als E-Book erhältlich.

Bewertung

1. Peter Tigmann
2. Thomas Götz

Weitere Infos


Titel "Excalibur 3 - Restauration"

Originaltitel "Restoration"

Buchreihe Die Neue Grenze

Autor Peter David

Übersetzer Claudia Kern

Preis 12,80 Euro

Umfang 420 Seiten

Verlag Cross Cult

ISBN 978-3-86425-1-801

(pt, tg - 04.01.14)


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