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Julia Pfuetzner (pf), Thomas Götz (tg)03.01.17

"Neue Zeiten"

Peter David

Inhalt

Drei Jahre sind vergangen seit den Geschehnissen von "Stone and Anvil" und für die frühere und jetzige Crew der U.S.S. Excalibur hat das Leben viele Drehungen und Wendungen genommen. Captain Elizabeth Shelby wurde zum Admiral befördert und hat das Kommando über die Raumstation Bravo übernommen. Ihr früheres Schiff, die U.S.S. Trident, untersteht nun einem neuen Captain. Soleta hat die Sternenflotte verlassen, um ihr romulanisches Erbe zu entdecken. Zak Kebron hat auf der Excalibur mittlerweile zwei Jobs inne. Nur Mackenzie Calhoun ist der geblieben, der er ist.

Als Si Cwan, der Premierminister des neuen thollianischen Protektorats, Vorbereitungen trifft seine Schwester Kalinda in einer politisch vorteilhaften Ehe zu verheiraten, wird die zukünftige Braut entführt. Ein Vorfall, der die Stabilität des gesamten Sektors bedroht. Vor allem, da Kalindas Entführer ein nicht ganz unbekanntes Gesicht darstellt.

Als die Excalibur, die Trident und die gesamte tholliansiche Flotte aufbrechen, um Ordnung in den Sektor zu bringen, kann niemand ahnen, dass eine mysteriöse fremde Macht auch eine Rolle in Kalindas Entführung spielen könnte und dass die ganze Galaxie bald einen lang vergessenen Feind wiedersehen wird.

Kritik

1. Julia Pfützner

Die folgende Rezension bezieht sich auf das amerikanische Original.

Spielt einige Jahre in der Zukunft: Kallinda wird entführt, der gesamte politische thallonianische Sektor bröckelt. Calhoun soll zur Auflösung beitragen...
Für den Leser erst einmal ein Schock: Drei Jahre sind vergangen und so viele Dinge haben sich verändert, so dass man einen Moment braucht, um sich im "neuen" "New Frontier"-Universum zurecht zu finden. Nicht alle neuen Entwicklungen sind sofort klar. Besonders, dass Soleta am Ende doch noch die Sternenflotte verlässt und zu den Romulanern überläuft, trifft den Lesern etwas unvorbereitet. Andererseits bieten diese neuen Entwicklungen sehr viel spannenden Stoff zum erzählen und es passiert einmal "etwas Neues" mit unseren altbekannten Charakteren.

Die Haupthandlung dreht sich um Kalindas Entführung. Ihre geplante Ehe mit Tiraud, dem Sohn eines wichtigen Verbündeten von Si Cwan, steht eigentlich unmittelbar bevor, als sich ein alter Liebhaber zurückmeldet und Kalinda mit sich nimmt. In dieser Situation wird klar, dass das neue thollianische Protektorat eine instabile Vereinigung ist, die leicht auseinanderbrechen kann. Eine B-Handlung dreht sich um die Trident, die "zufällig" auch in den thollianischen Sektor geschickt wird, eine Raumanomalie zu untersuchen. Erst im Laufe des Romans wird klar, dass diese Handlungsstränge zusammengehören.

In puncto Charakterentwicklung tut sich einiges, da unsere Helden sich in den letzten drei Jahren etwas verändert haben. Zak Kebron hat seine Metamorphose vom Teenager zum Erwachsenen komplett abgeschlossen. Morgan hat die körperliche Existenz weit hinter sich gelassen und kann als künstliche Intelligenz Verbindungen zu fast allen anderen Computern innerhalb der Föderation herstellen. Moke fühlt sich nutzlos, nachdem Xy mittlerweile sein Medizinstudium abgeschlossen hat und nicht mehr auf ihn angewiesen ist. Alle Charaktere haben sich ein wenig weiterentwickelt und verändert mit einer Ausnahme: Captain Calhoun persönlich, der noch immer als Kommandant der Excalibur unterwegs ist, um für Ordnung im thollianischen Sektor zu sorgen.

Den Leser erwartet eine packende Unterhaltung, die leider nicht zu Ende geführt wird, da es sich hierbei um das erste Buch einer Trilogie handelt. Man lernt neue Seiten an den Charakteren der Excalibur kennen und bekommt eine interessante Geschichte erzählt, bei der es bis zum Ende aussieht, als wäre sie mit diesem Buch abgeschlossen. Doch im letzten Moment macht die Geschichte noch eine unerwartete Wendung und alles ist wieder offen... und das Buch ist zu Ende. Ein Cliffhanger macht Hunger auf das nächste Buch "Missing in Action", das bereits in den USA erhältlich ist.

Fazit: Ein neues, spannendes Buch für alle "New Frontier"-Fans, die Neues über ihre Lieblinge erfahren wollen, jedoch auch geeignet als Einstieg für Leser, die die Reihe bisher nicht verfolgt haben.

2. Thomas Götz

Die folgende Rezension bezieht sich auf die deutsche Ausgabe des CrossCult-Verlages.

Der neue New Frontier-Band macht einen Sprung drei Jahre in die Zukunft zur Zeit von Nemesis. Wie in einem Vorwort angekündigt, wird es diesmal nichts geben, das die Zeit zurückdreht. Die Ereignisse sind so passiert und bleiben auch so. Ob Peter David diese Erklärung wirklich nötig hatte? Zugegeben, früher hat er schon öfter ähnlich mit der Erwartungshaltung der Leser gespielt und das ist diesmal nicht anders.

Nun befinden wir uns also im Jahre 2379 (immer noch nicht zur Destiny-Zeit) und einige Sachen haben sich geändert. Shelby ist Admiral, Robin mit Si Cwan verheiratet und noch einige andere Sachen, die teils recht witzig zu lesen sind und an dieser Stelle besser nicht gespoilert werden, da dies den Lesegenuss durchaus trüben könnte. Nur so viel sei gesagt: Obwohl man meistens nicht erfährt, wie es zu den einzelnen Positionen oder Gegebenheiten gekommen ist, schafft Peter David es, alles so natürlich wirken zu lassen, das man die vergangenen drei Jahre kaum vermisst. In Anbetracht dessen, das es andere Romane gibt (man denke nur an den viel später erschienenen Mehrteiler zum romulanischen Krieg) die es nicht schaffen, die vergangenen Jahre vernünftig zu füllen, muss man eingestehen, das dies Peter David einfach mit Bravour gelingt.

Ein weiteres Barvourstück gelingt ihm zweifellos mit den Charakteren, denn im ganzen Buch gibt es nur wenig Action. Peter David verlässt sich dabei auf den gewohnten Wortwitz und schafft es damit, nicht nur die Charakterentwicklung aufzuzeigen, sondern auch, das man bereits von der ersten Sekunde an wieder mitten drin in der Geschichte ist. Ja, es sind drei Jahre vergangen (und auch ein paar Monate, bis man ein neues New Frontier-Buch auf Deutsch in Händen hielt) aber es fühlt sich in jeder Sekunde so an, als besuche man alte Freunde, die kaum weg gewesen waren.

Dabei läuft die Geschichte auch ohne Calhoun, wodurch David beweist, das man New Frontier auch ohne seine Lead-Figur gut schreiben kann – etwas, woran die letzten Romane teilweise etwas haperten. Calhoun tritt erst ab Seite 150 auf und wird erst gegen Ende mit einer etwas größeren Rolle gesegnet.

Den Hauptteil der Handlung trägt, neben den Charakterentwicklungen, die Storyline um Neu Thallon, die an manchen Stellen allerdings etwas zu vorhersehbar wirkt, vor allem gegen Ende, wenn der geneigte Leser schon weiß, dass etwas nicht stimmt. Hier werden ein paar Klischees bedient, die vielleicht nicht unbedingt hätten sein müssen, die aber von den erwähnten Charakterszenen fast nahtlos übertüncht werden. Auffallend ist zudem auch, das der Erotikgrad wieder ein Stück angezogen wurde (für Star Trek-Verhältnisse natürlich immer noch „zünftig“), fast so, als wolle man sich darauf besinnen, womit man die Reihe einst beworben hat: Sex und Gewalt.

Ein „Neustart“ in allen Kategorien also, der soweit sogar recht gut funktioniert. Etwas schade, das man hier in Deutschland so lange auf den nächsten Band der Reihe warten muss, denn das Cliffhanger-Ende ist durchaus fies.

Fazit: Eine rundum gelungene Story, die sich vor allem durch den Charme und Wortwitz auszeichnet, der David so zu eigen ist. Leichte Schwächen werden gut übertönt und auch die Veränderungen der Charaktere werden gut dargestellt. Ein Quasi-Neustart der Reihe, dem man einen Blick schenken sollte.

Bewertung

1. Julia Pfuetzner
2. Thomas Götz

Weitere Infos


Titel "Neue Zeiten"

Originaltitel "After the Fall"

Buchreihe Die Neue Grenze

Autor Peter David

Preis 14 Euro

Umfang 337 Seiten

Verlag CrossCult

ISBN 978-3-95981-160-6

(pf, tg - 03.01.17)


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