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Henning Koonert (hk)22.11.05

"The Making of 'Star Trek'"

Stephen E. Whitfield

Inhalt

Stephen Whitfield erzählt in seinem Buch gleich zwei Geschichten: Er zeichnet die Entwicklungsgeschichte von "Star Trek" bis zur Realisierung der Idee nach und gewährt dann einen Blick hinter die Kulissen während der Produktionsphase der Serie. Durchsetzt ist das Buch von Kommentaren, die der "Star Trek"-Schöpfer Gene Roddenberry selbst beigesteuert hat. Anhand von zahlreichen abgedruckten Memos, viele davon ebenfalls von Roddenberry verfasst, wird der Leser direkt in die Kommunikation des Produktionsalltags hineinversetzt.

Das Buch ist in fünf Teile gegliedert, in denen in weiter thematischer Bandbreite verschiedenste Aspekte rund um "Star Trek" dargestellt werden. Genau genommen geht das Buch also über seinen Titel hinaus, denn es wird nicht nur die Entstehung und Produktion der Serie beleuchtet. Doch damit beginnt das Buch und erzählt nach, wie Gene Roddenberry auf die Idee zu "Star Trek" kam, wie er nach mehreren Anläufen das Okay für die Produktion eines Pilotfilms bekam und warum schließlich ein zweiter Pilot in Auftrag gegeben wurde. Eine Kurzbiographie Roddenberrys und eine frühe Drehbuchfassung zum ersten Trek-Pilotfilm "The Cage" runden diesen ersten Teil des Buches ab.

Der zweite Teil widmet den Hauptcharakteren der Serie und deren Darstellern je ein Kapitel. Charaktere wie Schauspieler werden kurz porträtiert. Über die U.S.S. Enterprise, ihre Ausrüstung und Funktionsweise informiert ein eigenes Kapitel. Auch die Hauptgegner, Klingonen und Romulaner, werden kurz vorgestellt.

Teil drei erzählt davon, wie die ersten Folgen produziert wurden. Im vierten Teil werden die einzelnen Produktionsabteilungen wie Maske, Effekte und Nachproduktion näher beleuchtet. Der abschließende fünfte Teil fasst die Entwicklungen der zweiten und der ersten Hälfte der dritten Staffel zusammen, bis zu dem Zeitpunkt also, an dem das Buch erschien.

Kritik

Das Buch liefert einen interessanten Eindruck in die Entwicklungsgeschichte und einen spannenden Blick hinter die Kulissen von "Star Trek"...
Obwohl man ja immer mit dem Positiven anfangen soll, möchte ich doch an dieser Stelle einmal das Negative des Buches voranstellen, denn das ist erfreulich wenig. Zum einen ist das Layout für ein Buch recht kärglich. Fett- oder Kursivdruck werden zur übersichtlichen Gestaltung nicht eingesetzt, wären aber wünschenswert und hilfreich gewesen. Die von Gene Roddenberry geschriebenen Passagen werden dadurch gekennzeichnet, dass sie ausschließlich aus Großbuchstaben bestehen, was beim Lesen sehr schnell ermüdend wirkt. Inhaltlich ist an ihnen aber nichts auszusetzen, im Gegenteil.

Der zweite und auch schon letzte Negativpunkt der Ausgabe ist das Vorwort von Stephen Whitfield. In diesem merkt er an, dass es der einzige Teil sei, der von Roddenberry nicht durchgesehen wurde und in dem er seine Meinung zum Produzenten frei darstellen konnte. Es folgt eine mehrseitige Lobeshymne auf Roddenberry, die in dem Ausmaß und durch ihre stark überhöhende Formulierungsweise geradezu vor Schleim trieft. Kein guter Anfang für das Buch, aber das trifft für alles, was nach dem Vorwort zu lesen ist, nicht zu.

"The Making of 'Star Trek'" ist, wie oben schon angemerkt, mehr als nur eine Nacherzählung der Entstehungsgeschichte einer besonderen Fernsehserie. Durch die verschiedenen Aspekte, die im Buch beleuchtet werden, hat es schon fast den Charakter eines Kompendiums zur Classic-Serie, in dem der Leser alles Wichtige erfährt, was es zu sagen gibt. "The Making of 'Star Trek'" bietet in jedem Fall den umfassendsten Überblick über die Originalserie, den ich kenne. Einzig die von Bjo Trimble und ihrem Ehemann initiierte Briefkampagne zur Rettung von "Star Trek" findet eine für meinen Geschmack zu kurze Erwähnung, aber abgesehen davon schafft es Whitfield, dem Fan einen umfassenden Einblick hinter die Kulissen zu ermöglichen.

Besonders schön ist die Einbindung von Memos, die einen wesentlichen Teil des Buches ausmachen. So kann man anhand von Primärquellen die Entwicklung von Konzepten wie dem Phaser mitverfolgen und kann sich einen Überblick verschaffen, wie Roddenberry und die anderen an der Produktion Beteiligten wie Herb Solow oder Bob Justman sich auftürmende Probleme lösten.

Im Detail stellt der Autor alle wichtigen Produktionsarbeiten dar, schildert seine Erlebnisse in der Maske ebenso verständlich wie das, was alles geschehen und beachtet werden muss, damit die Aufnahme einer Szene gelingen kann. Auch wer sich schon immer gefragt hat, was ein Associate Producer oder ein Script Consultant eigentlich machen, findet die Antwort in Whitfields Buch.

Die überblickartige Schilderung der Charaktere bietet für den Fan wenig Neues, mit Ausnahme von Spock. Hier wird erfreulicherweise einiges zu seiner Hintergrundgeschichte erzählt, das nie in der Serie zum Ausdruck kam und mir neu war. Whitfield versteht es auch, die Schilderung des Produktionsablaufs und der Entstehungsgeschichte immer wieder mit netten Anekdoten zum Schmunzeln zu würzen. Warum Gene Roddenberry beim Dreh des Pilotfilms einen Aufseher vors Herrenklo platzieren ließ oder welches als Roddenberry posierende "Star Trek"-Alien ein überraschter Anzugverkäufer im Produzentenbüro antraf, all das ist nicht wirklich wichtig, aber sehr amüsant zu lesen.

"The Making of 'Star Trek'" bietet keine abschließende Betrachtung der Originalserie. Dies ist auch nicht möglich, da das Buch erschien, während die zweite Hälfte der dritten Staffel gedreht wurde und zu einem Zeitpunkt geschrieben wurde, an dem die Absetzung von "Star Trek" noch in den Sternen stand. Vielmehr bietet das Buch einen Zeitzeugen-Bericht, der darstellt, das schon damals einer Handvoll Menschen klar war, dass sie eine außergewöhnliche Serie produzierten. So ein Bericht ist absolut lesenswert.

Fazit: Wer die Classic-Serie mag oder die Gelegenheit nutzen möchte, Gene Roddenberrys Gedanken zu seiner bekanntesten Schöpfung zu lesen, in dessen Bücherregal darf dieses Werk nicht fehlen.

Bewertung

Weitere Infos


Originaltitel "The Making of 'Star Trek'"

Buchreihe Sachbücher

Autor Stephen E. Whitfield mit Gene Roddenberry

Preis Ursprüngl. Ladenpreis:
7,99 Euro

Antiquarisch:
27 bis 30 Euro

Dieser Roman ist nur noch antiquarisch erhältlich.

Umfang 368 Seiten

Verlag Titan Books

ISBN 1-85286-363-3

(hk - 22.11.05)


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