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Thomas Götz (tg), Henning Koonert (hk)27.04.13

"Die visuelle Enzyklopädie"

Paul Ruditis

Klappentext

Ein absolutes Muss für "Star Trek"-Fans! Die Welt von "Star Trek" übt auf Fans jeden Alters eine immense Faszination aus. Ob die Science-Fiction-Serie im Fernsehen oder die erfolgreichen Kinofilme – "Raumschiff Enterprise" hat seit 40 Jahren weltweit Kultstatus! Dieses umfassende Lexikon ist der offizielle visuelle Guide zu den Figuren, Außerirdischen, Raumschiffen und Schauplätzen der TV-Serien. Von Captain Kirk, Spock und Commander Data bis zu den Klingonen, Vulkaniern und Romulanern sind hier alle vertreten. Über 500 brillante Farbfotografien von technischen Geräten, Ausrüstung und Original-Requisiten zeigen das ganze "Star Trek"-Universum in nie zuvor gesehener Detailfülle.

Inhalt

Bei "Star Trek - Die visuelle Enzyklopädie" handelt es sich um ein Nachschlagewerk, das die wichtigsten Völker, Raumschiffe und Besatzungen aus den fünf "Star Trek"-Serien und ersten zehn Kinofilmen auf 100 Seiten anhand von Fotos vorstellt. Keine Berücksichtigung findet dabei die neue Zeitlinie aus den Filmen von J. J. Abrams.

"Die visuelle Enzyklopädie" stellt, ganz dem Titel nach, zahlreiche Abbildungen in den Mittelpunkt. Kurze erklärende Texte erläutern dabei, was zu sehen ist. Dabei ist das Buch wie folgt aufgebaut: Nach einem Vorwort von Q-Darsteller John de Lancie gibt es zunächst auf einer Doppelseite eine kurze Einführung in die Föderation und die Sternenflotte, und auf einer Karte der Milchstraße werden die Herrschaftsgebiete der bekanntesten Mächte der Galaxis dargestellt.

Danach stellt Autor Paul Ruditis auf jeweils einer Doppelseite Menschen, Vulkanier, Andorianer und Tellariten − die Gründungsvölker der Föderation − vor. Eine weitere Doppelseite ist dem Verhältnis zwischen Vulkaniern und Menschen gewidmet. Im Folgenden orientiert sich das Nachschlagewerk an den fünf TV-Serien. Jeweils drei aufeinander folgende Doppelseiten beschreiben das zentrale Raumschiff (im Fall von DS9 die Station), den Captain und die Mitglieder der Hauptbesatzung.

Weiterhin werden auf einer oder mehreren Seiten die wichtigsten außerirdischen Völker, mit denen die Sternenflotte während der Serien zu tun hatte, vorgestellt. Dazu gehören Betazoiden, Denobulaner, Trill, El-Aurianer, Ferengi, Xindi, Suliban, Talosianer, Orioner, Tholianer, Gorn, Breen, Q, Bajoraner, Ocampa, Talaxianer, Kazon, Vidiianer, Hirogen und Spezies 8472. Zu diesen sieht man jeweils Abbildungen von mindestens einem Mitglied der Spezies, dazu die wichtigsten Waffen, Raumschiffmodelle und einige Gebrauchsgegenstände.

Besonderes Augenmerk legt man auf Klingonen, Romulaner, Borg, Cardassianer und das Dominion mit den Jem'Hadar. Diese häufig gezeigten Völker und Machtblöcke werden auf jeweils vier Seiten vorgestellt. Zusätzlich werden verschiedene Lebensformen unter einer sammelnden Überschrift zusammengefasst. So gibt es Seiten zu künstlicher Intelligenz, zu nicht-humanoiden Lebensformen, zu verbündeten Spezies, und schließlich, lustig formuliert: fiesen Aliens.

Kritik

1. Thomas Götz

Das neue Begleitbuch "Star Trek - Die visuelle Enzyklopädie" kündigt "Die ganze Welt von Raumschiff Enterprise" an. Hält das Nachschlagewerk, was es verspricht?
Zu "Star Wars" gibt es sie bereits wie Sand am Meer, nun ist es auch Zeit, dass "Star Trek" nachzieht: Die Rede ist natürlich von den Visual Dictionaries, wie sie im englischen Original heißen und zu denen sicher auch "Star Trek" genug Potential bietet. Das vorliegende Buch wird übrigens verlegt von den "Spezialisten" von Dorling Kindersley, die bereits die anderen visuellen Enzyklopädien auf Deutsch veröffentlicht haben.

Eines vorweg: Im Gegensatz zu "Star Wars" beschränkt sich dieser Band auf die Canon-Seite von "Star Trek", sprich: rein auf die Filme und Serien, da ja im Gegensatz zu "Star Wars" offiziell nicht alles, was zum Thema Trek erscheint, kanonisiert ist. Der neue Kinofilm bleibt dabei aber außen vor und man beschränkt sich auf die klassischen Epochen von Archer bis Janeway. Auf großen (teils doppelseitigen) Bildern werden hier dann nicht nur einzelne Erklärungen zu zum Beispiel den Raumschiffen oder Personen geliefert, sondern auch zu allerlei Utensilien, die im Laufe der Zeit in den Serien vorkamen. Wer aber nun denkt, dass man diese einfach aus der Serie "herauskopiert" hätte, der irrt.

Tatsächlich sind die Bilder von Requisiten, die man nur mal im Hintergrund gesehen hat, teilweise so scharf und groß dargestellt, dass es fast schon ein Wunder wäre, wenn hier jemand nicht mit der Kamera durch die Requisitenräume von Paramount gerauscht ist und die Sachen geknipst hat. Dies führt zwar zu teils wunderschönen Bildern, allerdings merkt man einigen Requisiten auch an, dass sie wohl aus Plastik bestehen, während sie auf dem Bildschirm noch hochwertig aussahen. Aber sei es drum, dem Genuss des Bandes tut das natürlich keinen Abbruch.

An Hintergrundinfos wird für die meisten Hardcorefans natürlich nicht so viel Neues geboten, dennoch ist es ganz interessant, einige der versteckten Facetten von Schiffen, Personen oder Requisiten mit dazugehörenden Beschreibungen zu sehen. Es gibt natürlich auch Visual Dictionaries, in denen einige dieser Requisiten noch genauer zerlegt werden, aber das ist natürlich Stoff für weitere Ausgaben. Es gibt noch den ein oder anderen Rechtschreibfehler in der deutschen Version, im Großen und Ganzen ist die Übersetzung "Star Trek"-konform mit anderen Büchern und den Serien - genauso so sollte es sein.

Was bleibt, ist ein schön bebilderter Band, der trotz leichter Schwächen einen schönen visuellen Einblick in die "Star Trek" Welt (vor dem Kinofilm aus dem Jahr 2009) bietet und einige nette Reminiszenzen an Vergangenes zutage fördert, die dem ein oder anderen Fan sicher ein Schmunzeln entlocken.

Fazit: Ein schön bebilderter Band im Stile altbekannter visueller Enzyklopädien - fast schon schade, dass nicht alle Themengebiete "Star Treks" abgedeckt werden, aber man will ja noch Stoff für das nächste Mal haben.

2. Henning Koonert

Kennen Sie noch das Mammut-Nachschlagewerk "Die offiziellen 'Star Trek'-Fakten & -Infos", das in Form von Sammelheften um die Jahrtausendwende erschien und dessen Blätter am Ende stattliche 19 Ordner füllten? Schrumpfen Sie das Konzept in Ihrem Kopf auf 100 Seiten zusammen und Sie erhalten "Die visuelle Enzyklopädie". Der deutsche Titel - im amerikanischen Original ist schlicht vom "dictionary", also Wörterbuch die Rede - greift so mit seinen Anklängen an den dicken Brockhaus oder die Vielfalt des Wikipedia-Angebots zu hoch. Dabei ist dieses auf Deutsch im Dorling Kindersley Verlag erschienene Nachschlagewerk eher zusammen- denn allumfassend, und diesen Job erledigt es gut.

Dem visuellen Konzept folgend sind hier die zahlreichen Abbildungen von Charakteren, Schiffsmodellen, Requisiten und Kulissen den Texten übergeordnet. So wurden bei der Gestaltung zunächst die verfügbaren Bilder ausgewählt und angeordnet, danach musste Paul Ruditis seine Texte auf den noch freien Flächen unterbringen. Da der Autor über große Erfahrung im Verfassen von Begleitbüchern zu Genre-Serien verfügt - im "Star Trek"-Bereich hat er zuvor etwa den "Voyager Companion" und den Roman zur "Enterprise"-Folge "Die Schockwelle" verfasst -, ist das ordentlich gelungen. Die Erläuterungen sind knapp, aber präzise gehalten. Lediglich die direkt aufs Bild verweisenden Annotationen sind manchmal arg offensichtlich (Beispiele: "Umhang" oder "blasse Haut") - als sprächen die Bilder da nicht für sich.

Für den begrenzt zur Verfügung stehenden Raum ist die Auswahl der Themenseiten gelungen. Besonders die Seiten zu den einzelnen Captains wissen durch ihre Zusammenstellung zu gefallen. Captain Picard etwa wird anhand von 16 Fotos vorgestellt, die ihn, seine Arbeitsplätze, Freunde und gesammelte Gegenstände zeigen. Als langjähriger "Star Trek"-Fan hätte man sich allerdings auch an anderen Stellen über eine solche Tiefe gefreut − etwa gäbe es sicher zu den meisten der Hauptdarsteller jenseits der Captains genug Material, um damit ebenfalls eine Doppelseite füllen zu können, anstatt wie nun die Restcrew gemeinsam auf zwei Seiten anzureißen.

Ähnlich verhält es sich mit wichtigen Räumen, etwa Krankenstation, Brücke oder Maschinenraum, die auch genügend Details für mögliche tiefere Beleuchtung aufweisen, aber hier nur in Form eines einzelnes Bildes auf der Schiffsseite dargestellt werden. Schließlich trifft die außerirdischen Völker das gleiche Schicksal. Aufmerksame Zuschauer suchen vergeblich nach vielen liebgewonnenen Nebencharakteren. So sieht man bei den Klingonen zum Beispiel Gowron, aber nicht Martok; bei den Ferengi Quark, aber nicht Nog; bei den Romulanern Vertreter aus "Nemesis", aber nicht Sela. Durch die Vorgabe, das "Star Trek"-Universum auf nicht mehr als 100 Seiten zu präsentieren, bleiben viele Aspekte außen vor.

Bei einem Werk, bei dem die Abbildungen im Vordergrund stehen, ist es verwunderlich, dass die Qualität der ausgewählten Bilder durchaus schwankt. Einige Bilder sind gestochen scharf, andere kommen überraschend körnig daher. So enttäuscht zum Beispiel das Porträt von Sisko, das nicht nur unscharf, sondern auch blass erscheint. Andere Aufnahmen, etwa von Neelix oder T'Pol, sind dagegen weitaus besser. Besonders sehenswert allerdings sind die zahlreichen Aufnahmen von Requisiten. Von Standards wie Phasern bis zu Ausgefallenem wie dem klingonischen Blutweinfass sind diese Bilder häufig gestochen scharf, sodass sich die Gegenstände anders als auf dem Bildschirm hier im Detail betrachten lassen.

Die Übersetzung ist im Großen und Ganzen korrekt, wenn sich auch an einzelnen Stellen bemerkbar macht, dass hier nicht nur versierte Kenner der Trek-Materie am Werk waren. Einzelne Flüchtigkeitsfehler stören nur unwesentlich, dass jedoch wiederholt "die Dominion" als Machtblock aus dem Gamma-Quadranten genannt wird, das irritiert schon.

Fazit: "Star Trek - Die visuelle Enzyklopädie" bietet einen schnellen, aber knappen Überblick über die wichtigsten Völker, Raumschiffe und Personen aus den fünf "Star Trek"-Serien. Diese werden anhand von zahlreichen Bildern erläutert. Während die Aufnahmen von Requisiten zu gefallen wissen, sind die Abbildungen zu Personen nicht immer gestochen scharf. Gemacht ist "Die visuelle Enzyklopädie" für Einsteiger und Fans, die ihr Wissen schnell auffrischen wollen. Wer detaillierte und tiefer gehende Informationen über einzelne Aspekte aus "Star Trek" möchte, sucht besser woanders.

"Star Trek - Die visuelle Enzyklopädie" ist unter anderem bei Amazon.de als gebundene Ausgabe erhältlich.

Bewertung

1. Thomas Götz
2. Henning Koonert

Weitere Infos


Titel "Star Trek - Die visuelle Enzyklopädie: Die ganze Welt von Raumschiff Enterprise"

Originaltitel "Star Trek: The Visual Dictonary"

Buchreihe Sachbücher

Autor Paul Ruditis

Übersetzer Andreas Kasprzak, Tobias Toneguzzo

Preis 14,95 Euro

Umfang 97 Seiten

Verlag Dorling Kindersley

ISBN 978-3-83102-3-608

(tg, hk - 25.05.13)


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