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Thomas Götz (tg)04.12.14

"Die klingonische Kunst des Krieges"

Keith R.A. DeCandido

Inhalt

Zehn Grundsätze aus der Zeit des Kahless formten die klingonische Kultur und schworen die Klingonen auf den Weg des Kriegers ein. Mit dieser neuen Übersetzung können Personen aus allen Gesellschaftsschichten – und von allen Welten – diese uralte klingonische Weisheit für sich nutzen und Mut und Disziplin lernen, um Ehre zu erlangen.

Kritik

Weihnachten 2014 steht ganz im Zeichen der Klingonen, zumindest wenn man sich die Veröffentlichungen ansieht, die dieser Tage bei CrossCult erscheinen. Neben "Klingonische WeiHnach't" steht auch noch der klingonische Hamlet an und das vorliegende "Die klingonische Kunst des Krieges", welches von Keith R.A. DeCandido verfasst wurde, der seines Zeichens ja kein Unbekannter ist und bereits Dutzende von Trek-Romanen veröffentlicht hat.
Der Ehrenkodex der Klingonen als Buch. Tauchen Sie ein in die klingonische Mythik und Geschichte und erleben Sie große Momente hautnah.

Das Buch selbst ist dabei derart aufgebaut, das es einen Einblick in die klingonische Kultur gibt und von einem klingonischen Autor geschrieben wurde, dann aber für die Föderation übersetzt wurde. Ein "In Universe"-Buch also, ähnlich den Castle-Romanen. Dabei kommt der Band im schicken Hardcover daher (etwas weniger wertvolles wäre auch zu schmählich für Klingonen!), die Seiten selbst sind teilweise mit Illustrationen ausgestattet und durchweg farbig. Dabei sind sie auch in einem eher pergamentartigen Hintergrundton gehalten, so das in der Tat das Gefühl aufkommt, man würde hier alte klingonische Schriften lesen. Dies trägt natürlich gut zur Atmosphäre des Buches bei. Auch die erwähnten Zeichnungen, die bei jedem neuen Kapitel vorkommen, sind durchaus gelungen.

Inhaltlich geht es, wie der Titel ja schon sagt, um die klingonische Ehre. Dabei werden die Zehn Grundsätze, die Kahless einst aufgestellt hat, veranschaulicht und mit Beispielen untermauert. Also quasi so etwas wie die Erklärung der klingonischen Zehn Gebote. Schön zu sehen ist, das es gelingt, den inzwischen wirklich überbordend behandelten Klingonen neue Facetten abzugewinnen. So mag auch ein Hardcore-Fan noch den ein oder anderen neuen Blick auf die Ehrvorstellung der Klingonen erhaschen, z.B. wenn die Unterschiede zwischen romulanischem und klingonischen Selbstmord erörtert werden.

Untermauert werden die zehn Leitsätze durch Beispiele aus der ganzen klingonischen Geschichte, wenn auch ohne genaue Datumsangaben und teilweise etwas mystisch gehalten. Auch hier ist schön zu beobachten, das die Beispiele zum klingonischen Verhalten nicht nur aus bekannten Quellen stammen - etwa den TV-Serien, sondern auch aus den Büchern. Die Borg-Invasion von 2381 ("Destiny") wird ebenso erwähnt wie der Typhon Pakt, so das sich das Buch nahtlos in die derzeitige Star Trek-Timeline (der Romane) einfügt. Das derart schön auf Kontinuität geachtet wurde, ist natürlich ein weiteres zur Atmosphäre beitragendes Detail.

Wie bereits erwähnt gibt es aber nicht nur Szenen mit Worf, Koloth, Kor und anderen aus der Serie bekannten Klingonen, an deren Fällen Ehrverhalten dargestellt wird, sondern eben auch erfundene Schlachten auf Qo'noS, welche auch dazu beitragen, die besagten zehn Leitsätze zu erklären und die klingonische Geschichte weiter ausschmücken. Am interessantesten sind hier aber wohl die Passagen über die Allianz mit der Föderation und den klingonischen Ansichten dazu, welche auch in den Anhängen noch einmal aufgegriffen wird. Denn besagte Anhänge sind nicht nur eine Einführung in klingonische Waffen - diese dürften den Fans wohl schon bekannt sein - sondern auch ein etwas kritischer Blick auf die göttergleiche Kahless-Figur. Die Kontroverse, das jedes Volk seine gottgleiche Figur hat, die es aus der Misere führte (Jesus. Kahless, Surak) mag vielleicht auch künftige Werk und Fandiskussionen unterstützen, die etwa zum Thema haben, ob das alles ein und dieselbe Person ist/war.

Derartige philosophische Themen sind natürlich Stoff für andere Stellen, zeigen aber deutlich, das dieses Buch durchaus zum Nachdenken anregen kann, auch über die Klingonen und ihre Ehrbegriffe. So oder so, insgesamt betrachtet ist der Band durchaus gelungen und bietet einen netten Einblick in die klingonische Gesellschaft mit Themen, die so vielleicht auch noch nicht allen bekannt gewesen sein dürften.

Fazit: Ein Einblick in das klingonische Ehrverständnis, der nicht nur gut aufgemacht ist, sondern tatsächlich Verständnis für die fremde Kultur zu wecken vermag. Durchaus einen Blick (oder mehrere) Wert.

Bewertung

Weitere Infos


Titel "Die klingonische Kunst des Krieges"

Originaltitel "The Klingon Art of War"

Buchreihe Sachbücher

Autor Keith R.A. DeCandido

Übersetzer Helga Parmiter, Sandra Kentopf

Preis 24,90 Euro

Umfang 160 Seiten

Verlag CrossCult

ISBN 978-3-86425-438-3

(tg - 10.12.14)


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