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Thomas Götz (tg)08.07.16

"Die Philosophie in Star Trek"

Klaus Vieweg

Inhalt

In kurzen Essays werden philosophische Fragen behandelt, die in der Star Trek Originalserie thematisiert werden. Ist Spocks Ansicht, dass das Wohl vieler schwerer wiegt, als das Wohl eines einzelnen, der richtige (logische) Weg? Anhand verschiedener Episoden der Originalserie werden Themengebiete bearbeitet, wie die Balance zwischen "Gut und Böse" , ob der Mensch tatsächlich immer im Zentrum stehen muss, ob die "neuen Wege in der Kriegsführung" wirklich ein echter Fortschritt sind oder McCoys Angst vor dem Beamen.

Kritik

Sachbücher dieser Art zu bewerten ist immer so eine Sache. Dies trifft insbesondere auch auf das vorliegende Buch "Die Philosophie in Star Trek" zu. Das Buch selbst beschreibt, wie der Titel schon sagt, die ethischen und moralischen Grundsätze von Star Trek und ist dabei immer mal wieder mit kleinen Comicszenen illustriert, die Szenen aus der Serie nachstellen. Soweit so gut.
Philosophische Fragen aus Star Trek unter der Lupe.

Was allerdings beim weiteren Lesen des Buches auffällt ist, das es keine "leichte" Lektüre ist. Wer einen leichten lockeren Band, wie etwa die Geek-Trilogie von Christian Humberg und Andrea Bottlinger erwartet, der wird hier enttäuscht. Hier gibt es keine lustigen Zwischensprüche und Anekdoten, die das Buch auflockern. Bis zum Ende wird hier eine Linie durchgepeitscht. Das ist natürlich konsequent, allerdings stellenweise eben auch etwas trocken und langatmig. Zwischendrin hätte zumindest ein kleines Augenzwinkern dem trockenen Stoff durchaus gut getan.

Im Buch selbst werden, wie bereits erwähnt, die moralischen Prinzipien von Star Trek in Frage gestellt. Um mal Beispiele zu nennen: Ist das Wohl des Vielen wirklich besser als das der wenigen? Opfert man wirklich eine Million Personen, um zehn Millionen zu retten? Darf man vor Gericht in einer Diktatur lügen, um Leben zu retten, oder hält man besser an seinen Prinzipien fest? Wie vereinbar ist die vulkanische Logik mit Lügen, da es ja eigentlich heißt, Vulkanier lügen nicht?

Solche und ähnliche Fragen, einige recht interessant, einige weniger interessant, ziehen sich durch das ganze Buch. Der Autor zieht dabei Vergleiche mit Personen aus dem jetzigen, realen Leben, vor allem Georg Hegel scheint es ihm hier angetan zuhaben, werden dessen philosophische Thesen doch zumeist als Vergleich herangezogen. Auffallend ist dabei, das sich das Buch nahezu ausschließlich um die Classic-Serie und die dazugehörigen Filme dreht. Wer Next Generation oder eine der Nachfolgeserien sucht, wird hier nicht fündig. Hinzu kommt, das sich das ganze Buch auch eher wie eine Analyse denn eine tiefere Betrachtung mit dem Thema liest.

Liest man sich den Infotext über den Autor auf der letzten Seite durch, so erfährt man, das dieser wohl Professor ist, was den Text natürlich in ein neues Licht rückt. Natürlich ist es dann klar, das dieses Buch eher wie eine Analyse geschrieben ist, allerdings haben vermutlich nicht alle Leser studiert und tun sich generell etwas schwerer mit diesem Thema derart aufbereitet umzugehen. Es fehlen das ganze Buch über irgendwie die Ergebnisse, so das man nicht recht weiß, worauf man eigentlich hinaus will. Oder, um mal wieder ein Beispiel zu bemühen: Es wird über en Thema gesprochen, dann wird noch ein Vergleich herangezogen (Hegel) und erläutert, wie er das sieht oder wie man es generell macht, dann gilt das Thema als erledigt und man geht zum nächsten Punkt über. Dies hilft leider nicht dabei, den Text etwas zu entschlacken sondern trägt eher zur Zähigkeit des Ganzen bei. Auch wenn es vielleicht merkwürdig klingt, aber ein paar persönliche Anmerkungen an manchen Stellen hätten dem Buch gut getan.

Natürlich ist eine derartige Einschätzung eher subjektiv, denn andere Leser kommen mit dieser Art "kalten" Analyse vielleicht besser zurecht, daher sollte man dies in eine Besprechung dieses Bandes durchaus mit einfließen lassen. Wer also wirklich eine trockene Analyse der moralischen Fragen in Star Trek (Classic) haben will und dem Thema etwas abgewinnen kann, der mag diesem Buch durchaus das ein oder andere abgewinnen können. Wer aber etwas im Stile der Geek-Trilogie erwartet, der sollte besser die Finger von diesem Buch lassen.

Fazit: Eine etwas trockene Analyse moralischer Fragen in Star Trek-Classic, die den Touch einer Doktorarbeit hat. Wie es hier aufbereitet ist, ist es kein leichtes Thema und das Buch ist auch nicht leicht zu lesen. Man muss diesem Stil etwas abgewinnen können, um mit ihm warm werden zu können. Es ist hier in jedem Fall empfohlen, einige Seiten testzulesen, um zu sehen, ob man damit klarkommt.

Bewertung

Weitere Infos


Titel "Die Philosophie in Star Trek"

Buchreihe Sachbücher

Autor Klaus Vieweg, Olivia Vieweg

Preis 16.- Euro

Umfang 298 Seiten

Verlag CrossCult

ISBN 978-3-86425-865-7

(tg - 08.07.16)


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