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Melanie Brosowski (mb)18.10.17

"Star Trek Kostüme"

Paula M. Block und Terry J. Erdmann

Star Trek Kostüme Cover

'Star Trek Kostüme: Fünfzig Jahre Mode aus Unendlichen Weiten' von Paula M. Block (Autorin), Terry J. Erdmann (Autor), Robert Blackmann (Vorwort) und Diana Bürgel (Übersetzerin) ist mehr als ein simpler Bildband mit den Kostümen von Kirk & Co. Das im Jahr 2016 erschienene Buch bietet dem Leser auf 256 Seiten neben Behind-the-Scenes-Fotos, Screenshots und Entwurfsskizzen Hintergrundinfos, Wissenswertes und bisher unveröffentlichte Einblicke in die Designwelt bei Star Trek.

Doch der Reihe nach. Bereits beim Entfernen der Plastikfolie wurde ich positiv überrascht. Im Unterschied zur englischen Ausgabe gibt keinen mich störenden Buchumschlag. Das Werk ist gebunden und kommt mit einem sehr stabilen Buchdeckel daher. Das Vorwort liefert der Kostümdesigner Robert Blackman, der wie kein anderer die Serie im Laufe der Jahre mitgeprägt hat. Danach gliedert sich das Buch wie folgt:

The Original Series
Star Trek: Die Kinofilme zur Original Series
Star Trek: Raumschiff Enterprise – Das nächste Jahrhundert
Star Trek: Raumschiff Enterprise – Das nächste Jahrhundert: Die Spielfilme
Die Spin-Off-Serien
Star Trek: Der Neubeginn
Nachwort
Quellenangaben
Danksagung

Zu den einzelnen Kapiteln:

The Original Series
30 Seiten widmen die Autoren den Kostümen von Captain James T. Kirk, seiner Crew und anderen. Neben Behind-the-Scenes-Fotos sind unter anderem Screenshots und Entwurfsskizzen zu sehen. Die Bilder sind größtenteils in Farbe, einige wenige allerdings auch in schwarz-weiß. Endlich kann man einmal die Kostüme im Ganzen und in Ruhe betrachten und es ist erstaunlich, wie detailreich diese doch sind. Zumindest hatte ich sie nicht so in Erinnerung.
Zu den Bildern gibt es kurze ergänzend-erklärende Unterschriften.
Nur einen geringen Teil nimmt dagegen der restliche Text ein. Ich fand es interessant zu erfahren, dass William Ware Theiss von Gene Roddenberry den Auftrag bekam, Designs zu entwerfen, die sich von allem unterschieden, was es damals im Privatfernsehen gab – und das mit einem eigentlich nicht nennenswerten Budget und unter einem enormen Zeitdruck. Theiss größte Herausforderung war die strenge Zensur der 60er Jahre. Jedes Kleid, das zu viel Haut zeigte, wurde verboten. Dennoch gelang es ihm unter diesen Umständen Outfits zu kreieren, die mehr zeigten als verhüllten.
Eine Gratwanderung waren ebenfalls die Uniformen, da Roddenberry die Ähnlichkeiten zum Militär des 20. Jahrhunderts versuchte gering zu halten.
Aber nicht nur die Entstehung der verschiedenen Kostüme wird beleuchtet, auch über die Probleme, die einzelne Materialien machten, erfährt der Leser etwas.
Neben Theiss kommen hier ebenfalls Michael Forest (Apollo) und Barbara Luna (Marlena) zu Wort.

Star Trek: Die Kinofilme zur Original Series
64 Seiten zeigen nicht nur Sternenflottenuniformen und Raumanzüge, sondern außerdem Zivilkleidung und die Rüstungen der Klingonen. Auch auf Schmuck, wie der von Khan und Azetbur wird näher eingegangen. Viel Platz ist, sehr zu meiner Freude, auch der Kleidung der Vulkanier gewidmet. Auch hier wird, wie in den folgenden Kapiteln, auf die Entstehungsgeschichte eingegangen und verschiedene Personen kommen zu Wort. Einen Schwerpunkt nimmt Robert Fletscher ein, der zwischen 1979 und 1986 für das Kostümdesign der ersten vier Filme verantwortlich war. Für seine Arbeit an Star Trek IV: Zurück in die Gegenwart erhielt er sogar einen Saturn Award.


Star Trek: Raumschiff Enterprise – Das nächste Jahrhundert
38 Seiten widmen sich nun mit vielen Konzeptzeichnungen den Kostümen aus TNG. Die Standarduniformen entwickelten sich übrigens während zahlreicher Treffen zwischen Theiss, Roddenberry und den Produzenten Rick Berman und Robert Justman. Mit lediglich einer Doppelseite kommt die Entstehung der Borg-Kostüme für mich eindeutig viel zu kurz. Zum Abschluss des Kapitels darf natürlich das Picard-Manöver nicht fehlen, welches ursprünglich ein taktisches Manöver war. Bei den Fans bürgerte sich jedoch ziemlich schnell die Bezeichnung für das Herunterziehen des oberen Uniformteils ein, das aufgrund der enthaltenen Elaste ständig hochrutschte, wie Jonathan Frakes ausführt.

Star Trek: Raumschiff Enterprise – Das nächste Jahrhundert: Die Spielfilme
Auch hier sind es wieder 38 Seiten, auf denen neben den Detailbildern jede Menge Skizzen zu sehen sind. Behind-the-Scene Fotos kommen hingegen ein wenig zu kurz. Dafür nehmen endlich die großartigen und aufwendigen Borg-Kostüme, für die sich Durinda Rice Wood und Deborah Everton verantwortlich zeichneten, ihren gebührenden Platz ein.

Die Spin-Off-Serien
Enterprise, Deep Space Nine und Voyager müssen sich 48 Seiten teilen. Schade, denn die drei Spin-Offs hätten wesentlich mehr hergegeben, z.B. hätte ich gerne mehr über die Kostüme der Breen oder Hirogen erfahren. Einen Schwerpunkt bildet das farbenprächtige Hochzeitsoutfit von Worf und Dax, einen weiteren die an Arbeitsoveralls erinnernden Uniformen aus Enterprise. Diese sollten aussehen, als hätten sie sich aus der NASA-Kleidung der Gegenwart entwickelt – was auch gelungen ist. Für mich sind sie neben den „Schlafanzügen“ aus dem ersten Film die zweithässlichste Variante. Den interessantesten Einblick bekommt man meiner Meinung nach in diesem Kapitel auf den Seiten 224/225. Dort gibt es Detailaufnahmen verschiedener Schuhe / Stiefel. Zu Wort kommen u.a. Robert Blackman und Maggie Schpak.

Star Trek: Der Neubeginn
Den Abschluss bilden 28 Seiten über die Kostüme in Star Trek und Star Trek Into Darkness. Hier unterscheiden sich die Bilder ein wenig von denen in den vorherigen Kapiteln: zum ersten Mal sehen wir hier Concept Art. Dies ist eine Form der Illustration, die ein Konzept detailliert visuell veranschaulichen soll, bevor es in ein Endprodukt umgesetzt wird. Die Bilder in diesem Kapitel bestechen durch ihre hohe Qualität. Für die Kostüme zeichnet sich Michael Kaplan verantwortlich, der einen gänzlich neuen Stil suchte. Schließlich galt es Star Trek neu zu definieren, es für eine neue Generation neu zu erfinden und gleichzeitig ein Ambiente zu erschaffen, in dem sich die alten Fans wohl fühlten. Ob ihm das gelungen ist – darüber kann man geteilter Meinung sein.

Leider endet das Buch hier, da die Kostüme aus dem Film Star Trek Beyond und der neuen Serie Star Trek: Discovery fehlen, was natürlich dem Erscheinungsdatum geschuldet ist. Das tut dem positiven Gesamteindruck aber keinen Abbruch und wäre zumindest für mich ein Kaufanreiz für eine eventuelle Neuauflage.

Fazit:
Das Buch besticht durch seine Vielzahl an detailreichen und qualitativ hochwertigen, teilweise ganzseitigen Bildern. Besonders interessant ist es zu sehen, wie sich im Laufe der Jahre die Mode und der Stil veränderten und welche (neuen) Materialien benutzt wurden. Schnittmuster oder Nachbauanleitungen sucht man jedoch vergebens.
Der Text ist stets informativ, enthüllt Entstehung und kleine Anekdoten sowie Hintergrundinfos. Neben den verschiedenen Designern kommen auch Schauspieler und andere Personen zu Wort.
Die weiße Schrift auf dem schwarzen Hintergrund liest sich gut, der Einband ist stabil und die Seiten sind aus dicken Papier. Die Bilder wechseln sich gut mit dem Text ab, so dass es nicht langweilig oder anstrengend wird zu lesen. Von den oben genannten Mankos einmal abgesehen, kann das Buch trotz des hohen Preises durchaus überzeugen.

Bewertung

Weitere Infos


Titel "Star Trek Kostüme: Fünfzig Jahre Mode aus Unendlichen Weiten"

Originaltitel "Star Trek Costumes"

Buchreihe Sachbücher

Autor Paula M. Block (Autor), Terry J. Erdmann (Autor), Robert Blackmann (Vorwort)

Übersetzer Diana Bürgel

Preis 49,90 Euro

Umfang 256 Seiten

Verlag Zauberfeder Verlag

ISBN 978-3938922712

Anmerkungen

Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 16 Jahren, Größe: 21,7 x 2,5 x 30,4 cm

(mb - 30.10.17)


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