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Thomas Götz (tg), Frank Drehmel (fd)02.01.08

"Das Virus"

Steven Harper

Inhalt

Nach einem kurzen aber heftigen Kampf gegen ein Zylonengeschwader entdeckt die Crew der Galactica eine Rettungskapsel in den Trümmern. An Bord befindet sich der begnadete Sänger Peter Attis und seine Wächterin - eine Version des Zylonenmodells Nummer 8. Kaum ist Attis an Bord der Flotte, beginnen die Menschen in zusammenhanglosen Sätzen zu fantasieren, nur um kurze Zeit später ins Koma zu fallen. Ohne es zu wissen, hat der gefeierte Gesangskünstler eine heimtückische und hochinfektiöse Biowaffe der Zylonen eingeschleust, die sich rasend schnell ausbreitet. Dr. Baltars Bemühungen, ein Gegenmittel gegen das Virus zu finden, werden durch eine Horde geblendeter Fanatiker erschwert, die in Attis einen Messias sehen und in der zylonischen Biowaffe die Läuterung. Während das Chaos über die Flotte hereinbricht, nährt sich eine größere Streitmacht der Zylonen. Ein Zweifrontenkrieg beginnt, und das Schicksal der letzten Überlebenden der Kolonien scheint besiegelt ...

Kritik

1. Thomas Götz

Die Zylonen kehren zurück.
Der neueste Galactica-Roman spielt während der zweiten Staffel, vor der Folge 'Pegasus' und präsentiert eine Story, die so neu nicht unbedingt ist.

Das etwas mit dem an Bord geschleusten Peter Attis nicht stimmt, sollte selbst jedem Leser klar sein, ebenso, das die schwangere Sharon niemals die Flotte verraten würde (in der Tat kommt der Leser schon sehr früh auf den Doppelgänger). Immerhin gibt es einige sehr schöne und glaubhafte Charakterszenen, die dieser Handlung noch etwas Pepp verleihen. So tötet die falsche Sharon etwa nicht Helo und auch Attis, der den Menschen Hoffnung gibt, und dabei nahezu jeden einwickeln kann, ist gut beschrieben. Lediglich der naive Attis selbst und teilweise auch Tom Zarek fallen aus der Rolle... das gerade letzterer auf einen Ex-Zylonen-Gefangenen hereinfällt wirkt schon arg blauäugig und auch der gute Peter scheint nicht zu kapieren, was sich um ihn herum abspielt - und das als 'Anführer'. Immerhin darf er zu guter Letzt noch ein Heldenopfer bringen.

Alles in allem bietet die Story so zwar nichts sonderlich Neues, aber immerhin vermögen die schönen Szenen dazwischen zu überzeugen, und schaffen es, das das Buch immerhin gut lesbar bleibt.

Fazit: Kein Highlight, aber immerhin gut lesbar.

2. Frank Drehmel

Ich kann es nicht oft genug sagen: die BSG-TV-Show empfinde ich so erbaulich wie einen Furunkel am Arsch. Im Gegensatz zur Show stellten die BSG-Romane immerhin eine erfreuliche oder wenigstens keine schlechte Leseerfahrung dar; bisher jedenfalls, denn mit “Das Virus” ist auch der belletristische Spin Off der Serie - bedauerlicherweise - ein deutliches Stück in Richtung “Regio Glutealis” gerückt. Dass dieser Roman, dessen Handlung Mitte der zweiten Show-Staffel spielt, ohne Grundkenntnisse des Hintergrundes kaum genießbar ist, soll bei der Beurteilung keine Berücksichtigung finden, denn wer Franchise-Bücher liest, muss vorher wissen, worauf er sich einlässt. Die eigentlichen Mängel liegen ganz woanders. An erster Stelle stehen die eindimensionalen, klischeehaften Charaktere, die - und hier verschenkt der Autor den Vorteil des Buches gegenüber dem Film - im Vergleich zur Serie nur eine minimale Vertiefung erfahren. Insbesondere Kara Thrace, die sich ständig ans nicht vorhandene Gemächt zu greifen scheint und Macho-Sprüche klopft, geht selbst jemandem, der keine Probleme mit starken Frauen hat, regelrecht auf die Eier. Zweitens ist die Geschichte alles andere als originell, d.h. innovative oder gar interessante Ansätze sucht man vergeblich. Stattdessen gibt es eine drögen, nicht nur für BSG-Fans vorhersehbaren Mix aus Storyelementen, deren Bärte jeden Amischen vor Neid erblassen ließen. Erschwerend kommt hinzu, dass Harper seine Ideen staubtrocken und bar jeglichen Humors präsentiert, sich diese Ernsthaftigkeit aber in der soapig-platten Story selbst nicht widerspiegelt. Moralische Dilemmata, die sich aus dem Setting und der besonderen Situation der Flotte der Flüchtlinge ergeben, werden allenfalls angedeutet, in der Regel jedoch darf sich der Leser diese allein im stillen Kämmerlein zusammenbasteln. Drittens und schlussendlich erweist sich Harper auch stilistisch als veritabler Dünnbrettbohrer. Ich bin mir bewusst, dass in Schriftstellerworkshops und Anleitungen für Möchtegern-Autoren regelmäßig die These “In der Kürze liegt die Würze” mit geradezu missionarischem Eifer propagiert wird; aber staccatoartig aneinandergereihte Mini-Sätze sowie Dialoge, bei denen man sich angesichts des verwendeten Wortschatzes und der - freundlich ausgedrückt - übersichtlichen Syntax fragt, ob da nicht doch Grundschüler am Radebrechen seien, lassen keine Lesefreude aufkommen.

Fazit: Eine vorhersehbare, religiös verquaste, einfallslose, humorlose und schlecht geschriebene Story. Fans der TV-Show werden wahrscheinlich selbst in dieser Dunkelheit einen hellen Schein erkennen.

Bewertung

1. Thomas Götz
2. Frank Drehmel

Weitere Infos


Titel "Battlestar Galactica 3 - Das Virus"

Originaltitel "Battlestar Galactica - Unity"

Buchreihe Weitere Romane

Autor Steven Harper

Übersetzer Claudia Kern

Preis 9.95 Euro

Umfang 300 Seiten

Verlag Panini

ISBN 3833216433

(tg, fd - 15.06.09)


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