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Thomas Götz (tg), Frank Drehmel (fd)04.04.07

"Zeitspirale Zyklus 1: Zeitspirale"

Scott McGough

Inhalt

Der Weltenwanderer Teferi hatte während der phyrexianischen Invasion sein Heimatland destabilisiert, um es vor der Eroberung zu schützen. Jetzt kehrt seine Welt zurück und Teferi steht vor einer Menge von Problemen. Überall in Dominaria findet er mysteriöse Zeitrisse vor, ganze Landstriche sind verödet. Zusammen mit seinen Begleitern sucht er nach einer Lösung, damit die Rückkehr eines ganzen Kontinents nicht den Rest der Welt zerstört. Doch seine vermeintlichen Verbündeten haben eigene Pläne, und langsam wird die Zeit knapp.

1. Kritik von Thomas Götz

Teferi und ein Kontinent kehren aus der Zeit zurück, doch nichts ist mehr wie zuvor.
300 Jahre war das Land von Teferi ausserhalb der Zeit, nun will er es an seinen Ausgangsort zurückbringen, aber davon abgesehen das es nicht mehr "passt" haben sich auf der ganzen Welt auch Zeitrisse gebildet - und auch die Welt selbst hat sich verändert.

Auf dieser ausgangssituation basiert der neueste Roman aus der Magic-Reihe. Ein Roman der, nach den ganzen Ausflügen auf andere Welten wie Mirrodin oder Kamigawa, wieder auf Dominaria, der Magic-"Urwelt" spielt. So gibt es natürlich auch ein paar nette Szenen für die Fans vor allem der alten Buchreihen. Nicht nur das es Wiedersehen mit einigen alten Bekannten gibt, nein, auch einige Szenen werden quasi aus anderen Blickwinkeln wiederholt - was sich natürlich bei einer Reise durch einen Zeitriß auch wunderbar anbietet. Auch wird immerhin Umezawa erwähnt, der ja am Ende des Kamigawa-Zyklus mit einem Weltenwanderer unterwegs war und Kamigawa selbst verließ. Man darf also vor allem hier auf die Folgebände gespannt sein, denn alle Magic-Editionen unter einem Dach zu vereinen ist in jedem Fall mal ein vielversprechendes Konzept.

Hauptcharakter dieses Buches ist zum einen Teferi der Weltenwanderer (und ja, damit taucht durchgehend ein Weltenwanderer schon im ersten Buch auf) und natürlich Radha, auf die sich der andere Teil des Buches konzentriert - auch wenn wohl auch hier erst in den nächsten Bänden ihre Rolle deutlicher wird, denn am Ende trennt sie sich wieder von der Gruppe.

Da das Mana auf Dominaria quasi "ausgedörrt" ist, gilt es zunächst, die Ursachen zu erforschen, wobei Tefiri eben auf Radha stösst, welche noch Mana benutzen kann. Dies ist dann auch der weitere Dreh- und Angelpunkt des Romans. Sicher, wie man Shiv sicher auf die Welt zurückbringt bleibt noch im Hintergrund vorhanden und wird am Ende auch zelebriert, aber allen voran ist dieser Band eine schöne Charakterstudie allen voran der beiden erwähnten Hauptpersonen. Beide bekommen ihre Szenen und bei beiden merkt man, das sie im Laufe des Romanes merken, ihre ungestüme Art zu zügeln, quasi etwas dazu lernen - auch wenn die Action dadurch natürlich etwas hinten anstehen muss.

Die Schrift auf den 348 Seiten ist indes auch sehr klein geraten, so das der Roman in Normalschrift sicher etwas dicker gewesen wäre. Alles in allem kann man aber dennoch von gelungener Unterhaltung sprechen, auch wenn man nicht zuviel erwarten sollte.

Fazit: Durchaus gelungener Roman, der vor allem für Magic-Fans der ersten Stunde das ein oder andere Gimmick parat hat.

2. Kritik von Frank Drehmel

Vielen Magic-Lesern dürfte Scott McGough als Autor des formidablen Kamigawa-Zyklus’ in Erinnerung sein. Um es kurz und schmerzvoll zu machen: Zeitspirale erreicht zu keinem Zeitpunkt die Qualität der Geschichten um Toshi Umezawa und Prinzessin Michiko!

Das liegt nicht daran, dass es der Story an phantastischem Hintergrund mangelte, denn dieser ist, obgleich er nicht ganz an die Originalität des asiatischen Kamigawa-Settings heranreicht, bunt und komplex genug, um den unterschiedlichsten Spielarten von Fantasy -angefangen bei klassischer Sword & Sorcery über High bis hin zu Science Fantasy- Raum zu bieten. Die Ursachen für die unbefriedigende Qualität liegen allein in den schwachen Charakteren und einer zusammengestückelt wirkenden Handlung.

Aus den Reihen der Protagonisten sind nur drei Figuren erwähnenswert, da sich der Rest des Ensembles -die Shivaner- und Viashino-Krieger, Freyalise, Venser, u.a.- höchstens aus besseren (oder schlechteren) Stichwortgebern bzw. Sidekicks zusammensetzt. Der Reihenfolge ihres Auftrittes nach ist an erster Stelle Jhoira zu nennen, die “Mutter” des Teams, das ausgelagerte Ich und Über-Ich Teferis, eine Gutmenschin ohne erkennbare Ecken, eine nette und todlangweilige Zeitgenossin. Der Nächste in der Runde ist der Weltenwanderer selbst, der vom Autor zwar mit großem Tamtam als allmächtig, allwissend, geradezu göttlich und überhaupt ganz, ganz toll, stark und cool eingeführt wird -so wie Weltenwanderer eben sind-, dessen Verhalten sich im Verlauf der Handlung jedoch zunehmend kindlich und irrational erweist und dessen göttlicher Nimbus einen (Zeit)riss nach dem anderen bekommt. Dieses macht ihn zwar einerseits prinzipiell interessanter als Jhoira -gerade in Verbindung mit seiner kleinen Prise Amoralität-, hinterlässt andererseits aber den nervenden Eindruck von Inkonsistenz. Die Dritte im Bunde ist Radha: ein wahrer Kotzbrocken! Egozentrisch, egoistisch, verantwortungsnegierend, triebgesteuert, mit der taktischen Finesse eine Reblaus. Repräsentiert Jhoria das Über-Ich, so kommt sie dem Es am nächsten. Das Problem dieses Charakters ist der Mangel an sympathischen Eigenschaften, der eine Identifikation mit ihr nahezu unmöglich macht. So unterschiedlich diese Figuren auf den ersten Blick auch sind, so haben sie doch etwas gemeinsam: sie sind zu schwach, eindimensional oder widersprüchlich, um eine Geschichte tragen zu können.

Die Story selbst ist mit “Magic” vollgepackt bis obenhin, mit allerlei Arten von Mana, putzigen, gefährlichen und/oder göttlichen Wesen, die in deutlich unterschiedlichen Gegenden ihr Wesen bzw. Unwesen treiben. Damit drängt sich unwillkürlich der Eindruck auf, es gehe dem Autor in erster Linie um den belletristischen Kniefall vor den Sammelkarten-Fans und nicht um das Erzählen einer sich logisch und natürlich entwickelnden Geschichte. So erscheinen das nicht plausibel begründete Hin- und Hergereise Teferis, seine “Das weiß ich auch nicht so genau”-Attitüde oder Radhas obsessives Kriegsspielen nebensächlich und tragen wenig Erhellendes zum Hintergrund -den Zeitrissen, der Struktur des Multiversums, dem Shiv-Problem- explizit dieser Magic-Story bei. Auch jene, die sich angesichts des Roman-Titels eine originelle, verschachtelte Zeitreisegeschichte versprochen haben (es soll solche geben, munkelt man), machten ganz und gar dicke Backen, insbesondere da die Lösung zentraler Fragen geradezu beiläufig abgehandelt wird. Dass der Roman dennoch leidlich Spaß macht, liegt im Wesentlichen an McGoughs nach wie vor lockerem und relativ bildhaftem Stil.

Fazit: Fazit: Ein ambivalenter Roman: origineller Hintergrund und phantasievolle Details auf der einen Seite, schwache Charaktere und eine wenig stringente Handlung auf der anderen

Bewertung

1. Thomas Götz
2. Frank Drehmel

Weitere Infos


Titel "Zeitspirale Zyklus 1: Zeitspirale"

Originaltitel "Magic the Gathering – Time Spiral Cycle 1: Time Spiral"

Buchreihe Weitere Romane

Autor Scott McGough

Übersetzer Hanno Girke

Preis 9,95

Umfang 348 Seiten

Verlag Panini

ISBN 978-3-8332-1446-2

(tg, fd - 15.06.09)


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