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Thomas Götz (tg), Frank Drehmel (fd)06.04.07

"Spider-Man 3"

Peter David

Inhalt

Endlich ist es Spider-Man gelungen, einen Kompromiss zwischen seinen Pflichten als Superheld und seiner Beziehung zu Mary Jane zu finden. Doch das neue Idyll ist nur von kurzer Dauer, denn Spider-Mans Kostüm verändert sich plötzlich und wird tiefschwarz. Auch Peter bleibt vor dem Wandel nicht verschont, denn er wird überheblich, arrogant und stößt diejenigen von sich, die ihm am nächsten sind. Er muss sich zwischen den verführerischen Kräften seines neuen Kostüms und dem pflichtbewussten Superhelden entscheiden, der er einst war. Und das möglichst schnell, denn ausgerechnet jetzt haben zwei der gefährlichsten Gegner des Netzschwingers zu einer unheiligen Allianz zusammengefunden: Der Sandmann und Venom!

Kritik von Tom Götz

Peter Parker kämpft im vorliegenden Buch gleich gegen drei Gegner.
Noch bevor der Film in den deutschen Kinos startet steht bereits das Buch in den Läden (was wieder einmal beweist: es geht also doch wenn man nur will, ein Buch einen Monat nach der Erscheinung in den Staaten auch auf deutsch herauszubringen!).

Das Peter David das Schreiben versteht das weiss man und das merkt man, denn zu keinem Zeitpunkt hat man den Eindruck, die Charaktere würden irrational reagieren. P.David typisch gibt es auch ein paar nette Insider-Anspielungen, nich tnur auf Serien wie Star Trek oder gar andere Comichelden. Nein, Peter Parker trifft auf Hugh Jackman (!), den Darsteller des Wolverine in den X-Men-Filmen, und fragt sich selbst warum ihn die Leute mit Tobey Maguire (!!!!) verwechseln....

Zur Story an sich muss man diesmal festhalten, das es zu 90% eine Charakterstory geworden ist. Peter und MJ machen eine Veränderung durch und auch dcie Bösewichter ringen mit sich. So dauert es auch gute 150 Seiten, bis der Sandmann zum Ersten Male auftaucht, knapp 200 Seiten bis Venoms erster Auftritt erfolgt - beide enden ebenso schnell wieder, wie sie begonnen haben und an dieser Stelle hat das Buch nur noch 130 Seiten. Es folgen erneut schöne Charakterszenen bevor es dann um die Seite 300 zum großen Endkampf kommt - der sich, da das buch nur 329 Seiten hat, also auf den letzten 30 Seiten abspielt!

Die Action kommt also etwas zu kurz in diesem buch. Aber es ist schön zu sehen, das auch die Bösen nicht wirklich Böse sind. Sie haben einen Fehler begannen und tatsächlich werden sie am Ende zum Guten 'bekehrt'. Im Großen und Ganzen gibt es am Ende nicht einen, der noch im klassischen Sinne böse wäre und Peter nicht hilft/geholfen hat. Eine durchaus positive Überraschung, wobei sich aber spätestens im fertigen Film zeigen muss, ob sich dieses Format auch auf der großen Leinwand angemessen einfangen lässt.

Etwas bedauerlich ist zudem, das viele der Bösewichte wieder einmal "verheizt" werden. Statt sie sich für etwaige Fortsetzungen aufzuheben finden eigentlich alle den Tod (oder zumindest scheint es so) eine Unsitte, die es in vielen Superheldenfilmen seit dem ersten Batman-Film gibt, besteht so nicht nur die Gefahr der ausgehenden Gegner sondern es ist auch einfach viel verschenktes Potential, zumal wenn, wie in diesem Fall, einige der 'schönen' Gegner nur kurze Auftritte haben.

Fazit: Nichtsdestotrotz ein gute Charakterstudie mit vielen netten Szenen, die einen Blick wert ist

Kritik von Frank Drehmel

Nach nunmehr drei Kino-Blockbustern unter Raimis Ägide, diversen TV-Serien, einer riesigen Action-Figuren-Armee und zahllosen Comic-Publikationen -kurz: einem Franchise, das seinesgleichen sucht- dürfte Spider-Man selbst für normal sozialisierte Vorschulkinder kein Unbekannter sein. Eigentlich könnte damit die potenzielle Zielgruppe dieses Romans kaum größer sein. Bei genauer Betrachtung jedoch erweist sich diese Annahme als trügerisch: den ganz Kleinen mangelt es an Leseerfahrung und an dem für das Verständnis notwenigen Wortschatz, Teenagern, die sich im Kino durch eine mit großem Tamtam und viel CGI inszenierten Story nur zu gerne einlullen lassen, dürften beim Roman-Durchackern mangels visueller Reize spätestens auf Seite 50 die Lider schwer werden, für alte Comic-Hasen -wie mich- ist die Geschichte allenfalls von historischer Relevanz, da sich die Figuren in den Comics signifikant weiter und anders entwickelten bzw. sich überlebt haben, und Leser mit einem Faible für (Trivial)Psychologie präferieren i.d.R. andere Sujets als ausgerechnet Superhelden-Epen.

Der Schwerpunkt dieser Geschichte liegt -wider Erwarten und trotz zahlreicher Übermenschen- nicht auf vordergründiger, schneller Action, sondern auf relativ spannungsarmer, langsamer Beziehungskistenevaluierung und -analyse (Peter & Mary, Peter & Harry, Peter & Peter, Harry & Mary, Flint & Tochter, Eddie & Peter, u.v.a.m.) mit bedauerlicherweise von Beginn an determiniertem Ausgang. Denn auch wenn die “Psychologisierung” auf für einen solchen Superhelden-Roman überraschend hohem Niveau stattfindet und durchaus in die Tiefe der Figuren reicht, so wissen wir schlussendlich, dass Spideys Kostüm so schwarz sein kann, wie es will, Peter wird dennoch der Traum aller Schwiegermütter bleiben, und hinter Harrys geläutertem Lächeln lauert nach wie vor der Wahnsinn. Wie schon angedeutet: im Kino mag dieser Psycho-Ansatz nicht zuletzt dank der Schauspieler, ablenkender CGI und fortschrittlicher Filmtechniken funktionieren, im Roman kommt eine solche Geschichte einfach nur unglaublich einschläfernd rüber, zumal die Anzahl der Protagonisten gegen “viel zuviel” konvergiert.

Damit keine Missverständnisse aufkommen: es liegt nicht an Peter Davids Fähigkeiten -jedenfalls nicht überwiegend-, dass der Funke nicht überspringen will und der dröge Beziehungsbrei wie ein Stein im Magen des Durchschnitts-Konsumenten liegt. Im Gegenteil: der Autor, der sich in Fan-Kreisen bspw. mit “Star Trek - New Frontier” beachtliche Meriten verdient hat, bemüht sich nach Kräften, dem Ganzen etwas Würze zu verleihen -und in einigen Passagen (z.B. fesselnd geschilderten Transformation Markos) gelingt es ihm sogar-, allein das Skript von Raimi & Raimi gibt nicht viel mehr her.

Fazit: Wer auf Beziehungsdramen steht, bei denen der Ausgang schon von der ersten Seite an vorgezeichnet ist, der kann getrost zugreifen. Action-Fans oder Anhänger (vordergründiger) Spannung sollten sich lieber die Film-Version antun.

Bewertung

1. Thomas Götz
2. Frank Drehmel

Weitere Infos


Titel "Spider-Man 3"

Originaltitel "Spider-Man 3"

Buchreihe Weitere Romane

Autor Peter David

Übersetzer Timothy Stahl

Preis 9,95

Umfang 329 Seiten

Verlag Panini

ISBN 978-3-8332-1566-7

(tg, fd - 15.06.09)


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