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Thomas Götz (tg)24.12.17

"Der Mann von Barbarossa"

John Gardner

Inhalt

James Bond wird von seinem alten Erzfeind, dem KGB, beauftragt, eine bis dato unbekannte Terroris- tengruppe aufzuhalten, die die Verurteilung eines angeblichen Nazi-Kriegsverbrechers fordert, und sich nicht scheut, dafür über Leichen zu gehen. Zu- sammen mit einem internationalen Agententeam versucht Bond die wahren Motive der Gruppe her- auszufinden. Doch als ihm die Wahrheit dämmert, ist es fast schon zu spät ...

Kritik

In letzter Zeit war es etwas ruhiger um neue James Bond-Romane geworden, was aber auch bitter nötig war, hatten sich die letzten doch allmählich zu sehr nach Schema F angefühlt. Zum Glück trifft dies auf diesen Roman nicht mehr zu. Hier gibt es keine obligatorische Frau, die sich schmachtend in James Bond verliebt und auch sonst läuft die Action nicht mehr so vorhersehbar ab.
James Bond meldet sich mit diesem Roman nach kleiner Pause zurück.

Dennoch ist das Buch natürlich ein Roman seiner Zeit. Erschienen 1991 dreht sich die Geschichte selbstredend um das zerfallende Russland – oder auch nicht, denn eigentlich geht es um einen Nazi-Verbrecher, dem man den Prozess machen will. Allerdings hat man schnell erkannt, das mit 60- oder 70-jährigen keine runde Geschichte zu machen ist, wobei sich die Frage stellt, wie alt dann eigentlich Bond ist, wenn er an seine Kriegserinnerungen zurückdenkt. Dabei hätte die Geschichte um den besagten Verbrecher durchaus Potential gehabt.

Allerdings dient sie eher als Aufhänger für eine Geschichte um Russland. Hierbei kommt Bond mit einigen neuen Charakteren zusammen, die ihm bei der Mission im kalten Land helfen sollen. Das ist schonmal positiv hervorzuheben, werden diese Charaktere doch, vor allem zu Anfang, gut vorgestellt und erhalten genug Spielraum, um beim Leser Sympathien zu wecken. Schade ist nur, das sie im Laufe der Geschichte immer mehr in den Hintergrund geraten und alle hinter Bond zurückstecken müssen. Am Ende sind sie sogar nur noch einige Nebensätze wert. Klar, Bond ist der strahlende Held und auch das spiegelt den damaligen Zeitgeist wieder, ein bisschen mehr wäre aber wohl auch hier drin gewesen.

Immerhin ist die restliche Geschichte vom Aufhänger her nicht schlecht, leidet aber an einigen weiteren Punkten: So ist der Plan der Bösewichter doch ein wenig verworren – das hätte man sicher einfacher haben können, statt durch ein terroristisches Täuschungsmanöver. Interessanterweise ist gerade diese Themenstellung nah an der derzeitigen Realität, was dem Roman eine durchaus interessante zusätzliche Note verleiht. Und ja, ein paar Klischees werden auch bedient, so gibt es den obligatorischen Verräter in der Bond-Truppe – auch das etwas, das sich durch die letzten Romane wie ein roter Faden zieht.

Auch wird die Geschichte ständig durch Erklärungen ausgebremst. So schön es auch ist, zwischendrin quasi Exkursionen in Geschichte (oder dem fiktiven Hintergrund im Roman) zu erhalten, wirken diese Einschübe doch extrem störend. Selbst als Bond am Ende – Achtung: Spoiler – seinen Tod vortäuscht, hätte es die Erklärung, wie es dazu kam, später nicht mehr wirklich gebraucht. Auch dürfte dem findigen Leser schnell klar werden, das unser Lieblingsagent sicher nicht das Zeitige gesegnet hat.

Wer über diese Ungereimtheiten aber hinwegsehen kann, erhält einen durchaus guten Agentenroman, der es schafft, mit dem Auge für Details das wahre Agentenleben ein Stück näher zu bringen.

Fazit: Einige Mankos halten den Roman davon ab, in die Oberliga aufzusteigen. Dennoch ist die Geschichte spannend geschrieben und schlägt nicht in die üblichen Bond-Klischees – hier kann man durchaus mal einen Blick riskieren.

Bewertung

Weitere Infos


Titel "James Bond - Der Mann von Barbarossa"

Originaltitel "James Bond - The Man from Barbarossa"

Buchreihe Weitere Romane

Autor John Gardner

Übersetzer Anika Klüver, Stephanie Pannen

Preis 15 Euro

Umfang 399 Seiten

Verlag CrossCult

ISBN 978-3-86425-859-6

(tg - 24.12.17)


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