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Thomas Götz (tg)11.02.17

"Morgengrauen"

Linda Nagata

Inhalt

In einem ländlichen Gebiet der afrikanischen Sahelzone befehligt Lieutenant James Shelley eine hochtechnisierte Einheit von Soldaten. Jede Nacht jagen sie während grauenvoller Patrouillen Aufständische und befolgen dabei drei simple Ziele: Beschützt Zivilisten, tötet den Feind und bleibt am Leben. Denn in einem von der Verteidigungsindustrie inszenierten, profitorientierten Krieg gibt es keinen Grund, aus dem man sterben sollte. Shelley nutzt sämtliche ihm zur Verfügung stehenden Hightech-Hilfsmittel, um seine Soldaten am Leben zu halten – aber seine beste Waffe ist sein untrügerisches Gespür, wenn Gefahr droht ... als stünde ihm Gott bei, um ihm warnend ins Ohr zu flüstern.

Kritik

"Morgengrauen" ist der Auftaktband einer neuen Reihe (The Red) und spielt in einer nahen Zukunft. Hier haben viele Menschen eine Art Cyberimplantat und sind quasi direkt mit dem Internet verbunden. Erschwerend kommt hinzu, das der Hauptcharakter Shelley nach einer Verletzung Roboterbeine bekommt. Er wird damit quasi der erste Cyborg der Menschheit.
In einer nahen Zukunft gefährdet ein mysteriöser Internet-Hack das Leben vieler.

Allein anhand dieser Ausgangslage sieht man schon, das es sich (auch) wieder um einen Roman handelt, der zum Nachdenken anregen soll. Diesmal natürlich über die ständig vernetzte Welt und über die "Überwachungsmöglichkeiten" die man (respektive der Staat) hat, wenn das Internet quasi direkt im Kopf sitzt. Das Ganze geschieht hier auch wieder ohne erhobenen Zeigefinger und recht subtil und damit im Gegensatz zu anderen Romanen. Das funktioniert sogar recht gut und wirkt auch nie aufdringlich. Über die restliche Welt erhält man nicht allzuviele Einblicke, was aber auch daran liegt, das die Nähe zu unserer heutigen Gegenwart zu klein ist.

Interessanterweise passiert in einem Großteil des Buches nicht viel. Unser Held, Shelley, muss sich mit seinen neuen Cyborgeigenschaften vertraut machen. Dabei kommt auch immer wieder ein "Hack" zur Geltung, der in seinem Gehirn stattfindet, denn er wird öfter von einer mysteriösen Macht, gennant das Rote (daher der englische Titel des Romans), gewarnt oder gesteuert. Dabei wird später enthüllt, das er nicht der einzige ist, den dieses Schicksal ereilt, denn The Red betrifft viele Menschen. Das diese ganze Story zumindest gut zu lesen ist, ist nicht zuletzt dem guten Schreibstil geschuldet.

Die Charaktere müssen sich nicht nur untereinander und mit der Welt, sondern auch mit Shelleys neuem Zustand arrangieren. Dabei gilt es natürlich auch das ein oder andere Vorurteil zu überwinden. Obwohl also nicht viel geschieht, bleiben die Charaktere - und damit die Geschichte - lebendig. Erst gegen Ende des Bandes gibt es dann etwas Action, als es darum geht, eine Terrorgruppe aufzuhalten. Auch das ist wieder nah an den Ereignissen der heutigen Zeit und daher absolut nachvollziehbar. Die Kampfhandlungen werden dabei nicht ganz so ausführlich beschrieben, wie die Charakterszenen zuvor.

Dennoch zieht vor allem das Ende nochmal tüchtig an und wenn es in dieser Richtung weiter geht, könnte der zweite Band richtig gut werden. Alle anderen müssen entscheiden, ob ihnen ein Charakterspiel in einer Welt von Cyborgs und stets präsentem Internet reicht.

Fazit: Ein über weite Teile eher ruhiger Roman, der mit Gedanken zur weltweiten Internetüberwachung spielt, aber durchaus von interessanten Charakteren zu leben weiß. Wenn der nächste Band nochmal anzieht, vielleicht auch was die Action angeht, steht einer erfolgreichen Reihe nichts im Wege.

Bewertung

Weitere Infos


Titel "The Red 1 - Morgengrauen"

Originaltitel "The Red - First Light"

Buchreihe Weitere Romane

Autor Linda Nagata

Übersetzer Helga Parmiter

Preis 16.- Euro

Umfang 523 Seiten

Verlag CrossCult

ISBN 978-3-95981-152-1

(tg - 11.02.17)


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