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Thomas Götz (tg)27.02.17

"Dunkelheit"

Connie Willis

Inhalt

Oxford in England im Jahr 2060 – Ein Trio von Zeitreisenden bricht auf in den Zweiten Weltkrieg, um ihn aus sicherer Distanz zu studieren. Doch als sie ihr Sicherheitsnetz verlieren und von der Geschichte überrannt werden, stecken sie plötzlich selbst mitten in den chaotischen Ereignissen der schrecklichen Ära ...

Kritik

„Dunkelheit“ ist der erste Teil einer Geschichte über Zeitreisende im zweiten Weltkrieg und bringt es auf satte 700 Seiten! Zusammen mit dem zweiten Band dürfte sich diese Geschichte also in die der anderen „Backsteine“ von CrossCult einreihen.
Zeitreisende, die im London von 1940 festsitzen? Kann das funktionieren?

Bei einer derart langen Story kann sich die Autorin auch einige Freiheiten nehmen, oder, anders ausgedrückt: Man hat viel Zeit zur Charakterentwicklung. Gleich vorneweg: Es ist schön, das dieser Platz in keiner Weise verschwendet wurde, auch wenn es vielleicht ein paar ausufernde Szenen gibt.

So dauert es etwa 100 Seiten, bis die Zeitreisenden überhaupt erstmal aufbrechen. Über die eingesetzte Technik und die Zukunft, aus der sie stammen, erfährt man recht wenig. An einem Ort und zu einer gewissen Zeit öffnet sich quasi wieder ein Durchgang, sofern unbeobachtet und fertig. Das Ganze wird also gut übertüncht und ist im ersten Moment auch gar nicht schlimm, spielt sich ein Großteil der Handlung doch 1940 ab.

Denn die restlichen 600 Seiten handeln von dem Zeitreiseteam, das ebenda strandet. Zunächst sieht alles noch gut aus, aber durch einige unerwartete Wendungen wird schnell klar, das man etwas geändert haben muss und nicht mehr zurück kann. Das ganze wird dabei ohne allzu ausufernde Action sondern allein durch die Charaktere und ihre Umgebungen beschrieben.

Wer also einen krachenden Actionthriller erwartet, der wird enttäuscht sein, denn der Roman lebt zu 99% von seinen Charakteren und dem Setting – und wird dabei erstaunlicherweise nur gegen Ende an einigen wenigen Stellen etwas langweilig. Der Autorin gelingt es einerseits, durch die schöne Beschreibung der Charaktere aber auch andererseits durch die ebenso schöne Beschreibung des Settings, eine Atmosphäre zu schaffen, die mitzureißen vermag.

Denn die Details ihrer Welt (oder besser des vergangenen Londons) ist extrem gut getroffen. Dies ist zweifellos nicht nur der guten Recherche sondern auch dem guten Schreibstil zu verdanken. Bis in die Nebenschauplätze wird die Welt mit Leben gefüllt und auch kleinere Details werden hervorgehoben. So hat man bald schon ebenso Mitleid mit den anderen Charakteren wie mit den Zeitreisenden selbst. Aber nicht nur das. Fast bildlich kann man sich die dargestellten Szenen und Ereignisse und vor allem die Menschen, die vor dem Bombenterror fliehen, vorstellen. Hier wurde eine sehr plastische (und realistische) Interpretation der Vergangenheit geschaffen, die vielleicht gerade deswegen so gut funktioniert.

So merkt man als Leser kaum, wie die Seiten vorbeiziehen, was ja auch ein Lob für die Autorin ist. Am Ende steht dann natürlich die große Wiedervereinigung der Zeitreisenden an und die Frage, wie es weitergeht – aber das ist dann Stoff für den zweiten Teil, der hoffentlich das gute Niveau dieses Bandes halten kann.

Fazit: Ein zwar recht ruhiger Roman, der es aber schafft, das London von 1940 so akkurat zu beschreiben, das man wirklich in die Atmosphäre des Romans eintauchen kann. Hinzu kommen herrlich beschriebene Charaktere, mit denen man auch ohne Action mitleiden kann. Der Roman hat seine Auszeichnungen zu Recht verdient.

Bewertung

Weitere Infos


Titel "Dunkelheit"

Originaltitel "Blackout"

Buchreihe Weitere Romane

Autor Connie Willis

Übersetzer Claudia Kern

Preis 20 Euro

Umfang 713 Seiten

Verlag CrossCult

ISBN 978-3-95981-168-2

(tg - 27.02.17)


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