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Thomas Götz (tg)02.09.17

"Snowblind - Tödlicher Schnee"

Christopher Golden

Inhalt

Das kleine Städtchen Coventry in New England hat schon tausende Schneestürme erlebt … aber noch keinen wie diesen. Menschen gingen in das weiße Gestöber und kamen nie mehr zurück. Jetzt, zwölf Jahre später, zieht ein weiterer Sturm auf und die Bewohner von Coventry erinnern sich an diejenigen, die sie im Schnee verloren haben. Ein Fotograf trauert um seinen kleinen Bruder. Der Tod seiner Frau hat tiefe Narben im Leben eines Gelegenheitsdiebs hinterlassen. Und auf der anderen Seite des Landes erhält eine Frau einen Anruf … von einem Mann, der seit zwölf Jahren tot ist. Der neue Sturm wird noch schrecklicher als der Letzte werden und die Erkenntnis bringen, dass der Albtraum gerade erst anfängt.

Kritik

Mit "Tödlicher Schnee" liefert Christopher Golden einen Stand-Alone-Roman, der, wie der Titel schon sagt, in einem winterlichen Ambiente angesiedelt ist. Das Cover des Buches ist dabei stilecht in Schneeoptik gehalten und bietet auch einen netten 3D-Effekt, der die Stimmung des Romans unterstreichen soll.
Eine Geschichte über Monster im Schnee... oder doch Schneemonster?

Im Buch selbst geht es um merkwürdige Ereignisse während eines Schneesturms. Leute verschwinden, merkwürdige Wesen schleichen umher und überhaupt ist alles etwas Mysteriös. Da dies alles in den ersten 30-40 Seiten passiert, wird damit auch noch kein Spoiler losgetreten. Viel mehr darf von der Handlung aber auch nicht verraten werden, betrachtet man diese etwas genauer, ist sie an manchen Stellen doch etwas dünn, doch dazu später mehr.

Zunächst wird sich der findige Leser an Romane wie "The Mist" erinnert fühlen (oder auch "Sturm des Jahrhunderts", ebenso von Stephen King). In beiden Fällen wird ein Ort von einem Nebel, respektive Sturm, heimgesucht und gar merkwürdige Sachen passieren im eingehüllten Örtchen und auch Monster streifen umher. Unter dieser Prämisse ist es fast schon ironisch, das ein Zitat von Stephen King als Werbung auf dem Buchumschlag angebracht ist.

Die Ausgangslage gewinnt also nicht unbedingt Innovationspreise und von der restlichen Story muss man einfach festhalten, das es sich um eine Charakterstudie handelt. Action gibt es nur gegen Ende in kleinen Dosen, der ganze Roman beschränkt sich eher auf die Interaktion der Charaktere - und einer leichten Horrorstimmung, welche die gruselige Atmosphäre rüberbringen soll. Das diese Stimmung wirklich nur "leicht" ist, tut dem Ganzen Setting aber immerhin keinen Abbruch, und auch Charaktergeschichten können ganz gut sein, ohne sich zu sehr auf Action verlassen zu müssen.

In der Tat sind die Interaktionen der Charaktere wirklich nicht schlecht gelungen. Die Geschichte macht alsbald einen Zeitsprung und man kann sehen, was aus den Überlebenden geworden ist. Im späteren Verlauf verliert man leicht die Übersicht über die vielen Charaktere und ihre Subplots, auch wenn diese später wieder vereint werden. Ein paar Straffungen bzw. Weglassen einiger Nebenhandlungen hätte hier sicher gut getan. Auch ein paar Fragen zur Logik muss sich der Autor gefallen lassen. So wird dem geneigten Leser schnell klar, wie der Hase läuft und das sich der Vorfall wiederholen wird. Auch dass die Rückkehrer sich nicht gleich offenbaren wirkt manchmal etwas befremdlich. Sicher reagieren viele skeptisch, aber nahe Verwandte, die "live" am Anfang des Buches dabei waren?

Wie erwähnt, der Leser weiß hier schneller "wie der Hase läuft" als es die Protagonisten im Buch tun, was zusätzlich etwas Tempo aus dem Buch nimmt und viele Stellen etwas vorhersehbar macht. Dadurch wird das Buch gegen Ende hin etwas langweilig, zum Glück hat dies aber auch der Autor erkannt und dann einen entsprechenden Monsterkampf eingebaut. Im Kontext des Buches funktioniert dieser auch ganz gut. Leider wird an dieser Stelle darauf verzichtet, viel mehr über die Hintergründe der Kreaturen zu offenbaren. Zwar muss man nicht immer alle Mysterien aufgeklärt wissen, da man sich aber gegen Ende etwas verzettelt hat, wäre das eigentlich eine schöne Entschädigung für den Leser gewesen. Oder es ist der Auftakt zu einer Fortsetzungsgeschichte.

Selbst allzu große Überraschungen am Ende bleiben aus. So bleibt ein durchaus akzeptabler Roman zurück, der allerdings kein Überflieger ist.

Fazit: Die Geschichte an sich ist nicht schlecht, verschenkt aber etwas Potential, da zuviel auf ausgetretenen Pfaden gewandelt wird. Wer auf eher ruhige Charakter-Geschichten steht, kann aber mal einen Blick riskieren. Allzuviel Angst vor Horroreffekten muss man allerdings nicht haben.

Bewertung

Weitere Infos


Titel "Snowblind - Tödlicher Schnee"

Originaltitel "Snowblind"

Buchreihe Weitere Romane

Autor Christopher Golden

Übersetzer Stephanie Pannen

Preis 15 Euro

Umfang 455 Seiten

Verlag CrossCult

ISBN 978-3-95981-194-1

(tg - 02.09.17)


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