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Thomas Götz (tg)26.06.17

"Welt ohne Ende"

John Barrowman

Inhalt

Captain Jack Harkness ist wieder zurück in Cardiff und wo er ist, ist in der Regel auch das Ende der Welt nicht mehr weit entfernt. Diesmal planen parasitäre Aliens die Erde in einen Kompostklumpen für ihre Brut umzuwandeln. Captain Jack und Torchwood, die Alien-Abwehr-Einrichtung, die außerhalb des Gesetzes und ohne Legitimation der Regierung die Welt vor außerirdischen Angriffen schützt, treten daraufhin an, um wieder mal den Weltuntergang zu verhindern. Captain Jack operiert inzwischen mit seinem neuen Team von der Ice Maiden aus, einem Schiff/Raumschiff voller Alien-Technologie. Aber um die Invasoren stoppen zu können, benötigt er die Hilfe von Gwen Cooper. Die ist allerdings nicht gerade erfreut, als Jack ihr gerade geplantes Camping-Wochenende abschießt. Um das Chaos komplett zu machen, taucht dann noch ein alter Bekannter von Jack auf, mit dem absolut niemand gerechnet hätte …

Kritik

Nicht nur Doctor Who, auch Torchwood hat nun seinen Weg in die deutschen Comicläden gefunden. Zeichnungstechnisch schwankt der Band etwas. So kann man manchmal die Schauspielpendants in den Charakteren ganz gut erkennen, ein andermal wieder nicht. Ähnlich sieht es manchmal in den dunkleren Szenen bei den Hintergründen aus. Immerhin kann man sich schnell an den Stil gewöhnen und so in die Atmosphäre des Bandes eintauchen.
Der erste deutsche Torchwood-Comic.

Und in der Geschichte geht es um die Ice Maiden und ihre Besatzung. Das formwandelnde Schiff, das mit einem Chamäleon-Schaltkreis ausgestattet ist, hat auch noch eine holographische KI und dann gibt es da auch noch Torchwood Schottland, das...

Moment, wird sich der geneigte Leser nun fragen. Ice Maiden? Torchwood Schottland? Hat man da was verpasst? In der Tat, denn die Geschichte ist die direkte Fortsetzung eines Romans, der bislang nicht auf Deutsch erschienen ist. Von daher ist die Wahl dieses Comics vielleicht eher suboptimal. Vor allem am Anfang steigt man bei den vielen Charakteren kaum durch, denn allzu viele Bekannte gibt es neben Jack und Gwen nicht mehr. Dies bessert sich im Verlauf der Geschichte etwas, nachdem man den meisten Charakteren begegnet ist, der Einstieg ist aber schon etwas holprig.

Merken sollte man sich die ganzen Charaktere aber sowieso nicht, denn viele (z.B. Vlad) tauchen nur kurz auf und verschwinden dann im Laufe der Handlung ebenso schnell wieder in der Versenkung. Hier wollte man wohl einfach alle Charaktere des Buches einbringen, was aber eher unnötig erscheint.

Der Comic stammt übrigens, wie der zugrundeliegende Roman, aus der Feder von John und Carole Barrowman. John Barrowman beschreibt hier quasi selber, wie es mit seinem Charakter weitergeht. Das Ganze muss natürlich nicht schlecht sein, denn die beiden Geschwister haben früher schon bei einigen Büchern zusammen gearbeitet. Wie bereits eingangs erwähnt merkt man ihnen an, das sie Fans von Doctor Who sind. Allerdings geht es hier fast schon einen Tick zu weit. Es gibt ganze zwei TARDIS-Abklatsche (rechnet man die Ice Maiden mit ein) und sogar eine Art Zeitreiseschaltkreis, auch wenn der nicht benutzt wird. Das Ganze wirkt an dieser Stelle eher so, als wollte man auf Gedeih und Verderb eine Art Tardis auch für Torchwood einführen, um cooler zu sein. Dabei lag die Stärke von Torchwood eher in den dunklen Geschichten und meist ebenso dunklen Charakteren und nicht darin, möglichst viel auf SciFi a la Doctor zu setzen.

Auch die Bösewichte, die Navigatoren, kennt man als Nichtleser des Romans gar nicht. Im vorliegenden Band ist das noch nicht wirklich schlimm, da sie hier kaum auftauchen. Allerdings scheinen sie später noch wichtig zu werden. Wer allerdings auftaucht ist ein alter Bekannter, Captain John Hart, der Jack hier, zumindest im Hintergrund, das Leben schwer macht. Welche Pläne er verfolgt, wird sich noch zeigen müssen - auch dadurch bedingt, das er Torchwood Schottland angreift und dort für Wirbel sorgt. Dadurch, das man die Charaktere dort und ihre Verwicklungen nur aus dem besagten Roman kennt, ist es auch hier leider schwer nachzuvollziehen, warum Lady Katrina über den Tod ihres Mannes so erfreut zu sein scheint....

Alles in allem wäre die Hatz durch den Comicband wohl etwas verständlicher, wenn man eben den besagten Roman kennt. Zwar kommt man nach einiger Zeit gut mit der Handlung und dne Charakteren so recht, so richtig erschließen wollen sich aber viele Teile der Story bis zum Ende nicht. Das ist etwas schade.

Fazit: Ein Comic, der darunter leidet, das er Bezug auf Dinge nimmt, die man als deutscher Leser nicht kennen kann. Auch das man versucht, Dinge aus Doctor Who einzubauen wirkt eher etwas krampfhaft bemüht. Unter diesen Umständen bleibt der Band leider etwas hinter den Erwartungen zurück. Wenn man den zugrunde liegenden Roman kennt, mag dies aber anders sein.

Bewertung

Weitere Infos


Titel "Torchwood 1 - Welt ohne Ende"

Originaltitel "Torchwood 1-4"

Comicreihe Weitere Comics

Autor John Barrowman, Carole Barrowman

Zeichner Antonio Fuso, Pasquale Qualano, Marco Lesko

Lettering LetterFactory

Übersetzer Claudia Kern

Preis 16,99 Euro

Umfang 128 Seiten

Verlag Panini

Bandnummer 1

ISBN 978-3-74160-239-9

(tg - 26.06.17)


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